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Dunkelgrün fast schwarz

Roman

Debütromane in der FVA

Mareike Fallwickl

(35)
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Beschreibung


Drei Freunde, eine zerstörerische Abhängigkeit und eine folgenschwere Liebe

Moritz und Raffael waren schon als Dreijährige beste Freunde. Doch dann taucht eines Tages eine Neue in der Schule auf: Johanna. Vom ersten Augenblick an sind beide von ihr fasziniert. Eigentlich ist klar, wer die Zuneigung des Mädchens gewinnen wird. Schon immer war Raffael der Selbstbewusste, der mit dem entwaffnenden Lächeln, und Moritz nur der Mitläufer. Doch Johanna spielt ihr eigenes Spiel – bis die Freundschaft der beiden Jungen zerbricht. Jetzt, 16 Jahre später, steht Raffael plötzlich vor Moritz‘ Tür. Und auf einmal scheint die Vergangenheit wieder da zu sein, die Erinnerung an ihre Jugend und an all das, was zwischen ihnen kaputtgegangen ist – und an Johanna, die immer noch zwischen ihnen steht.

»Was für ein Plot, was für Figuren, welche Sprache, welche Tiefe.«

Mareike Fallwickl, 1983 in Hallein bei Salzburg geboren, arbeitet als freie Texterin und Lektorin, bloggt über Literatur und schreibt für mehrere Salzburger Zeitungen eine wöchentliche Kolumne. Ihr literarisches Debüt »Dunkelgrün fast schwarz« wurde 2018 als Lieblingsbuch der Buchhändler sowie für den Österreichischen Buchpreis nominiert.

Produktdetails

Einband Taschenbuch
Seitenzahl 480
Erscheinungsdatum 12.08.2019
Sprache Deutsch
ISBN 978-3-328-10484-1
Verlag Penguin
Maße (L/B/H) 18,5/11,6/3,8 cm
Gewicht 439 g
Verkaufsrang 78633

Buchhändler-Empfehlungen

Sophie Krüger, Thalia-Buchhandlung Berlin

Dieses Buch wird nicht jedem gefallen. Spezielle Story, spezieller Schreibstil. Einfach mal reinlesen und ein Gefühl bekommen. Ich selbst bin mir unschlüssig, ob es mir wirklich gefallen hat.

Nele Grote, Thalia-Buchhandlung Lübeck

Der Roman könnte interessant sein für Leute, die gerne Geschichten über Manipulation, Lügen und Verrat lesen, mir war er zu anstrengend, vor allem auch sprachlich. So haben Figuren z.B. "ockerfarbene Einsamkeit im Blick" oder werden "schlagartig von der Wirklichkeit angesaugt."

Kundenbewertungen

Durchschnitt
35 Bewertungen
Übersicht
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Was für ein Debüt!
von Josia Jourdan aus Muttenz am 26.12.2020
Bewertet: Einband: gebundene Ausgabe

