Produktbild: Wachs

Wachs

Aus der Reihe detebe
32

15,00 €

inkl. gesetzl. MwSt., Versandkostenfrei


Beschreibung

Produktdetails

Verkaufsrang

7726

Einband

Taschenbuch

Erscheinungsdatum

22.07.2026

Verlag

Diogenes Verlag AG

Seitenzahl

224

Maße (L/B/H)

18,2/11,5/2 cm

Gewicht

193 g

Farbe

Elfenbein / Anthrazit

Auflage

4

Sprache

Deutsch

ISBN

978-3-257-24854-8

Beschreibung

Produktdetails

Verkaufsrang

7726

Einband

Taschenbuch

Erscheinungsdatum

22.07.2026

Verlag

Diogenes Verlag AG

Seitenzahl

224

Maße (L/B/H)

18,2/11,5/2 cm

Gewicht

193 g

Farbe

Elfenbein / Anthrazit

Auflage

4

Sprache

Deutsch

ISBN

978-3-257-24854-8

EU-Ansprechpartner

truepages UG (haftungsbeschränkt)
Westermühlstrasse 29
80469 München
DE
info@truepages.de

Herstelleradresse

Diogenes Verlag AG
Sprecherstrasse 8
8032 Zürich
CH
info@diogenes.ch

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  • darkola77

    Thalia Book Circle Community

    5/5

    01.09.2026

    Buch (Taschenbuch)

    Wie Wachs in ihren Händen

    Dieser Roman hat mir den Kopf verdreht! So wie Marie Madeleine. Und Madeleine Marie. Und wie die beiden schon nach den ersten Begegnungen wussten, diese Faszination füreinander, diese Spannung und Gefühle sind so unverwechselbar wie einzigartig, so ging es mir mit ihrer Geschichte. Denn was ich mit „Wachs“ gefunden habe, ist ungewöhnlich. Ungewöhnlich intensiv. Ungewöhnlich in Witz und Charme. Und ungewöhnlich in den beiden Hauptfiguren. Sich ihrer selbst bewusst und von hohem Selbstbewusstsein und Selbstvertrauen – das ist es, was Marie und Madeleine für mich auszeichnet. Und die Geschichte zu einer Reise durch die Zeit und in das Wesen zweier Frauen macht, die füreinander bestimmt zu sein scheinen. Und die Männer in ihren Leben in Nebenrollen verbannen. Oftmals belustigend, neurotisch oder tölpelhaft in ihren Auftritten, dabei doch immer liebenswert. Und die Marie und Madeleine in ihrer jeweils ganz eigenen Genialität und Charakterstärke und -reife zusätzlich betonen, da von ihnen abgrenzend sind. Und ja, die beiden Frauen sind so genial wie besonders. Und ergänzen sich in all ihren Unterschiedlichkeiten. Madeleine, die Pflanzenmalerin, die ihre Objekte seziert, freilegt und dann doch aufs Papier bannt. Und Marie, die schon als Kind eine alles beherrschende Faszination für Leichen entwickelt, ihnen unter die Haut schaut und greift, das menschliche Innere ans Tageslicht befördert. Und dieses in späteren Jahren aus Wachs knetet und formt und der Außenwelt zugänglich macht. Ihre Liebe füreinander überdauert die Jahrzehnte, Macht und Politik und die Auswüchse einer Zeit, in der Sicherheit und Beständigkeit zunehmend schwinden. Mit Marie und Madeleine reise ich durch die Geschichte, die ihre gemeinsame ist, und schnell, schnell durch Zeilen und Seiten. Denn ich mag den Roman gar nicht absetzen, möchte genießen in einem langen Atemzug. Und zwar eine Autorin, die gerade erst prämiert mit dem begehrten Büchner-Preis, ein Werk von außergewöhnlicher Schönheit und überbordender Fantasie und Einfallsreichtum geschaffen hat.

