Produktbild: Russische Spezialitäten

Russische Spezialitäten Roman

130

16,99 €

inkl. gesetzl. MwSt.

Beschreibung

Produktdetails

Format

ePUB

Kopierschutz

Nein

Family Sharing

Ja

Text-to-Speech

Ja

Verkaufsrang

15464

Erscheinungsdatum

18.02.2025

Verlag

Carl Hanser Verlag GmbH & Co. KG

Seitenzahl

192 (Printausgabe)

Dateigröße

1662 KB

Auflage

1. Auflage

Sprache

Deutsch

EAN

9783446284029

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Produktdetails

Format

ePUB

eBooks im ePUB-Format erlauben eine dynamische Anpassung des Inhalts an die jeweilige Display-Größe des Lesegeräts. Das Format eignet sich daher besonders für das Lesen auf mobilen Geräten, wie z.B. Ihrem tolino, Tablets oder Smartphones.

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Verkaufsrang

15464

Erscheinungsdatum

18.02.2025

Verlag

Carl Hanser Verlag GmbH & Co. KG

Seitenzahl

192 (Printausgabe)

Dateigröße

1662 KB

Auflage

1. Auflage

Sprache

Deutsch

EAN

9783446284029

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  • Bewertung

    5/5

    29.04.2025

    eBook (ePUB)

    Wenn die eigenen Wurzeln verwirren

    Kapitelmanns "Russische Spezialitäten" handelt von Dima, dem Sohn eines jüdisch-urkainischem Vaters und einer russisch-sibirischen Mutter. Nachdem sie nach Deutschland auswandern, eröffnen sie einen Laden für russische Spezialitäten, in dem Dima von kleinauf mithilft. Dabei begegnen ihm zahlreiche "Naschi", die "Unseren", der Personen beschreibt, die allesamt aus postsovjetischen Staaten stammen. Dadurch bildet sich bei Dima ein Herkunftsbewusstsein, das von Einheit handelt, egal aus welchem post-sovjetischem Staat man kommt. Das hat sich jedoch seit dem Angriffskrieg Russlands schlagartig geändert, denn seine Mutter ist der pro-russischer Propaganda so stark ausgeliefert, dass eine immer größere Kluft zwischen ihnen, aber auch zwischen Dima und seinem Herkunftsbewusstsein, wächst. "Russische Spezialitäten" ist ein höchstpersönlicher Roman, dessen Handlung ich nur zu gut aus meinem eigenen Leben kenne. Kapitelmann gelingt es grandios den inneren Konflikt zwischen Herkunft und politischem Bewusstsein darzustellen und dabei bittersüß nostalgisch zu schwelgen.

  • brauneye29

    aus Wachtendonk

    5/5

    22.02.2025

    eBook (ePUB)

    Lesenswert

    Zum Inhalt: Eine Familie aus Kyjiw führt in Leipzig einen Laden für russische Spezialitäten und gleichzeitig gibt es eine Art osteuropäisches Zusammengehörigkeitsgefühl das abrupt ändet als der russische Überfall auf die Ukraine geschieht. Die Mutter steht voll auf der Seite Putins, der Sohn verzweifelt fast daran. Wie soll er nur die Mutter vom Faschismus und russischen Lügen wegholen? Meine Meinung: Das erste was mir nach Abschluss des Buches in den Kopf kam war "Holla, die Waldfee", denn dieses Buch erwischt einen schon eiskalt und macht vieles sehr deutlich. Zerrissenheit, die plötzlich in der Familie auftritt, Propaganda, rechtsradikale Themen, der Krieg als Thema lässt einen nicht unberührt und dennoch gibt es auch immer wieder eine gewisse Leichtigkeit und dann wieder eine große Ernsthaftigkeit. Der Schreibstil ist sehr gut und das Buch verdient es absolut gelesen zu werden. Fazit: Lesenswert

  • CK

    aus Raum Stuttgart

    4/5

    23.10.2025

    eBook (ePUB)

