Produktbild: Anna oder: Was von einem Leben bleibt

Anna oder: Was von einem Leben bleibt Die Geschichte meiner Urgroßmutter

141

19,99 €

inkl. gesetzl. MwSt.

Beschreibung

Produktdetails

Format

ePUB

Kopierschutz

Nein

Family Sharing

Ja

Text-to-Speech

Ja

Verkaufsrang

6649

Erscheinungsdatum

10.07.2025

Verlag

C.H.Beck Digital

Seitenzahl

208 (Printausgabe)

Dateigröße

4250 KB

Auflage

1. Auflage

Sprache

Deutsch

EAN

9783406836275

Beschreibung

Produktdetails

Format

ePUB

eBooks im ePUB-Format erlauben eine dynamische Anpassung des Inhalts an die jeweilige Display-Größe des Lesegeräts. Das Format eignet sich daher besonders für das Lesen auf mobilen Geräten, wie z.B. Ihrem tolino, Tablets oder Smartphones.

Kopierschutz

Nein

Dieses eBook können Sie uneingeschränkt auf allen Geräten der tolino Familie, allen sonstigen eReadern und am PC lesen. Das eBook ist nicht kopiergeschützt und kann ein personalisiertes Wasserzeichen enthalten. Weitere Hinweise zum Lesen von eBooks mit einem personalisierten Wasserzeichen finden Sie unter Hilfe/Downloads.

Family Sharing

Ja

Mit Family Sharing können Sie eBooks innerhalb Ihrer Familie (max. sechs Mitglieder im gleichen Haushalt) teilen. Sie entscheiden selbst, welches Buch Sie mit welchem Familienmitglied teilen möchten. Auch das parallele Lesen durch verschiedene Familienmitglieder ist durch Family Sharing möglich. Um eBooks zu teilen oder geteilt zu bekommen, muss jedes Familienmitglied ein Konto bei Thalia oder einem anderen tolino-Buchhändler haben. Weitere Informationen finden Sie unter Hilfe/Family-Sharing.

Text-to-Speech

Ja

Bedeutet Ihnen Stimme mehr als Text? Mit der Funktion Text-to-Speech können Sie sich im tolino webReader und in der aktuellen Thalia – Lesen & Hören App das eBook vorlesen lassen. Weitere Informationen finden Sie unter Hilfe/Text-to-Speech.

Barrierefreiheit

  • keine Information zur Barrierefreiheit bekannt

Verkaufsrang

6649

Erscheinungsdatum

10.07.2025

Verlag

C.H.Beck Digital

Seitenzahl

208 (Printausgabe)

Dateigröße

4250 KB

Auflage

1. Auflage

Sprache

Deutsch

EAN

9783406836275

Kundinnen und Kunden meinen

Informationen zu Bewertungen

Zur Abgabe einer Bewertung ist eine Anmeldung im Konto notwendig. Die Authentizität der Bewertungen wird von uns nicht überprüft. Wir behalten uns vor, Bewertungstexte, die unseren Richtlinien widersprechen, entsprechend zu kürzen oder zu löschen.

Die Bewertungen sind nach Format, Anzahl Sterne und Datum sortiert.

  • bookloving

    5/5

    25.09.2025

    eBook (ePUB)