  • Marielle_liest

    5/5

    19.08.2026

    Buch (Taschenbuch)

    Starke Frauen

    Marie braucht Leichen. Sie will nämlich der beste Anatom von Paris werden - gendern findet sie nicht nötig, denn sie will auch besser sein als alle Männer auf diesem Gebiet. Madeleine hat als Zeichnerin der Botanik bereits alles erreicht. Sie zeichnet im Jardin du Roi, im Königlichen Garten, und hat die männliche Konkurrenz längst hinter sich gelassen. Wir begleiten die beiden Frauen vom Anfang des 18. Jahrhunderts bis mitten in die Französische Revolution auf ihrem Lebensweg. Die beiden Frauen Marie Marguerite Bihéron und Madeleine Françoise Basseporte erwachen in diesem historischen Roman zum Leben. Sie führen eine queere Liebesbeziehung und sind ihrer Zeit weit voraus. Ich finde es grandios, dass es einen wahren Hintergrund dieser Geschichte gibt. Und auch wenn die Autorin angibt, dass große Teile erfunden sind, macht es mir beim Lesen eine riesige Freude, zu spekulieren, was vielleicht doch auf diese oder jene Weise passiert sein könnte. Der Sprachstil ist passend zum zeitlichen Bezug gewählt und wunderbar morbide. Auch das französische Flair im Zeitalter der Aufklärung sowie die stark beschriebenen Sinneseindrücke geben mir „Das Parfum“-Vibes - was ebenfalls Anfang des 18. Jahrhunderts spielt. Christine Wunnicke würzt alles noch mit subtilem Humor und unbeirrbarem Feminismus. Ich finde zudem, dass Maries Zieh-Enkel Edmé die Handlung sehr bereichert. Über ihn musste ich immer wieder schmunzeln und er hat mich an mehreren Stellen überrascht. Da ist die Bezeichnung „Nichtsnutz“ auf dem Klappentext doch ein bisschen fies. Die Kapitel springen kreuz und quer durchs 18. Jahrhundert, lassen sich aber nach ein paar Absätzen durch Jahreszahlen oder geschichtliche Ereignisse schnell zuordnen. Ingesamt bin ich rundum begeistert. Ich könnte mir den Roman durch seine so aktuellen Themen und seinen gleichzeitig historischen Hintergrund ganz prima auch im Deutschunterricht vorstellen. Habe ich so gern gelesen und werde es im Regel neben „Das Parfum“ stellen.

  • Eva

    5/5

    17.08.2026

    Buch (Taschenbuch)

    Widerstand durch Wissenschaft

    Am 24. Oktober wird Christine Wunnicke der von der Deutschen Akademie für Sprache und Dichtung ausgelobte Georg-Büchner-Preis 2026 verliehen. Wie passend, dass Judith Schalansky die Laudatio halten wird. 2025 landete der Titel auf der Shortlist des Deutschen Buchpreises. Im Juli erschien ihr Roman Wachs als Taschenbuch im @diogenes_verlag. Christine Wunnicke nähert sich in Wachs einer großen Liebe, den Geheimnissen des Körpers, den Grundlagen der zeitgenössischen Naturwissenschaft und widerspricht höchst vergnüglich jeglichen Narrativen, die Frauen bis heute von den konservativen Teilen der Gesellschaft zugeschrieben werden. Die Tochter eines Apothekers sucht nach einer Leiche. Sie will daran üben, die beste Anatomin zu werden - und in die französische Geschichte einzugehen. Marie Marguerite Bihéron wird tatsächlich Weltruhm erlangen. Sie wird Zeichnerin und Bildnerin von anatomischen Wachspräparaten. Ihr detailliertes und naturgetreues Modell einer schwangeren Frau und eines Fötus waren weltbewegend. Madeleine Bassport widmet sich der Forschung zur Anatomie von Blumen. Sie sind einfach umgänglicher als Männer. Madeleine und Marie leben in einer Zeit, in der Frauen nicht als Denkende Individuen akzeptiert sind. Beide schaffen sich ihr Forschungsfeld selbst, um zu lernen, zu lehren und zu lieben. Wachs ist ein epischer, komplexer historischer Roman auf 200 Seiten. Er erzählt die Liebesgeschichte zweier Frauen, die sich nicht für die Meinungen der anderen interessieren. Er ist ein Plädoyer für das Denken abseits der Norm, glänzt durch das Skurrile, Makabre und Absurde und hält den Finger auf die Tragik der ungerechten Ungleichheit der Geschlechter. Christine Wunnicke erfindet eine eigene Tonalität, die ebenso an den Grundfesten der erprobten Semantik rüttelt wie ihre Protagonistinnen an den Glaubenssätzen der männlich geprägten Wissenschaft. Humorvoll, geistreich und höchst anspruchsvoll zeigt dieser Text, was Literatur vermag: Gesellschaft spiegeln und sie gleichzeitig gestalten. Was für eine Freude, dieses grandiose Werk im Programm des Diogenes Verlags zu sehen.

