Krise, Reformen – und Kultur. Preußen vor und nach der Katastrophe von 1806.
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Beschreibung
Produktdetails
Einband
Taschenbuch
Erscheinungsdatum
24.09.2010
Abbildungen
mit Abbildungen
Herausgeber
Bärbel HoltzVerlag
Duncker & HumblotSeitenzahl
318
Maße (L/B/H)
23,7/16/1,8 cm
Gewicht
432 g
Auflage
1
Sprache
Deutsch
ISBN
978-3-428-13313-0
Nicht erst in den Reformen nach 1806 wandte sich der preußische Staat der Kultur als einem Gebiet eigener Tätigkeit zu. Die von Johann Gottlieb Fichte nach 1800 definierte Verbindung von Kultur und Staatlichkeit hatte sich bereits im letzten Drittel des 18. Jahrhunderts in Reformansätzen gezeigt, so in einzelnen Bereichen des schulischen Bildungswesens, der Kirchen- und Religionspolitik sowie der Künstlerausbildung. Kultur wurde dann – umso mehr mit dem Reformwerk von Stein, Hardenberg, Scharnhorst und Humboldt – nicht nur zu einem immanenten Bestandteil staatlichen Handelns, sondern ebenso zu einem Gegenstand von Öffentlichkeit und Kommunikation. Im Laufe des 19. Jahrhunderts erlangte sie dann für Gesellschaft, