Produktbild: Die Nickel Boys
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Die Nickel Boys Roman

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Beschreibung

Produktdetails

Zustand

Sehr gut

Verkaufsrang

126535

Einband

Taschenbuch

Erscheinungsdatum

14.12.2020

Verlag

btb

Seitenzahl

240

Maße (L/B/H)

18,5/12,4/2,2 cm

Gewicht

240 g

Originaltitel

The Nickle Boys

Übersetzt von

Henning Ahrens

Sprache

Deutsch

EAN

2710000167877

Beschreibung

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Zustand

Sehr gut

Verkaufsrang

126535

Einband

Taschenbuch

Erscheinungsdatum

14.12.2020

Verlag

btb

Seitenzahl

240

Maße (L/B/H)

18,5/12,4/2,2 cm

Gewicht

240 g

Originaltitel

The Nickle Boys

Übersetzt von

Henning Ahrens

Sprache

Deutsch

EAN

2710000167877

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  • Danyboy

    Book Circle Community

    5/5

    02.11.2023

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Heimmissbrauch und Willkürjustiz

    Sooo, trotz “nur” 220 Seiten hatte ich ne Weile an diesem Buch. Nach der “Harlem Shuffle”-Lesung in Zürich hab ich mir zunächst mal “Die Nickel Boys” vorgenommen. Den Pulitzerpreis hat Whitehead dafür gekriegt, sicherlich zurecht… Worum gehts? Um das “Nickel”, ein Heim für schwer erziehbare Jugendliche, für jugendliche Straftäter und (angebliche) Tunichtgute. Wir sind in den frühen 1960er Jahren, das Heim ist zweigeteilt: In einen Teil für Weisse und einen für POC. Unnötig zu sagen, dass die POC-Jugendlichen noch wesentlich schlechter dran sind… Der Roman zeigt nüchtern und schonungslos den Rassismus der USA auf. Die katastrophale Situation von Farbigen, die Willkür der Justiz und vor allem: Der himmeltraurige Alltag in Heimen und Anstalten. Gewalt, Unrecht in kompletter Willkür. Die Geschichte dreht sich hauptsächlich um Elwood, ein schwarzer Jugendlicher, der aus Versehen und unschuldig in einen Autodiebstahl verwickelt wird. Dabei war er immer fleissig, rechtschaffen, vielversprechend, intelligent. Und ein Verehrer von Martin Luther King. Whitehead lässt Elwood an der Welt und der Realität verzweifeln. Die rassistische Umgebung schleift seine Ideale, seine Werte ab. Und dies ist für Leser:innen wie ein Schlag in die Magengrube. Whiteheads Stil ist nüchtern, knapp, unspektakulär. Manchmal so knapp, dass es für mich den Lesefluss etwas störte. Wer es emotionaler mag, sollte Ann Petrys “Die Strasse” lesen. Aber “Die Nickel Boys” klagen leiser an. Deshalb aber nicht minder wuchtig. Es bleibt Wut und Hilflosigkeit. Insgesamt dringende Empfehlung!

  • Bewertung

    5/5

    11.11.2021

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Die Nickel Boys

    Durch Zufall gerät der sechzehnjährige Elwood in ein gestohlenes Auto und wird in die Besserungsanstalt Nickel Academy gesperrt.

  • gaby2707

    aus München

    5/5

    24.09.2021

    Buch (Taschenbuch)