    Sprache und Zugehörigkeit…

    Sprache und Zugehörigkeit Dimitrij Kapitelmann erzählt in seinem aktuellen Roman die Geschichte einer Familie, die in Leipzig ein Geschäft für russische Spezialitäten hat. Neben Wodka und Pelmeni gibt es hier auch eine Art Zugehörigkeitsgefühl für Osteuropäer*innen. Seit Kriegsbeginn in der Ukraine ist das Verhältnis zwischen dem Protagonisten und seiner Mutter schwierig, denn die Mutter steht auf Putins Seite; glaubt alles, was das russische Fernsehen zeigt. "In der russischen Welt meiner Mutter ist Russland gut und heldenhaft und hat gar keine andere Wahl, als zu kämpfen. Herzlos ist das nicht von ihr, nur sehr wahrheitsverloren. Deswegen leidet Mama wohl auch so sehr darunter, dass ihr Sohn diese russischen Wahrheiten aufs Verderben nicht erkennen will. Sie fühlt sich missverstanden und zu Unrecht als russischer Unmensch verurteilt. Mir bleibt nur, weiter die Grenze zur Gewalt aufrechtzuerhalten, auch vor ihr. Und beim Abendessen selektiv auf den russisch ungefährlichen Bildschirm zu schauen. Aber Selbstbetrug ist eben auch Arbeit, die kein anderer für dich macht. Mama stopft sich noch eine Zigarette." "Ich schaue zu Mama. Wie ängstlich muss man sein, um die Welt nur aus dieser totalitären fernsehrussischen Sicht betrachten zu wollen? Wie schwach? Denn das ist Gewalt im Kern immer: Schwäche." Das Verhältnis ihres Sohnes zu ihr sowie zu seiner geliebten russischen Sprache wird auf eine schwere Probe gestellt. "Aber was heißt schon ‚außer‘ Sprache? Seit diesem Krieg weiß ich überhaupt nicht, was Sprache eigentlich ist. Was sie soll. Was sie will. Was sie kann. Ob sie gehört, wem sie gehört, wohin sie gehört. Wie sehr Sprache der Zeit hörig ist. Mein Verhältnis zur Sprache meiner Mutter, meiner Mutter-Sprache, war nicht immer so entmündigend politisch. Es gab Zeiten, da waren die Wörter zwischen uns treue Boten des Vertrauens. Nicht undurchsichtige Vertreter von Zusammengehörigkeit oder ewiger Trennung. Von Unschuld und Kriegsverbrechen, Leben und Tod letztlich." Mitten im Krieg unternimmt er eine Reise in die Ukraine, um seine Mutter zur Vernunft zu bringen. Ist das eine kluge Idee? "Das Licht geht aus, mein Handy hat aber weiter Empfang. Mama schreibt: 'Ja, es besteht ja auch gar keine richtige Gefahr. Russland beschießt ja ausschließlich militärische Ziele.' Sowjetischer Leim ist offensichtlich wirklich dicker als Blut. Falls diese Reise in die vom Krieg übersäte Ukraine ein unbewusster Versuch war, Mama von den russischen Lügen zurückzubekommen, dann ist er gescheitert." Dimitrij Kapitelmann hat einen gleichermaßen unterhaltsamen wie nachdenklich stimmenden Roman über Familie, Sprache und Herkunft geschrieben. Besonders die Abschnitte über seine Liebe zur russischen sprache fand ich sehr gelungen. "Wenn wir beide miteinander reden, fühlt es sich manchmal so an, als wäre uns nur noch die gemeinsame russische Sprache geblieben. Dabei waren wir noch nie weiter von einer gemeinsamen russischen Sprache entfernt. Und dennoch habe ich fast anderthalb Stunden an meinem russischen Sprachinhalator gehangen, bevor ich zu Besuch kam. Und gelesen. Nach etwa einem Jahr Invasion beschloss ich, trotz des russischen Terrors täglich genauso viele Seiten russischer Literatur zu lesen, wie ich Lebensjahre zähle. Aktuell also 36 Seiten täglich. Um etwas, das ich gar nicht näher bestimmen kann, nicht an die Vergangenheit zu verlieren. Möglichst halblaut, damit ich meine Mutter-Sprache von mir selbst höre. Nicht von meiner Mutter. Ich trage eine Sprache wie ein Verbrechen in mir und liebe sie doch, bei aller Schuld. Neben aus der Ukraine geflohenen Menschen stehe ich stumm wie ein Baumstumpf. Zumindest bis ich einige von ihnen ebenfalls Russisch sprechen höre." "Doch die Angst vor fehlenden russischen Wörtern werde ich wohl nie loswerden. Auch deshalb versuche ich, stolz zu sein auf die russischen Wörter, die mir nicht fehlen. Die russische Sprache wird den russischen Präsidenten überleben. Wenn er schon lange in seinem hässlichen Massenmördergrab verfault. Dann könnten die russischen Wörter, die mir nicht fehlen, noch für vieles gut sein. Zumindest hoffe ich das." Ansonsten passiert zugegebenermaßen nicht allzu viel in dem Roman, es sind mehr Alltäglichkeiten, das mag vermutlich nicht jede*r. Ich fand den Roman größtenteils sehr gelungen. Vielen Dank an den Verlag für die Bereitstellung dieses Rezensionsexemplars über NetGalley. Die hier geäußerte Meinung ist meine eigene.

