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Produktbild: DER JUNGE MANN
Band 10774

DER JUNGE MANN Roman

1

12,00 €

inkl. gesetzl. MwSt., Versandkostenfrei


Beschreibung

Produktdetails

Einband

Taschenbuch

Erscheinungsdatum

01.08.1987

Verlag

dtv

Maße (L/B/H)

2,3/12/19,1 cm

Gewicht

328 g

Auflage

5. Auflage

Sprache

Deutsch

ISBN

978-3-423-10774-7

Warnhinweis

nicht erforderlich.

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Produktdetails

Einband

Taschenbuch

Erscheinungsdatum

01.08.1987

Verlag

dtv

Maße (L/B/H)

2,3/12/19,1 cm

Gewicht

328 g

Auflage

5. Auflage

Sprache

Deutsch

ISBN

978-3-423-10774-7

Herstelleradresse

dtv Verlagsgesellschaft mbH & Co. KG
Tumblingerstraße 21
80337 München
DE
produktsicherheit@dtv.de

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  • Zitronenblau

    5/5

    28.01.2021

    Buch (Taschenbuch)

    Straußens Kosmos

    "Der junge Mann" ist kein rezipientenfreudlicher Roman. Strauß erzählt die Geschichte von Leon Pracht - einem Gelehrten, der sich dazu entschlossen hat, Theaterregisseur zu werden. Die Geschichte ist mehr oder weniger im Grund geschlossen, doch zerfällt sie in Subgeschichten, Mosaike aus Märchen, Träume, Fabeln und Allegorien. Strauß chronisiert Deutschland, seine Geschichte und seine Gesellschaft. Somit haben die Subtexte trotz aller Phantastereien eine realen, zumeist politischen, psychosozialen, frivolen und Kunst diskutierenden Hintergrund. Die Polyphonie und auch die figürliche Kraft Straußens - teilweise sehr ausgereifte Tropen - machen dieses Buch zu einem intellektuellen Gaumenschmauß. Um nur einiges zu nennen: der Traum der Kauffrau und der Deutschlandturm, die utopische Syk-Gesellschaft, vor allem auch Ossias Skizzenbuch haben mich zutiefst berührt. Das Programm wird durch Strauß m. E. ganz gut in eins, zwei Sätzen auf den letzten Seiten wiedergegeben: "Denn tausend unverbundene Augenblicke erleben wir am Ende doch genauso flüchtig wie nur einen einzigen. Die Summe unendlich vieler 'glimpses' ohne story, ohne Fassung, ohne Höhepunkt, strebt in der Erinnerungszeit gegen einen Wert bei Null und kommt schon fast dem prompten Vergessen gleich." Die Inhalte sind mehr implizit als explizit, sodass der Roman heuristisch in Gänze kaum zu begreifen ist. Ich hatte insgesamt das Gefühl mich in einer Art postmodernen Heinrich von Ofterdingen wiederzufinden. Wenn ich richtig gezählt habe, nennt Strauß das Klingsormärchen zweimal. Ein großes Werk!

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