Der Stillstand

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Roman

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Beschreibung

Details

Verkaufsrang

54215

Format

ePUB

Kopierschutz

Nein

Family Sharing

Ja

Text-to-Speech

Ja

Erscheinungsdatum

17.02.2024

Beschreibung

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Format

ePUB

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Verkaufsrang

54215

Erscheinungsdatum

17.02.2024

Verlag

Tropen

Seitenzahl

328 (Printausgabe)

Dateigröße

6395 KB

Übersetzt von

Ulrich Blumenbach

Sprache

Deutsch

EAN

9783608122503

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Zukunftsvision

Klaus am 10.04.2024

Bewertungsnummer: 2174807

Bewertet: eBook (ePUB)

Als die Welt stehengeblieben ist und die Dinge einfach aufhörten zu funktionieren, ist Drehbuchautor Journeyman gerade auf dem Bio- Bauernhof seiner Schwester Maddy zu Besuch. Wie sich herausstellt kein so schlechter Ort, um im Stillstand zurechtzukommen. Der Hof liegt idyllisch mit einigen Anderen auf einer Halbinsel, die Bewohner, Späthippies, Aussteiger, Eigenbrötler, sind es gewöhnt sich selbst zu versorgen. Was sie nicht gewöhnt sind ist, sich und ihre Enklave zu verteidigen, doch auch dafür gibt es Lösungen. Autor Jonathan Letham schafft in diesem Roman eine Art Postapokalypse, mit einer kleinen Schar Überlebender, die sich recht gut in ihrem neuen Leben arrangiert haben. Was genau den Zusammenbruch, den Stillstand verursacht hat, wird nicht näher erläutert, wie es ausserhalb der kleinen Blase, in der die Gemeinschaft um Maddy lebt, aussieht wird nur angedeutet. Vieles bleibt hier der Fantasie des Lesers überlassen, man bekommt den Eindruck, dass auch die Figuren nicht wirklich an dem interessiert sind, was sich jenseits der Ortsgrenzen abspielt. Die Figuren sind alle etwas merkwürdige Charaktere, die man aus der Sicht Journeymans kennenlernt, der allerdings nicht als Ich-Erzähler fungiert. Ihre Interaktion miteinander beschränkt sich auf das Nötigste, was sich erst ändert, als Journeymans früherer Partner Todbaum auftaucht. Todbaums Figur ist hier eindeutig der Bösewicht, was besonders aus den Rückblicken deutlich wird, obwohl auch hier einiges etwas nebulös bleibt, wie die Vorkommnisse zwischen ihm und Journeymans Schwester Maddy. Anhand des Klappentextes hatte ich mit einer Story im Stil von "Postman", oder "Waterworld" gerechnet, vielleicht sowas roadmovieartiges wie "Die Strasse", gern auch ein bisschen Komik wie in "Zombieland", aber irgendwie ist diese Geschichte nichts davon und doch von allem ein bisschen. Es ist schwer zu greifen, eben wie auch Todbaum, seine Intention, seine Geschichten schwer zu greifen sind. In Grundzügen ist die Story sehr spannend, gibt mir als Leser aber irgendwie nicht genug "Futter", um dranzubleiben. Das Potential wäre da, das atomgetriebene Ungetüm, mit dem Todbaum ankommt, die Hass zwischen ihm und Maddy, die Gruppe der Beschützer/Bewacher, immer wird etwas angedeutet, aber nicht konsequent zu Ende gebracht. Es hängt letztlich zu viel in der Luft, als würde man von mir als Leser erwarten, die Geschichte selber weiter zu spinnen (was im Übrigen gar kein so abwegiger Gedanke ist, schreibt Todbaum doch schon seit Ewigkeiten an einem Apokalypse-Drehbuch, das er wieder und wieder und wieder überarbeitet und ändert). Stellenweise wurde ich richtig gut unterhalten, stellenweise fand ich die Story weitschweifend und langatmig, ganz abgesehen davon, dass keine der Figuren irgendwelche Sympathien bei mir wecken konnte. Ich habe wegen der Sternevergabe mit mir gehadert und lange zwischen 2 und 3 geschwankt, wobei zwei schon fast Totalausfall bedeutet hätte, allerdings wollte ich das Buch zu keinem Zeitpunkt abbrechen, es hat sich sogar ganz flott und flüssig lesen lassen. Wenn ich könnte würde ich wohl am ehesten 2,5 Sterne vergeben.
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Zukunftsvision

