Produktbild: Mitgift

Mitgift Roman

17

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Beschreibung

Produktdetails

Verkaufsrang

30072

Format

ePUB 3

Kopierschutz

Nein

Family Sharing

Ja

Text-to-Speech

Ja

Erscheinungsdatum

21.08.2021

Verlag

Klett Cotta

Seitenzahl

352 (Printausgabe)

Dateigröße

4272 KB

Sprache

Deutsch

EAN

9783608116724

Beschreibung

Produktdetails

Format

ePUB 3

eBooks im ePUB 3-Format erlauben eine dynamische Anpassung des Inhalts an die jeweilige Display-Größe des Lesegeräts. Das Format eignet sich daher besonders für das Lesen auf mobilen Geräten, wie z.B. Ihrem tolino, Tablets oder Smartphones.

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Barrierefreiheit

  • keine Information zur Barrierefreiheit bekannt

Verkaufsrang

30072

Erscheinungsdatum

21.08.2021

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Klett Cotta

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352 (Printausgabe)

Dateigröße

4272 KB

Sprache

Deutsch

EAN

9783608116724

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  • Bewertung

    aus Brandis

    5/5

    15.09.2021

    eBook (ePUB 3)

    Zwischen Verpflichtung und Leben

    Der Bauernhof der Familie Leeb ist seit Generationen in Familienbesitz, doch nicht jedes Familienoberhaupt findet darin Erfüllung. Vor allen für den jüngsten Nachfahren, Wilhelm (Willem), ist er eine Last. Dennoch führt er ihn (gezwungenermassen als der "Mann im Haus") durch die Kriegsjahre bzw. die Zeit in dem sein Vater noch in Gefangenschaft ist. Dessen Rückkehr bringt jedoch nicht die von Wilhelm gewünschte und ersehnte Anerkennung. Stattdessen sind seine Geschwister, Mutter und vor allem er Vaters Adresse für seine Wutausbrüche. Es scheint für Wilhelm nur einen Ausweg zu geben... Ehrlich gesagt hat mich der (doch sehr weit zurückreichende) Sprung zwischen den Generationen anfänglich etwas irritiert. Aber rasch wird deutlich, das diese Schilderungen sehr wichtig sind um die Gründe (und Zwänge) für das Handeln der Leeb-Männer zu verstehen. Zu oft muss(te) der eigene Lebensplan zugunsten die Pflicht für den Hof und die Familie gebrochen werden, was zu latenter Unzufriedenheit führt die ihr Ventil sucht. Verknüpft mit Schilderungen zum politischen wie auch alltäglichem Geschehen, zeichnet der Autor ein erschreckend authentisches Bild, was umso mehr berührt, da Aspekte aus der eigenen Familie als Inspiration dienten. Ein lesenswertes Buch, was einen die eigenen Ansichten überdenken lässt!

  • bolie

    aus Langscheid

    5/5

    30.08.2021

    eBook (ePUB 3)

    „Mitgift“, so lautet der…

    „Mitgift“, so lautet der Titel des neuen Romans von Henning Ahrens. Es ist ein Gang durch die Jahrzehnte und dem Leben einer Familie, die nach „Traditionen“ lebt. Oberhaupt ist jeweils ein Wilhelm, der mit strenger Hand Frau und Kinder zur Arbeit auf dem Hof antreibt. Sowohl Erster als auch Zweiter Weltkrieg spielen eine Rolle. Aber auch dem 18. Jahrhundert und dem Leben damals wird ein Kapitel gewidmet. Das Heute liegt im Jahr 1962 und hier beginnt auch der Roman, der von vielen Rückblicken geprägt ist. Die Familie Leeb wohnt in Klein Ilsede bei Peine. Es ist ein Dorf, wo jeder jeden kennt und auch geschaut wird, dass der Nachbar nichts Schlechtes über einen erzählen kann. Man trifft sich in der Dorfkneipe und hier werden Wiederaufbau und Politik Deutschlands intensiv und mit vielen Doppelkörnern unterlegt, besprochen. Selbst ernste Themen, wie etwa die Rohheit und Strenge von Vätern und Ehemännern, werden von Herrn Ahrens mit Humor erzählt. Dabei vergisst er allerdings nicht, die Gefühle der Betroffenen so klar zu beschreiben, dass mir als Leser zuweilen die Tränen in den Augen standen. Die Sprache ist gehoben und viele Adjektive erlauben es, dass Leser sich Häuser und Orte ohne viel Phantasie vorstellen können. Ich las den Roman sehr gerne und empfehle in daher ohne Einwände. Es ist eine gute Zusammenfassung eines bäuerlichen Lebens, wie es dies heute nur noch selten gibt.