    Eine berührende Spurensuche

    Mit seinem biografischen Essay „Anna oder: was von einem Leben bleibt“ begibt sich der Journalist Henning Sußebach auf eine faszinierende Spurensuche nach dem Leben seiner Urgroßmutter Anna, das für ihn lange nur aus spärlichen anekdotischen Überlieferungen fast vollständig im Dunkeln lag, deren Lebensgeschichte für die damalige Zeit aber alles andere als gewöhnlich war. Anhand nur weniger persönlicher Erinnerungsstücke, wie Fotos, Briefen, einem Poesiealbum, Verlobungsring und einigen Alltagsgegenständen, bemüht sich Sußebach ihre Biografie zu rekonstruieren und bedeutsame Episoden ihres Lebens nachzuzeichnen. Mit großem Feingefühl und viel Empathie entwirft er das berührende und lebendige Portrait einer außergewöhnlich resilienten, eigenwilligen und selbstbestimmten Frau, die in ihrem Leben neben einigen Höhen auch tragische Verluste gemeistert hat. Geschickt verwebt Sußebach die persönlichen Spuren von Annas Lebensweg mit dem zeitgeschichtlichen Kontext, den er sorgsam recherchiert und umfangreich zusammengetragen hat. So entsteht allmählich ein facettenreiches Bild, das nicht nur Annas individuelle Biografie zeigt, sondern auch den gesellschaftlichen Wandel im Übergang vom 19. zum 20. Jahrhundert eindrucksvoll greifbar macht. Anna Kalthoff (1866 – 1932) lebte in einer bewegten Epoche voller einschneidender Krisen und Entwicklungen, die ihren Lebensalltag stark prägten und in der Frauen strengen gesellschaftlichen Regeln und Einschränkungen unterworfen waren. So erlebte sie politische Umwälzungen, Kriege, Inflation, Industrialisierung, den beginnenden technischen Fortschritt, aber auch vielfältige soziale Umbrüche und sich wandelnde Rollenbilder. Im Jahr 1887 trat Anna eine Stelle als 20jährige Lehrerin im kleinen Dorf Cobbenrode im Sauerland an. Als junge Frau musste sie sich in einer von Männern dominierten Welt zurechtfinden, die ihr viele enge Grenzen setzte, kaum Rechte und wenig Selbstbestimmung zubilligte. Sußebach zeigt eindrücklich, wie Anna diese widersprüchlichen Welten erlebte und sich darin behauptete. Nach dem tragischen Unfalltod ihres Ehemanns baute sie sich eine neue Existenz auf, wurde Gastwirtin, Unternehmerin und leitete das Postamt ihres Dorfs. Mutig und selbstbestimmt gelang es ihr als junge Mutter und Witwe, die Herausforderungen ihrer Zeit zu meistern und ihren eigenen Lebensweg zu verfolgen. Sie scheint sich vielen gängigen Konventionen widersetzt zu haben, nicht zuletzt indem sie Eigenständigkeit, Liebe und beruflichen Ehrgeiz selbstbewusst vertrat. Sußebach präsentiert uns jedoch keine klassische, chronologisch erzählte Biografie, sondern vielmehr eine facettenreiche Mischung aus akribischer historischer Recherche, biografischer Spurensuche, Spekulationen und imaginierten Lebensmomenten, die uns eindrucksvoll ein authentisches Bild jener Zeit vermittelt. Äußerst nuanciert und glaubhaft zeichnet er ihren Charakter mit all ihren Widersprüchen und Schwächen und verzichtet bewusst auf eine Idealisierung ihrer Stärken. Immer wieder pausiert er seine Erzählung zum Reflektieren und legt uns offen die Unwägbarkeiten und Leerstellen seiner Recherche dar, die stets nur eine vage Annäherung an die Persönlichkeit von seiner Urgroßmutter sein kann. Mit viel Feingefühl fügt er Annas Lebensgeschichte auch plausible fiktive Elemente hinzu, um ein möglichst lebendiges Bild entstehen zu lassen, wobei er stets eine respektvolle Haltung zu wahren versteht. Gekonnt entführt er uns so auch in die längst vergangene Welt unserer Vorfahren, deren Lebenswirklichkeit aus heutiger Sicht bisweilen fremd und ungewohnt erscheint. So regt er uns dazu an, über das fragile Gleichgewicht von Erinnerung und Vergessen nachzudenken sowie über die Bedeutung persönlicher Geschichten vor dem Hintergrund großer historischer Geschehnisse. So verdeutlicht er uns, dass in jeder Familie vielleicht eine unsichtbare Heldin wie Anna zu finden ist, eine widerstandsfähige und selbstbestimmte Frau, die sich von den Herausforderungen ihrer Zeit nicht hat brechen lassen und deren beeindruckende Lebensgeschichte inzwischen in Vergessenheit geraten ist. Über die individuelle Erinnerung hinaus regt Sußebach zur Auseinandersetzung mit der eigenen Familiengeschichte an. Dieses Buch ist somit nicht nur eine liebevolle Hommage an eine außergewöhnliche Vorfahrin, sondern auch eine Einladung, den vergessenen Lebenswegen unserer Vorfahren nachzuspüren. Abgerundet wird das Buch durch zahlreiche eingefügte Schwarz-Weiß-Fotografien, die vor allem aus dem Familienbesitz stammen, sowie einer kurzen Danksagung und einem Nachwort des Autor. FAZIT Eine einfühlsame Hommage an eine zu Unrecht vergessene Urgroßmutter und zugleich ein bewegendes Plädoyer für die Bedeutung von Erinnerungskultur! Es erinnert daran, wie wichtig es ist, persönliche Geschichten zu bewahren und dadurch das kollektive Gedächtnis lebendig zu halten.

