Produktbild: Das Narrenschiff
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Christoph Hein

1. Das Narrenschiff

Das Narrenschiff Ungekürzte Lesung mit Nico Holonics (2 mp3-CDs)

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Beschreibung

Produktdetails

Verkaufsrang

1918

Gesprochen von

Nico Holonics

Spieldauer

22 Stunden und 43 Minuten

Erscheinungsdatum

13.03.2025

Hörtyp

Lesung

Medium

Audio

Anzahl

2

Verlag

Der Audio Verlag

Sprache

Deutsch

EAN

9783742434845

Beschreibung

Rezension

»Ein Stück Zeitgeschichte, feinfühlig und nachvollziehbar erzählt, und spannend bis zur letzten Minute.« WDR 5 über »Unterm Staub der Zeit«

Produktdetails

Verkaufsrang

1918

Gesprochen von

Nico Holonics

Spieldauer

22 Stunden und 43 Minuten

Erscheinungsdatum

13.03.2025

Hörtyp

Lesung

Medium

Audio

Anzahl

2

Verlag

Der Audio Verlag

Sprache

Deutsch

EAN

9783742434845

Herstelleradresse

Der Audio Verlag GmbH
Hardenbergstraße 9A
10623 Berlin
DE

Email: info@der-audio-verlag.de

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  • Gaby R.

    Book Circle Community

    5/5

    02.07.2025

    Hörbuch (Audio)

    Protokoll eines Untergangs

    Das Narrenschiff – treffender Titel für die 751 Seiten. Darin umschreibt der desillusionierte Zeitzeuge und Autor die Bürger der DDR, vom Schuhverkäufer bis zum Stasi-Mann, die geblieben sind und sich irgendwie in dem System arrangiert haben. Dies ist ein Teil Geschichte der DDR – von der Entstehung bis zu ihrem Niedergang – beginnend 1945 bis zum Mauerfall 1989. Ein schonungsloses Spiegelbild - stellvertretend für alle - welche den Staat aufgebaut, von ihm profitiert und zum Schluss mit ihm gesunken sind. Keine trockenen Geschichtslektionen – nein – geschickt protokolliert der Autor das tägliche Leben in der DDR. Doch über die Zeit kommt dieses Narrenschiff mit einer mehr oder weniger unfreiwilligen Mannschaft bedrohlich ins Schlingern und steuert dem sicheren Untergang entgegen. Fazit: Ein Staat verschwindet für immer – doch die Menschen sind geblieben. Für mich (ich habe die DDR noch selbst erlebt) eine Bilanz mit Nachgeschmack und trotzdem eine aufrichtige.  

  • Alrik Gerlach

    aus NordWestMecklenburg

    5/5

    11.08.2025

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Zwischen Idealen und Irrwegen – eine Reise durch die DDR auf hoher See

    Schon nach den ersten Seiten von Das Narrenschiff hatte ich das Gefühl, mitten auf hoher See zu treiben – und zwar nicht auf einer Luxusjacht, sondern auf einem ziemlich schaukeligen Kahn voller Charaktere, die allesamt ihre ganz eigenen Macken und Geheimnisse mitbringen. Christoph Hein versteht es meisterhaft, Figuren so lebendig zu zeichnen, dass man meint, sie würden gleich im Wohnzimmer Platz nehmen und von ihren Irrwegen im realsozialistischen Alltag berichten. Mal bissig, mal melancholisch, mal so schräg, dass man grinsen muss – und doch steckt hinter allem eine ernste, tiefgründige Auseinandersetzung mit der Geschichte der DDR. Die Mischung aus überzeugten Idealisten, ehemaligen Nazis, stillen Mitläufern und gescheiten Querköpfen ist wie eine Crew, die keiner freiwillig zusammengestellt hätte, die aber trotzdem in einem Boot sitzt. Dabei treibt dieses Boot nicht etwa gemächlich vor sich hin, sondern steuert zielstrebig auf Klippen zu – und man weiß genau, dass der Crash kommen wird. Hein schafft es, diese unausweichliche Tragik mit einer gewissen Leichtigkeit zu erzählen, ohne ins Lächerliche abzurutschen. Was mich besonders gepackt hat, ist die Art, wie große historische Entwicklungen hier nicht aus der Sicht der Geschichtsbücher, sondern aus den Augen ganz normaler Menschen erzählt werden. Da sind Schuhverkäufer, Hausmeister oder ein Stasi-Mann, die alle versuchen, irgendwie auf Kurs zu bleiben, während der Sturm tobt. Jede Figur bringt ihre eigene Wahrheit mit, und zusammen ergeben sie ein Panorama, das gleichermaßen komisch wie bitter ist. Stilistisch ist das Ganze wie eine gelungene Mischung aus Theaterstück, Geschichtsunterricht und Kneipengespräch – man weiß nie genau, ob man gerade lachen oder den Kopf schütteln soll. Am Ende bleibt ein scharf gezeichnetes Bild einer Gesellschaft, die an ihren eigenen Idealen scheitert und deren Mitglieder trotzdem weitermachen, als wäre alles nur ein kleiner Ausrutscher.

