Zukunftsmusik
Artikelbild von Zukunftsmusik
Katerina Poladjan

1. Zukunftsmusik

Zukunftsmusik

Roman

Hörbuch-Download (MP3)

Zukunftsmusik

Ebenfalls verfügbar als:

Hörbuch

Hörbuch

ab 12,95 €
Gebundenes Buch

Gebundenes Buch

ab 15,00 €
Taschenbuch

Taschenbuch

ab 13,00 €
eBook

eBook

ab 9,99 €

Beschreibung

Details

Gesprochen von

Ulrich Noethen

Spieldauer

4 Stunden und 16 Minuten

Family Sharing

Ja

Abo-Fähigkeit

Ja

Erscheinungsdatum

17.03.2022

Hörtyp

Lesung

Beschreibung

Details

Family Sharing

Ja

Mit Family Sharing können Sie Hörbücher innerhalb Ihrer Familie (max. sechs Mitglieder im gleichen Haushalt) teilen. Sie entscheiden selbst, welches Hörbuch Sie mit welchem Familienmitglied teilen möchten. Auch das parallele Hören durch verschiedene Familienmitglieder ist durch Family Sharing möglich. Um Hörbücher zu teilen oder geteilt zu bekommen, muss jedes Familienmitglied ein Konto bei einem tolino-Buchhändler haben.

Gesprochen von

Ulrich Noethen

Spieldauer

4 Stunden und 16 Minuten

Abo-Fähigkeit

Ja

Erscheinungsdatum

17.03.2022

Hörtyp

Lesung

Fassung

ungekürzt

Medium

MP3

Anzahl Dateien

62

Verlag

Argon Digital

Sprache

Deutsch

EAN

9783732459001

Unsere Kundinnen und Kunden meinen

4.3

6 Bewertungen

Informationen zu Bewertungen

Zur Abgabe einer Bewertung ist eine Anmeldung im Konto notwendig. Die Authentizität der Bewertungen wird von uns nicht überprüft. Wir behalten uns vor, Bewertungstexte, die unseren Richtlinien widersprechen, entsprechend zu kürzen oder zu löschen.

5 Sterne

4 Sterne

3 Sterne

2 Sterne

(0)

1 Sterne

(0)

Zukunftsmusik von Katerina Poladjan

BücherBummler am 11.04.2022

Bewertungsnummer: 1693630

Bewertet: Hörbuch-Download

Es ist der 11. August 1985. Aus dem Radio schallt Chopins Trauermarsch, ein Zeichen, dass im fernen Moskau ein wichtiger Funktionär gestorben sein muss. Wer und welche Bedeutung das für die Zukunft haben wird, kann zu dem Zeitpunkt niemand wissen, am Rande wird spekuliert, aber im Großen und Ganzen geht das Leben seinen gewohnten Gang. Auch in der Kommunalka, in die uns Katerina Poladjan in ihrem Roman „Zukunftsmusik“ entführt. Sechs Einheiten teilen sich hier eine Wohnung, ein Raum steht jeder Familie oder Einzelperson zu, Bad und Küche müssen geteilt werden. Beengend ist das, auch für Maria, die sich mit ihrer Mutter Warwara, erwachsenen Tochter Janka und Enkelin Kroschka (=Krümel) ein Zimmer teilen muss. Weitestgehend hat sie sich mit ihrem Los abgefunden, aber ein wenig Hoffnung und Sehnsucht nach einem anderen Leben bleibt. Viel größer sind da noch die Pläne ihrer Tochter Janka, die Musikerin werden, und für diesen Abend ein Konzert mit selbstgeschriebenen Liedern in der Küche geben will. Lieder, die vielleicht die titelgebende Zukunftsmusik sein könnten. Oder ist es doch Chopins Trauermarsch? Poladjan zeichnet ihre Figuren wunderbar nah und liebenswert, mit all ihren Schrullen und Eigenheiten. Ich habe mich oft an die alten sowjetischen Spielfilme erinnert gefühlt, so bildlich stand mir alles vor Augen. Und ich hätte mir gewünscht, dass der Roman noch einige Seiten mehr hätte, mich weiter am Leben der Charaktere teilhaben lässt, als mir nur den Blick auf diesen einen Tag zu gönnen. Erinnert gefühlt habe ich mich auch an die Figuren aus den Theaterstücken Tschechows. Diese ganz eigene Grundstimmung aus Langeweile, Resignation, Bewegungslosigkeit auf der einen Seite und Hoffnung, Plänen und Träumen auf der anderen strahlt „Zukunftsmusik“ ebenfalls aus. Was für mich persönlich nicht gut funktioniert hat, war der Windstoß an Surrealem, der spät im Roman recht unvermittelt auftaucht. Ich vermute, er steht sinnbildlich für ein sich auftun von Möglichkeiten, die man vorher nicht für möglich gehalten hat, aber ich gehöre eher zu den Lesern, die alles vorbuchstabiert bekommen möchten. Mit Surrealismus kann ich nur selten etwas anfangen und das war keiner dieser Momente. Gelesen wird die Hörbuchversion von Ulrich Noethen, dessen Stimme ich sehr mag. Er gehört allerdings zu den Vorlesern, die die einzelnen Charaktere nicht extrem ausmodellieren, wogegen in der Regel nichts spricht. Aber in diesem speziellen Fall wusste ich tatsächlich ein oder zwei Mal nicht, welche der Figuren gerade das Wort hatte. Doch das ist klagen auf hohem Niveau, auf jeden Fall ist es eine gelungene Einspielung geworden. Fazit: ein lesenswerter Roman, sowohl sprachlich, als auch inhaltlich, dessen Einschränkungen alleine dem persönlichen Geschmack der Rezensentin geschuldet sind. Ich bin sicher, dass er seine Leser finden wird. Verdient.
Melden