    Grausam und verstörend

    Durch einen Zufall bin ich auf dieses Buch von Colson Whitehead gestoßen: Die Nickel Boys. Ein Buch, das vor extremer, rassistischer Gewalt, Willkür und Demütigungen nur so strotzt. Doch worum geht es: Der sechzehn, farbige Elwood Curtis ist intelligent, fleißig und sehr ehrgeizig. Er hat Pläne für seine Zukunft und als er eine Collegezusage bekommt, was in den 1960er Jahren in Florida absolut keine Selbstverständlichkeit ist, geht ein Traum für ihn in Erfüllung. Durch Verkettung unglücklicher Umstände allerdings soll es dazu nicht kommen. Stattdessen kommt er in die Besserungsanstalt „Nickel Academy“ und erfährt dort, wie tief der Rassismus immer noch in den Köpfen der „Lehrer“ verwurzelt ist. Wie brutal sie ihre „Macht“ hier gegenüber Kindern ausleben. Wie unfassbar grausam sie sein können. Erst 60 Jahre später werden die Gräueltaten und die Gräber vieler toter Jungen aufgedeckt. Mir ist der junge Elwood sofort sehr sympathisch. Umso mehr habe ich mit ihm gelitten, gebangt und gehofft, dass er dem Wahnsinn, der Gewalt, dem Missbrauch und der Willkür der Anstalt irgendwann entkommen kann. Elwood versucht verzweifelt seine Würde zu behalten und den Glauben an das Gute im Menschen nicht zu verlieren. Colson Whitehead langweilt mich nicht mit geschichtlichem Hintergrund, sondern arbeitet das Thema Gewalt und Rassismus in diesen Anstalten, derer es wohl mehrere gab, nüchtern aber sehr eindringlich auf. Er berichtet schonungslos und offen vom tief verwurzelten Rassismus in der amerikanischen Geschichte. Es tut mir beim Lesen fast selbst weh, wenn ich erfahree, was diese Kinder, unterteilt in schwarz und weiß, dort haben erdulden müssen. Neben Elwood hat mich auch die Nebenfiguren von Turner angesprochen. Eigentlich das genaue Gegenteil von Elwood. Trotzdem sind die Beiden Freunde geworden und halten in dieser Hölle zusammen. Beim Lesen kommt auch immer wieder heraus, dass nicht nur die Schwarzen unter der Willkür der Aufseher zu leiden hatten. Den hellhäutigen Jungs ging es auch nicht viel besser. Mich hat dieses Buch stark beeindruckt, betroffen gemacht und an manchen Stellen auch schockiert. Aber gerade das Thema Rassismus ist auch heute noch sowohl in USA als auch, zwar nicht ganz so krass, bei uns vorhanden. Ein Roman, der unsere Aufmerksamkeit mal wieder wachrütteln kann.

  • Bewertung

    aus München

    5/5

    24.09.2021

    Buch (Taschenbuch)

    Grausam und verstörend Durch…

    Grausam und verstörend Durch einen Zufall bin ich auf dieses Buch von Colson Whitehead gestoßen: Die Nickel Boys. Ein Buch, das vor extremer, rassistischer Gewalt, Willkür und Demütigungen nur so strotzt. Doch worum geht es: Der sechzehn, farbige Elwood Curtis ist intelligent, fleißig und sehr ehrgeizig. Er hat Pläne für seine Zukunft und als er eine Collegezusage bekommt, was in den 1960er Jahren in Florida absolut keine Selbstverständlichkeit ist, geht ein Traum für ihn in Erfüllung. Durch Verkettung unglücklicher Umstände allerdings soll es dazu nicht kommen. Stattdessen kommt er in die Besserungsanstalt „Nickel Academy“ und erfährt dort, wie tief der Rassismus immer noch in den Köpfen der „Lehrer“ verwurzelt ist. Wie brutal sie ihre „Macht“ hier gegenüber Kindern ausleben. Wie unfassbar grausam sie sein können. Erst 60 Jahre später werden die Gräueltaten und die Gräber vieler toter Jungen aufgedeckt. Mir ist der junge Elwood sofort sehr sympathisch. Umso mehr habe ich mit ihm gelitten, gebangt und gehofft, dass er dem Wahnsinn, der Gewalt, dem Missbrauch und der Willkür der Anstalt irgendwann entkommen kann. Elwood versucht verzweifelt seine Würde zu behalten und den Glauben an das Gute im Menschen nicht zu verlieren. Colson Whitehead langweilt mich nicht mit geschichtlichem Hintergrund, sondern arbeitet das Thema Gewalt und Rassismus in diesen Anstalten, derer es wohl mehrere gab, nüchtern aber sehr eindringlich auf. Er berichtet schonungslos und offen vom tief verwurzelten Rassismus in der amerikanischen Geschichte. Es tut mir beim Lesen fast selbst weh, wenn ich erfahree, was diese Kinder, unterteilt in schwarz und weiß, dort haben erdulden müssen. Neben Elwood hat mich auch die Nebenfiguren von Turner angesprochen. Eigentlich das genaue Gegenteil von Elwood. Trotzdem sind die Beiden Freunde geworden und halten in dieser Hölle zusammen. Beim Lesen kommt auch immer wieder heraus, dass nicht nur die Schwarzen unter der Willkür der Aufseher zu leiden hatten. Den hellhäutigen Jungs ging es auch nicht viel besser. Mich hat dieses Buch stark beeindruckt, betroffen gemacht und an manchen Stellen auch schockiert. Aber gerade das Thema Rassismus ist auch heute noch sowohl in USA als auch, zwar nicht ganz so krass, bei uns vorhanden. Ein Roman, der unsere Aufmerksamkeit mal wieder wachrütteln kann.

