Produktbild: Zukunftsmusik
Band 52358

Zukunftsmusik Roman

6

9,99 €

inkl. gesetzl. MwSt.

Beschreibung

Produktdetails

Format

ePUB 3

Kopierschutz

Nein

Family Sharing

Ja

Text-to-Speech

Ja

Verkaufsrang

14505

Erscheinungsdatum

23.02.2022

Verlag

Fischer E-Books

Seitenzahl

192 (Printausgabe)

Dateigröße

6416 KB

Auflage

1. Auflage

Sprache

Deutsch

EAN

9783104914497

Beschreibung

Produktdetails

Format

ePUB 3

eBooks im ePUB 3-Format erlauben eine dynamische Anpassung des Inhalts an die jeweilige Display-Größe des Lesegeräts. Das Format eignet sich daher besonders für das Lesen auf mobilen Geräten, wie z.B. Ihrem tolino, Tablets oder Smartphones.

Kopierschutz

Nein

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Mit Family Sharing können Sie eBooks innerhalb Ihrer Familie (max. sechs Mitglieder im gleichen Haushalt) teilen. Sie entscheiden selbst, welches Buch Sie mit welchem Familienmitglied teilen möchten. Auch das parallele Lesen durch verschiedene Familienmitglieder ist durch Family Sharing möglich. Um eBooks zu teilen oder geteilt zu bekommen, muss jedes Familienmitglied ein Konto bei Thalia oder einem anderen tolino-Buchhändler haben. Weitere Informationen finden Sie unter Hilfe/Family-Sharing.

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  • alle zum Verständnis notwendigen Inhalte sind über Screenreader zugänglich
  • navigierbares Inhaltsverzeichnis
  • alle Texte können angepasst werden
  • logische Lesereihenfolge eingehalten
  • hoher Kontrast zwischen Text und Hintergrund
  • entspricht der Vorgabe Epub Barrierefreiheit 1.1
  • keine Vorlesefunktionen des Lesesystems deaktiviert
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  • Navigation über vorher / nachher Elemente
  • ARIA-Rollen vorhanden
  • entspricht der Vorgabe WCAG v2.1
  • entspricht der Vorgabe WCAG Level AA

Verkaufsrang

14505

Erscheinungsdatum

23.02.2022

Verlag

Fischer E-Books

Seitenzahl

192 (Printausgabe)

Dateigröße

6416 KB

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1. Auflage

Sprache

Deutsch

EAN

9783104914497

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In der sowjetischen Provinz

Bewertung am 16.08.2022

Bewertungsnummer: 1768486

Bewertet: Buch (Gebundene Ausgabe)

Wir sind in Sibirien in der Sowjetunion in einer Kommunalka, das war eine Art staatlich verordnete WG, in der die Zimmer einer Wohnung auf mehrere Familien verteilt wurden, und die kollektiv genutzten Räume wie Küche und Bad so reguliert gemeinsam genutzt wurden, wie es die staatlichen Institutionen vorsehen. So wird der 3 cm zu grosse Küchentisch von Maria durch Genosse Matwei beklagt. Aber natürlich auch Begegnungsstätte zwischen den Bewohnern, deren Privatsphäre ja auf ein Zimmer beschränkt blieb. Wir landen tief im Dickicht sowjetischer Absurditäten. Und rund um diese Bühne gruppiert sich das Personal dieser Bühne an dem Tag, an dem der verehrte Genosse Generalsekretär Tschenenko das Zeitliche gesegnet hat. Wir sind im März 1985, als ein neuer Mann im Kreml an die Macht kommt, der Michail Gorbatschow heißt. Es wird Chopins Trauermarsch im Dauerlauf gespielt, aber in der sibirischen Provinz geht die sowjetische Realität unverändert weiter, noch ahnt niemand, welche Umwälzungen bevorstehen. Janka plant ihr Kwartirnik, eine Art “Hauskonzert” nicht systemkonformer Musik. Nachts arbeitet sie in der Fabrik, tagsüber kümmert sie sich um ihre Tochter Koschka, ihre Mutter Maria geht als Aufsicht ins Museum und die Oma Warwara hilft als pensionierte Hebamme auf der Gebärstation Kindern auf den Weg. Da ist Matwei, der pateitreue korrekte Beamte, der Versuche für die Weltraumfahrt beaufsichtigt. Ihm passiert an diesem Tag Unerhörtes, eine Versuchsperson stirbt. Es wirft ihn aus der Bahn, er klagt sich selber an. Da ist Ippolit, der Zugbegleiter, der immer alleine ist, weil seine Frau als Zugbegleiterin dann unterwegs ist, wenn er frei hat. Dann gibt es noch einen Professor, der immer abwesend ist, die Karisen und die Liebermann. Mit diesem Personal vollführt die deutsche Autorin mit russischen Wurzeln Grandioses, da wird geliebt, da wird gelästert und vor allem wird überlebt. Es entstehen groteske und absurd komische Dialoge. Die Welt wird als eine bürokratisch strukturierte Farce beschrieben, in der die “grosse Idee” den Menschen schätzen lernt, was ist, das beste aus der Situation zu machen und geduldig auf eine Verbesserung der Situation zu warten. Dieses kalte bürokratische System zwingt zur Menschlichkeit. So hilft die resolute Warwara einem Kind auf die Welt, dessen Mutter es ihr überlassen will. Matwei holt Koschka ab, weil Janka eine Gitarre auftreiben muss. Ihre Freunde Pawel und Andrej helfen ihr, mehr oder weniger. Das Ende des Buches ist der “Kwartirnik” und so surreal wie überragend.