  • meerblick

    4/5

    18.02.2025

    eBook (ePUB)

    Innere Zerrissenheit

    Dmitrij Kapitelman geboren in Kjyiw (Kiew) selbst Kontingentflüchtling erzählt in seinem Roman 'Russische Spezialitäten' eindrucksvoll die Geschichte einer jüdisch-russischen Familie, die in den neunziger Jahren des zwanzigsten Jahrhunderts nach Deutschland, genauer gesagt nach Leipzig, auswanderte, dort in einem russischen Geschäft Spezialitäten aus der Heimat verkaufen und nicht nur nebenbei jede Menge Heimatgefühle bei ihren Kunden aufleben lassen. Mit Beginn der russischen Invasion auf ukrainische Gebietshoheit zerreiben sich die Gemüter zwischen Mutter und Sohn aber auch zwischen den Familien und Freunden in der Heimat in Folge differenter politischen Sichten auf das Kriegsgeschehen. Während die Mutter propagandistischen Verblendungen des russischen Staatsfernsehens folgt, zeigt der Sohn eine solidarische Haltung zum ukrainischen Volk, die er in eine unglaubliche Reise gipfeln lässt. Der Autor vermittelt in einer Sprache der Zerrissenheit einen schier unlösbaren familiären Konflikt, hervorgerufen durch komplett konträre Sichtweisen seiner Protagonisten auf politisch motivierte kriegerische Auseinandersetzungen. Bei aller hochbrisanten Problematik lässt er dem Humor einen gewissen Raum, schwört aber gleichzeitig eine äußerst nachdenkliche Stimmung herauf.

  • meerblick

    4/5

    18.02.2025

    eBook (ePUB)

    Innere Zerrissenheit Dmitrij…

    Innere Zerrissenheit Dmitrij Kapitelman geboren in Kjyiw (Kiew) selbst Kontingentflüchtling erzählt in seinem Roman 'Russische Spezialitäten' eindrucksvoll die Geschichte einer jüdisch-russischen Familie, die in den neunziger Jahren des zwanzigsten Jahrhunderts nach Deutschland, genauer gesagt nach Leipzig, auswanderte, dort in einem russischen Geschäft Spezialitäten aus der Heimat verkaufen und nicht nur nebenbei jede Menge Heimatgefühle bei ihren Kunden aufleben lassen. Mit Beginn der russischen Invasion auf ukrainische Gebietshoheit zerreiben sich die Gemüter zwischen Mutter und Sohn aber auch zwischen den Familien und Freunden in der Heimat in Folge differenter politischen Sichten auf das Kriegsgeschehen. Während die Mutter propagandistischen Verblendungen des russischen Staatsfernsehens folgt, zeigt der Sohn eine solidarische Haltung zum ukrainischen Volk, die er in eine unglaubliche Reise gipfeln lässt. Der Autor vermittelt in einer Sprache der Zerrissenheit einen schier unlösbaren familiären Konflikt, hervorgerufen durch komplett konträre Sichtweisen seiner Protagonisten auf politisch motivierte kriegerische Auseinandersetzungen. Bei aller hochbrisanten Problematik lässt er dem Humor einen gewissen Raum, schwört aber gleichzeitig eine äußerst nachdenkliche Stimmung herauf.

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  • Zum Bewerterprofil von M. Becker

    M. Becker

    Thalia Mayersche Köln – Neumarkt

    Buchhändler*in

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    5/5

    25.03.2026

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Das Zuhause seiner Mutter

    Identität - was ist das? Und wie wichtig sind geographische Grenzen, außer es herrscht Krieg? Unser Protagonist leitet mit seinen Eltern einen kleinen Laden mit russischen Spezialitäten und schafft damit einen Hotspot der ost-europäischen Identität in deren Gemeinde in Leipzig, bis der Einfall Russlands in die Ukraine auch familiäre Spannungen hervorbringt. Propanganda und Sozialisierung scheinen Wege festzulegen und dieser führt zur Verwandtschaft in die Ukraine. Für Realität zum Anfassen.
  • Zum Bewerterprofil von Tobias Groß