  • bookloving

    aus Munich

    5/5

    25.09.2025

    eBook (ePUB)

    *Eine berührende Spurensuche*…

    *Eine berührende Spurensuche* Mit seinem biografischen Essay „Anna oder: was von einem Leben bleibt“ begibt sich der Journalist Henning Sußebach auf eine faszinierende Spurensuche nach dem Leben seiner Urgroßmutter Anna, das für ihn lange nur aus spärlichen anekdotischen Überlieferungen fast vollständig im Dunkeln lag, deren Lebensgeschichte für die damalige Zeit aber alles andere als gewöhnlich war. Anhand nur weniger persönlicher Erinnerungsstücke, wie Fotos, Briefen, einem Poesiealbum, Verlobungsring und einigen Alltagsgegenständen, bemüht sich Sußebach ihre Biografie zu rekonstruieren und bedeutsame Episoden ihres Lebens nachzuzeichnen. Mit großem Feingefühl und viel Empathie entwirft er das berührende und lebendige Portrait einer außergewöhnlich resilienten, eigenwilligen und selbstbestimmten Frau, die in ihrem Leben neben einigen Höhen auch tragische Verluste gemeistert hat. Geschickt verwebt Sußebach die persönlichen Spuren von Annas Lebensweg mit dem zeitgeschichtlichen Kontext, den er sorgsam recherchiert und umfangreich zusammengetragen hat. So entsteht allmählich ein facettenreiches Bild, das nicht nur Annas individuelle Biografie zeigt, sondern auch den gesellschaftlichen Wandel im Übergang vom 19. zum 20. Jahrhundert eindrucksvoll greifbar macht. Anna Kalthoff (1866 – 1932) lebte in einer bewegten Epoche voller einschneidender Krisen und Entwicklungen, die ihren Lebensalltag stark prägten und in der Frauen strengen gesellschaftlichen Regeln und Einschränkungen unterworfen waren. So erlebte sie politische Umwälzungen, Kriege, Inflation, Industrialisierung, den beginnenden technischen Fortschritt, aber auch vielfältige soziale Umbrüche und sich wandelnde Rollenbilder. Im Jahr 1887 trat Anna eine Stelle als 20jährige Lehrerin im kleinen Dorf Cobbenrode im Sauerland an. Als junge Frau musste sie sich in einer von Männern dominierten Welt zurechtfinden, die ihr viele enge Grenzen setzte, kaum Rechte und wenig Selbstbestimmung zubilligte. Sußebach zeigt eindrücklich, wie Anna diese widersprüchlichen Welten erlebte und sich darin behauptete. Nach dem tragischen Unfalltod ihres Ehemanns baute sie sich eine neue Existenz auf, wurde Gastwirtin, Unternehmerin und leitete das Postamt ihres Dorfs. Mutig und selbstbestimmt gelang es ihr als junge Mutter und Witwe, die Herausforderungen ihrer Zeit zu meistern und ihren eigenen Lebensweg zu verfolgen. Sie scheint sich vielen gängigen Konventionen widersetzt zu haben, nicht zuletzt indem sie Eigenständigkeit, Liebe und beruflichen Ehrgeiz selbstbewusst vertrat. Sußebach präsentiert uns jedoch keine klassische, chronologisch erzählte Biografie, sondern vielmehr eine facettenreiche Mischung aus akribischer historischer Recherche, biografischer Spurensuche, Spekulationen und imaginierten Lebensmomenten, die uns eindrucksvoll ein authentisches Bild jener Zeit vermittelt. Äußerst nuanciert und glaubhaft zeichnet er ihren Charakter mit all ihren Widersprüchen und Schwächen und verzichtet bewusst auf eine Idealisierung ihrer Stärken. Immer wieder pausiert er seine Erzählung zum Reflektieren und legt uns offen die Unwägbarkeiten und Leerstellen seiner Recherche dar, die stets nur eine vage Annäherung an die Persönlichkeit von seiner Urgroßmutter sein kann. Mit viel Feingefühl fügt er Annas Lebensgeschichte auch plausible fiktive Elemente hinzu, um ein möglichst lebendiges Bild entstehen zu lassen, wobei er stets eine respektvolle Haltung zu wahren versteht. Gekonnt entführt er uns so auch in die längst vergangene Welt unserer Vorfahren, deren Lebenswirklichkeit aus heutiger Sicht bisweilen fremd und ungewohnt erscheint. So regt er uns dazu an, über das fragile Gleichgewicht von Erinnerung und Vergessen nachzudenken sowie über die Bedeutung persönlicher Geschichten vor dem Hintergrund großer historischer Geschehnisse. So verdeutlicht er uns, dass in jeder Familie vielleicht eine unsichtbare Heldin wie Anna zu finden ist, eine widerstandsfähige und selbstbestimmte Frau, die sich von den Herausforderungen ihrer Zeit nicht hat brechen lassen und deren beeindruckende Lebensgeschichte inzwischen in Vergessenheit geraten ist. Über die individuelle Erinnerung hinaus regt Sußebach zur Auseinandersetzung mit der eigenen Familiengeschichte an. Dieses Buch ist somit nicht nur eine liebevolle Hommage an eine außergewöhnliche Vorfahrin, sondern auch eine Einladung, den vergessenen Lebenswegen unserer Vorfahren nachzuspüren. Abgerundet wird das Buch durch zahlreiche eingefügte Schwarz-Weiß-Fotografien, die vor allem aus dem Familienbesitz stammen, sowie einer kurzen Danksagung und einem Nachwort des Autor. FAZIT Eine einfühlsame Hommage an eine zu Unrecht vergessene Urgroßmutter und zugleich ein bewegendes Plädoyer für die Bedeutung von Erinnerungskultur! Es erinnert daran, wie wichtig es ist, persönliche Geschichten zu bewahren und dadurch das kollektive Gedächtnis lebendig zu halten.

