Produktbild: Wachs
Neu

Wachs

Aus der Reihe detebe
Gesprochen von
28

17,19 €

inkl. gesetzl. MwSt., Versandkostenfrei


Beschreibung

Produktdetails

Family Sharing

Ja

Verkaufsrang

4497

Gesprochen von

Vera Bommer

Spieldauer

4 Stunden und 53 Minuten

Abo-Fähigkeit

Nein

Erscheinungsdatum

22.07.2026

Hörtyp

Lesung

Fassung

ungekürzt

Medium

MP3

Anzahl Dateien

11

Verlag

Diogenes Verlag

Sprache

Deutsch

EAN

9783257696776

Beschreibung

Produktdetails

Family Sharing

Ja

Mit Family Sharing können Sie Hörbücher innerhalb Ihrer Familie (max. sechs Mitglieder im gleichen Haushalt) teilen. Sie entscheiden selbst, welches Hörbuch Sie mit welchem Familienmitglied teilen möchten. Auch das parallele Hören durch verschiedene Familienmitglieder ist durch Family Sharing möglich. Um Hörbücher zu teilen oder geteilt zu bekommen, muss jedes Familienmitglied ein Konto bei einem tolino-Buchhändler haben.

Verkaufsrang

4497

Gesprochen von

Vera Bommer

Spieldauer

4 Stunden und 53 Minuten

Abo-Fähigkeit

Nein

Erscheinungsdatum

22.07.2026

Hörtyp

Lesung

Fassung

ungekürzt

Medium

MP3

Anzahl Dateien

11

Verlag

Diogenes Verlag

Sprache

Deutsch

EAN

9783257696776

Kundinnen und Kunden meinen

Informationen zu Bewertungen

Zur Abgabe einer Bewertung ist eine Anmeldung im Konto notwendig. Die Authentizität der Bewertungen wird von uns nicht überprüft. Wir behalten uns vor, Bewertungstexte, die unseren Richtlinien widersprechen, entsprechend zu kürzen oder zu löschen.

Die Bewertungen sind nach Format, Anzahl Sterne und Datum sortiert.

  • Eva

    5/5

    17.08.2026

    Buch (Taschenbuch)

    Widerstand durch Wissenschaft

    Am 24. Oktober wird Christine Wunnicke der von der Deutschen Akademie für Sprache und Dichtung ausgelobte Georg-Büchner-Preis 2026 verliehen. Wie passend, dass Judith Schalansky die Laudatio halten wird. 2025 landete der Titel auf der Shortlist des Deutschen Buchpreises. Im Juli erschien ihr Roman Wachs als Taschenbuch im @diogenes_verlag. Christine Wunnicke nähert sich in Wachs einer großen Liebe, den Geheimnissen des Körpers, den Grundlagen der zeitgenössischen Naturwissenschaft und widerspricht höchst vergnüglich jeglichen Narrativen, die Frauen bis heute von den konservativen Teilen der Gesellschaft zugeschrieben werden. Die Tochter eines Apothekers sucht nach einer Leiche. Sie will daran üben, die beste Anatomin zu werden - und in die französische Geschichte einzugehen. Marie Marguerite Bihéron wird tatsächlich Weltruhm erlangen. Sie wird Zeichnerin und Bildnerin von anatomischen Wachspräparaten. Ihr detailliertes und naturgetreues Modell einer schwangeren Frau und eines Fötus waren weltbewegend. Madeleine Bassport widmet sich der Forschung zur Anatomie von Blumen. Sie sind einfach umgänglicher als Männer. Madeleine und Marie leben in einer Zeit, in der Frauen nicht als Denkende Individuen akzeptiert sind. Beide schaffen sich ihr Forschungsfeld selbst, um zu lernen, zu lehren und zu lieben. Wachs ist ein epischer, komplexer historischer Roman auf 200 Seiten. Er erzählt die Liebesgeschichte zweier Frauen, die sich nicht für die Meinungen der anderen interessieren. Er ist ein Plädoyer für das Denken abseits der Norm, glänzt durch das Skurrile, Makabre und Absurde und hält den Finger auf die Tragik der ungerechten Ungleichheit der Geschlechter. Christine Wunnicke erfindet eine eigene Tonalität, die ebenso an den Grundfesten der erprobten Semantik rüttelt wie ihre Protagonistinnen an den Glaubenssätzen der männlich geprägten Wissenschaft. Humorvoll, geistreich und höchst anspruchsvoll zeigt dieser Text, was Literatur vermag: Gesellschaft spiegeln und sie gleichzeitig gestalten. Was für eine Freude, dieses grandiose Werk im Programm des Diogenes Verlags zu sehen.