Zukunftsmusik von Katerina Poladjan

BücherBummler am 11.04.2022
Bewertungsnummer: 1693630
Bewertet: Hörbuch-Download

Es ist der 11. August 1985. Aus dem Radio schallt Chopins Trauermarsch, ein Zeichen, dass im fernen Moskau ein wichtiger Funktionär gestorben sein muss. Wer und welche Bedeutung das für die Zukunft haben wird, kann zu dem Zeitpunkt niemand wissen, am Rande wird spekuliert, aber im Großen und Ganzen geht das Leben seinen gewohnten Gang. Auch in der Kommunalka, in die uns Katerina Poladjan in ihrem Roman „Zukunftsmusik“ entführt. Sechs Einheiten teilen sich hier eine Wohnung, ein Raum steht jeder Familie oder Einzelperson zu, Bad und Küche müssen geteilt werden. Beengend ist das, auch für Maria, die sich mit ihrer Mutter Warwara, erwachsenen Tochter Janka und Enkelin Kroschka (=Krümel) ein Zimmer teilen muss. Weitestgehend hat sie sich mit ihrem Los abgefunden, aber ein wenig Hoffnung und Sehnsucht nach einem anderen Leben bleibt. Viel größer sind da noch die Pläne ihrer Tochter Janka, die Musikerin werden, und für diesen Abend ein Konzert mit selbstgeschriebenen Liedern in der Küche geben will. Lieder, die vielleicht die titelgebende Zukunftsmusik sein könnten. Oder ist es doch Chopins Trauermarsch? Poladjan zeichnet ihre Figuren wunderbar nah und liebenswert, mit all ihren Schrullen und Eigenheiten. Ich habe mich oft an die alten sowjetischen Spielfilme erinnert gefühlt, so bildlich stand mir alles vor Augen. Und ich hätte mir gewünscht, dass der Roman noch einige Seiten mehr hätte, mich weiter am Leben der Charaktere teilhaben lässt, als mir nur den Blick auf diesen einen Tag zu gönnen. Erinnert gefühlt habe ich mich auch an die Figuren aus den Theaterstücken Tschechows. Diese ganz eigene Grundstimmung aus Langeweile, Resignation, Bewegungslosigkeit auf der einen Seite und Hoffnung, Plänen und Träumen auf der anderen strahlt „Zukunftsmusik“ ebenfalls aus. Was für mich persönlich nicht gut funktioniert hat, war der Windstoß an Surrealem, der spät im Roman recht unvermittelt auftaucht. Ich vermute, er steht sinnbildlich für ein sich auftun von Möglichkeiten, die man vorher nicht für möglich gehalten hat, aber ich gehöre eher zu den Lesern, die alles vorbuchstabiert bekommen möchten. Mit Surrealismus kann ich nur selten etwas anfangen und das war keiner dieser Momente. Gelesen wird die Hörbuchversion von Ulrich Noethen, dessen Stimme ich sehr mag. Er gehört allerdings zu den Vorlesern, die die einzelnen Charaktere nicht extrem ausmodellieren, wogegen in der Regel nichts spricht. Aber in diesem speziellen Fall wusste ich tatsächlich ein oder zwei Mal nicht, welche der Figuren gerade das Wort hatte. Doch das ist klagen auf hohem Niveau, auf jeden Fall ist es eine gelungene Einspielung geworden. Fazit: ein lesenswerter Roman, sowohl sprachlich, als auch inhaltlich, dessen Einschränkungen alleine dem persönlichen Geschmack der Rezensentin geschuldet sind. Ich bin sicher, dass er seine Leser finden wird. Verdient.

