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Friedrich Nietzsche

Friedrich Nietzsche wurde am 15. Oktober 1844 in Röcken bei Lützen als Sohn eines Pastors geboren. Er studierte in Bonn und Leipzig zunächst Sprachwissenschaften und evangelische Theologie, seinen Abschluß machte er jedoch nur in klassischer Philologie. 1868 lernte er Richard Wagner kennen, der sein Denken neben Schopenhauer stark beeinflußte. Einige Jahre später zerbrach die Freundschaft über Nietzsches Geringschätzung der Bayreuther Festspiele. 1869 wurde er auf eine Professur für Altphilologie nach Basel berufen, die er aus gesundheitlichen Gründen zehn Jahre später wieder aufgab. Fortan lebte er von seiner Pension und finanzierte davon viele Reisen, u.a. in die Schweiz und nach Italien, auf denen seine wichtigsten philosophischen Werke entstanden. In seinen Hauptwerken sagte Nietzsche den Tod Gottes voraus, beschrieb den Übermenschen, trat für die Umwertung aller Werte ein und prägte somit den Nihilismus. Zu seinen bekanntesten Werken zählen Also sprach Zarathustra (1883) und Ecce Homo (1908). In den 1880er Jahren nahmen seine körperlichen und seelischen Leiden zu und gipfelten 1889 in einem Zusammenbruch, von dem er sich nicht mehr erholte. Bis zu seinem Tod am 25. August 1900 in Weimar wurde er von seiner Mutter und seiner Schwester gepflegt.

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Zur Genealogie der Moral

Woher kommen eigentlich unsere Begriffe von "gut" und "böse"? Nietzsche stellt diese Frage nicht als Moralprediger, sondern als Ermittler. Er gräbt sich durch Sprache, Geschichte und Psychologie zurück zu den Anfängen — und findet dort keine ewigen Werte, sondern Machtverhältnisse: die stolze Selbstbejahung der Starken auf der einen Seite, das Ressentiment der Unterlegenen auf der anderen, das in einem "Sklavenaufstand in der Moral" die Wertungen umkehrt. In drei Abhandlungen verfolgt er, wie aus Schulden "Schuld" wurde, warum das schlechte Gewissen als nach innen gewendete Grausamkeit zu verstehen ist und was asketische Ideale für Philosophen, Priester und Gelehrte bedeuten. Die Schrift von 1887 ist scharf, provozierend und glänzend formuliert — und sie liefert bis heute Stichworte für jede Debatte über Moral, Strafe, Opferrolle und Empörung. Ungekürzte Lesung nach dem Text der Kritischen Studienausgabe. Vorrede und alle drei Abhandlungen. Ungekürzte Lesung. Dieses Hörbuch wurde mit KI-Stimmtechnologie erstellt — mit der lizenzierten Stimme des Vorlesers Hans Jochim Schmidt.
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