  • Bewertung

    5/5

    26.05.2026

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Großartige Unterhaltung

    Paris im Jahre 1733 Marie Biheron, die 14-jährige Tochter des Apothekers hegt den großen Wunsch, die Anatomie zu studieren und wünscht sich sehnlichst eine Leiche. Tatsächlich gelingt es ihr ihre wissenschaftlichen Studien vorzunehmen und ihre Erkenntnisse weiterzugeben. Dazu erstellt sie Wachsmodelle des Körpers und seiner Organe. Marie geht in die Zeichenschule von Madeleine Basseport, die die Pflanzenzeichnerin im Jardin du Roi ist. „Madeleine Basseporte war eine hochgewachsene Schönheit, von einer solchen Gattung und Art, dass sie Gegaffe, Gerede, Geseufze auf sich zog und im schlimmsten Fall auch Gefechte, (…)“ Die beiden Frauen werden ein Paar, leben ihr Leben gegen jede gesellschaftliche Norm, beide sind klug und selbstbewusst, forschen, die eine zeichnet und erfasst die Pflanzen, die andere die Anatomie der Menschen. Und während die beiden Frauen die Welt systematisch erfassen, zerfällt der Rest um sie. Die 73- jährige Marie erlebt den Beginn der neuen Republik, sie war 4 1/2 Jahre bettlägerig, rappelt sich wieder auf, versteht jedoch die Welt nicht mehr. In der Sprache einer Chronistin zieht uns die Autorin in die Welt des 18. Jahrhunderts, mitten ins Geschehen in das Leben dieser ungewöhnlichen Frauen aber auch den gesellschaftlichen Umbrüchen und Tumulten der Zeit. Voller Phantasie und Poesie, entfaltet die Autorin ihre Erzählkunst, schildert skurrile Situationen, alles mit großartigem Feinsinn und Humor beobachtet. Männer erscheinen in unwichtigen Nebenrollen, und wenn, dann sind sie schwach, auch Diderot, der große Denker der Revolution kommt nicht gut davon. Saint-Pierre mit seinem Roman „Paul und Virginie“ wird verrissen. Kluge und witzige Dialoge zeigen die Intelligenz dieser beiden Frauen, die ihre Rolle in einer männerdominierten wissenschaftlichen Welt fordern. Ein sprachliches Feuerwerk mit historischen Bezügen und doch neu zusammengefügt. Ein Buch, das ich in einem Zug gelesen habe. Unbedingte Leseempfehlung Berenberg 2025

  • Bewertung

    Book Circle Community

    5/5

    05.12.2025

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Zwischen Wachs und Blüten: Wissen und Verlangen

    Marie Biheron und Madeleine Basseporte hat es wirklich gegeben, auch wenn wir heute kaum mehr etwas über ihr Leben wissen – eben weil sie „nur“ Frauen waren. Christine Wunnicke folgt den historischen Spuren, aber sie dichtet natürlich auch hinzu und schafft damit ein eigenwilliges, schillerndes Bild zweier Frauen, die sich für Wissenschaft und Kunst entschieden haben und, trotz aller Widerstände, ein Leben lang miteinander verbunden blieben. Wer eine lineare, leicht zugängliche Erzählung erwartet, wird vermutlich enttäuscht sein. Wunnicke erzählt sprunghaft, wechselt zwischen Szenen vor und nach der Französischen Revolution, ohne dass die Stränge klar miteinander verknüpft sind. Manchmal beginnt ein Kapitel scheinbar aus dem Nichts, und man muss sich wie auf neuem Terrain erst zurechtfinden. Dazu kommt die Fülle an wissenschaftlichen, lateinischen und veralteten Wörtern. Man kann sie ignorieren oder nachschlagen – in jedem Fall hemmen sie den Lesefluss. Aber vielleicht ist genau das beabsichtigt: Es geht hier nicht um eine Geschichte, die „von A nach B“ verläuft, sondern um Literatur als Erfahrung. Sprünge, Brüche, Leerstellen – all das zwingt dazu, immer wieder neu einzutauchen, immer wieder anders zu lesen. Für manche mag das mühsam sein, für mich war es die eigentliche Faszination. Besonders beeindruckt hat mich eine Szene, in der die beiden Frauen zum ersten Mal intim werden. Wunnicke schreibt das ohne platt zu werden, ohne je das Wort „Sexualität“ in den Mund zu nehmen – und doch ist alles geladen mit Andeutungen, Bildern, einer fast mystischen Erotik. Ich erinnere mich nicht, je etwas Vergleichbares gelesen zu haben. Die Sprache insgesamt ist poetisch und literarisch, zugleich unterhaltsam, oft auch humorvoll. Gerade diese Mischung aus Ernst und Witz, aus Anatomie und Andacht, aus Politik und Intimität macht das Buch so besonders. Wachs ist kein Buch zum bloßen Konsumieren. Es ist eine Herausforderung – und gerade deshalb lohnend. Weitere Rezensionen auf Deutsch findest du auf meinem Goodreads- und LovelyBooks-Profil.

