Eine starke Frau aus den Fjorden, die sich gegen alle Stürme lehnt!An der rauen norwegischen Westküste hat die Schifferin Kristiane ein gutes Leben für sich und ihre Familie erkämpft. Sie wünscht sich, dass ihr Sohn Anders die Familientradition bewahrt und Schiffslotse wird. Doch Anders hat eigene Träume, er möchte dem Ruf der Musik folgen. Als Kristiane sich zum Nachdenken an den Strand zurückzieht, macht sie eine dramatische Entdeckung, die die ganze Fischergemeinschaft in Aufruhr versetzt.Von der großen norwegischen Erzählerin und SPIEGEL-Bestseller-Autorin Trude Teige, inspiriert von ihrer eigenen Familiengeschichte.Das bewegende Hörbuch um eine starke Frau in der traditionellen Gesellschaft der nordischen Fischer und Seefahrer.NachGesang der See das zweite Hörbuch um die Schifferin Kristiane - auch ganz unabhängig für sich zu hören.Yara Blümel liebt Sprache. Neben ihrer langjährigen Bühnenerfahrung hat sie bereits über 100 Hörbücher eingesprochen und ist aus der Hörbuchlandschaft nicht mehr wegzudenken. Ob Liebesroman, Spannung oder Familiengeschichte - für jedes Genre findet sie ihren besonderen Ton.
Kundinnen und Kunden meinen
4.3/5.0
Bewertung
aus Kranenburg
5/5
19.08.2026
Buch (Gebundene Ausgabe)
Berührend
Ein Buch der Autorin Trude Teige, das mich sehr berührt hat.
Kristiane möchte die Familientradition der Lotsenfamilie bewahren.
Die rauhe See ist ihr Rückzugsort, um schwere Gedanken zu bewältigen.
Eine Frau, die ihren ersten Ehemann auf See verloren hat, jetzt mit Lars verheiratet ist und zwei Kinder hat.
Einen Sohn, der sehr musikalisch ist, aber auch Schiffslotse werden soll.
Unruhe bringt ein tot im Meer gefundenes Baby in das kleine Fischerdorf.
Wer ist die Mutter und wie kam es zu diesem Unglück ?
Dieser Roman ist sehr flüssig und einfühlsam geschrieben.
Eine bewegende Geschichte über eine starke Frau, die sich sehr um ihrer Familie kümmert und so manchen Schicksalsschlag verkraften muss.
Wieder ist es Trude Teige gelungen sehr authentisch zu erzählen, ein wunderbarer Roman den ich sehr gerne weiterempfehlen möchte.
Bewertung
5/5
18.08.2026
Buch (Gebundene Ausgabe)
Atmosphärische Geschichte
Der Schreibstil hat mich von Anfang an gepackt. Er liest sich flüssig und zieht einen sofort in die Geschichte.
Am Anfang hatte ich ein wenig Schwierigkeiten, die Charaktere auseinanderzuhalten, weil sich einige Namen sehr ähnlich sind. Da musste ich öfter kurz überlegen, wer jetzt eigentlich wer ist. Außerdem ist es der zweite Teil einer Reihe. Im Buch steht zwar, dass man die Bände auch unabhängig voneinander lesen kann, und das stimmt auch. Trotzdem hatte ich das Gefühl, dass mir Hintergrundwissen fehlt, und ich bin nicht so tief in die Geschichte eingetaucht, wie ich es mir gewünscht hätte. Das war aber nur in der ersten Hälfte so. Danach hat mich das Buch richtig gepackt und ich habe mit der Familie und all ihren Herausforderungen mitgefiebert.
Die Protagonistin ist ein sehr starker Charakter, wirkt dabei aber stellenweise wenig empathisch. Sie musste in ihrem Leben schon einiges durchmachen, und das merkt man ihr an. Es geht um Familie, Tradition und Verpflichtung, aber auch um die eigenen Träume und Wünsche und wie viel Platz dafür überhaupt bleibt, wenn einen das Leben immer wieder mit Schicksalsschlägen konfrontiert.
Richtig gut gefallen hat mir, wie atmosphärisch alles beschrieben ist. Landschaft und Alltag sind toll eingefangen, ich konnte mir beim Lesen alles bildlich vorstellen. Nur zu welcher Zeit die Geschichte spielt, blieb etwas unklar. Da hätte ich mir konkretere Angaben gewünscht.