  • Bewertung

    4/5

    26.08.2026

    Buch (Taschenbuch)

    Eine Geschichte über Wissenschaft, Neugier, Liebe und zwei Frauen

    Schon die ersten Seiten von „Wachs“ , geschrieben von Christine Wunnicke und im Juli 2026 im Diogenes Verlag erschienen, haben mich sofort abgeholt. Ich fand es unglaublich spannend, in diese ungewöhnliche Welt des 18. Jahrhunderts einzutauchen und dabei zwei Frauen kennenzulernen, die sich nicht einfach mit den Grenzen ihrer Zeit zufriedengeben. Besonders Marie und Madeleine haben mich beeindruckt: ihre Neugier, ihr Wissensdurst und vor allem ihr Wille, ihren eigenen Weg zu gehen. Ich lese sehr gerne über starke Frauen, die sich ihre Selbstbestimmung erkämpfen, und genau das hat mir an diesem Buch besonders gut gefallen. Auch sprachlich ist „Wachs“ für mich etwas Besonderes. Christine Wunnicke schreibt deutlich und gleichzeitig sehr atmosphärisch. Manchmal musste ich einen Satz zweimal lesen, aber gerade diese besondere Sprache hat für mich den Reiz des Buches ausgemacht. Insgesamt fand ich „Wachs“ wirklich spannend und außergewöhnlich. Eine Geschichte über Wissenschaft, Neugier, Liebe und zwei Frauen, die sich von den Vorstellungen ihrer Zeit nicht davon abhalten lassen, ihren eigenen Interessen zu folgen. Ein Buch, das bei mir vor allem durch seine ungewöhnlichen Figuren und seine besondere Sprache hängen geblieben ist. Vielen lieben Dank an den Diogenes Verlag, für die tollen Lesestunden, die ihr mir mit diesem Buch beschert habt.

  • Alrik Gerlach

    Thalia Book Circle Community

    4/5

    08.08.2026

    Buch (Taschenbuch)

    Zwei außergewöhnliche Frauen zwischen Wachs und Blüten

    Zwischen Wachsmodellen, Blütenblättern und den engen Grenzen des 18. Jahrhunderts entfaltet Christine Wunnicke eine Geschichte, die herrlich eigenwillig und überraschend modern wirkt. Marie Biheron hat mich sofort fasziniert. Während andere beim Gedanken an Leichen vermutlich fliehen würden, möchte sie verstehen, erforschen und nachbilden. Madeleine Basseporte dagegen widmet ihre Aufmerksamkeit lieber den Blumen als den Menschen. Zwei Frauen, die sich auf ganz unterschiedliche Weise ihren Platz in einer Welt erkämpfen, die für kluge und unabhängige Frauen nur wenig Raum vorgesehen hat. Besonders gefallen haben mir der feine Humor und die beiläufige Schärfe, mit der Wunnicke ihre Figuren betrachtet. Immer wieder musste ich schmunzeln, während gleichzeitig deutlich wird, wie außergewöhnlich das Leben dieser Frauen tatsächlich war. Manchmal hätte ich mir allerdings gewünscht, näher bei Marie und Madeleine bleiben zu dürfen. Die Zeitsprünge und die episodische Erzählweise schaffen Distanz, wo ich gerne noch mehr Gefühl gespürt hätte. Trotzdem ist Wachs ein ungewöhnlicher, kluger und wunderbar eigensinniger historischer Roman, der mich vor allem mit seinen beiden außergewöhnlichen Frauenfiguren lange beschäftigen wird.