  • Bewertung

    aus Münster

    4/5

    09.10.2021

    eBook (ePUB 3)

    Tragödie des Lebens

    Mitgift" hat mich angesprochen, weil ich sowohl Familienromane als auch historische Romane sehr gerne lese. Hier wurde beides vereint. Der Leser begleitet eine Bauernfamilie über mehrere Generationen und erlebt Höhen und Tiefen, sowohl geschichtliche als auch familiäre. Das Leben auf einem Bauernhof zu unterschiedlichen Zeiten wurde interessant veranschaulicht. Einige Zeiten wurden nur kurz abgehandelt, andere Zeiten sehr intensiv betrachtet. Hinter allem steckt eine Tragödie, die sich 1962 in der Familie ereignet. Nach und nach kommt man dieser Tragödie auf den Grund und versteht, warum sie passiert ist. Man ahnt zu Beginn, was passiert ist, Gewissheit erlangt man aber erst am Ende. Zu wenig allerdings wurde über die Totenfrau berichtet, die im Klappentext doch eine größere Rolle spielt. Die Ereignisse, die sie fast an die Seite von Wilhelm getrieben haben, wurden zum großen Teil ausgespart. Schade. Insgesamt fand ich die gezeichneten Charaktere teilweise etwas blass. Hevorgestochen sind nur die beiden Wilhelms, Vater und Sohn. Ich hätte mir gewünscht, dass auch andere Personen mehr in den Vordergrund gerückt worden wären.

  • Wedma

    3/5

    29.09.2021

    eBook (ePUB 3)

    Für mich eher langweilig und deprimierend.

    „Mitgift“ hat mich eher gelangweilt. Am Ende habe ich gewünscht, dieser Kelch wäre an mir vorbeigereicht. Schon der Einstieg gestaltete sich schwierig: Über die ersten Seiten kam ich nicht hinaus. Diverse Sachbücher erschienen mir spannender. Aber ich wollte zumindest einen Roman aus der Liste der 20 Auserwählten zum Deutschen Buchpreis lesen. Am Ende stoisch durchgehalten. Und mir gewünscht, ich hätte es sein gelassen. Hier versammelte sich alles, ich in den belletristischen Werken nicht mag. Eine Art möchte-gern historischer Roman mit all den typischen Themen, die eher schemenhaft, wie nach einer Checkliste abgearbeitet wurden: Heirat, Kinderkriegen, Familie haben, eigene Vorstellungen hinter die Pflicht stellen etc. Die ständigen Sprünge in der Zeit wirkten eher irritierend: mal ist man im Jahr 1962, mal im Jahr 1942, dann 1940, wieder 1962, plötzlich 1755, wieder zurück und wieder hin usw. Dabei konnte ich mit keiner Figur durch die Geschichte gehen, zu keiner einen emotionalen Bezug aufbauen. Alle blieben auf Distanz. Oft musste ich denken: Wieder mal zu breit erzählt. Da war doch der Sachverhalt schon in 2 Sätzen abgehandelt. Wozu denn das ganze Kapitel dahinter schalten, das diese illustriert, ohne groß etwas an Substanz hinzuzufügen? Diese Vorgehensweise ließ an Unsicherheit eines Anfängers denken, und langweilte mich unsäglich. Zum Schluss kristallisierte sich ein bestimmter Strang heraus. Gewisse Spannung wurde wahrnehmbar. Sie wuchs zunehmend. Und ließ mich doch zu Ende lesen. Aber am Ende musste ich zugeben: Zu deprimierend war mir das Ganze. Und der Schluss erst recht. Klar hat man hier Abriss der geschichtlichen Ereignisse am Beispiel der Bauernfamilie in Niedersachsen geliefert bekommen. Aber sonderlich viel Neues oder unbedingt Kennenlernenwertes gab es für mich nicht. Bestimmt kein schlechter Roman. Sprachlich sehr gut. Ich kann hier „nur“ 3 Sterne vergeben.