Melden

Zwischen Pessimismus und Perestroika

Aischa aus Kissing am 15.12.2022

Bewertungsnummer: 1843688

Bewertet: Buch (Gebundene Ausgabe)

Katerina Poladjans neuester Roman spielt an einem einzigen Tag. Es ist der 11. März 1985, der Tag nach dem Tod des sowjetischen Generalsekretärs Tschernenko. An diesem Tag wurde Michail Gorbatschow zu dessen Nachfolger gewählt. Dies wird nicht explizit erwähnt, und doch scheinen bei einer gewissen Grundschwermut, die sich durch die Erzählung zieht, auch immer wieder hoffnungsvolle Zukunftsaussichten durch. Ausgangspunkt der Geschichte ist eine Kommunalka, eine Gemeinschaftswohnung mit sechs Mietparteien. Der Staat ist auch im Privaten stets gegenwärtig, was beispielsweise dadurch deutlich wird, dass sogar die Länge der Küchentische vorgeschrieben ist. Die Bewohner sind bunt zusammengewürfelt, vom systemgetreuen Genossen, unter dessen Verantwortung ein Student bei einem medizinisch-physikalischen Versuch stirbt, bis zur jungen Musikerin, die nicht weiß, welcher ihrer Liebhaber der Vater ihrer Tochter ist. Dabei ist der Autorin eine grundlegende Liebe zu den Menschen anzumerken, egal wie schrullig eine Figur gerät, sie ist immer auch mit liebenswerten Eigenschaften ausgestattet. Der Roman ist von extremer Dichte und voller Anspielungen auf russische Literatur und Musik, die ich ehrlich gesagt mangels entsprechender Kenntnisse großteils nicht verstanden habe. Sehr unterhaltsam fand ich die stellenweise surrealen, zumindest aber skurrilen Twists. Und auch Poladjans Humor ist großartig, etwa wenn es über den Erdtrabanten heißt: "Was die Amerikaner vom Mond übrig gelassen hatten, hing tief am Nachmittagshimmel."
Melden

Zwischen Pessimismus und Perestroika

Aischa aus Kissing am 15.12.2022
Bewertungsnummer: 1843688
Bewertet: Buch (Gebundene Ausgabe)

Katerina Poladjans neuester Roman spielt an einem einzigen Tag. Es ist der 11. März 1985, der Tag nach dem Tod des sowjetischen Generalsekretärs Tschernenko. An diesem Tag wurde Michail Gorbatschow zu dessen Nachfolger gewählt. Dies wird nicht explizit erwähnt, und doch scheinen bei einer gewissen Grundschwermut, die sich durch die Erzählung zieht, auch immer wieder hoffnungsvolle Zukunftsaussichten durch. Ausgangspunkt der Geschichte ist eine Kommunalka, eine Gemeinschaftswohnung mit sechs Mietparteien. Der Staat ist auch im Privaten stets gegenwärtig, was beispielsweise dadurch deutlich wird, dass sogar die Länge der Küchentische vorgeschrieben ist. Die Bewohner sind bunt zusammengewürfelt, vom systemgetreuen Genossen, unter dessen Verantwortung ein Student bei einem medizinisch-physikalischen Versuch stirbt, bis zur jungen Musikerin, die nicht weiß, welcher ihrer Liebhaber der Vater ihrer Tochter ist. Dabei ist der Autorin eine grundlegende Liebe zu den Menschen anzumerken, egal wie schrullig eine Figur gerät, sie ist immer auch mit liebenswerten Eigenschaften ausgestattet. Der Roman ist von extremer Dichte und voller Anspielungen auf russische Literatur und Musik, die ich ehrlich gesagt mangels entsprechender Kenntnisse großteils nicht verstanden habe. Sehr unterhaltsam fand ich die stellenweise surrealen, zumindest aber skurrilen Twists. Und auch Poladjans Humor ist großartig, etwa wenn es über den Erdtrabanten heißt: "Was die Amerikaner vom Mond übrig gelassen hatten, hing tief am Nachmittagshimmel."