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Bewertungen (32)

Unsere Meinungen

  • Zum Bewerterprofil von Lukas Becker

    Lukas Becker

    Thalia Köln-Braunsfeld

    Buchhändler*in

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    5/5

    25.08.2026

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Wachs - Ein kleines, literarisches Juwel

    "Wachs" ist ein literarisches Meisterwerk, das mich von der ersten Seite an in seinen Bann gezogen hat. Der Georg-Büchner-Preis 2026 ist für Christine Wunnicke absolut verdient. Die Geschichte zweier außergewöhnlicher Frauen im vorrevolutionären Paris — Marie Biheron, die Leichen seziert und ihre Erkenntnisse in faszinierenden Wachsfiguren verewigt, und Madeleine Basseporte, die sich ganz der botanischen Illustration verschreibt — ist nicht nur historisch fesselnd, sondern auch emotional tiefgreifend. Wunnicke erzählt von zwei Frauen, die sich allen Widerständen zum Trotz ihren Platz in einer Männerwelt erkämpfen und dabei zueinander finden. Was diesen Roman besonders macht, ist Wunnickes eigenwillige, präzise Sprache. Sie schreibt mit einer fast nüchternen Eleganz, die dennoch mitreißend wirkt. Die Dialoge sind witzig und lebendig, die Charakterzeichnungen skurril und authentisch zugleich. Man spürt die Leidenschaft beider Frauen für ihre Arbeit, ihre gegenseitige Unterstützung und die stille Hoffnung, die durch ihre Lebensgeschichten scheint. Das Buch ist kurz, aber dicht — jede Seite zählt. Wunnicke schafft es, komplexe historische Themen mit literarischer Brillanz zu verweben. "Wachs" ist ein Roman, den man umarmen möchte und den viel mehr Menschen lesen sollten.
  • Zum Bewerterprofil von Nathalie Jánosházi

    Nathalie Jánosházi

    Thalia Chemnitz – Sachsen-Allee

    Buchhändler*in

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    5/5

    04.11.2025

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Historisch inspiriertes literarisches Kleinod

    Christine Wunnicke erzählt in "Wachs" die Lebensgeschichte zweier Frauen, die sich im vorrevolutionären Paris allen Widerständen zum Trotz einen Namen machen. Sprachlich herausragend, teils etwas skurril anmutend und von mitreißender Eigenwilligkeit, wie sie auch sämtlichen Charakteren innewohnt.
  • Zum Bewerterprofil von Ingbert Edenhofer

    Ingbert Edenhofer

    Thalia Mayersche Bottrop

    Buchhändler*in

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    5/5

    18.09.2025

    eBook (ePUB 3)

    Eigenwilliger Roman über eine eigenwillige Frau

    Obwohl Christine Wunnicke ein recht großes Werk hat, ist "Wachs" erst das zweite Noch von ihr, das ich gelesen habe. Ja, ich fand "Die Dame mit der bemalten Hand" spektakulärer, aber auch "Wachs" ist beeindruckend. Die Protagonistin Marie Biheron ist eine historische Figur, von der ich aber noch nie gehört hatte. Das ist aber auch nicht notwendig, um den Roman wertzuschätzen. Sie ist interessiert am Aufbau des Körpers und schafft es, als Anatomin durchs Leben zu gehen. Ihr ausgeprägter Eigensinn wird unterstützt durch die Struktur des Romans, der Chronologie immer wieder durchbricht und es den Leser*innen überlässt, den Überblick zu behalten. Natürlich ist der Tod bei Maries Forschungen ein notwendiger Verbündeter, und passenderweise hält Wunnicke die ein oder andere beeindruckende Sterbeszene bereit, von denen es eine auf meine immerwährende Liste der eindrucksvollsten literarischen Rufe geschafft hat. Ganz schön mitreißend!
  • Zum Bewerterprofil von J. Ganser

    J. Ganser

    Thalia Augsburg

    Buchhändler*in

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    5/5

    28.03.2025

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Was für eine Großartigkeit von einem Buch!

    Zwischen Tugendzertifikaten und Affenbildern begleiten wir zwei außergewöhnliche Frauen im vorrevolutionären Paris, begegnen Größen wie Diderot und Marquise de Pompadour und sind bei den ersten Schritten der Emanzipation dabei. Was Christine Wunnicke hier geschaffen hat ist einfach nur phantastisch!
  • Zum Bewerterprofil von Lilli Hertwig

    Lilli Hertwig

    Thalia Halle

    Buchhändler*in

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    4/5

    09.04.2026

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Großartig!

    Diese Geschichte hat mich überrascht! Ich bin ohne große Vorgedanken eingestiegen und konnte nicht glauben wie sehr mich die Lebenswege von Marie und Madeleine in ihren Bann gezogen haben. Großartig literarisch, ruhig und mitreißend. Große Leseempfehlung!

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