  • Bewertung

    aus Gmunden

    5/5

    06.05.2021

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    USA - Anfang der 60er Jahre

    Durch einen unglücklichen Zufall und einer Reihe unfairer Ereignisse landet der dunkelhäutige Elwood in die mysteriöse Besserungsanstalt NICKEL-Academy. Auch in unserer heutigen Zeit ist das Thema Rassismus ein unsausweichliches Problem. "Die Nickel Boys" hilft hier einem dabei, Eindrücke aus der Vergangenheit zu erhalten und animiert den Leser mit der Gegenwart zu vergleichen. Lesenswertes Buch für Jugendliche und Erwachsene!

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Bewertungen (125)

Unsere Meinungen

  • Zum Bewerterprofil von Alex Husnik

    Alex Husnik

    Thalia Mayersche Lüdinghausen

    Buchhändler*in

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    5/5

    02.04.2025

    Buch (Taschenbuch)

    Literarisch und inhaltlich unglaublich!

    Florida in den 60er Jahren: Der junge Elwood wird aus nichtigem, ungerechtem und offenbar rassistisch motiviertem Grund in eine Besserungsanstalt eingewiesen. Auch dort herrscht ein erschreckender Rassismus, offensichtlich Spiegelbild der damaligen Gesellschaft, sowie eine unglaubliche systematische Brutalität. Beides würde man in einem aufgeklärten Land der 60er Jahre eigentlich nicht für möglich halten. Whitehead belehrt uns eines Besseren, und das in einem nüchternen, zurückhaltenden Stil, der die schreckliche Gewalt noch beklemmender macht. Dazu hat das Buch eine der krassesten Wendungen und das literarisch eindrucksvollste Ende, die ich seit langem gelesen habe.
  • Zum Bewerterprofil von Kevin Beckmann

    Kevin Beckmann

    Thalia Mayersche Wuppertal-Barmen

    Buchhändler*in

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    5/5

    05.03.2025

    Buch (Taschenbuch)

    Ein großes Stück amerikanischer Literatur

    Seit Jahren auf meiner Liste, bin ich endlich dazu gekommen den hochgelobten Roman von Colson Whitehead zu lesen. Mittlerweile im Olymp der amerikanischen Gegenwartsliteraur angekommen, zeigt er auch hier seine gesamte Klasse. Gerade der nüchterne, fast schon distanzierte Stil lässt das Unbehagen darüber, was den Jungs in der Besserungsanstalt angetan wird, umso stärker wirken. Ganz große Literatur.
  • Zum Bewerterprofil von Daniel Thiele

    Daniel Thiele

    Thalia Erkrath

    Buchhändler*in

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    5/5

    19.04.2021

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Gerade der nüchterne Schreibstil...

