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Jenny Erpenbeck

1. Kairos

Kairos

Gesprochen von
40

21,99 €

inkl. gesetzl. MwSt., Versandkostenfrei


Beschreibung

Produktdetails

Gesprochen von

Jenny Erpenbeck

Spieldauer

12 Stunden und 13 Minuten

Erscheinungsdatum

30.08.2021

Hörtyp

Lesung

Fassung

ungekürzt

Medium

Audio

Anzahl

1

Verlag

Der Hörverlag

Sprache

Deutsch

EAN

9783844543520

Beschreibung

Produktdetails

Gesprochen von

Jenny Erpenbeck

Spieldauer

12 Stunden und 13 Minuten

Erscheinungsdatum

30.08.2021

Hörtyp

Lesung

Fassung

ungekürzt

Medium

Audio

Anzahl

1

Verlag

Der Hörverlag

Sprache

Deutsch

EAN

9783844543520

Herstelleradresse

Hoerverlag DHV Der
Lindwurmstraße 88
80337 München
DE

Email: produktsicherheit@penguinrandomhouse.de

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  • Schwari

    aus Dresden

    1/5

    12.01.2022

    Hörbuch (Audio)

    Ich war von diesem Roman…

    Ich war von diesem Roman maßlos enttäuscht. Wie kann sich eine junge Frau so erniedrigen lassen? Das war ganz bestimmt für den Osten nicht typisch. Auch bei einem solchen Altersunterschied nicht. Für mich ist auch das dargestellte Leben der beiden Figuren total unglaubhaft. Sich nur in teuren Gaststätten zu bewegen, entsprach nicht dem Leben in der DDR. Dazu hatte man, auch wenn man gut verdient hat, gar kein Geld. Den Roman hätte sich die Autorin sparen können. Ich kann das Buch nicht weiterempfehlen.

  • Klaus Effing

    aus Köln

    5/5

    28.07.2024

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    So wenig glückliche Augenblicke

    Jenny Erpenbeck hat mit ihrem Roman „Kairos“ ein Meisterwerk geschaffen! Kairos, der Gott des glücklichen Augenblicks, ist zwar Titelgeber, aber glückliche Augenblicke gibt es auf den rd. 380 Seiten zunehmend weniger. Erpenbeck, die im Ausland bekannteste und hoch ausgezeichnete deutsche Autorin, führt uns an eine toxische Liebe zweier Menschen, die gleichzeitig mit der zu Ende gehenden DDR einhergeht. Beides, die Liebe und der marode Staat, sind dem Untergang geweiht; beide ahnen es, können aber nicht angemessen darauf reagieren. Katharina, 19, Auszubildende und Hans, Mitte fünfzig, Autor, lernen sich kennen. Sie trennen gut 35 Jahre, trotzdem entsteht eine Liebe, bei der man als Leser - bei aller Offenheit - doch kein gutes Gefühl entwickeln kann. Die beiden leben ihre Liebe heimlich, dann zunehmend offen. Hans führt sie in durchaus gewaltsame Sexpraktiken ein. Nach und nach schleichen sich Disharmonien ein. Zum Bruch kommt es, als Katharina die Nacht mit einem jungen Mann verbringt (Hans lebt allerdings mit seiner Frau zusammen und hat offenbar immer Geliebte). Hans erfährt durch einen Zufall davon und es kommt zum Kippen der Situation. Die kommenden Jahre wird die leichte Liebe zunehmend quälend, Erpenbeck gelingt es, ein dauerndes Unbehagen auszulösen. Man wünscht sich, Katharina könne sich aus dieser toxischen, körperlich und psychisch brutalen Beziehung lösen. Aber es dauert und dauert. So wie das Ende der DDR , in der die beiden leben, auch nach und nach zerbröselt und dann mit einem Fanal endet. Diese Liebes- und Gesellschaftsgeschichte ist ein Meisterwerk, kein leichtes, eines, auf das man sich einlassen muss. Ein wichtiges und zu Recht mit dem International Booker Prize 2024 ausgezeichnetes Buch! Große Schreibkunst!