In der sowjetischen Provinz

Bewertung am 16.08.2022
Bewertungsnummer: 1768486
Bewertet: Buch (Gebundene Ausgabe)

Wir sind in Sibirien in der Sowjetunion in einer Kommunalka, das war eine Art staatlich verordnete WG, in der die Zimmer einer Wohnung auf mehrere Familien verteilt wurden, und die kollektiv genutzten Räume wie Küche und Bad so reguliert gemeinsam genutzt wurden, wie es die staatlichen Institutionen vorsehen. So wird der 3 cm zu grosse Küchentisch von Maria durch Genosse Matwei beklagt. Aber natürlich auch Begegnungsstätte zwischen den Bewohnern, deren Privatsphäre ja auf ein Zimmer beschränkt blieb. Wir landen tief im Dickicht sowjetischer Absurditäten. Und rund um diese Bühne gruppiert sich das Personal dieser Bühne an dem Tag, an dem der verehrte Genosse Generalsekretär Tschenenko das Zeitliche gesegnet hat. Wir sind im März 1985, als ein neuer Mann im Kreml an die Macht kommt, der Michail Gorbatschow heißt. Es wird Chopins Trauermarsch im Dauerlauf gespielt, aber in der sibirischen Provinz geht die sowjetische Realität unverändert weiter, noch ahnt niemand, welche Umwälzungen bevorstehen. Janka plant ihr Kwartirnik, eine Art “Hauskonzert” nicht systemkonformer Musik. Nachts arbeitet sie in der Fabrik, tagsüber kümmert sie sich um ihre Tochter Koschka, ihre Mutter Maria geht als Aufsicht ins Museum und die Oma Warwara hilft als pensionierte Hebamme auf der Gebärstation Kindern auf den Weg. Da ist Matwei, der pateitreue korrekte Beamte, der Versuche für die Weltraumfahrt beaufsichtigt. Ihm passiert an diesem Tag Unerhörtes, eine Versuchsperson stirbt. Es wirft ihn aus der Bahn, er klagt sich selber an. Da ist Ippolit, der Zugbegleiter, der immer alleine ist, weil seine Frau als Zugbegleiterin dann unterwegs ist, wenn er frei hat. Dann gibt es noch einen Professor, der immer abwesend ist, die Karisen und die Liebermann. Mit diesem Personal vollführt die deutsche Autorin mit russischen Wurzeln Grandioses, da wird geliebt, da wird gelästert und vor allem wird überlebt. Es entstehen groteske und absurd komische Dialoge. Die Welt wird als eine bürokratisch strukturierte Farce beschrieben, in der die “grosse Idee” den Menschen schätzen lernt, was ist, das beste aus der Situation zu machen und geduldig auf eine Verbesserung der Situation zu warten. Dieses kalte bürokratische System zwingt zur Menschlichkeit. So hilft die resolute Warwara einem Kind auf die Welt, dessen Mutter es ihr überlassen will. Matwei holt Koschka ab, weil Janka eine Gitarre auftreiben muss. Ihre Freunde Pawel und Andrej helfen ihr, mehr oder weniger. Das Ende des Buches ist der “Kwartirnik” und so surreal wie überragend.

Zeitenwende in der Kommunalka

Bewertung am 26.04.2022

Bewertungsnummer: 1702206

Bewertet: Buch (Gebundene Ausgabe)

Aus einem Transistorradio scheppert Chopins Trauermarsch. So beginnt frühmorgens der Tag, an dem allmählich durchsickert, dass Generalsekretär Tschernenko gestorben ist. Die Bewohner der Kommunalka, in einer Stadt weit östlich von Moskau gelegen, berührt das wenig. Keiner begreift diesen Tag als Zeitenwende. Jede und jeder geht dem gewohnten Alltag nach. Der Höhepunkt des Tages soll am Abend Jankas Küchenkonzert, ein Kwartirnik, werden. Wenn es Pawel doch nur gelingt, ihr bis dahin Ersatz für ihre beschädigte Gitarre zu besorgen. Poladjans Roman ist mit seinen leicht surrealen Momenten eine großartige Verbeugung vor der "russischen Seele": Auf dem Herd der Karisen simmert immer ein Topf mit köstlichem Essen, aus dem sich die anderen unauffällig bedienen. Und ist der Professor, den keiner zu Gesicht bekommt, womöglich durch das Dach verschwunden?

