Produktbild: Die Paradiese von gestern

Die Paradiese von gestern

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Beschreibung

Produktdetails

Verkaufsrang

78928

Format

ePUB 3

Kopierschutz

Nein

Family Sharing

Ja

Text-to-Speech

Ja

Erscheinungsdatum

07.03.2022

Verlag

Mdv Mitteldeutscher Verlag

Seitenzahl

552 (Printausgabe)

Dateigröße

1106 KB

Sprache

Deutsch

EAN

9783963116520

Beschreibung

Produktdetails

Format

ePUB 3

eBooks im ePUB 3-Format erlauben eine dynamische Anpassung des Inhalts an die jeweilige Display-Größe des Lesegeräts. Das Format eignet sich daher besonders für das Lesen auf mobilen Geräten, wie z.B. Ihrem tolino, Tablets oder Smartphones.

Kopierschutz

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Barrierefreiheit

  • keine Information zur Barrierefreiheit bekannt

Verkaufsrang

78928

Erscheinungsdatum

07.03.2022

Verlag

Mdv Mitteldeutscher Verlag

Seitenzahl

552 (Printausgabe)

Dateigröße

1106 KB

Sprache

Deutsch

EAN

9783963116520

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  • Bewertung

    aus Langenhagen

    5/5

    18.05.2022

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Urlaub in Frankreich

    Sommer 1990: Ella und René, ein junges Paar aus der ehemaligen Deutschen Demokratischen Republik nutzt die neu gewonnene Freiheit um sich einen gemeinsamen Traum zu erfüllen und unternehmen eine Rundreise durch Frankreich. Der Reiseführer führt sie zu einem ehemals prächtigen mittlerweile aber verfallenen Schlosshotel, in dem sie tief in der Nacht noch ein Zimmer bekommen. Wie sich herausstellt sind sie die einzigen Gäste und sie werden auch die letzten sein: Das Hotel soll schließen. Mario Schneider lässt hier zwei Welten aufeinander prallen - die sich vorab nicht begegneten: Auf der einen Seite der alte französiche Adel auf der anderen Seite das junge, ostdeutsche Paar. Diese bewegen sich in einer außergewöhnlichen Umgebung. Für das junge Paar eine Herausforderung, schließlich wirken durch die bisherige Reise, die spannende Umgebung und die Schloßherrin sowie ihrem Diener und ihrem Sohn Einflüsse auf ihre Beziehung, die sie so nicht kannten und die ihre Beziehung verändern. Durch die exzellente sprachliche Gestaltung, fühlt man sich im gesamten Buch wie in einem Film. Die Örtlichkeit, die Personen, ja auch die Handlungen sind perfekt gestaltet, so dass vor dem inneren Auge eine wunderbare Kulisse entsteht. Insbesondere die verschiedenen Charaktere sind toll herausgearbeitet - ich habe dieses Buch ab der ersten Seite geliebt.

  • nil_liest

    aus RheinMain Gebiet

    5/5

    12.05.2022

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Frankreich, die Liebe, das Leben – ein gelungener Roman