  • MarieOn

    5/5

    28.06.2024

    Buch (Taschenbuch)

    Sensationelles Zeitzeugnis

    Zwei Kartons hat sie, mit Aufzeichnungen, Rechnungen, Postkarten, Briefen, Fotos und Einkaufszetteln. Erinnerungen an ihn, den Hans. 1986 sind sie sich begegnet, zufällig. Da war Katharina neunzehn und Hans älter als ihr Vater. Er stieg hinter ihr aus der Bahn und sie blieb mit ihrem Pfennigabsatz in einem Gully stecken. Er lud sie auf einen Kaffee ein. Danach konnten sie sich nicht mehr voneinander lösen. Ob sie einen Vater sucht, hat Hans gefragt. So ein Quatsch. Als seine Frau mit seinem Sohn weggefahren war, ludt er sie in seine Wohnung ein, spielte ihr Mozart und Brahms vor, las Gedichte und erinnerte sie an ein niedliches Eichhörnchen. Dann durfte sie ausreisen aus dem Osten Berlins, zu ihrer Großmutter nach Köln, weil die Geburtstag hatte. Die Omi hatte sich für Katharina Einhundertfünfundzwanzig Mark vom Mund abgespart, damit die sich was kaufen konnte. Und das machte Katharina, lief von morgens bis zum Nachmittag die Friedrichstraße hoch und runter und schaute dabei zu, wie die Preise purzelten. Die Bluse, die am Morgen noch 45 Mark kostete, gab es später für 2,50. Einen Salat Nicoise hat sie auch gegessen, weil der Hans ihr den empfohlen hat. Während Katharina in Köln die Friedrichstraße erkundete, hoch und runter, hoch und runter, rief Hans sie nicht an. Omis Telefon schwieg still, ob er sie schon vergessen hatte? Fazit: Eine Ausnahmegeschichte, die Jenny Erpenbeck hier geschaffen hat. Einerseits werde ich Zeugin einer Ära Honecker, die zu Ende geht und ein Land zerreißt. Jede Sicherheit und Verlässlichkeit, all das Bekannte bricht haltlos in sich zusammen und löst Existenzen auf. Plötzlich soll man sich zufrieden zeigen mit einer Entwicklung, die so nicht vorstellbar war. Andererseits lässt mich die Autorin dabei zusehen, wie eine sehr ungleiche Beziehung sich in eine intensive Obsession verwandelt. Sie sehnt sich danach gesehen und geliebt zu werden, danach, mit dem anderen zu verschmelzen. Er sonnt sich in ihrer Unerfahrenheit, ihrer aufrichtigen Bewunderung. Sie geraten in gegenseitige Abhängigkeit, schaffen es nicht mehr sich gut zu tun und können sich doch nicht voneinander lösen. Vor dem Hintergrund einer Epoche musste ich hilflos dabei zusehen, wie zwei Menschen sich in einer toxischen Beziehung verstricken, geriet mitten hinein, entwickelte eine tiefe Wut auf Hans, der es besser hätte wissen müssen. Was für ein Konflikt. Und die Schreibweise ist völlig unaufgeregt. Jedes Wort sitzt an der richtigen Stelle, keines würde ich streichen wollen. Die Gebräuche dieser Zeit, die Sprache ist so gut wiedergegeben. Das hat mir sensationell gut gefallen.

