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Onigiri

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Beschreibung

Produktdetails

Zustand

Sehr gut

Verkaufsrang

74323

Einband

Gebundene Ausgabe

Erscheinungsdatum

22.07.2025

Verlag

Hanser Berlin in Carl Hanser Verlag GmbH & Co. KG

Seitenzahl

208

Maße (L/B/H)

20,6/12,7/2,3 cm

Gewicht

324 g

Farbe

Anthrazit

Auflage

1. Auflage

Sprache

Deutsch

EAN

2710002378387

Beschreibung

Produktdetails

Zustand

Sehr gut

Verkaufsrang

74323

Einband

Gebundene Ausgabe

Erscheinungsdatum

22.07.2025

Verlag

Hanser Berlin in Carl Hanser Verlag GmbH & Co. KG

Seitenzahl

208

Maße (L/B/H)

20,6/12,7/2,3 cm

Gewicht

324 g

Farbe

Anthrazit

Auflage

1. Auflage

Sprache

Deutsch

EAN

2710002378387

Herstelleradresse

Hanser Berlin
Lehrter Straße 57 Haus 4
10557 Berlin
DE

Email: info@hanser.de

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  • Kunde

    Thalia Book Circle Community

    5/5

    02.06.2026

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Heimkehr

    Buchtitel und Cover klingen im ersten Moment nach einem Kochbuch. Aber hier steckt eine wunderbare deutsch-japanische Familiengeschichte zwischen den Buchdeckeln. Im Laufe des Geschehen wird deutlich warum die Autorin dies gewählt hat. Aki möchte nach Japan zur Beerdigung ihrer Großmutter fliegen und ihre demenzkranke Mutter mitnehmen. Im ersten Moment fragt man sich, ob das eine gute Idee ist. Die Reise entwickelt sich jedoch völlig unerwartet. Eine letzte Chance Keikos Leben, ihre Erinnerungen wachzurufen. Das Thema Demenz wird hier großgeschrieben und sensibel behandelt. Das Leben zwische zwei Kulturen, die Mutter-Tochter-Beziehung und die Familie wird zu einer Spurensuche in die Vergangenheit der Mutter. Aki erkennt, wie wenig sie darüber wusste und bekommt im Laufe des Buches ein Bild ihrer Mutter, wie sie es noch nie gesehen hat. Ein Annäherung, ein Verstehen, eine Aufarbeitung, geschrieben in gefühlvollen Worten. Ein melancholischer Roman volle Kraft und Stärke, der einen direkt mitnimmt und viele Emorionen hervorruft.

  • Kwinsu

    aus Salzburg

    5/5

    25.05.2026

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Die Spuren, die bleiben

    Akis Mutter Keiko ist an Demenz erkrankt. Erst im Zuge dieser Krankheit merkt sie, wie wenig sie eigentlich über deren Leben weiß. Als junge Frau wanderte sie einst von Japan aus und nach Deutschland ein, lernte den Vater kennen und bekam zwei Kinder. Die Ehe klappte nicht und so fristete sie ein arbeitsreiches Leben, ohne viele Spuren zu hinterlassen. Aki möchte nun die Biographie ihrer Mutter erkunden, solange das noch irgendwie möglich ist. So entschließt sie sich, mit Keiko zu ihrer Familie nach Japan zu reisen, eine Reise die größte Herausforderungen - aber auch Erkenntnisse - mit sich bringen. Was für ein tolles Buch ist Yuko Kuhn hier gelungen! Sie schildert sehr eindringlich, wie wenig die Protagonistin doch über ihre eigene Herkunft weiß, wie viel Kultur sie von ihrer Familie mitbekommen hat und wo und wie sie schließlich sie selbst ist - eine ruhige, aber erkenntnisreiche Spurensuche. Das Buch wirkt sehr authentisch und nachvollziehbar, wem ergeht es im Laufe des Lebens nicht auch so, dass sie oder er sich die Frage stellt: wie viel weiß ich eigentlich über meine Eltern? Besonders lebt die Geschichte von den vielen Begegnungen Akis - mit ihrer Mutter und ihrer Verwandtschaft in Deutschland und in Japan. Es sind alles ruhige, aber bewegende Kontakte, die das Lebensbild der Mutter peu á peu zum Vorschein holt - auch wenn es nie vollständig sein wird, schon gar nicht, weil ihr Sein sich langsam verabschiedet. Besonders beeindruckt hat mich die einfühlsame und komplexe Schilderung über die Demenz von Keiko: die Momente der absoluten Verwirrtheit, die für das eigene Kind so schmerzhaft sind, die ständigen, mühsamen Wiederholungen und die tiefe Ergriffenheit, sich mit der Krankheit nicht abfinden zu wollen, sondern die Person zu halten, auch wenn sie Schritt für Schritt verschwindet. Über allem schwelt eine um sich greifende Melancholie, die einem bewusst macht, dass auch das eigene Leben vergänglich ist und es gut tut, sich die Frage zu stellen: welche Spuren möchte ich hinterlassen? Mein Fazit: Onigiri ist ein melancholischer, authentischer Roman über eine bewegende Spurensuche über das Leben der eigenen Mutter im Zeichen einer Krankheit, die die eigene Biografie auszulöschen droht. Ein Lieblingsbuch und eine absolute Leseempfehlung für alle, die ruhige, reflektierte Erzählungen mögen, die nicht ohne Tiefgründigkeit und Komplexität auskommen.