  • musicartsandbooks

    5/5

    09.09.2025

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Zwei bemerkenswerte Frauenleben

    Zwei historische Figuren erwachen hier zum Leben - und wie! Christine Wunnicke entführt uns ins Frankreich des 18 Jahrhunderts, das Jahrhundert der französischen Revolution. Die Apothekerstochter Marie Biheron, die schon als junges Mädchen Leichen seziert, um anatomische Wachsmodelle zu bilden und die deutlich ältere Madeleine Basseporte, botanische Zeichnerin und Maries Lehrerin verlieben sich ineinander und werden ein Paar. Und von der Verbundenheit dieser beiden konträren und sich zugleich perfekt ergänzenden Frauen erzählt die Geschichte in chronologisch wechselnden Kapiteln. Wir erfahren viel über das Leben Maries und Madeleines und ihrer künstlerischen und wissenschaftlichen Tätigkeiten immer im Angesicht einer vollends männlich dominierten Gesellschaft und vor dem Hintergrund dieses Tod en masse bringenden 18.Jahrhunderts. Für diesen Roman braucht es trotz seines relativ geringen Umfangs eine gewisse Konzentration, denn der Text ist durchaus anspruchsvoll, belässt es manchmal nur in hingetupften Andeutungen, erzeugt dadurch von der ersten Seite an eine wahnsinnig intensive Atmosphäre und macht Lust, ihn immer weiter und weiter zu inhalieren. Ich liebe es, wenn die Erzählsprache zur Zeit des Geschehens passt und finde es besonders wertvoll, wenn alte Begriffe und Wörter gepflegt werden, und genau das bietet dieser Roman. "Wachs" ist ein schmaler Band, er ist aber umso gehaltvoller, erzählt eine wunderschöne Geschichte in grausiger Zeit, und er steht völlig zu Recht auf der Longlist des diesjährigen Deutschen Buchpreises.

  • yellowdog

    5/5

    31.08.2025

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Elegant und raffiniert

    Manchmal gibt es Bücher, die haben so einen tollen Anfang, das man sie nicht vergisst. Wunnickes Wachs gehört dazu. Das erste Kapitel ist grandios geschrieben und hat einen Witz, der zugleich auch dazu dient, die eindrucksvolle Hauptfigur vorzustellen. Marie Biheron, die in Frankreich des 18.Jahrhunderts lebte. Sie war Künstlerin und machte anatomische Wachsmodellation. Mit der Blumenmalerin Madeleine Basseport kommt eine weitere wunderbare Figur hinzu. Erst war sie Maries Zeichenlehrerin, dann hatten sie eine lang andauernde Beziehung. Es gibt eine zweite Zeitebene, in der der junge Edmé sich um die inzwischen alte Marie kümmert. Auch das ist eine enge Beziehung. Christine Wunnicke, die schon lange ein literarischer Geheimtipp ist, gestaltet ihr Buch stilistisch sehr elegant. Ihre Sprache ist raffiniert.

Kundinnen und Kunden meinen

5

10

4

8

3

8

2

1

1

1

Bewertungen (28)

Unsere Meinungen

  • Zum Bewerterprofil von Nathalie Jánosházi

    Nathalie Jánosházi

    Thalia Chemnitz – Sachsen-Allee

    Buchhändler*in

    Es ist ein Problem aufgetreten. Bitte laden Sie die Seite neu und versuchen es noch einmal.