    Tobias Groß

    Thalia Leipzig – Grimmaische Straße

    Buchhändler*in

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    5/5

    02.08.2025

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Vom Alterwerden der Eltern in Zeiten russischer Propaganda

    Bereits zum dritten Mal lässt uns Dmitrij Kapitelman an seinem eigenen und insbesondere am Leben seiner Eltern teilhaben. Doch dieses Mal geht es für ihn weder nach Israel, noch nach Kiew. Kapitelmann bleibt größtenteils im beschaulichen Leipzig, wo seine Mutter ein Magazin, einen kleinen Laden für Russisch-Ukrainische Spezialitäten betreibt. Oder besser gesagt betrieb. Denn in »Russische Spezialitäten« obliegt es Dmitrij das aus der Zeit gefallene Lädchen seiner Mutter zu schließen. Für immer abzuwickeln. Und das mitten in den ersten Monaten von Putins Angriffskrieg und dem schleichenden Ende der Corona-Pandemie. Gekonnt witzig, aber auch einfühlsam, erzählt Kapitelman in seinem autofiktionalen Roman vom Älterwerden der eigenen Eltern und den daraus resultierenden Herausforderungen. Von der verblendenden Wirkung russischer Kriegspropaganda und dem Verleugnen der Realität. Und dem Leben mit jüdisch-ukrainischer Einwanderungsgeschichte im Osten Deutschlands. In Sachsen. »Russische Spezialitäten« ist wieder ein wahnsinnig gutes Buch, eine sympathische Momentaufnahme unserer Zeit. Gleichzeitig ist die Geschichte der Familie Kapitelman ergreifend tiefgründig, zeigt sie stellvertretend die Zerrissenheit von Kindern, wenn die Meinungen der eigenen Eltern in eine komplett andere Richtung gehen. Und man sie trotzdem weiterhin bedingungslos liebt. Große Literatur!
  • Zum Bewerterprofil von Ulrike von Bargen

    Ulrike von Bargen

    Thalia Bad Godesberg

    Buchhändler*in

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    5/5

    02.04.2025

    eBook (ePUB)

    Wenn Sprache die Seele spaltet

    Dieser humorvolle und in herrlich unverblümter Sprache geschriebene autobiographische Roman von Dimitrij Kapitelman zeigt, dass der russisch-ukrainische Krieg nicht nur auf dem Schlachtfeld sondern auch innerhalb der ukrainischen Familien ausgetragen wird. Jeder Einzelne muß für sich entscheiden, auf welcher Seite er steht. Kapitelmans Eltern betreiben in Berlin einen Laden für russische Spezialitäten. Seine Mutter glaubt fest an Putins Sache und spricht nur russisch. Er selber bedauert, nicht besser ukrainisch sprechen zu können. Er besucht schließlich seine Freunde in Kiew und die vom Krieg zerstörten Gebiete in der Ukraine. Schließlich gelingt es ihm, trotz allem, mit seiner russischen Muttersprache Frieden zu schließen. Dieser Roman ist eine absolute Bereicherung!
  • Zum Bewerterprofil von Christina Andraschke

    Christina Andraschke

    Thalia Erlangen – Erlangen Arcaden

    Buchhändler*in

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    5/5

    25.03.2025

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Tragisch und komisch zugleich.

    Dimitrij Kapitelman verfügt über das besondere Talent, eine ernste Geschichte sehr charmant und mit einem Augenzwinkern zu erzählen. Als Russland die Ukraine überfällt, schlägt sich die Mutter des Erzählers auf Putins Seite. Der Sohn versucht sie mit allen Mitteln davon abzubringen und reist dafür sogar mit dem Bus nach Kiew. Sehr gelungen und unterhaltsam.
  • Zum Bewerterprofil von Haike Zimmer

    Haike Zimmer

    Thalia Dresden – Elbe Park

    Buchhändler*in

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    5/5

    11.03.2025

    eBook (ePUB)

    Mutter-Sohn Konflikt und der Ukrainekrieg

    Warmherzige Familiengeschichte, die trotz des ernsten Themas mit Humor erzählt wird. Die russisch ukrainischen Eltern betreiben ein Geschäft in Leipzig. Die Verbundenheit zur alten Heimat tragen sie im Herzen. Doch Dmitrijs Mutter ist von Putins Propaganda überzeugt, was zu Konflikten mit ihrem Sohn führt. Dennoch reissen Liebe und Zusammenhalt nicht ab. Hoffnungsvoll !

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