Die Geschichte spielt auf mehreren Zeitebenen. Hauptsächlich im Jahr 2017 und zwischen 1986 – 2001 und wir begleiten gleich mehrere Figuren durch ihr Leben. Zum einen Marie, die Mutter von Moritz, deren Leben durch eine ungeplante Schwangerschaft ziemlich über den Haufen geworfen wurde und wegen derer sie plötzlich in einem abge... Die Geschichte spielt auf mehreren Zeitebenen. Hauptsächlich im Jahr 2017 und zwischen 1986 – 2001 und wir begleiten gleich mehrere Figuren durch ihr Leben. Zum einen Marie, die Mutter von Moritz, deren Leben durch eine ungeplante Schwangerschaft ziemlich über den Haufen geworfen wurde und wegen derer sie plötzlich in einem abgelegenen Dorf lebt, verheiratet mit einem Mann, den sie zwar liebt, allerdings viel zu selten seht. Sie versucht ein glückliches Leben zu führen und ihren Kindern eine schöne Kindheit zu bieten, aber Moritz freundet sich schon bald mit Raffael an und damit beginnt eine toxische Freundschaft und Marie weiss nicht, wie sie verhindern soll, dass dieser Junge ihren Sohn kaputt macht und manipuliert. Dass Marie dann auch noch eine sehr intensive, rein sexuelle Affäre mit Raffaels Vater anfängt, der eigentlich sehr ähnlich wie sein Sohn ist, gibt sie auf und hofft einfach, dass das Leben das Problem lösen wird. Aber das wird es nicht und Mareike Fallwickl hat mich mit all ihren Figuren begeistert, da sie teilweise so kaputt, realistisch und unsympathisch waren, dass ich das Buch sogar für rund einen Monat zur Seite legen musste. Marie ist für mich eine der faszinierendsten Figuren, da sie im Herzen ein guter Mensch ist, gleichzeitig aber nicht für ihre eigene Meinung einstehen kann und genauso Teil eines grossen Spiels ist, aus dem sie sich nicht zu befreien mag. Im Jahr 2017 begleiten wir Moritz, der mit seiner Freundin ein Kind erwartet und eigentlich mit der Vergangenheit abgeschlossen hat. Doch dann steht plötzlich Raffael vor seiner Tür und Moritz schafft es auch nach 17 Jahren nicht seinem besten Freund die Stirn zu bieten und daran geht nicht nur fast seine Beziehung mit seiner Freundin kaputt, es werden Geheimnisse aufgedeckt und Moritz beginnt zu begreifen. Währenddessen sucht Jo verzweifelt nach Raffael. Sie führt nämlich eine absurde Affäre mit ihm, die aus Demütigung, Sex und Schatzsuchen besteht. Aber dieses Mal hat er keine Zeichen hinterlassen, Jo weiss nicht wo er ist und hat Angst, ihn endgültig verloren zu haben. Am Ende des Buches treffen die drei dann nochmals aufeinander und die Geschichte löst sich endlich auf. Am Ende dieses Buch habe ich nicht gewusst was ich fühlen soll. Schock, Begeisterung, Übelkeit, Faszination, Verachtung, Hass oder Liebe. Fazit Mareike Fallwickl hat ein Buch geschrieben, welches ausserhalb meiner Komfortzone liegt. Dunkelgrün fast schwarz beschäftigt sich mit Themen wie toxischen Freundschaften und Beziehungen, Manipulation und Freiheit. Es ist unfassbar gut geschrieben, Mareike Fallwickl beherrscht ihre Sprache auf faszinierende Weise und hat Figuren erschaffen, die ich verabscheut habe, deren Geschichte aber trotzdem lesen wollte. Das Buch hat mich berührt, geschockt und letzten Endes habe ich das Buch mit einem sehr zwiegespaltenen Gefühl beendet. Nach ein paar Tagen Abstand sehe ich vor allem die Genialität dieses Buches und glaube ich habe ein neues Highlight gefunden. Ich vergeb 5 von 5 Sterne für Mareike Fallwickls Debüt und freue mich bereits ihr zweites Buch zu lesen. Das Buch hat mir bewiesen, dass es sich lohnt zwischendurch ausserhalb seiner Komfortzone zu lesen! Ich danke dem Penguin Verlag für mein Exemplar! Folge Josia Jourdan auf Instagram für mehr Buchtipps: https://www.instagram.com/josiajourdan/

Großartig - was für ein Debüt!
von einer Kundin/einem Kunden aus Münster am 29.07.2020

Mareike Fallwickl hat mit unglaublichem Feingefühl und Gespür jeden Charakterzug der Figuren tiefgründig gezeichnet. Mit einem scharfen Blick für menschliche Eigenheiten und Abgründe. Mal ganz leise und zart, dann wieder ohrenbetäubend laut und rotzig. Aber nie unglaubwürdig. Was für ein Debüt!!! Ich hoffe auf noch viel mehr von... Mareike Fallwickl hat mit unglaublichem Feingefühl und Gespür jeden Charakterzug der Figuren tiefgründig gezeichnet. Mit einem scharfen Blick für menschliche Eigenheiten und Abgründe. Mal ganz leise und zart, dann wieder ohrenbetäubend laut und rotzig. Aber nie unglaubwürdig. Was für ein Debüt!!! Ich hoffe auf noch viel mehr von ihr.