Klaus am 10.04.2024
Bewertungsnummer: 2174807
Bewertet: eBook (ePUB)

Als die Welt stehengeblieben ist und die Dinge einfach aufhörten zu funktionieren, ist Drehbuchautor Journeyman gerade auf dem Bio- Bauernhof seiner Schwester Maddy zu Besuch. Wie sich herausstellt kein so schlechter Ort, um im Stillstand zurechtzukommen. Der Hof liegt idyllisch mit einigen Anderen auf einer Halbinsel, die Bewohner, Späthippies, Aussteiger, Eigenbrötler, sind es gewöhnt sich selbst zu versorgen. Was sie nicht gewöhnt sind ist, sich und ihre Enklave zu verteidigen, doch auch dafür gibt es Lösungen. Autor Jonathan Letham schafft in diesem Roman eine Art Postapokalypse, mit einer kleinen Schar Überlebender, die sich recht gut in ihrem neuen Leben arrangiert haben. Was genau den Zusammenbruch, den Stillstand verursacht hat, wird nicht näher erläutert, wie es ausserhalb der kleinen Blase, in der die Gemeinschaft um Maddy lebt, aussieht wird nur angedeutet. Vieles bleibt hier der Fantasie des Lesers überlassen, man bekommt den Eindruck, dass auch die Figuren nicht wirklich an dem interessiert sind, was sich jenseits der Ortsgrenzen abspielt. Die Figuren sind alle etwas merkwürdige Charaktere, die man aus der Sicht Journeymans kennenlernt, der allerdings nicht als Ich-Erzähler fungiert. Ihre Interaktion miteinander beschränkt sich auf das Nötigste, was sich erst ändert, als Journeymans früherer Partner Todbaum auftaucht. Todbaums Figur ist hier eindeutig der Bösewicht, was besonders aus den Rückblicken deutlich wird, obwohl auch hier einiges etwas nebulös bleibt, wie die Vorkommnisse zwischen ihm und Journeymans Schwester Maddy. Anhand des Klappentextes hatte ich mit einer Story im Stil von "Postman", oder "Waterworld" gerechnet, vielleicht sowas roadmovieartiges wie "Die Strasse", gern auch ein bisschen Komik wie in "Zombieland", aber irgendwie ist diese Geschichte nichts davon und doch von allem ein bisschen. Es ist schwer zu greifen, eben wie auch Todbaum, seine Intention, seine Geschichten schwer zu greifen sind. In Grundzügen ist die Story sehr spannend, gibt mir als Leser aber irgendwie nicht genug "Futter", um dranzubleiben. Das Potential wäre da, das atomgetriebene Ungetüm, mit dem Todbaum ankommt, die Hass zwischen ihm und Maddy, die Gruppe der Beschützer/Bewacher, immer wird etwas angedeutet, aber nicht konsequent zu Ende gebracht. Es hängt letztlich zu viel in der Luft, als würde man von mir als Leser erwarten, die Geschichte selber weiter zu spinnen (was im Übrigen gar kein so abwegiger Gedanke ist, schreibt Todbaum doch schon seit Ewigkeiten an einem Apokalypse-Drehbuch, das er wieder und wieder und wieder überarbeitet und ändert). Stellenweise wurde ich richtig gut unterhalten, stellenweise fand ich die Story weitschweifend und langatmig, ganz abgesehen davon, dass keine der Figuren irgendwelche Sympathien bei mir wecken konnte. Ich habe wegen der Sternevergabe mit mir gehadert und lange zwischen 2 und 3 geschwankt, wobei zwei schon fast Totalausfall bedeutet hätte, allerdings wollte ich das Buch zu keinem Zeitpunkt abbrechen, es hat sich sogar ganz flott und flüssig lesen lassen. Wenn ich könnte würde ich wohl am ehesten 2,5 Sterne vergeben.