Melden

Unsere Kundinnen und Kunden meinen

Zukunftsmusik

von Katerina Poladjan

4.3

0 Bewertungen filtern

Meinungen aus unserer Buchhandlung

Profilbild von Claudia Engelmann

Es ist ein Problem aufgetreten. Bitte laden Sie die Seite neu und versuchen es noch einmal.

Claudia Engelmann

Thalia Korbach

Zum Portrait

4/5

Zeitenwende auf russisch

Bewertet: Buch (Gebundene Ausgabe)

Ein Tag im Jahr 1985 im Leben einer Kommunalka, einer sowjetischen unfreiwilligen Wohngemeinschaft, ein Tag im Leben von vier Menschen und deren Alltag mit all seiner Härte, seinen Tücken, aber auch seinen besonderen Momenten, ein Tag kurz vor einer Zeitenwende, die noch im Dunkel der Geschichte liegt.
4/5

Zeitenwende auf russisch

Bewertet: Buch (Gebundene Ausgabe)

Ein Tag im Jahr 1985 im Leben einer Kommunalka, einer sowjetischen unfreiwilligen Wohngemeinschaft, ein Tag im Leben von vier Menschen und deren Alltag mit all seiner Härte, seinen Tücken, aber auch seinen besonderen Momenten, ein Tag kurz vor einer Zeitenwende, die noch im Dunkel der Geschichte liegt.

Claudia Engelmann
  • Claudia Engelmann
  • Buchhändler*in

Es ist ein Problem aufgetreten. Bitte laden Sie die Seite neu und versuchen es noch einmal.

Profilbild von Sabine Schmidt

Es ist ein Problem aufgetreten. Bitte laden Sie die Seite neu und versuchen es noch einmal.

Sabine Schmidt

Thalia Korbach

Zum Portrait

5/5

Der Vorabend eines Umbruchs, von dem wir zur Stunde nur träumen können...

Bewertet: Buch (Gebundene Ausgabe)

Eine Kommunalka irgendwo in Sibirien: Janka lebt in einem einzigen Zimmer zusammen mit ihrer Mutter Maria, ihrer Großmutter Warwara und ihrer kleinen Tochter Kroschka. Jede der Frauen hat ihre ganz eigenen Hoffnungen und Wünsche an das Leben, denn das Leben ist karg in der Kommunalka und es fehlt an Geld für alle möglichen Dinge. Katerina Polodjan läßt uns tief in die Gedankenwelt und den Alltag dieser Frauen eintauchen, die noch nicht wissen, dass ihnen eine Zeitenwende bevorsteht, denn es ist das Jahr 1985 und Michail Gorbatschow wird Generalsekretär des Zentralkommitees der kommunistischen Partei werden. Zukunftsmusik ist ein literarisches Kleinod, in einer ausdrucksstarken Sprache, welches von einem Umbruch kündet, von dem wir zur Stunde nur träumen können...
5/5

Der Vorabend eines Umbruchs, von dem wir zur Stunde nur träumen können...

Bewertet: Buch (Gebundene Ausgabe)

Eine Kommunalka irgendwo in Sibirien: Janka lebt in einem einzigen Zimmer zusammen mit ihrer Mutter Maria, ihrer Großmutter Warwara und ihrer kleinen Tochter Kroschka. Jede der Frauen hat ihre ganz eigenen Hoffnungen und Wünsche an das Leben, denn das Leben ist karg in der Kommunalka und es fehlt an Geld für alle möglichen Dinge. Katerina Polodjan läßt uns tief in die Gedankenwelt und den Alltag dieser Frauen eintauchen, die noch nicht wissen, dass ihnen eine Zeitenwende bevorsteht, denn es ist das Jahr 1985 und Michail Gorbatschow wird Generalsekretär des Zentralkommitees der kommunistischen Partei werden. Zukunftsmusik ist ein literarisches Kleinod, in einer ausdrucksstarken Sprache, welches von einem Umbruch kündet, von dem wir zur Stunde nur träumen können...

Sabine Schmidt
  • Sabine Schmidt
  • Buchhändler*in

Es ist ein Problem aufgetreten. Bitte laden Sie die Seite neu und versuchen es noch einmal.

Meinungen aus unserer Buchhandlung

Zukunftsmusik

von Katerina Poladjan

0 Rezensionen filtern

Weitere Artikel finden Sie in

  • Zukunftsmusik