  • yellowdog

    3/5

    25.09.2021

    eBook (ePUB 3)

    Geschichte einer Bauernfamilie

    Henning Ahrens war mir bisher vor allen als Übersetzer begegnet. Sein Familien- und Gesellschaftsroman zeigt das Schicksal der Bauernfamilie Leeb über einen langen Zeitraum. Startpunkt ist 1962, aber es geht streckenweise stark in die Vergangenheit. Erstaunlich, wie schnell die Zeiten in diesen Roman wechseln. Doch so ganz erreichte mich das Buch nicht. Erkennbar sind die Auswirkungen der Kriegszeit, speziell im Landwirtschaftsbereich. Die im Mittelpunkt stehende Figur ist ein Großbauer, der in Kriegsgefangenschaft war, danach aber seine Familie tyrannisierte. Es gibt einige starke Bilder im Roman, aber die Handlung packte mich kaum. Erzählerische Schwächen sind unübersehbar. Meiner Meinung nach gab es schon eindrucksvollere Romane dieser Thematik.

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Bewertungen (17)

Unsere Meinungen

  • Zum Bewerterprofil von Annegrit Fehringer

    Annegrit Fehringer

    Thalia Kassel

    Buchhändler*in

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    5/5

    17.05.2023

    Buch (Taschenbuch)

    Absolute Lese-Empfehlung!

    Ein großartiger Roman, der das Leben einer alteingesessenen, niedersächsischen Bauernfamilie erzählt, und dabei den Bogen der Jahrhunderte umspannt. Bis ins achtzehnte Jahrhundert geht es zurück. Dann ins Kaiserreich und Nazi-Regime. Großartig und spannend erzählt!
  • Zum Bewerterprofil von Ulrike Kaiser

    Ulrike Kaiser

    Thalia Mülheim – Rhein-Ruhr-Zentrum

    Buchhändler*in

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    5/5

    28.01.2022

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Ein ganz großer, aufwühlender, deutscher Familienroman!

    Ahrens "Mitgift" stand völlig zurecht auf der Longlist zum Deutschen Buchpreis. Er basiert auf Teilen seiner eigenen Familiengeschichte und widmet sich insbesondere dem schwierigen Verhältnis von Vater und Sohn Leeb. Die Pflichterfüllung ist ein großes Thema des Romasn: Während Wilhelm Leeb sen. in den Krieg zieht und in Gefangenwschaft gerät,muss der Sohn die Verantwortung für Familie und Hof übernehmen. Als der Vater Jahre später heimkehrt, eskaliert die Situation. Absolut bewegend, tragisch ergreifend!
  • Zum Bewerterprofil von Simone Büchner