    „Es bleibt eben nichts, wie es ist. Weil sich alles verändert. Weil man nichts festhalten kann. Es gibt keine Beständigkeit. Nirgendwo und für niemanden.“ (S. 109) DAS perfekte Buch für einen Frankreichurlaub oder einfach nur faul in der Sonne liegend. Mario Schneider hat einen großartigen Roman über die Liebe, die Vergänglichkeit, die Offenheit und das Leben an sich geschrieben. Gebettet in das Frankreich Anfang der 90er Jahre. Wir begleiten die zwei Ostdeutschen Ella und René, die kurioserweise beide Französisch sprechen und sich mit ihrem Wartburg aufmachten Frankreich zu erkunden. Kaum Francs in der Tasche, aber mit viel Entdeckerlust sind die beiden unterwegs. In der Nähe von Bordeaux suchen sie eine Bleibe für die Nacht und stoßen auf dieses alte Schlosshotel. Eigentlich zu teuer so wie es scheint, aber sie werden für einen lächerlichen Betrag aufgenommen. Es bleibt nicht bei einer Nacht, es bleibt nicht nur beim Schloss. Paris wird der andere Schauplatz dieses Romans, der gebührend mit der Oberschicht in Szene gesetzt wird. Im Grunde ist die Handlung banal, aber so großartig inszeniert: Ella ist Schauspielerin und fließt über vor Emotionen und Sehnsüchten. Ihr Freund René ist nüchtern, zurückhaltend, eher der ruhige Typ. Sie stellt seine Liebe in Frage. „Die Sehnsucht des Menschen ist sein Verhängnis“ (S. 407) Der zweite Strang hat die Familie des Anwesens im Blick, die adeligen de Violet. Auch hier wieder eine Frage der Liebe, auch das Verhältnis zum Sohn ein schwieriges. Obendrauf kommt eine gesellschaftliche Komponente, einerseits die ostdeutsche Perspektive auf das kapitalistische Frankreich und Neuland für die beiden sowie die eigenen französische „Altes-Geld“-Perspektive auf die Neureichen und überhaupt auf die gnadenlosen Bewertungen untereinander. Das schnelle Abrutschen aus den angesehenen Kreisen. „Das ist eigentlich das Schlimmste am Älterwerden, dass man immer klarer sieht, was man für Fehler in seinem Leben gemacht hat und dass man nichts mehr daran ändern kann. Sinnlose Erkenntnisse, die einen auf dem Weg zum Grab begleiten.“ (S. 523) Die knapp 550 Seiten waren eine große Freude zu lesen, wirklich gekonnt geschrieben und ein stimmiges Buch. Es passiert einiges und doch so wenig. Die Auseinandersetzungen und wirklich guten Gespräche in diesem Roman machen es so lesenswert. Und ja, am Ende blieben die Augen bei mir nicht trocken. Ach, da muss ich noch anfügen, es ist in keinsterweise kitschig, ganz im Gegenteil, fast nüchtern und intensiv analytisch geschrieben in einer luftigen sommerlichen Prosa. Ich wünsche diesem tollen Roman viele Leser:innen!!! Grandios - kommt auf jeden Fall in meine Top 10 des Jahres 2022!