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Eine andere Welt

Bewertung aus Buchen am 17.02.2024

Bewertungsnummer: 2133119

Bewertet: eBook (ePUB)

Der Stillstand ist ein gediegener postapokalyptischer Roman, der eine Welt des Stillstands in der nahen Zukunft zeigt. Hauptfigur ist Journeyman, auch Sandy genannt. Außerdem ist da noch seine Schwester Maddy. Dann taucht Todbaume auf, mit dem Jouneyman früher zusammengearbeitet hatte und mal etwas mit Maddy hatte. Peter Todbaume ist eine exzentrische Figur und ein Macher, zum Beispiel hat er ein ungewöhnliches, KI-gesteuertes Superauto, den Blue Streak. Die Figurenkonstellation ist interessant. Jonathan Lethems Gestaltung des Romans mit vielen Kapiteln ist originell Viele Kapitel sind kurz, andere sind in Teilen verschachtelt. Viele der frühen Roman Lethem habe ich gelesen und fand sie großartig. Erst nach dem Meisterwerk Die Festung der Einsamkeit habe ich den Autor ein wenig aus den Augen verloren. Der Stillstand ist meiner Meinung nicht so stark wie die frühen Bücher, aber als Ideenroman funktioniert das Buch.
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Eine andere Welt

Bewertung aus Buchen am 17.02.2024
Bewertungsnummer: 2133119
Bewertet: eBook (ePUB)

Der Stillstand ist ein gediegener postapokalyptischer Roman, der eine Welt des Stillstands in der nahen Zukunft zeigt. Hauptfigur ist Journeyman, auch Sandy genannt. Außerdem ist da noch seine Schwester Maddy. Dann taucht Todbaume auf, mit dem Jouneyman früher zusammengearbeitet hatte und mal etwas mit Maddy hatte. Peter Todbaume ist eine exzentrische Figur und ein Macher, zum Beispiel hat er ein ungewöhnliches, KI-gesteuertes Superauto, den Blue Streak. Die Figurenkonstellation ist interessant. Jonathan Lethems Gestaltung des Romans mit vielen Kapiteln ist originell Viele Kapitel sind kurz, andere sind in Teilen verschachtelt. Viele der frühen Roman Lethem habe ich gelesen und fand sie großartig. Erst nach dem Meisterwerk Die Festung der Einsamkeit habe ich den Autor ein wenig aus den Augen verloren. Der Stillstand ist meiner Meinung nicht so stark wie die frühen Bücher, aber als Ideenroman funktioniert das Buch.

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Der Stillstand

von Jonathan Lethem

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Matthias Kesper

Thalia Kassel

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5/5

"Kommt einer zu höchstem Ansehen, so hat er keine Ruhe mehr." (Sei Shonagon)

Bewertet: Buch (Gebundene Ausgabe)

Hofdame Sei Shonagon lebte um das Jahr 1000 am japanischen Kaiserhof. In ihrem sog. "Kopfkissenbuch" finden sich verblüffend moderne Aphorismen, die außer einer litararischen Begabung der Verfasserin vor allem eines offenbaren - all zuviel hat sich in den letzten 10 Jahrhunderten nicht geändert, zumindest was das Verhältnis der Menschen miteinander betrifft.... Jonathan Lethem ist Jahrgang 1964, ein "Boomer" (wie der Rezensent), Kind einer Zeit, wie es kaum eine gab, bis dato. Keine Grenzen, alles wird besser und besser, die Zukunft strahlte gleißend hell. Wirklich? "Der Stiilstand" ist der ultimative Abgesang auf die vergangenen Jahrzehnte, im Großen wie im Kleinen, betrachtet durch die Brille der populären Kultur. Auch wenn am Beginn ein Sachbuch steht: "Global 2000" prognostizierte das Ende der Welt, wie wir sie kennen. Besorgnis? Ja, aber... Dann übernahm Hollywood das Sagen. Zwischen 1980 und 2000 gehörte es geradezu zum guten Stil, die Erde zu vernichten. Außerirdische, völlig irdische Atom-Waffen, Überbevölkerung, Seuchen, "wandelnde Tote" etc etc - aber immer stand, selbst in den ausweglosesten Geschichten, ein Funke Hoffnung, dass es, irgendwie schon weitergehen wird. Das prägt Leser, Cineasten und natürlich auch Autoren, auch wenn das gemeinsame "Wissen" um diese Dinge, das vorhandene Unbehagen etwas mildert... Was das jetzt alles hier soll? Ganz einfach: Lethem hat eine Dystopie verfasst, die diesen Namen tatsächlich verdient! Die passierte Katatrophe wird nur kurz umrissen, das eigentliche ist, wie könnte es anders sein, der erneute Aufstieg aus der Asche der untergegangenen Zivilisation, eine Welt, irgendwo zwischen "Terminator" und "Walking Dead", zum Glück ohne Zombies :-) Ach ja, und es geht ein wenig auch darum, was passiert, wenn ein sich langsam erneut festigendes Bevölkerungs-System überraschender Weise "Besuch" aus der Vergangenheit erhält.... Jonathan Lethems Roman ist die perfekte Ergänzung zu T.C. Boyles letztem Roman "Blue Skies". Ebenso anarchisch, ebenso böse, ebenso absolut lesenswert! Was das Ganze jetzt aber mit DEM Klassiker der japanischen Literatur zu tun hat, müssen Sie sich einfach selbst erlesen - glauben Sie mir, es lohnt sich!
5/5