    Gerade der nüchterne Schreibstil lässt den Rassismus und die Ungerechtigkeit der 60er-Jahre in den USA besonders bedrückend und intensiv erscheinen. Ein gelungener, wichtiger Roman!
  • Zum Bewerterprofil von Kerstin Harding

    Kerstin Harding

    Thalia Hamburg – AEZ

    Buchhändler*in

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    5/5

    22.12.2020

    Buch (Taschenbuch)

    Black Lives Matter!

    Die Nickel Academy ist eine Besserungsanstalt für Jugendliche, die auf die schiefe Bahn geraten sind. Vor allem aber ist sie ein Ort für Missbrauch, Rassismus und Brutalität. Besonders betroffen von dieser Form des alltäglichen Terrors sind schwarze Jungs. Der sechzehnjährige Elwood ist einer von ihnen. Intelligent und fleißig strebt er eine College-Karriere an, gerät aber durch einen dummen Zufall in ein gestohlenes Auto und wird zur Strafe in die Nickel Academy gesperrt. Dort werden die Insassen gepeinigt und ausgenutzt und kämpfen täglich ums Überleben. Inspiriert von wahren Begebenheiten schreibt Colson Whitehad in diesem preisgekrönten, packenden Roman über ein weiteres grausames Kapitel der jüngeren amerikanischen Geschichte. Obwohl dieser Roman in den 1960er Jahren angesiedelt ist, bekommt er durch die immer wiederkehrenden Debatten um den alltäglichen Rassismus und Polizeigewalt gegen junge Schwarze eine besondere Aktualität. Extrem aufwühlend und berührend.
  • Zum Bewerterprofil von Ingbert Edenhofer

    Ingbert Edenhofer

    Thalia Mayersche Bottrop

    Buchhändler*in

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    5/5

    16.08.2020

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Nicht durchgängig großartig, aber insgesamt triumphal

    Der Tod von George Floyd war nicht der Beginn von "Black Lives Matter", aber trug einiges dazu bei, es zu einem Mainstream-Thema wie #metoo zu machen. Als weißer Mann habe ich mit beidem keine Erfahrung aus erster Hand, aber fühle mit. Ich gehöre der LGBTQ-Community an, sodass ich verstehen kann, wie es ist, aufgrund einer wahrgenommenen Identität beurteilt zu werden, was vielleicht der Grund ist, wieso ich diese Art von Vorurteil einfach nicht mittragen kann. Ich fand Colson Whiteheads "The Underground Railroad" okay, aber hielt es für keinen spektakulären Roman. "Die Nickel Boys" finde ich stärker. In gewisser Weise vertraute "The Underground Railroad" darauf, Mitgefühl zu erwecken für Cora, die Protagonistin, während "Die Nickel Boys" uns mindestens zwei Charaktere gibt, zu denen wir eine Verbindung aufbauen können - Elwood und Turner - und es ist die Kurze, die ihre Freundschaft auf den letzten 25 Seiten oder so nimmt, die diesen Roman für mich auf die oberste Sprosse setzt. Wir erfahren mehr über Elwood als über Turner, und Elwoods Geschichte ist herzzerreißend, denn sie ist so vielversprechend, aber gezeichnet davon, zur falschen Zeit am falschen Ort zu sein. Natürlich ist ein Ort wie Nickel, der Züchtigungsanstalt, in der der Großteil des Romans spielt, zu jeder Zeit der falsche Ort. Es gibt in diesem Buch auch um das, was man zurücklässt. Können wir George Floyd ehren, indem wir Leute als Menschen sehen und nicht als irgendeine Kategorie, in die sie vielleicht passen? Und: Können wir annehmen, dass Menschen gute Absichten haben, und mit gutem Beispiel vorangehen? Machen wir die Welt einen netteren Ort!

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