  • Herbstrose

    aus 87772

    5/5

    17.08.2025

    eBook (ePUB)

    Auf den Spuren der Vergangenheit

    1887 kommt die junge Anna Kalthoff ins sauerländische Dorf Cobbenrode, wo sie die Stelle als Lehrerin antritt. Obwohl es die Regeln vorschreiben, dass eine Lehrerin unverheiratet zu sein hat, entscheidet sich Anna, über ihr Leben selbst zu bestimmen. Sie verliebt sich in einen jüngeren Mann, heiratet ihn, wird aber bald Witwe. Sie übernimmt sein Wirtshaus mit der angegliederten Poststelle und zieht den inzwischen geborenen Sohn alleine groß. Jahre später heiratet sie erneut und gebiert mit 45 Jahren noch eine Tochter. Henning Sußebach, geb. 1972 in Bochum, studierte in Dortmund Journalistik. Von 1995 bis 1997 volontierte er bei der „Berliner Zeitung“, wo er anschließend als Sportredakteur und Reporter arbeitete, bis er 2001 zur „Zeit“ wechselte. Nebenbei veröffentlichte er zahlreiche Sachbücher und erhielt einige der wichtigsten deutschen Journalistenpreise. Der Autor lebt mit seiner Familie in der Nähe von Hamburg. In dem Buch „Anna oder: Was von einem Leben bleibt“ (2025, C.H.Beck-Verlag) erzählt Henning Sußebach die bewegende Geschichte seiner Urgroßmutter Anna Kalthoff. Anhand von Fotos, Poesiealben und einiger verbliebener Erinnerungsstücke, verbunden mit viel Recherchearbeit, gelang es ihm, die damalige Zeit zu rekonstruieren und ein lebendiges Bild von Annas Leben entstehen zu lassen. Er thematisiert nicht nur Annas persönliche Entscheidungen, sondern legt den Fokus auch auf die mannigfachen Herausforderungen, denen sich die Frauen seinerzeit ausgesetzt sahen. Sehr interessant sind auch die, parallel zu Annas Geschichte, chronologisch geschickt eingefügten historischen Ereignisse, die nahezu in Vergessenheit geraten sind. Fazit: Ein literarisch ansprechendes Werk, berührend und warmherzig, das den Leser dazu anregen kann, in der eigenen Familiengeschichte nachzuforschen.