  • Bewertung

    aus Freudenberg

    5/5

    05.01.2026

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    sehr emotional

    Inhaltsangabe Eine deutsch-japanische Familiengeschichte, wie man sie noch nicht gelesen hat. »Zum Heulen schön.« (Doris Dörrie) Als Aki erfährt, dass ihre Großmutter gestorben ist, bucht sie zwei Flüge. Ein letztes Mal will sie ihre Mutter zu ihrer Familie in Japan bringen, auch wenn sie weiß, wie riskant es ist, einen dementen Menschen aus der gewohnten Umgebung zu reißen. Und wirklich hat sie Keiko noch nie so verloren erlebt wie in der ersten Nacht im Hotel. Doch dann sitzen sie beim Essen im alten Elternhaus, und plötzlich spricht sie, die so still geworden ist, fröhlich und klar für sich selbst. Erst auf dieser Reise erkennt Aki in ihrer Mutter die mutige und lebenshungrige Frau, die sie einmal war, bevor sich in Deutschland diese große, für Aki so bedrohliche Müdigkeit über sie legte. Mit sanfter Klarheit lässt Yuko Kuhn die faszinierende Geschichte einer deutsch-japanischen Familie entstehen, die zwischen den Kulturen verloren geht und sich neu findet. Meine Meinung: Dies ist die Geschichte einer deutsch-japanischen Familie und deren daraus entstandenen unterschiedlichen Kulturen.Ich bin mit Aki und deren alten Mutter nach Japan gereist.Dort wurde ich Zeuge von einer Lebensgeschichte die sehr interessant und spannend war.Gefühle und Emotionen hat die Autorin geschickt in die Geschichte eingebaut.Durch die sehr einfühlsame Erzählweise wurde ich förmlich in die Geschichte hinein gezogen.Vieles hat mir sehr beeindruckt und fasziniert.Auch das Cover finde ich sehr ansprechend und es passt perfekt zu dieser Geschichte.Ich vergebe glatte 5 Sterne .

  • Bewertung

    5/5

    20.11.2025

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Warmherzig!

    Ich lese sehr gerne Wohlfühlbücher. Und das ist eines davon! Zuerst muss ich sagen, dass mich das Buch durch das wunderschöne Buchcover gecatcht hat und ich es unbedingt lesen wollte. In dem Buch geht es um Aki, die erfährt, dass ihre Großmutter in Japan gestorben ist. Sie entschließt sich für sie und ihre demente Mutter zwei Flugtickets zu buchen. Ihre Mutter ist jedoch dement, was das ganze Vorhaben erschwert. Jedoch verändert sich das Gemüt ihrer Mutter als sie in Japan in ihrem alten Elternhaus und ihrer alten Heimat ankommen. Die mutige und lebensfrohe Art ihrer Mutter, die sie vor der Demenzerkrankung hatte, kommt zurück. Mich hat das Buch sehr bewegt, da ich selbst Demenz in meiner Familie erlebt habe und ich finde es erfrischend und wunderschön, wie die Autorin davon berichtet. Es wird sehr viel reflektiert und aufrichtig kommuniziert, was Hoffnung und Mut macht. Alles in allem ein wunderschönes Buch, das ich sehr empfehlen kann.

