»Einer der gefeiertsten Romane des Jahres.« Time Reese und Amy sind ein glückliches Paar, zwei trans Frauen in New York, mit dem Traum von einer Familie. Doch dann entscheidet sich Amy, wieder als Mann zu leben, und die Liebe zerbricht. Als drei Jahre später Ames¿ Chefin Katrina unerwartet von ihm schwanger wird, fasst Ames einen Plan: Warum ziehen sie das Kind nicht gemeinsam groß, zu dritt?
» Detransition, Baby stellt unsere Vorstellungen von Familie auf den Kopf.« The New York Times »So gut, dass ich schreien möchte!« Carmen Maria Machado
Kundinnen und Kunden meinen
3.2/5.0
Thala
4/5
06.08.2022
eBook (ePUB 3)
Die Kunst, sich selbst zu finden
Zunächst einmal: Es tat weh, das Buch zu lesen. Von den vielen Suiziden von Transpersonen zu lesen, von Angriffen und Diskriminierungen. Es ist sicherlich kein Buch für Zartbesaitete, denn die gesellschaftliche Position von Transpersonen wird ungeschönt dargestellt. Irgendwie hätte ich mir mehr eine Liebesgeschichte gewünscht, aber darum geht es hier nicht. Das Leben von Ames und Reese steht im Vordergrund, mal miteinander, mal ohne. (Hyper-)Sexualität und Dissoziation spielen hier eine große Rolle. Durch die verschiedenen Zeitsprünge ohne Zeitangaben wirkt das Buch oft etwas verworren. Die Sprache ist bisweilen etwas derb. Reese und Amy versuchen mit aller Kraft, sich selbst zu spüren. Amy entscheidet sich für eine Detransition und Reese stürzt sich gezielt in Affären mit Männern, die sie erniedrigen.
Gerade bei Reese empfand ich es als schwierig, einen Zugang zu ihr zu finden.
Trotzdem empfehle ich das Buch weiter, da es CIS-Personen einen Einblick in andere Lebensrealitäten gibt.
hapedah
3/5
08.06.2022
eBook (ePUB 3)
Spannendes Thema, für die Figuren hätte ich mir mehr Tiefgang gewünscht
Für Ames ist es ein riesiger Schock, als Katrina, seine Chefin und Geliebte, ihm mitteilt, dass sie von ihm schwanger ist. War er doch wegen seiner Vergangenheit als Trans-Frau und den damit verbundenen Hormon-Gaben überzeugt, unfruchtbar zu sein. Auch jetzt nach seiner Detransition ist Ames unsicher bezüglich seiner geschlechtlichen Identität und weiß nicht, wie er die Vaterrolle für das Baby erfüllen kann. Deshalb will er Reese als dritten Elternteil mit ins Boot holen, mit der er früher als Amy in einer lesbischen Beziehung gelebt hat. Reese hegt schon viele Jahre den Wunsch nach einem Kind, durch Katrinas Schwangerschaft sieht die Trans-Frau ihren Traum in greifbare Nähe rücken.
"Detransition, Baby" von Torrey Peters ist eine Geschichte, deren Grundidee ich sehr spannend finde, die Art und Weise wie sie umgesetzt wurde, konnte mich dagegen nur bedingt überzeugen. Dass die sprachliche Darstellung stellenweise recht derb gefasst war, passte für mich zur manchmal ziemlich harten Realität der Figuren. Die Autorin zeichnet dabei ein sehr ernüchterndes Bild vom alltäglichen Leben amerikanischer Trans-Frauen. Die Protagonisten hätten für meinen Geschmack gern etwas tiefgründiger beschrieben sein dürfen, lediglich bei Amy/Ames hatte ich den Eindruck, den Menschen hinter der Fassade sehen zu können. Obwohl es durchaus auch Eindrücke von Katrinas und Reeses Vergangenheit und Gefühlen gab, waren die Beiden für mich nicht wirklich greifbar.
Besonders Reese fand ich sehr ambivalent, einerseits hält sie sich selbst für besonders mütterlich - am Anfang ihrer Beziehung hatte sie auch die frisch transitionierte Amy unter ihre Fittiche genommen - andererseits fühlt sie sich ihrer Partnerin beruflich unterlegen, da Amy studiert hat und in ihrem Job gut verdient, während Reese ihren Lebensunterhalt mehr schlecht als recht durch wechselnde Kellnerjobs bestreitet. Die Ansichten, die Reese zu Beginn des Buches sehen lässt, fand ich sehr zynisch und desillusionierend, z.B. glaubt sie, es wäre die ultimative Anerkennung ihrer Weiblichkeit, wenn sie körperliche Gewalt von einem Mann erfährt. Zu diesem Zeitpunkt könnte beim Leser der Eindruck entstehen, dass diese Denkweise bei allen Trans-Frauen verbreitet sei. Erst später im Handlungsverlauf wird thematisiert, dass einige der anderen Trans-Personen psychische Probleme bei Reese vermuten.