    Simone Büchner

    Thalia Coburg

    Buchhändler*in

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    5/5

    12.10.2021

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Familie Leeb

    Henning Ahrens orientiert sich in seinem Roman „Mitgift“ an der eigenen Familiengeschichte, setzt den Schwerpunkt von 1940 bis 1962. Die Leserschaft wird ins Ländliche versetzt, in die Nähe von Peine. Patriarch Wilhelm Leebs steht 1962 vor der Tür der Totenfrau Gerda Derking und bittet sie, ihm auf seinen Hof zu folgen. Weshalb Gerdas Anwesenheit erforderlich ist, bleibt lange unklar. Derweil erfahren wir alles über das Leben einer erzkonservativen, tiefgläubigen Familie. Wir erleben, wie Wilhelm Leebs im Spätsommer 1944 wieder in den Krieg zieht, in Gefangenschaft gerät und nach fünf Jahren heimkehrt. Während dieser Zeit opfern sich seine Frau und sein ältester Sohn Wilhelm für den Hof auf, statt Dankbarkeit hagelt es von ihm Kritik. Seinem Sohn gegenüber bleibt Wilhelm ungerecht und unachgiebig. Doch Wilhelm jun. will heiraten und drängt auf die Übergabe des Hofes. Ein guter, stilistisch einnehmender Roman, mit authentisch geschilderten Themen und Konflikten, der Titel könnte besser nicht gewählt sein.
  • Zum Bewerterprofil von Andrea Becker

    Andrea Becker

    Thalia Fulda

    Buchhändler*in

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    5/5

    16.09.2021

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Ein Familienroman über sieben...

    Ein Familienroman über sieben Generationen, absolut empathisch in jedem Jahrhundert, mit einer authentischen Sprache aus dem niedersächsischen platten Land. Mitreißend, spannend, herzzerreißend und tragisch. Mein großer Tipp für den Leseherbst!
  • Zum Bewerterprofil von Alex Husnik

    Alex Husnik

    Thalia Mayersche Lüdinghausen

    Buchhändler*in

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    4/5

    07.04.2025

    Buch (Taschenbuch)

    Die Last des Erbes

    In meiner Familie reichen Dokumente, Fotos, Erzählungen und Habseligkeiten nicht über die Generation meiner Großeltern hinaus. Das liegt wohl vor allem daran, dass sie aufgrund von Wirtschaftskrisen und Krieg ihre Herkunftsorte in Osteuropa verlassen und sich hierzulande neue Existenzen aufbauen mussten. Ich habe diese Leerstelle - das Fehlen von Überlieferungen und Traditionen - immer bedauert. „Mitgift“ führt mir nun das krasse Gegenteil vor Augen: Was es bedeutet, wenn Traditionen das Leben bestimmen, Traditionen, die auf einem Hof, der von Generation zu Generation weitervererbt wird, natürlich besonders ausgeprägt sind. Was es bedeutet, auf Stühlen zu sitzen, die der Vorfahr vor 200 Jahren hat anfertigen lassen. Was es bedeutet, von Geburt an zu wissen, welch Aufgabe und Verpflichtung man ein Leben lang zu tragen hat. Im Roman scheint kaum einer der Familienangehörigen mit seinem vorherbestimmten Schicksal glücklich zu sein, im Gegenteil: Mancher versucht sich mit drastischen Mitteln der Tradition zu entziehen. Und dann kommt da noch der NS, aus dessen Klauen sich die Familie ebenfalls nicht zu befreien vermag. Denn ein Neuanfang, ein anderes Leben, scheint für diese Familie, die an ihre Scholle gebunden ist, die so tief im Überkommenen, Gestrigen, Traditionellen steckt, fast unmöglich zu sein. Erzählt wird das in collagenhaften Episoden aus 200 Jahren Familiengeschichte, die sich schließlich zu einem Großen und Ganzen zusammenfügen und auf eine drastische Störung der jahrhundertelangen Tradition zulaufen. Jede dieser Episoden ist so gut geschrieben, so rund und üppig erzählt, dass sie auch für sich allein als meisterhafte Kurzgeschichten stehen könnten. Allein diese Aspekte rechtfertigten die Nominierung von „Mitgift“ für den Deutschen Buchpreis 2021 meiner Meinung nach voll und ganz.

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