Amphitryon

Amphitryon

Schulbuch (Taschenbuch)

5,00 €

inkl. gesetzl. MwSt.

Amphitryon

Ebenfalls verfügbar als:

Gebundenes Buch

Gebundenes Buch

ab 3,95 €
Taschenbuch

Taschenbuch

ab 1,80 €
eBook

eBook

ab 0,49 €
Hörbuch

Hörbuch

ab 5,95 €

Beschreibung

Details

ISBN

978-3-518-18917-7

Auflage

1. Originalausgabe

Erscheinungsdatum

24.01.2011

Unterrichtsfächer

Deutsch

Einband

Taschenbuch

Herausgeber

Helmut Nobis

Beschreibung

Details

ISBN

978-3-518-18917-7

Auflage

1. Originalausgabe

Erscheinungsdatum

24.01.2011

Unterrichtsfächer

Deutsch

Einband

Taschenbuch

Herausgeber

Helmut Nobis

Verlag

Suhrkamp

Seitenzahl

162

Maße (L/B/H)

17,7/11,5/1,5 cm

Gewicht

120 g

Sprache

Deutsch

Weitere Bände von Suhrkamp BasisBibliothek

Das meinen unsere Kund*innen

4.1

23 Bewertungen

Informationen zu Bewertungen

Zur Abgabe einer Bewertung ist eine Anmeldung im Kund*innenkonto notwendig. Die Authentizität der Bewertungen wird von uns nicht überprüft. Wir behalten uns vor, Bewertungstexte, die unseren Richtlinien widersprechen, entsprechend zu kürzen oder zu löschen.

5 Sterne

4 Sterne

3 Sterne

2 Sterne

(0)

1 Sterne

Identitätskrisen

Bewertung am 20.11.2022

Bewertet: Schulbuch (Taschenbuch)

Das Stück, welches ursprünglich aus der Feder von Molière stammt, wurde von Heinrich von Kleist neu geschrieben und 1807 in der Arnoldischen Buchhandlung in Dresden herausgegeben. In dieser Zeit sorgte der Stoff für grosse Kontroversen in der Gesellschaft. Thomas Mann bezeichnete ihn als das Moderne schlechthin, Goethes Anerkennung konnte Kleist damit nicht gewinnen. Es geht um eine Verwechslungskomödie mit nur wenigen Charakteren. Zum einen sind dies Amphitryon und seine Gemahlin Alkmene, auf der anderen Seite sein Diener Sosias und dessen Frau Charis. Alkmene verbringt eine Liebesnacht mit ihrem vermeintlichen Gatten, der sich ihr in Gestalt des Jupiters zeigt. Sosias der die frohe Botschaft des Sieges gegen die Athener überbringen soll, trifft vor dem Haus auf Merkur, der sich als Sosias ausgibt. Es beginnt ein Ringen um Identitäten, was ist Wahrheit und was nur Schein. Vor allem die Männer des Stücks stürzen in eine tiefe Sinnkrise, nur Alkmene scheint die wirklich standhafte Person zu sein Sie hält daran fest, dass der Geliebte ihr Gemahl gewesen sei und sie nur diesen anbete. Die Verwechslungen werden zum Schluss der Tragikomödie aufgelöst. Man kann vermuten, dass dieses Theaterstück einen biografischen Bezug zu Kleist herstellt. Dieser befand sich zeitlebens in Veränderungen und sah sich in einer Welt, in dem ihm nicht mehr zu helfen war. Die Spiegelung der griechischen Götter mit den Menschen zeigt, dass es keine Eindeutigkeiten gibt. Alles kann und muss interpretiert werden. Sie evozieren sozusagen als psychologische Systeme das reale Leben. Im Gegensatz zur christlichen Theologie, sind sie nicht allmächtig, sondern haben allzu menschliche Züge, wie z.B. das Verlangen nach Liebe und Anerkennung. Unverkennbar ist die Parallele zur heutigen Identitätsthematik, die in zeitgenössischen Theater-Aufführungen modernisiert umgesetzt wird. Der Text ist im klassischen, reimlosen Blankvers geschrieben und muss konzentriert gelesen werden, um die Personen und Verwechslungen auseinanderhalten zu können. Dafür wird man als Leser/in mit einer sehr klangvollen Sprache und einem witzigen Verwirrspiel belohnt.