Immer wieder gibt es chronologische Sprünge, die Geschichte beginnt, nachdem Katrina von ihrer Schwangerschaft erfährt, danach wechseln sich Abschnitte, die die Vergangenheit der Protagonisten beleuchten, mit der gegenwärtigen Handlung ab, die zeitlichen Angaben in den Kapitelüberschriften beziehen sich dabei auf das Zeugungsdatum des Babys. Diese Wechsel haben sich für mich etwas ungeordnet angefühlt, durch die häufigen Unterbrechungen des Handlungsfadens fiel es mir schwer, die fragilen Beziehungen zwischen den Hauptfiguren emotional wahr zu nehmen. Deshalb reicht es bei mir - trotz des bedeutsamen Themas - nur für eine mittelmäßige Bewertung.
Fazit: Torrey Peters zeigt in oft recht derber Ausdrucksweise den teilweise harten Alltag und die Probleme mit der eigenen geschlechtlichen Identität, denen Trans-Frauen ausgesetzt sind. Doch ihre Figuren waren meiner Meinung nach wenig greifbar, das Potential der Geschichte wurde für mich nicht wirklich ausgeschöpft.
Bewertung
5/5
17.05.2025
SPECIAL (Gebundene Ausgabe)
Wunderbar geschrieben
Einfach nur zu empfehlen. Auch wenn man vlt. nicht ganz das Insiderwissen rund ums trans sein hat. Hier kann man noch viel lernen. Ich liebe den Humor und die Art wie die Geschichte der beiden Hauptfiguren beschrieben wird. Dabei springt man immer wieder in die verschiedene Figuren und Zeiträume. Es bleibt bis zum Ende hin spannend.
Bewertung
5/5
19.07.2023
Buch (Gebundene Ausgabe)
Die Geschichte ist ungewöhnlich,...
Die Geschichte ist ungewöhnlich, die sind Charaktere sehr ehrlich und ein besonderer aber erfrischender Erzählstil bildet den Rahmen für dieses tolle Buch. Absolute Leseempfehlung!
Bewertung
5/5
22.03.2023
Buch (Gebundene Ausgabe)
Meisterwerk
Für mich eines der besten Bücher der letzten 10 Jahre. So eine Erzählkraft, so unglaublich tolle und ehrliche Charaktere, die eben auch nicht fehlerfrei sind. Der beste Roman den es gibt in dem trans Menschen die Hauptrolle haben.
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5/5
27.03.2026
SPECIAL (Gebundene Ausgabe)
genial, chaotisch und queer
Eine unglaublich berührende Geschichte über die Weiblichkeit, Transidentität und Mutterschaft. Selbst wenn du keine Ahnung von diesen Themen haben solltest, kannst du sie nach dieser Geschichte besser verstehen und nachvollziehen.
Peters setzt sich eingehend mit den Geschlechterrollen ihrer Charaktere auseinander und mit den Problemen die damit einhergehen. Sie schildert großartig die Erwartungen, die an die klassische Familienkonstellation gestellt werden aber auch wie man diese durchbrechen kann.
Ich habe lange nicht mehr ein so einfühlsames Buch über Transidentität gelesen!
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5/5
12.10.2022
Buch (Gebundene Ausgabe)
Absolut wichtiges Buch! Sowohl...
Absolut wichtiges Buch! Sowohl der teilweise etwas derbe Schreibstil, sowohl die ehrlichen Einblicke in das Leben einer Transfrau haben mich überzeugt dieses Buch an jeden interessierten Menschen zu empfehlen!
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5/5
17.06.2022
Buch (Gebundene Ausgabe)
Torrey Peters gibt Einblick in...
Torrey Peters gibt Einblick in die queere Welt von trans* Personen, spricht über Hoffnungen, Ängste und Erwartungen und spielt gekonnt mit der Frage, welche Bedeutung Geschlecht eigentlich hat.
Für Neulinge in diesem Bereich anspruchsvoll, das Lesen lohn sich jedoch!
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5/5
05.06.2022
Buch (Gebundene Ausgabe)
Absolut fesselnd: Die Beziehungskonstellation...
Absolut fesselnd: Die Beziehungskonstellation der drei Frauen und deren Gefühle füreinander und für das Baby, werfen die großen Lebensfragen auf. Fragen nach der eigenen Identität, nach Geschlechterrollen, der Vorstellung von Glück und der Liebe. Sehr intim und emotional erzählt.
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5/5
02.05.2022
Buch (Gebundene Ausgabe)
Lesenswert!
Intensiv und queer wären wohl die treffendesten Worte für dieses absolut lesenswerte Buch. Die Autorin Torrey Peters lässt uns an den intimsten Gefühlen und Wünschen ihrer Figuren Reese, Ames und Katrina teilhaben. Dabei sind viele spannende Gedanken zum Frau sein, Mutter sein, trans und queer sein und was Familie heute bedeuten kann. Sehr emotionale und polarisiernde Themen, die in diesem Buch nicht immer leicht zugänglich sind, wenn es das erste ist, das man dazu liest.
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