  • Bewertung

    aus Heek

    5/5

    11.08.2025

    eBook (ePUB)

    Ein schönes Buch

    Anna oder: Was von einem Leben bleibt Das Buch handelt von einem jungen Mann, der sich auf die Suche nach Spuren aus dem Leben seiner vor langer Zeit verstorbenen Urgroßmutter macht. Für die Suche hat er nur wenig Hilfsmittel zur Verfügung. Einige Fotos und Alben, ein Kaffeeservice und einen Verlobungsring. Die Suche gestaltet sich schwierig, aber auch interessant. Die Geschichte ist gut erzählt und ich habe das Buch gerne gelesen. Daher gebe ich gerne eine Leseempfehlung.

  • Bewertung

    5/5

    11.07.2025

    eBook (ePUB)

    Dankbar

    Sehr dankbar bin ich für diese Zeitreise, eine Reise in eine Zeit, in der auch meine Urgroßmutter und meine Großmütter (leibliche und Adoptivgroßmutter) geboren wurde. Vom gesamten Buch war ich sehr ergriffen. Sehr lebendig und auch informativ geschrieben. Kurzweilig geschrieben, so dass ich das EBook an zwei Abenden gelesen habe. Danke für dieses beeindruckende Buch!

Kundinnen und Kunden meinen

5

83

4

44

3

13

2

1

1

0

Bewertungen (141)

Unsere Meinungen

  • Zum Bewerterprofil von Christina Zimmer

    Christina Zimmer

    Thalia Poertgen-Herder

    Buchhändler*in

    Es ist ein Problem aufgetreten. Bitte laden Sie die Seite neu und versuchen es noch einmal.

    5/5

    12.03.2026

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    So einen Urenkel wünsche ich jeder Frau

    Henning Sußebach fühlt sich in das Leben seiner Urgroßmutter ein, die Ende des 19. Jahrhunderts im Sauerland gelebt hat. Es gibt nicht viele Quellen zu dem Leben von Anna. Einige Fotos, Poesiealben und Familienerzählungen. Sußebach schafft es, die Lücken mit Phantasie und historischem Wissen zu füllen. Er gibt zu, dass er manche Begebenheiten einfach so erzählt, wie er sie sich für seine Urgroßmutter gewünscht hätte. Diese Ergänzungen sind aber immer, in der jeweiligen Zeit, mögliche Szenarien. Was mir vor allem gefallen hat, ist der feministische Blick auf ein Frauenleben im ausgehenden 19. und beginnenden 20. Jahrhundert. Dies alles schreibt Sußebach in einer wunderbaren niveauvollen Sprache, so dass man Lust bekommt, das Buch in einem Rutsch durchzulesen. Und am Ende traurig ist, dass es schon vorbei ist.
  • Zum Bewerterprofil von Heike Schoon

    Heike Schoon

    Thalia Aurich – Carolinenhof

    Buchhändler*in

    Es ist ein Problem aufgetreten. Bitte laden Sie die Seite neu und versuchen es noch einmal.

    5/5

    31.01.2026

    eBook (ePUB)

    Anna oder was von einem Leben bleibt

    Das Buch ist sehr beeindruckend, wunderschön und informativ. Es hilft ein noch besseres Verständnis für diese Zeit zu bekommen. Frauen hatten es nicht leicht, was in diesen Buch sehr gut dargestellt wird. Es ist historisch wie biografisch überzeugend.
  • Zum Bewerterprofil von Ulrike von Bargen

    Ulrike von Bargen

    Thalia Bad Godesberg

    Buchhändler*in

    Es ist ein Problem aufgetreten. Bitte laden Sie die Seite neu und versuchen es noch einmal.

    5/5

    25.11.2025

    eBook (ePUB)

    Wenn Geschichte lebendig wird

    Von Annas Leben haben sich ein paar Postkarten, einige wenige unpersönliche Fotos und die eine oder andere Geschichte bis in die Gegenwart erhalten. Dem Urenkel und Historiker Henning Sussebach reichen diese „Schnipsel“, um ein ganzes Leben, und mit ihm eine ganze Epoche, wieder zum Leben zu erwecken. Sussebach nimmt seine Leser quasi an die Hand, betrachtet mit ihnen das Gerüst der gesicherten Tatsachen, um dann aus einer wunderbaren Mischung aus Fantasie, historischem Wissen und Ortskenntnis das aussergewöhnliche Leben von Anna im Sauerland wiedererstehen zu lassen. Lebendiger und spannender kann Vermittlung von Geschichte kaum sein, vor allem, wenn es um die der eigenen Familie geht!
  • Zum Bewerterprofil von Monika Föckeler

    Monika Föckeler

    Thalia Mayersche Castrop-Rauxel

    Buchhändler*in

    Es ist ein Problem aufgetreten. Bitte laden Sie die Seite neu und versuchen es noch einmal.