Identitätskrisen

Bewertung am 20.11.2022
Bewertet: Schulbuch (Taschenbuch)

Das Stück, welches ursprünglich aus der Feder von Molière stammt, wurde von Heinrich von Kleist neu geschrieben und 1807 in der Arnoldischen Buchhandlung in Dresden herausgegeben. In dieser Zeit sorgte der Stoff für grosse Kontroversen in der Gesellschaft. Thomas Mann bezeichnete ihn als das Moderne schlechthin, Goethes Anerkennung konnte Kleist damit nicht gewinnen. Es geht um eine Verwechslungskomödie mit nur wenigen Charakteren. Zum einen sind dies Amphitryon und seine Gemahlin Alkmene, auf der anderen Seite sein Diener Sosias und dessen Frau Charis. Alkmene verbringt eine Liebesnacht mit ihrem vermeintlichen Gatten, der sich ihr in Gestalt des Jupiters zeigt. Sosias der die frohe Botschaft des Sieges gegen die Athener überbringen soll, trifft vor dem Haus auf Merkur, der sich als Sosias ausgibt. Es beginnt ein Ringen um Identitäten, was ist Wahrheit und was nur Schein. Vor allem die Männer des Stücks stürzen in eine tiefe Sinnkrise, nur Alkmene scheint die wirklich standhafte Person zu sein Sie hält daran fest, dass der Geliebte ihr Gemahl gewesen sei und sie nur diesen anbete. Die Verwechslungen werden zum Schluss der Tragikomödie aufgelöst. Man kann vermuten, dass dieses Theaterstück einen biografischen Bezug zu Kleist herstellt. Dieser befand sich zeitlebens in Veränderungen und sah sich in einer Welt, in dem ihm nicht mehr zu helfen war. Die Spiegelung der griechischen Götter mit den Menschen zeigt, dass es keine Eindeutigkeiten gibt. Alles kann und muss interpretiert werden. Sie evozieren sozusagen als psychologische Systeme das reale Leben. Im Gegensatz zur christlichen Theologie, sind sie nicht allmächtig, sondern haben allzu menschliche Züge, wie z.B. das Verlangen nach Liebe und Anerkennung. Unverkennbar ist die Parallele zur heutigen Identitätsthematik, die in zeitgenössischen Theater-Aufführungen modernisiert umgesetzt wird. Der Text ist im klassischen, reimlosen Blankvers geschrieben und muss konzentriert gelesen werden, um die Personen und Verwechslungen auseinanderhalten zu können. Dafür wird man als Leser/in mit einer sehr klangvollen Sprache und einem witzigen Verwirrspiel belohnt.

Eine tolle Geschichte mit zeitlosem Sinnesgehalt

derreimfetischist am 27.01.2023

Bewertet: Schulbuch (Taschenbuch)

Religiöse Toleranz und das soziale Miteinander-Zurechtkommen, das ist wohl die Aussage der gesamten Lektüre. Zu Recht im Kanon, denn das ganze Konzept wirkt zeitlos und die Aussage lässt sich auf jede beliebige Zeit anwenden. Lessing führt hiermit zwar ein Idealfall auf, aber gern glaube man doch an so ein Ideal! Hoffentlich erreichen wir (natürlich auch andere/ alle), zumindest annäherungsweise, dieses Niveau an Toleranz.

Eine tolle Geschichte mit zeitlosem Sinnesgehalt

derreimfetischist am 27.01.2023
Bewertet: Schulbuch (Taschenbuch)

Religiöse Toleranz und das soziale Miteinander-Zurechtkommen, das ist wohl die Aussage der gesamten Lektüre. Zu Recht im Kanon, denn das ganze Konzept wirkt zeitlos und die Aussage lässt sich auf jede beliebige Zeit anwenden. Lessing führt hiermit zwar ein Idealfall auf, aber gern glaube man doch an so ein Ideal! Hoffentlich erreichen wir (natürlich auch andere/ alle), zumindest annäherungsweise, dieses Niveau an Toleranz.

Unsere Kund*innen meinen

Amphitryon

von Heinrich Kleist

4.1

0 Bewertungen filtern

Weitere Artikel finden Sie in

Die Leseprobe wird geladen.
  • Amphitryon