  • Bewertung

    aus Hamburg

    5/5

    21.10.2025

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Verlorenheit

    Im Mittelpunkt von Yuko Kuhns Debütroman steht die Ich-Erzählerin Aki, die mit ihrer 70jährigen dementen Mutter Keiko noch einmal gemeinsam in deren Geburtsort Kobe in Japan reist. Keikos hochbetagte Mutter ist vor einiger Zeit gestorben und Aki hofft, dass die bekannten Orte und der bewusste Abschied Erinnerungen bei Keiko wecken und sie selbst mehr über ihre japanischen Wurzeln herausfindet. Das Unterfangen ist mutig, denn die Beziehung zwischen Aki und Keiko ist weder eng noch frei von Belastungen. Kindheit und Jugend haben Spuren bei Aki und ihrem Bruder Kento bis in deren Erwachsenenleben hinterlassen: Aki wächst in mehrfacher Hinsicht zwischen zwei Kulturen auf. Sie lebt in Deutschland bei ihrer japanischen Mutter, hat aber einen deutschen Vater, der die Familie bereits sehr früh verlassen hat. Beide Eltern sind psychisch belastet, der Vater hat nach einem Suizidversuch einen längeren Psychiatrieaufenthalt hinter sich. Während Keiko den Kindern materiell wenig bieten kann, sind Akis deutsche Großeltern sehr wohlhabend. Die Kinder werden bei ihren Besuchen mit Geschenken überhäuft. Die emotionale Wärme, nach der Aki sich sehnt, bekommt sie in keiner dieser Welten in ausreichendem Maße. Der fragmentarische Erzählstil und die Vielzahl der behandelten Themen erfordern gerade zu Beginn etwas Konzentration. Müsste man einen Oberbegriff für das Hauptthema wählen, dann wäre es wohl die Verlorenheit. Keiko kommt in der freiwillig gewählten deutschen Heimat nicht an. Aber auch in Japan fühlt sie sich mit den starren Regeln nach der zunächst erfahrenen Freiheit in Deutschland nicht mehr heimisch. Sie schätzt die Direktheit der Deutschen, ist aber selbst nicht in der Lage, über ihre Gefühle und Bedürfnisse offen zu sprechen. Aki erinnert sich, dass sie ihre Mutter niemals hat weinen sehen. Auch nach vielen Jahren in Deutschland hat Keiko keine Freunde, weder japanische noch deutsche. Die Esskultur in ihrem Haushalt bleibt strikt japanisch, die Titel gebenden Onigiri stehen symbolisch für weitaus mehr als nur ein Nahrungsmittel. In diesem Fall ist die Bezeichnung Soulfood absolut zutreffend. Die spätere beginnende Demenz und die damit verbundenen Momente der Orientierungslosigkeit sowie die schwindenden Erinnerungen sind wieder eine andere Form der Verlorenheit. Das betrifft nicht nur Keiko selbst, sondern auch die Hilflosigkeit und Überforderung, die Aki empfindet, wenn sie die Veränderungen bei ihrer Mutter wahrnimmt. Auch in Akis Lebensgeschichte spielt die Verlorenheit eine zentrale Rolle. Sie bewegt sich in Deutschland in mehrerer Hinsicht in sehr unterschiedlichen Welten, ist aber nirgendwo richtig Zuhause. Als Jugendliche wünscht sie sich eine „normale“ Mutter, die so ist wie die Mütter ihrer Freundinnen. Gleichzeitig gibt es ein umgekehrtes Mutter-Tochter-Verhältnis, wenn Aki Sorgeaufgaben für ihre Mutter übernimmt, weil diese in Düsternis versinkt. Zuhause lebt Aki auch in guten Phasen der Mutter in der japanischen Kultur, außerhalb aber in der deutschen. Sie möchte dazu gehören, erfährt aber rassistische Ausgrenzung. Die Reise mit ihrer Mutter nach Kobe ist für Aki auch deshalb wichtig, weil sie mehr über ihre eigene Familiengeschichte und ihre japanischen Wurzeln erfahren muss. Am Ende ist zwar nicht alles gut, aber der Blick auf Vergangenheit und Gegenwart ist ein bisschen versöhnlicher geworden. Ein sehr lesenswerter Roman!