  • Bewertung

    5/5

    31.05.2025

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Ein Blick zurück - deutsch/ deutsche Zeitgeschichte

    Christoph Hein hat keinen typischen Roman geschrieben, sondern eine relativ authentische, zugleich fiktionale Erzählung über Ostdeutschland bzw die DDR von 1945 bis nach dem Mauerfall. Von der ersten Seite an haben mich die Lebensgeschichten der verschiedenen Protagonisten gefesselt - eine Chronik der DDR aus Sicht des Volkes / der Menschen. Grandios erzählter Geschichtsunterricht !

  • Christopher Bahn

    Book Circle Community

    5/5

    09.05.2025

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Ein Meisterwerk

    Christoph Hein versteht es meisterlich, die untergegangene DDR in den verschiedensten Facetten aus der Sicht von typischen Protagonisten zu beschreiben. Dieser Roman verweigert sich einer vereinfachten Schwarz-Weiss-Darstellung, sondern zeigt in der ganzen Komplexität des ersten deutschen sozialistischen Staates die Hoffnungen auf einen Neubeginn und zugleich die Tragik des Scheiterns auf. Für Interessierte dieser Epoche ein absolutes Muss, das ein gutes Geschichtsbuch auf unterhaltsame Weise ersetzen kann.

  • Calimero

    4/5

    06.03.2026

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Gut, aber nicht epochal

    Man begleitet in diesem 750 Seiten dicken Roman einigige Mitglieder der Nomenklatura durch ihr Leben. Dank des Hein'schen Schreibstils und der Aufgliederung in kurze Kapitel liest sich das Buch sehr gut. Aber ist es tatsächlich ein "epochaler Roman über die Geschichte der DDR" wie das Buchcover marktschreierisch verkündet? Man lernt schon einiges über diesen untergegangenen Staat, aber für ein epochales Werk ist es dann doch etwas unterkomplex. Hein hat sich da wohl sehr autobiographisch orientiert. Die Hauptpersonen zeichnen sich durch eine interessante Lebensgeschichte aus, sind aber eher nicht die typischen SED-Funktionäre, die dann nur in kleinen Nebenrollen auftauchen. Es verwundert auch, dass die Stasi in diesen Lebensgeschichten nie auftaucht obwohl doch selbst die Nomenklatura von ihrer Bespitzelung betroffen war. Man stolpert dann auch noch über einige geschichtlichen Details, die eher auf einer individuellen Sichtweise des Autors als auf faktenbasierter Geschichtsschreibung beruhen. Aber trotzdem habe ich diesen Roman mit grossem Interesse und Genuss gelesen. Einen Stern Abzug gibt es allein wegen der Nachwendekapitel, in denen dann leider nur klischeehaft böse Wessis auftreten.

Kundinnen und Kunden meinen

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Bewertungen (8)

Unsere Meinungen

  • Zum Bewerterprofil von Angela Franke

    Angela Franke

    Thalia Magdeburg – Allee-Center

    Buchhändler*in

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    5/5

    23.07.2025

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Narren

    Christoph Hein erzählt nüchtern und umfassend das Panorama der DDR Geschichte von der Gründung bis zum Zerfall nach. Erzählt wird aus der Perspektive der "Narren" ...Funktionäre und Eliten...die hoffnungsvoll, aber letztlich scheiternd an ihrem sozialistischen Projekt festhielten. Sein Stil dabei lakonisch und höhnisch. Er beleuchtet persönliche Verantwortung und die dunklen Seiten der Macht in der DDR, nicht wertend, sondern mit einer gelassenen, vom Alter geprägten Distanz. „Sagen wir mal so: Mein Gehirn hat sich an manchen Stellen dezent ausgestempelt und den Schnelllese-Modus aktiviert.“ Trotzdem 5 Sterne, weil es Christoph Hein ist!!!!!
  • Zum Bewerterprofil von Matthias Kesper