Freunde oder Feinde ?!?!
von Kaffeeelse am 27.04.2020
Bewertet: Einband: gebundene Ausgabe

"Dunkelgrün fast Schwarz" ist eine spannende Geschichte um eine Freundschaft zweier Jungen/junger Männer. Doch ist sie wirklich eine Freundschaft?!?! Die Autorin erzählt mäandernd aus den Sichten der Freunde Moritz und Raffael und aus der Sicht von Marie, der Mutter von Moritz, die Geschichte von Moritz und Raffael. Die beide... "Dunkelgrün fast Schwarz" ist eine spannende Geschichte um eine Freundschaft zweier Jungen/junger Männer. Doch ist sie wirklich eine Freundschaft?!?! Die Autorin erzählt mäandernd aus den Sichten der Freunde Moritz und Raffael und aus der Sicht von Marie, der Mutter von Moritz, die Geschichte von Moritz und Raffael. Die beiden Jungen sind in verschiedener Art herausragend, Moritz ist der Ruhigere, das Besondere an ihm ist seine Wahrnehmung, denn er ist Synästhetiker, Raffael dagegen steht gern im Mittelpunkt, er ist allerdings schon recht früh sehr manipulierend. Moritz fühlt sich zu Raffael hingezogen und Raffael weiß, dass er Moritz überlegen ist. Eine ungute Kombination. Die Autorin baut eine Spannung in ihrem Roman auf, die mich das Buch nicht mehr aus der Hand legen ließ. Dabei ist schon von Anfang an klar, dass etwas zwischen Moritz und Raffael nicht stimmt. Dennoch möchte man unbedingt wissen, was hier passiert. Aus der Sicht von Marie werden die beiden Familien der Jungen beschrieben und damit vielleicht auch eine Erklärung abgegeben, welche Entwicklung beide Jungen nahmen und warum diese so verlief. Die Autorin schafft es in ihrer Geschichte nach und nach die Facetten jedes Charakters aufzuzeigen und erschafft in ihrem Roman eine perfekte Charakterstudie der verschiedenen Personen beider Familien und ebenso eine spannende Geschichte, die erst nach und nach ihre Geheimnisse freisetzt. Gerade durch dieses pointierte Freisetzen der Informationen erschafft Mareike Fallwickl eine immense Spannung. Die Autorin erzählt einen Teil der Geschichte in einer vergangenen Zeit, erzählt von den Tücken dieser Zeit und liefert damit auch die Gründe für die Handlungen der Elterngeneration und erschwerend handelt ein Teil der Geschichte auch in einem kleinen österreichischem Dorf, die Verflechtungen dieser kleinen Welt sind spürbar, ebenso wie auch die Begrenzungen in dieser Welt greifbar sind. Die Entscheidungen der Elterngeneration, wie auch die kleine Welt sind für die Entwicklung der Jungen/jungen Männer bestimmend. Dabei ist die Komposition der Geschichte herausragend, denn die irgendwie ungute Beziehung der beiden "Freunde" Moritz und Raffael ist schnell offensichtlich, die Gründe dazu werden allerdings erst nach und nach klarer. Hier wird klar, dass Mareike Fallwickl ein Ausnahmetalent ist. Als dann zu dem schon bestehenden Gespann Moritz und Raffael noch Johanna dazu kommt und sich andere Energien entladen, ist klar, dass es zu einem entscheidenden Finale kommt.


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