  • nil_liest

    aus Frankfurt

    5/5

    12.05.2022

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Frankreich, die Liebe, das…

    Frankreich, die Liebe, das Leben – ein gelungener Roman „Es bleibt eben nichts, wie es ist. Weil sich alles verändert. Weil man nichts festhalten kann. Es gibt keine Beständigkeit. Nirgendwo und für niemanden.“ (S. 109) DAS perfekte Buch für einen Frankreichurlaub oder einfach nur faul in der Sonne liegend. Mario Schneider hat einen großartigen Roman über die Liebe, die Vergänglichkeit, die Offenheit und das Leben an sich geschrieben. Gebettet in das Frankreich Anfang der 90er Jahre. Wir begleiten die zwei Ostdeutschen Ella und René, die kurioserweise beide Französisch sprechen und sich mit ihrem Wartburg aufmachten Frankreich zu erkunden. Kaum Francs in der Tasche, aber mit viel Entdeckerlust sind die beiden unterwegs. In der Nähe von Bordeaux suchen sie eine Bleibe für die Nacht und stoßen auf dieses alte Schlosshotel. Eigentlich zu teuer so wie es scheint, aber sie werden für einen lächerlichen Betrag aufgenommen. Es bleibt nicht bei einer Nacht, es bleibt nicht nur beim Schloss. Paris wird der andere Schauplatz dieses Romans, der gebührend mit der Oberschicht in Szene gesetzt wird. Im Grunde ist die Handlung banal, aber so großartig inszeniert: Ella ist Schauspielerin und fließt über vor Emotionen und Sehnsüchten. Ihr Freund René ist nüchtern, zurückhaltend, eher der ruhige Typ. Sie stellt seine Liebe in Frage. „Die Sehnsucht des Menschen ist sein Verhängnis“ (S. 407) Der zweite Strang hat die Familie des Anwesens im Blick, die adeligen de Violet. Auch hier wieder eine Frage der Liebe, auch das Verhältnis zum Sohn ein schwieriges. Obendrauf kommt eine gesellschaftliche Komponente, einerseits die ostdeutsche Perspektive auf das kapitalistische Frankreich und Neuland für die beiden sowie die eigenen französische „Altes-Geld“-Perspektive auf die Neureichen und überhaupt auf die gnadenlosen Bewertungen untereinander. Das schnelle Abrutschen aus den angesehenen Kreisen. „Das ist eigentlich das Schlimmste am Älterwerden, dass man immer klarer sieht, was man für Fehler in seinem Leben gemacht hat und dass man nichts mehr daran ändern kann. Sinnlose Erkenntnisse, die einen auf dem Weg zum Grab begleiten.“ (S. 523) Die knapp 550 Seiten waren eine große Freude zu lesen, wirklich gekonnt geschrieben und ein stimmiges Buch. Es passiert einiges und doch so wenig. Die Auseinandersetzungen und wirklich guten Gespräche in diesem Roman machen es so lesenswert. Und ja, am Ende blieben die Augen bei mir nicht trocken. Ach, da muss ich noch anfügen, es ist in keinsterweise kitschig, ganz im Gegenteil, fast nüchtern und intensiv analytisch geschrieben in einer luftigen sommerlichen Prosa. Ich wünsche diesem tollen Roman viele Leser:innen!!! Grandios - kommt auf jeden Fall in meine Top 10 des Jahres 2022!

  • Buechermango

    5/5

    11.05.2022

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Ruhig erzählte, bewegende Geschichte über Verbindungen

    Die Paradiese von gestern war so ein Buch, das ich gar nicht aus der Hand legen wollte, bei dem ich aber gleichzeitig auch immer wieder bewusst Pausen gemacht habe, damit es nicht so schnell endet. Aber auch in diesen Pausen hat es mir immer sehr viel Stoff zum Nachdenken gegeben. Ella und René sind frisch verliebt. Nach der Wende macht das junge Paar aus Ostdeutschland eine Reise nach Südfrankreich. Nach ein paar Tagen landen sie nachts beim heruntergekommenen Weinschloss der Madame de Violet. Dieses ehemalige Hotel hatte seit Jahren keine Gäste und dient nur noch Charlotte de Violet und ihrem verschwiegenem Diener Vincent als Zuhause. Um das Haus steht es sehr schlecht und Charlotte ist schon lange nicht mehr glücklich mit ihrem Leben. Ihr Suizid ist geplant und ihr Leben soll nach einem letzten Dinner beendet sein. Ein Dinner mit Konsequenzen. Nicht nur ihre letzten Gäste die redselige, extrovertierte Ella und der ruhige, verkopfte René sitzen am Tisch, auch Charlottes Sohn Alain taucht auf und löst einen großen Streit aus. Auch die Beziehung von Ella und René wird dabei auf die Probe gestellt. Ich kann euch leider nicht mehr über den Inhalt verraten. Es entwickeln sich unterschiedliche Dynamiken und bewegende Geschichten kommen ans Licht, die mich alle total gekriegt haben. Die Charaktere sind so anstrengend, wie sie faszinierend sind. Aber sie sind so realistisch und ihre Beweggründe so gut dargestellt, dass es mir sehr leicht gefallen sind, mich auf sie einzulassen. Mario Schneider beweist hier eine besondere Beobachtungsgabe und bringt uns die Charaktere feinfühlig näher. “Ein Glück ist umso größer, je unwahrscheinlicher es ist” Besonders wird dieses Buch aber vor allem, durch den wundervollen Schreibstil. Die zarte Sprache des Autors hat mich total gefesselt. Viele Situationen hatte ich bildlich vor Augen und gerade die Szenen im Schloss waren atmosphärisch und einfach wunderschön. "Aber eines muss ich anmerken, Mademoiselle, Sie haben gesagt, man durfte nicht alles sagen, was man denkt. Das ist sicher scheußlich, hier bei uns können Sie alles sagen, aber es interessiert niemanden. Ich weiß eigentlich nicht, was schlimmer ist." Außerdem tauchen wir im Laufe des Buches in die Welt der Reichen und Schönen ein und erleben eine Reise nach Paris. Ostdeutsche sind hier eher eine Attraktion zu der Zeit und diesen Kontrast zu sehen, ist sehr Interessant. Vor allem, die Diskussionen über Themen wie Kapitalismus zwischen Menschen aus unterschiedlichen Welten. Die Paradiese von gestern ist ein wunderschönes Buch über tiefe Verbindungen, mit einem großartigem Setting und echten Charakteren. Eine klare Empfehlung an alle, die es mögen, wenn Geschichten etwas mehr vor sich hinplätschern und dabei eine packende Atmosphäre erzeugen.