    5/5

    04.11.2025

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Historisch inspiriertes literarisches Kleinod

    Christine Wunnicke erzählt in "Wachs" die Lebensgeschichte zweier Frauen, die sich im vorrevolutionären Paris allen Widerständen zum Trotz einen Namen machen. Sprachlich herausragend, teils etwas skurril anmutend und von mitreißender Eigenwilligkeit, wie sie auch sämtlichen Charakteren innewohnt.
  • Zum Bewerterprofil von Ingbert Edenhofer

    Ingbert Edenhofer

    Thalia Mayersche Bottrop

    Buchhändler*in

    Es ist ein Problem aufgetreten. Bitte laden Sie die Seite neu und versuchen es noch einmal.

    5/5

    18.09.2025

    eBook (ePUB 3)

    Eigenwilliger Roman über eine eigenwillige Frau

    Obwohl Christine Wunnicke ein recht großes Werk hat, ist "Wachs" erst das zweite Noch von ihr, das ich gelesen habe. Ja, ich fand "Die Dame mit der bemalten Hand" spektakulärer, aber auch "Wachs" ist beeindruckend. Die Protagonistin Marie Biheron ist eine historische Figur, von der ich aber noch nie gehört hatte. Das ist aber auch nicht notwendig, um den Roman wertzuschätzen. Sie ist interessiert am Aufbau des Körpers und schafft es, als Anatomin durchs Leben zu gehen. Ihr ausgeprägter Eigensinn wird unterstützt durch die Struktur des Romans, der Chronologie immer wieder durchbricht und es den Leser*innen überlässt, den Überblick zu behalten. Natürlich ist der Tod bei Maries Forschungen ein notwendiger Verbündeter, und passenderweise hält Wunnicke die ein oder andere beeindruckende Sterbeszene bereit, von denen es eine auf meine immerwährende Liste der eindrucksvollsten literarischen Rufe geschafft hat. Ganz schön mitreißend!
  • Zum Bewerterprofil von J. Ganser

    J. Ganser

    Thalia Augsburg

    Buchhändler*in

    Es ist ein Problem aufgetreten. Bitte laden Sie die Seite neu und versuchen es noch einmal.

    5/5

    28.03.2025

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Was für eine Großartigkeit von einem Buch!

    Zwischen Tugendzertifikaten und Affenbildern begleiten wir zwei außergewöhnliche Frauen im vorrevolutionären Paris, begegnen Größen wie Diderot und Marquise de Pompadour und sind bei den ersten Schritten der Emanzipation dabei. Was Christine Wunnicke hier geschaffen hat ist einfach nur phantastisch!
  • Zum Bewerterprofil von Lilli Hertwig

    Lilli Hertwig

    Thalia Halle

    Buchhändler*in

    Es ist ein Problem aufgetreten. Bitte laden Sie die Seite neu und versuchen es noch einmal.

    4/5

    09.04.2026

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Großartig!

    Diese Geschichte hat mich überrascht! Ich bin ohne große Vorgedanken eingestiegen und konnte nicht glauben wie sehr mich die Lebenswege von Marie und Madeleine in ihren Bann gezogen haben. Großartig literarisch, ruhig und mitreißend. Große Leseempfehlung!
  • Zum Bewerterprofil von Kevin Beckmann

    Kevin Beckmann

    Thalia Mayersche Wuppertal-Barmen

    Buchhändler*in

    Es ist ein Problem aufgetreten. Bitte laden Sie die Seite neu und versuchen es noch einmal.

    4/5

    29.09.2025

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Ein echtes Juwel

    Es wundert nicht, dass es Christine Wunnickes neuer Roman erneut auf die Shortlist des Buchpreises geschafft hat. Sprachlich und handwerklich ist das hier allererste Klasse, denn vieles muss man zwischen den Zeilen herauslesen und selbst erschließen. Dass dies dennoch funktioniert spricht für die Klasse der Autorin, die auf so wenigen Seiten so viel zu sagen hat. Ein ruhiger Roman, der trotz der leisen Töne unglaublich beeindruckt.

Unsere Meinungen

Bewertungen (7)

Weitere Artikel finden Sie in

  • Produktbild: Wachs