Zeitenwende in der Kommunalka

Bewertung am 26.04.2022
Bewertungsnummer: 1702206
Bewertet: Buch (Gebundene Ausgabe)

Aus einem Transistorradio scheppert Chopins Trauermarsch. So beginnt frühmorgens der Tag, an dem allmählich durchsickert, dass Generalsekretär Tschernenko gestorben ist. Die Bewohner der Kommunalka, in einer Stadt weit östlich von Moskau gelegen, berührt das wenig. Keiner begreift diesen Tag als Zeitenwende. Jede und jeder geht dem gewohnten Alltag nach. Der Höhepunkt des Tages soll am Abend Jankas Küchenkonzert, ein Kwartirnik, werden. Wenn es Pawel doch nur gelingt, ihr bis dahin Ersatz für ihre beschädigte Gitarre zu besorgen. Poladjans Roman ist mit seinen leicht surrealen Momenten eine großartige Verbeugung vor der "russischen Seele": Auf dem Herd der Karisen simmert immer ein Topf mit köstlichem Essen, aus dem sich die anderen unauffällig bedienen. Und ist der Professor, den keiner zu Gesicht bekommt, womöglich durch das Dach verschwunden?

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Zukunftsmusik

von Katerina Poladjan

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Sabine Schmidt

Thalia Korbach

Zum Portrait

5/5

Der Vorabend eines Umbruchs, von dem wir zur Stunde nur träumen können...

Bewertet: Buch (Gebundene Ausgabe)

Eine Kommunalka irgendwo in Sibirien: Janka lebt in einem einzigen Zimmer zusammen mit ihrer Mutter Maria, ihrer Großmutter Warwara und ihrer kleinen Tochter Kroschka. Jede der Frauen hat ihre ganz eigenen Hoffnungen und Wünsche an das Leben, denn das Leben ist karg in der Kommunalka und es fehlt an Geld für alle möglichen Dinge. Katerina Polodjan läßt uns tief in die Gedankenwelt und den Alltag dieser Frauen eintauchen, die noch nicht wissen, dass ihnen eine Zeitenwende bevorsteht, denn es ist das Jahr 1985 und Michail Gorbatschow wird Generalsekretär des Zentralkommitees der kommunistischen Partei werden. Zukunftsmusik ist ein literarisches Kleinod, in einer ausdrucksstarken Sprache, welches von einem Umbruch kündet, von dem wir zur Stunde nur träumen können...
  • Sabine Schmidt
  • Buchhändler/-in

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Der Vorabend eines Umbruchs, von dem wir zur Stunde nur träumen können...

Bewertet: Buch (Gebundene Ausgabe)

Eine Kommunalka irgendwo in Sibirien: Janka lebt in einem einzigen Zimmer zusammen mit ihrer Mutter Maria, ihrer Großmutter Warwara und ihrer kleinen Tochter Kroschka. Jede der Frauen hat ihre ganz eigenen Hoffnungen und Wünsche an das Leben, denn das Leben ist karg in der Kommunalka und es fehlt an Geld für alle möglichen Dinge. Katerina Polodjan läßt uns tief in die Gedankenwelt und den Alltag dieser Frauen eintauchen, die noch nicht wissen, dass ihnen eine Zeitenwende bevorsteht, denn es ist das Jahr 1985 und Michail Gorbatschow wird Generalsekretär des Zentralkommitees der kommunistischen Partei werden. Zukunftsmusik ist ein literarisches Kleinod, in einer ausdrucksstarken Sprache, welches von einem Umbruch kündet, von dem wir zur Stunde nur träumen können...

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Claudia Engelmann

Thalia Korbach

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4/5

Zeitenwende auf russisch

Bewertet: Buch (Gebundene Ausgabe)

Ein Tag im Jahr 1985 im Leben einer Kommunalka, einer sowjetischen unfreiwilligen Wohngemeinschaft, ein Tag im Leben von vier Menschen und deren Alltag mit all seiner Härte, seinen Tücken, aber auch seinen besonderen Momenten, ein Tag kurz vor einer Zeitenwende, die noch im Dunkel der Geschichte liegt.
  • Claudia Engelmann
  • Buchhändler/-in

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Zeitenwende auf russisch

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Ein Tag im Jahr 1985 im Leben einer Kommunalka, einer sowjetischen unfreiwilligen Wohngemeinschaft, ein Tag im Leben von vier Menschen und deren Alltag mit all seiner Härte, seinen Tücken, aber auch seinen besonderen Momenten, ein Tag kurz vor einer Zeitenwende, die noch im Dunkel der Geschichte liegt.

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