    Matthias Kesper

    Thalia Kassel

    Buchhändler*in

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    5/5

    09.06.2025

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    "In der DDR scheiterte ein Sozialismusversuch, der denkbar schlechteste Voraussetzungen hatte." (Egon Krenz)

    "Er acht nit was der Adel spricht, oder des gemeynen Volcks Geschrey - er ist rotund, ganz wie ein Ey!" So urteilte spöttisch Sebastian Brant in seinem spätmittelalterlichen "Bestseller" "Das Narrenschiff" über einen weisen Mann. Dieses Bild des Stoikers, an dem einfach alles abperlt, von kleinsten Kleinigkeiten bis zum großen Ganzen, mag Christoph Hein bei der Titelsuche für seinen gewaltigen neuen Roman vor dem inneren Auge gehabt haben - und nach Beendigung der Lektüre kann man nur zustimmen: Es passt genau :-) 40 Jahre, vom "Auferstanden aus Ruinen" bis zum Fall des "Antifaschistischen Schutzwalls", fünf Hauptfiguren, und ihre Familien, 750 Seiten, im feinsten Erzählton verfasst, mehr benötigt der große Romancier nicht, um eine ganze Epoche, die Geschichte eines ganzen Staates zu erzählen! Man kann es Christoph Hein gar nicht hoch genug anrechnen, dass er stets die Neutralität wahrt, keinerlei Schuldzuweisungen, egal an wen oder welche Seite, warum alles nun einmal so kam, wie es kam, ja, kommen musste... Der Rezensent hat bin den letzten Jahren so einiges über die beiden deutschen Staaten gelesen, vom Roman bis zum Sachbuch, aber keines hat mich so in Bann geschlagen, so gefesselt, ja, so begeistert wie dieses Narrenschiff!
  • Zum Bewerterprofil von Kathrin Roßmann

    Kathrin Roßmann

    Jenaer Universitätsbuchhandlung Thalia – EKZ Neue Mitte

    Buchhändler*in

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    5/5

    25.03.2025

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Die Partei hat immer recht?

    Angelehnt an Sebastian Brants "Narrenschiff" aus dem 15. Jahrhundert, erzählt Hein über die DDR. Im Namen der Ideologie scheint zunächst alles erlaubt, bis sich die Ersten abzuwenden beginnen. Denn die Idee, dass es immer einen Reigen von Narren geben wird, der das Anstandsgefühl aller billig und gerecht Denkender ad absurdum führt, scheint zeitlos.
  • Zum Bewerterprofil von Gabriel Bernklau

    Gabriel Bernklau

    Thalia Mayersche Köln – Neumarkt

    Buchhändler*in

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    5/5

    23.03.2025

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Das richtige Buch zur rechten Zeit

    Wer das Heute verstehen will, muss sich mit der Geschichte befassen — und wenn die in Romanform zu haben ist, umso besser! Anhand acht unterschiedlicher Personen (und vieler Nebenfiguren) erzählt Christoph Hein die Geschichte der DDR — einem Land, das aus dem buchstäblichen Nichts entstand und genauso plötzlich wieder verschwand, so der Klappentext. Wie die Menschen lebten und liebten, dachten, handelten und fühlten ist in diesem großartigen Panorama geschildert: breit angelegt, mit Auge fürs Detail, nah bei den Menschen und in ruhig fließendem Erzählton. Ein Buch für Geschichts- und Politikinteressierte, für Lesende, die üppige Romane lieben. Ich habe es an einem Wochenende verschlungen, denn das Schicksal der Charaktere und der DDR lassen eine:n nicht los!
  • Zum Bewerterprofil von Tina Lampe

    Tina Lampe

    Thalia Bad Zwischenahn

    Buchhändler*in

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    4/5

    02.04.2025

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Geschichte am Menschen

    So hat man die Geschichte der DDR noch nicht gehört. Im Fokus von 3 Hauptpersonen verfolgt man den Beginn (Aufteilung der Besatzungszonen), die Staatsgründung der DDR bis hin zum Mauerfall. Unheimlich menschlich und packend erzählt, ob man es nun selbst erlebt hat oder nicht. Dieses Buch ist eine Reise wert!

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Bewertungen (7)

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