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Unsere Meinungen

  • Zum Bewerterprofil von Simone Büchner

    Simone Büchner

    Thalia Coburg

    Buchhändler*in

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    5/5

    23.07.2025

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Erinnerungen

    Diese Geschichte einer innigen, nicht problemlosen Mutter Tochter Beziehung habe ich als wunderbar eingängiges Hörbuch genossen. Aki reist ein letztes Mal mit ihrer dementen und still gewordenen Mutter Keiko in die Heimat Japan. Dort blüht sie auf, ist wieder sie selbst, der Tochter ist vergönnt sie noch einmal neu zu erleben, sie mit anderen Augen zu sehen. Keiko verließ in den 1970er Jahren Japan, lebte ihr Leben in Berlin weiter, Aki und ihr Bruder wurden geboren. Die Themen sind vielfältig, Kultur in den grundverschiedenen Ländern, familiäre Belastungen, flüchtiges Glück, Leben mit Brüchen. Die Autorin schrieb auf, welche Erinnerungen ihr in den Sinn kamen. Diese Art des Erzählens gefällt mir gut. Ein emotionaler und warmherziger Roman.
  • Zum Bewerterprofil von V. Blos

    V. Blos

    Thalia Erlangen – Erlangen Arcaden

    Buchhändler*in

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    4/5

    17.10.2025

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Ein Leben zwischen den Kulturen

    Wirklich wunderbar beschreibt die Autorin das Aufwachsen eines Mädchens mit deutsch-japanischen Wurzeln. Wie ist es, in keine der beiden Welten vollkommen hineinzupassen? Und schließlich die gemeinsame Reise mit der dementen Mutter nach Japan zu Familie und Kindheitserinnerungen. Das hat mich sehr angerührt. Toll!
  • Zum Bewerterprofil von Milehi Kiatkoh

    Milehi Kiatkoh

    Thalia Nürnberg

    Buchhändler*in

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    4/5

    29.09.2025

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Reisbällchen für die Seele

    Yuko Kuhn beschreibt mit leisen Tönen das Leben zwischen zwei Welten: der deutschen und der japanischen. Als ihre Großmutter stirbt, macht sich Aki mit ihrer Mutter auf nach Japan und erlebt dort eine fröhliche Frau, die in Deutschland mit Demenz zu kämpfen hat, aber in der Heimat aufblüht und sehr klare Momente hat. Ein zartes und berührendes Buch über Familie und die heilende Kraft von Onigiri.
  • Zum Bewerterprofil von Kevin Beckmann

    Kevin Beckmann

    Thalia Mayersche Wuppertal-Barmen

    Buchhändler*in

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    4/5

    11.08.2025

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Ein kleines Juwel

    Ein schöner, kleiner Roman, der mit einer ruhigen Sprache das Aufwachsen in zwei Welten beschreibt. Kuhn schafft es wirklich grandios eine melancholische, aber nie deprimierende Stimmung aufzubauen, deren Kern die sehr gefühlvoll beschriebene Mutter-Tochter Beziehung ist.
  • Zum Bewerterprofil von Isabel Schlachter

    Isabel Schlachter

    Thalia Mayersche Köln – Neumarkt

    Buchhändler*in

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    4/5

    08.08.2025

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Asien Mood Food

    Was Familie ausmacht bringt Yuko Kuhn uns so nah wie den Geschmack unseres Lieblingsessens aus der Kindheit. Wunderbar wie Sprache einfach beschreiben kann und gleichzeitig berührend und schön Emotionen einfängt. Aki unternimmt mit ihrer unter Demenz leidenden Mutter eine Reise zur Familie und somit auch in die Vergangenheit nach Japan. Tut sie sich und Keiko damit wirklich einen Gefallen? Unausgesprochenes und Wiederentdecktes trifft auf Tröstendes. Tröstlich ist dabei auch immer wieder gemeinsames Essen, und Geschmack weckt Erinnerung und Verbindung. Zukunft, Gegenwart und Vergangenheit verschwimmen und so sind auch die jeweiligen Kapitel wunderbar ineinander fließend. Für mich ein sehr besonderes Buch!

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