  • Bewertung

    5/5

    04.05.2022

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    DDR-Bürger treffen auf verarmten Landadel

    In "Die Paradiese von gestern" lernen wir Ella und René kennen, einem Pärchen aus der DDR, die im Sommer 1990 ihren ersten Urlaub im westlichen Ausland in Frankreich verbringen. In der Nähe von Bordeaux finden sie ein in die Jahre gekommenes Schloss, dass von der Gräfin Charlotte de Violet und ihrem treuen Bediensteten Vincent als Pension betrieben wird. Während des Aufenthalts der beiden auf dem Gut lernen wir außerdem Alain kennen, Charlottes überheblichen Sohn, der sie nach langer Zeit mal wieder aus Paris besuchen kommt. Zu aller erst: Dieses Buch wird nicht jedem gefallen. Trotz der überschaubaren Handlung zieht sich die Geschichte über knapp 540 Seiten, die vor allem mit inneren Gedanken der Protagonisten und philosophischen Gedankengängen gefüllt sind. Auch ich bin normalerweise kein großer Fan langgezogener Erzählungen, aber Mario Schneider macht irgendetwas, das ich nicht genau fassen kann, was dieses Buch so unheimlich fesselnd gemacht hat. Als Ostdeutsche weiß ich es auch echt zu schätzen, dass so eine Geschichte so gut von einem ostdeutschen Autor erzählt wird. Die Herkunft von Ella und René beeinflusst natürlich ihre Handlungsweisen, gerade in ihrem Verhältnis zum Kapitalismus wird deutlich, dass sie noch nicht ganz in der "neuen" Welt angekommen sind, trotzdem ist "DDR-Bürger" nicht die einzige Charaktereigenschaft der beiden, was meinem Gefühl nach oft der Fall in anderen ähnlichen Geschichten ist. Es werden nicht ständig Buzzwörter wie "Stasi" oder "Trabi" erwähnt und die beiden Hauptcharaktere bedienen eigentlich auch nicht das Klischee der dümmlichen, ahnungslosen Ossis. In diesem Zusammenhang fand ich auch schön, wie sie stellenweise erkennen, dass die "schöne neue Welt" vielleicht nicht so perfekt ist, wie sie immer gedacht haben und dass es auch dort schlechte Menschen gibt. Die große Stärke dieses Buchs liegt meiner Meinung nach eindeutig in den Charakteren und in der Entdeckung dieser. Wer gern Charakterstudien aus gegensätzlichen Welten mag, wird dieses Buch wahrscheinlich lieben. Wem es dagegen eher um spannende Handlungen geht, wird mit dem Buch wahrscheinlich nicht glücklich werden. Mir hat dieser Roman jedoch unheimlich gut gefallen.

Kundinnen und Kunden meinen

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