    5/5

    16.11.2025

    eBook (ePUB)

    Erinnerungen an ein Leben

    Wie lange bleiben Erinnerungen an eine Person erhalten, die längst gestorben ist? Hier versucht der Autor, aus vielen kleinen Dingen, Briefen und Anekdoten ein Bild seiner Urgroßmutter zu zeichnen, die er selbst nicht gekannt hat. Er stellt Vermutungen an, wie es gewesen sein könnte, und stellt Anna als eine für die damalige Zeit ungewöhnlich starke und auch eigenwillige Frau dar. Es ist ihm sehr gut gelungen, eine komplexe Lebensgeschichte zusammenzufügen, hat geschichtliche Daten und Fakten mit seinen Gedanken komplettiert und damit seiner Urgroßmutter ein Denkmal gesetzt. Mich persönlich hat dieses Buch sehr berührt, weil ich mich frage, ob meine Oma, die im Nachbarort aufgewachsen ist und möglicherweise die Schule besucht hat, in der Anna unterrichtete, diese Frau noch kennengelernt hat. Ich kann sie leider nicht mehr fragen.
  • Zum Bewerterprofil von Violetta Hofmann

    Violetta Hofmann

    Thalia Dresden – Schillerplatz

    Buchhändler*in

    Es ist ein Problem aufgetreten. Bitte laden Sie die Seite neu und versuchen es noch einmal.

    5/5

    03.08.2025

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Eine Familien- und Weltgeschichte

    „Jeder Mensch stirbt zweimal. Sein erster Tod ist biologisch und der, den wir meinen, wenn wir vom Sterben sprechen. (…) Der zweite Tod, nennen wir ihn den sozialen, vollzieht sich anfangs fast unmerklich.“ Bereits als Henning Sussebach auf der ersten Seite über das Vergessen von Menschen schreibt, hatte er mich damit auf sein Buch neugierig gemacht. Er schreibt hier gegen das Vergessen eines Menschen seiner Familie an: seiner Urgroßmutter Anna. Anna war das, was man einen ganz normalen Menschen nennt. Entsprechend wenige Zeugnisse und persönliche Anhaltspunkte stehen Sussebach für seine Recherche zur Verfügung; kein Tagebuch, kaum Fotos oder Briefe sind bis heute erhalten geblieben. Seine Faszination für Anna teilen bald auch wir Leser, denn der Autor lässt durch gründliche Recherche nicht nur seine Ahnin, sondern gleich eine ganze Geschichtsperiode wieder auferstehen. Dabei lenkt er die Aufmerksamkeit auf die kleinen Geschichten im Großen, ordnet den Jahreszahlen in Annas Leben immer wieder Ereignisse der Geschichte zu, achtet aber auch hier darauf, eher die „kleine“ Geschichte zu erzählen („1894 - In London wird die Tower Bridge für den Verkehr freigegeben.“) Außerdem ist das Buch interessant, da es die Generation von vor 1933 beleuchtet und damit eine Zeit, die aufgrund der Überlagerung durch die folgenden finsteren Jahre, über die so viel geschrieben wurde, für uns viel weniger greifbar ist. Fehlen Sussebach einmal die Fakten, geht er offen damit um. So schreibt er beispielsweise: „Ich stelle mir vor…“, um Annas Geschichte trotzdem die greifbare Nähe zu geben. Insgesamt ein sehr empfehlenswertes und kurzweiliges Sachbuch, welches sich beinahe wie ein Roman liest. Und vielleicht ist „Anna“ ja auch eine Einladung, sich mit der eigenen Familiengeschichte zu befassen?

Unsere Meinungen

Bewertungen (13)

Weitere Artikel finden Sie in

Die Leseprobe wird geladen.
  • Produktbild: Anna oder: Was von einem Leben bleibt