  • Lester Barnes

    aus Berlin

    5/5

    13.06.2022

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Schon lange habe ich nicht…

    Schon lange habe ich nicht mehr ein solches Buch gelesen. Selbst nur etwas jünger konnte ich in diesem Buch genau das Lebensgefühl der 80iger Jahre noch einmal genießen. Als junger Mensch ist man ja nicht immer so verbissen. Vor allem die Zeit heilt manche Wunden... Auch im Osten hat man genossen, war man rebellisch, hat gefeiert, getrunken, getanzt und ...war verliebt. Zeiten der Veränderung, der internationalen Umbrüche, der Macht des Regimes, der Zensur in Kultur und Medien, des Mangels, der Angst, der Verzweifelung, der Hoffnungslosigkeit bilden den Rahmen für diese aufregende Liebesgeschichte. Sicher, ein beachtlicher Altersunterschied, aber Liebe kennt ja bekanntlich keine Grenzen, wenn da nicht die Grenzen im Kopf wären. Intellektualität, Prosa, Wissen, Musikalität, Geschmack, Wortwitz sind anziehende Eigenschaften, oder etwa nicht? Bin ich vielleicht ein Ostalgiker. Ganz und gar nicht. Aber ist es nicht unser Leben und unsere Erinnerungen, die uns ausmachen? Und die haben alle, und nicht nur Ossis, reichlich. So wie den ausgewachsenen Minderwertigkeitskomplex, aber den findet man auch bei Österreichern... Es sind es diese längst in Vergessenheit geratenen Kleinigkeiten, die mein Herz hüpfen ließen. 57er Bus, die kleinen Papiertüten "Gut gekauft - gern gekauft", Club, Duett, Pergamonaltar, Café Arkade, Berliner Ensemble, Mitte, Alex, Dimitroffstraße, Westverwandschaft, Ganymed, Wachtelei, Würzfleisch, Sekt, Korn sind zwar winzig anmutende Details, versetzen einen aber in die Lage, Status und Lebensvorgänge einzuordnen. Sie fügen sich natürlich in den Erzählstrang, ohne aufgesetzt zu wirken. Man merkt, dass alles gut recherchiert... oder eben gelebt ist. Ist das Buch nur für Ossis verständlich? Vielleicht, vielleicht auch nicht. Denn verliebt war jeder schon mal. Verliebtheit, Schmerz, Hass, Verlust, Betrug, Ignoranz, Orientierungslosigkeit, Verletzbarkeit findet man überall. In erster Linie ist es eine Liebesgeschichte, deren Auf und Ab einen herrlich mitfühlen lassen. Teilweise hat es geschmerzt, tief bewegt, verstimmt und nachdenklich gemacht. Ja... es war auch streckenweise unerträglich, aber auf bereichernde Art. Intensiv wäre vielleicht die passende Bezeichnung dafür... Ein wichtiges Buch, denn die Suche nach einer eigenen Identität ist wichtig, so wie das Recht auf Erinnerungen, die oftmals falsch interpretiert werden... Großes Kompliment an die Autorin. Ich zumindest bin erfreut über diese meine persönliche Neuentdeckung und werde Frau Erpenbeck wohl für immer auf dem Schirm haben...

  • Bewertung

    5/5

    04.01.2022

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    ... einfach "nur" Liebe

    Für ihn (Mitte 50, verheiratet, einen Sohn) ist es nicht der erste Seitensprung. Sie, gerade mal 19, erlebt mit ihm die große Liebe ihres Lebens. Im Ost-Berlin der 1986er Jahre erleben jedoch beide bisher nie gekanntes. Bis sie für ein Praktikum nach Frankfurt/Oder geht. Bis sie aus Versehen einen Zettel liegen lässt ... Jenny Erpenbeck erzäht hier in wunderbarer Sprache eine Liebesgeschichte, die bewegt, irritiert und nicht loslässt. Nebenher lässt sie deutsch-deutsche Geschichte aufleben - von den letzten Jahren der DDR über den Mauerfall bis in die 1990er. Was für ein Buch!

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Bewertungen (40)

Unsere Meinungen

  • Zum Bewerterprofil von Linnéa Weiß

    Linnéa Weiß

    Thalia Neuss – Rheinpark - Center Neuss

    Buchhändler*in

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    5/5

    08.09.2024

    Buch (Taschenbuch)

    Der schmale Grat zwischen Liebe und Abhängigkeit

    Als Katharina den Mitte 50-Jährigen Hans an einem Regentag in Ostberlin kennenlernt glaubt sie direkt, dass das Schicksal seine Hände im Spiel haben muss. Was als leidenschaftliche, verbotene Affäre beginnt entwickelt sich vor dem Hintergrund eines sterbenden Staats immer mehr in eine vergiftete, von gegenseitiger Abhängigkeit geprägten Verbindung voller Exzentrik, Vorwürfe und emotionaler Gewalt. Jenny Erpenbeck schreibt über eine junge Frau, die ihr ganzes Sein auf einen älteren, gesellschaftlich etablierten Intellektuellen ausrichtet, seine Fehler dabei ausblendet und sich selbst dabei immer mehr zu verlieren droht. Metaphorisch springt Erpenbeck in ihrer Erzählung dabei zwischen dem Verhältnis von Hans und Katharina auf der einen und der untergehenden DDR auf der anderen Seite hin und her. Ein einzigartiges Werk, das für Kopfschütteln sorgt und Wut über die Machtlosigkeit hervorruft, der Katharina durch die Liebe ausgeliefert ist und die Hans schamlos ausnutzt.
  • Zum Bewerterprofil von Monika Föckeler