Insgesamt ein atmosphärischer Roman über Familie, Tradition und die Frage, wie viel Platz im eigenen Leben für die eigenen Träume bleibt. Ich habe die Geschichte innerhalb von zwei Tagen verschlungen und mit Trude Teige eine wirklich interessante Autorin für mich entdeckt.
Island
aus Nürnberg
5/5
18.08.2026
Buch (Gebundene Ausgabe)
Was wirklich wichtig ist
"Hinaus in den Wind" ist der zweite Roman der norwegischen Bestseller-Autorin Trude Teige und der zweite Teil einer Dilogie um eine Lotsenfamilie an der norwegischen Westküste, die in Deutschland aber erst nach Trude Teiges erfolgreichen späteren Romanen veröffentlicht wurde. Im Mittelpunkt steht Kristiane, Tochter eines Lotsen, die das berufliche Erbe ihres Vaters fortführen möchte, in einer Zeit, in der aber nur Männer das Lotsenamt ausführen durften.
Im ersten Teil musste sie nach dem Tod ihres Vaters und dem Verlust ihres Ehemannes daher zunächst eine Vernunftehe eingehen, um das Lotsenpatent in der Familie zu halten. Nun soll ihr einziger Sohn Anders die Familientradition fortführen und ebenfalls Lotse werden, obwohl seine Leidenschaft der Musik gilt und er sich auf dem Wasser sichtlich unwohl fühlt. Außerdem gibt es auch weiterhin Probleme in der Familie von Kristinas Schwester, die einen gewalttätigen Mann geheiratet hat.
Der Roman war, wie von Trude Teige gewohnt, gut lesbar und sehr anschaulich, sodass man sich das vom Kabeljaufang geprägte Leben an der norwegischen Westküste und im städtischeren Ålesund damals sehr gut vorstellen konnte. Da ich selbst schon mehrmals in Norwegen unterwegs war, fand ich es besonders schön, beim Lesen an diesen Schauplatz zu reisen. Kristina ist eine starke Protagonistin, die für das kämpft, was ihr wichtig ist, auch wenn sie dabei manchmal vielleicht etwas zu viel Starrsinn an den Tag legt und die Konsequenzen später bereut. Bei ein oder zwei Aspekten der Geschichte, hätte ich mir noch eine etwas konkretere Auflösung gewünscht, aber wahrscheinlich wurde dies bewusst nur angedeutet. Ich freue mich auf jeden Fall schon auf weitere Bücher der Autorin.
Bewertung
5/5
16.08.2026
Buch (Gebundene Ausgabe)
Mutter ohne Empathie
Auch dieses Buch von Trude Teige kommt mit großer Verspätung zu uns, die Verlagsinformationen geben 2004 als Entstehungsjahr an. Es geht wieder um Kristiane aus "Der Gesang der See", es ist aber in sich abgeschlossen.
Es geht um tiefe Probleme. Kristiane sitzt am Meer, ein Adler wirft ein Bündel ab, darin ein totes Kleinkind. Kristiane nimmt das Bündel mit. Sie ist in einem Lotsenhaus, ihr Mann Lars ist der Lotse. Sie besteht darauf, dass der Sohn Anders die Lotsentradition fortsetzen soll. Sein Traum, Musiker zu werden, wird von ihr bekämpft. In kurzen Augenblicken nimmt sie selbst wahr, dass sie als Mutter wenig bringt, sie schaut auf ihre Tochter und sagt sich "Ich sehe sie, ich nehme sie aber nicht wahr". Kristiane mag als Lotsenfrau stark sein, als Mensch ist sie aber ein Notstand. Ihre Kinder kommen sehr sympathisch herüber, die ganze Atmosphäre und vor allem Kristiane sind nordisch kalt. Die Geschichte ist sehr ernst.
Das Buch ist ein kurzer Roman, für mich eher eine größere Novelle. Trotz des ernsten Inhalts liest es sich sehr zügig. Dazu trägt eine wohl hervorragende deutsche Übersetzung bei. Beim Lesen spukte in meinem Hinterkopf Dostojewski und "Schuld und Sühne". Kein einfaches Buch, sehr ernst und nachdenklich machend. Gerade die in Kristiane übergroße Kälte und Gefühlsarmut regt an, über die ausreichende Menge an Empathie im eigenen Leben nachzudenken.