"Kommt einer zu höchstem Ansehen, so hat er keine Ruhe mehr." (Sei Shonagon)

Bewertet: Buch (Gebundene Ausgabe)

Hofdame Sei Shonagon lebte um das Jahr 1000 am japanischen Kaiserhof. In ihrem sog. "Kopfkissenbuch" finden sich verblüffend moderne Aphorismen, die außer einer litararischen Begabung der Verfasserin vor allem eines offenbaren - all zuviel hat sich in den letzten 10 Jahrhunderten nicht geändert, zumindest was das Verhältnis der Menschen miteinander betrifft.... Jonathan Lethem ist Jahrgang 1964, ein "Boomer" (wie der Rezensent), Kind einer Zeit, wie es kaum eine gab, bis dato. Keine Grenzen, alles wird besser und besser, die Zukunft strahlte gleißend hell. Wirklich? "Der Stiilstand" ist der ultimative Abgesang auf die vergangenen Jahrzehnte, im Großen wie im Kleinen, betrachtet durch die Brille der populären Kultur. Auch wenn am Beginn ein Sachbuch steht: "Global 2000" prognostizierte das Ende der Welt, wie wir sie kennen. Besorgnis? Ja, aber... Dann übernahm Hollywood das Sagen. Zwischen 1980 und 2000 gehörte es geradezu zum guten Stil, die Erde zu vernichten. Außerirdische, völlig irdische Atom-Waffen, Überbevölkerung, Seuchen, "wandelnde Tote" etc etc - aber immer stand, selbst in den ausweglosesten Geschichten, ein Funke Hoffnung, dass es, irgendwie schon weitergehen wird. Das prägt Leser, Cineasten und natürlich auch Autoren, auch wenn das gemeinsame "Wissen" um diese Dinge, das vorhandene Unbehagen etwas mildert... Was das jetzt alles hier soll? Ganz einfach: Lethem hat eine Dystopie verfasst, die diesen Namen tatsächlich verdient! Die passierte Katatrophe wird nur kurz umrissen, das eigentliche ist, wie könnte es anders sein, der erneute Aufstieg aus der Asche der untergegangenen Zivilisation, eine Welt, irgendwo zwischen "Terminator" und "Walking Dead", zum Glück ohne Zombies :-) Ach ja, und es geht ein wenig auch darum, was passiert, wenn ein sich langsam erneut festigendes Bevölkerungs-System überraschender Weise "Besuch" aus der Vergangenheit erhält.... Jonathan Lethems Roman ist die perfekte Ergänzung zu T.C. Boyles letztem Roman "Blue Skies". Ebenso anarchisch, ebenso böse, ebenso absolut lesenswert! Was das Ganze jetzt aber mit DEM Klassiker der japanischen Literatur zu tun hat, müssen Sie sich einfach selbst erlesen - glauben Sie mir, es lohnt sich!

Matthias Kesper
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Kevin Beckmann

Mayersche Wuppertal-Barmen

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4/5

Bewertet: Buch (Gebundene Ausgabe)

Postapokalypse mal anders. Wer hier eine packende Story sucht, wird vermutlich enttäuscht werden. Wer allerdings skurrile Literatur sucht, die vor allem mit sprachlicher Finesse und absurden Ideen punkten kann, ist hier genau richtig. Ein echter Geheimtipp.
4/5

Bewertet: Buch (Gebundene Ausgabe)

Postapokalypse mal anders. Wer hier eine packende Story sucht, wird vermutlich enttäuscht werden. Wer allerdings skurrile Literatur sucht, die vor allem mit sprachlicher Finesse und absurden Ideen punkten kann, ist hier genau richtig. Ein echter Geheimtipp.

Kevin Beckmann
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