    Monika Föckeler

    Thalia Mayersche Castrop-Rauxel

    Buchhändler*in

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    5/5

    12.07.2024

    eBook (ePUB)

    Eine literarisches Highlight

    Frau Erpenbeck hat es verdient, den Booker Price zu erhalten! Was sie schreibt, ist wirklich großartige Literatur. Ihre Sprache ist kunstvoll, detailliert und kraftvoll. Sie verbindet in dieser Liebesgeschichte Kunst, Musik und Literatur mit der Beschreibung der Beziehung in allen Höhen und Tiefen. Zeitweise hätte ich gern eingegriffen, als sich die Liebesbeziehung zum Negativen und Toxischen verändert. Ich war wütend auf den älteren narzisstischen Liebhaber, der es besser hätte wissen müssen, und ich habe mit der jungen Frau mitgelitten, die alles wegen der Liebe ertragen hat.
  • Zum Bewerterprofil von Markus Felsmann

    Markus Felsmann

    Thalia Mayersche Köln – Neumarkt

    Buchhändler*in

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    5/5

    22.05.2024

    Buch (Taschenbuch)

    Über toxische Liebe

    »Kairos, der Gott des glücklichen Augenblicks, habe, so heißt es, vorne über der Stirn eine Locke, einzig an der kann man ihn halten.« »Kairos« von Jenny Erpenbeck ist einer meiner Lieblingsromane aus den letzten Jahren. Dass dieser Text keine literarische Eintagsfliege ist, beweist der Umstand, dass er nun im Jahr 2024 (und damit drei Jahre nach seinem Erscheinen) mit dem International Booker Prize ausgezeichnet wird. Angesiedelt ist die Geschichte in den letzten Jahren der DDR. Die 19jährige Protagonistin Katharina verliebt sich in den 34 Jahre älteren Hans, eine Figur, die Züge von Heiner Müller trägt und in der Ostberliner Kulturszene fest verwurzelt ist. Die Beziehung, die sich in der Folge entwickelt, wird zunehmend toxisch und führt dem Leser perfide Abgründe der Liebe vor. Eine überaus packende Lektüre, die auch durch die zur Ellipse neigenden Sprache besticht. Ganz großartige Literatur!
  • Zum Bewerterprofil von Dirk Lengersdorf

    Dirk Lengersdorf

    Thalia Mayersche Heinsberg

    Buchhändler*in

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    5/5

    01.10.2021

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Großartiger literarischer Roman...

    Großartiger literarischer Roman über die anfangs heimliche, euphorische, später zerstörerische, obsessive Liebe eines ungleichen Paares vor dem Untergang der DDR. Die Parallelen zwischen der Beziehung und der zeitgeschichtlichen Entwicklung sind grandios!
  • Zum Bewerterprofil von Kristin Schirmer

    Kristin Schirmer

    Thalia Traunstein

    Buchhändler*in

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    4/5

    22.03.2025

    Buch (Taschenbuch)

    Ein Tanz der Worte

    Wahnsinnig nah am Innenleben ihrer Figuren beschreibt Jenny Erpenbeck die Zeit nach dem Mauerfall und die damit einhergehenden Identitätskrisen und Neuerfindungen vieler zu dieser Zeit lebenden Menschen. Eine Liebe steht im Fokus, die unkonventioneller nicht sein könnte; und doch einem sehr bekannte Gefühle aufwirbelt. Spannend - Gezielt und trotzdem sehr bedacht zaubert Kairos ein Bild zweier der Gegenwart ausgesetzten Menschen.

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Bewertungen (16)

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