Sternzauber
4/5
21.08.2026
Buch (Gebundene Ausgabe)
Zurück an der rauen norwegischen Küste
Ich mag das Cover von „Hinaus in den Wind“ sehr, denn die atmosphärische Darstellung am Meer mit einer, verträumt in die Weite schauenden Frau, bewegt etwas in mir und sie harmoniert sehr gut mit der Geschichte. Außerdem ist es mir immer wichtig, dass eine Fortsetzung auch optisch gut zu Band 1 passt und das ist hier wirklich ganz besonders gut gelungen. Denn wenn man die beiden Bücher nebeneinander legt, ergeben sie zusammen ein Bild – toll!
Auch dieser zweite Teil der Geschichte dreht sich vor allem um Kristiane, die für sich und ihre Familie die Voraussetzungen für ein gutes Leben an der norwegischen Westküste geschaffen hat. Ihr Sohn Anders soll das Familienerbe weiter tragen und Schiffslotse werden, doch sein Herz schlägt für die Musik und er möchte dieser Leidenschaft folgen. Als es Kristiane zum Nachdenken in die Mulevika zieht, macht sie dort eine Entdeckung, die alles verändert und für viel Aufregung sorgt…
Ich liebe die Geschichten von Trude Teige und habe mich daher auch sehr auf diese Fortsetzung von „Der Gesang der See“ gefreut. Mir hat es auch wirklich viel Freude gemacht zu Kristina, ihrer Familie und ihrem Leben am und mit dem Meer zurückkehren zu können. Allerdings muss ich gestehen, dass mich diese Geschichte nicht ganz so sehr gefesselt hat, wie der erste Teil. Ich kann gar nicht so genau sagen, woran das liegt, aber irgendwie war die Handlung für mich nicht ganz so rund und nicht ganz so einnehmend. Dennoch mag ich die Geschichte sehr und hatte eine gute Lesezeit.
Vor allem hat es mir sehr gefallen wieder in diese Leben eintauchen und gefühlt genau dort weiter lesen zu können, wo ich bei Band 1 aufgehört hatte. Bei dieser Reihe denke ich auch, dass man sie unbedingt in der richtigen Reihenfolge lesen sollte, da man gewisse Handlungen und Geschehnisse in Band 2 sonst gar nicht verstehen kann. Ich mag Kristiane in ihrer mutigen, selbstbewussten und zupackenden Art sehr und auch, wenn ich in dieser Geschichte teilweise sehr mit ihren Entscheidungen gehadert habe, berührt mich ihr Wesen. Trude Teige versteht es meiner Meinung nach meisterlich interessante und individuelle Charaktere zu schaffen, die auf den Seiten lebendig werden.
Besonders begeistert haben mich aber vor allem erneut ihre Beschreibungen der Natur und der Kraft der Elemente. Mir macht es unglaublich viel Freude in diese Einzutauchen, denn ich habe beim Lesen das Gefühl, als könnte ich den starken Wind am Strand selber spüren, die rauen Felsen fühlen und das Salz des Meeres riechen – wirklich toll! Und die Verbundenheit der Menschen mit der umgebenden Natur fasziniert mich.
Der Schreibstil der Autorin gefällt mir ohnehin sehr, denn er ist flüssig und angenehm, bildhaft und auf seine ganz eigene Art irgendwie eindringlich. Ich habe das Buch in nur zwei Tagen gelesen, weil es mich an einen ganz anderen Ort mitgenommen hat und weil ich unbedingt erfahren wollte, wie es weiter geht. Denn es gibt einen sehr rätselhaften und spannenden Handlungsstrang, der sich nach und nach entfaltet.
Für mich ist „Hinaus in den Wind“ ein tolles Buch, das mir viel Freude gemacht hat, das jedoch ein klein wenig hinter Band 1 zurück bleibt, weshalb ich leider keine 5 sondern nur 4,5 Sterne vergeben kann. Nichtsdestotrotz möchte ich die Geschichte auf jeden Fall weiter empfehlen und allen LeserInnen ans Herz legen, die Band 1 bereits gelesen habe. Ich wünsche ganz viel Freude bei der Rückkehr in Kristianes Leben und nach Norwegen!
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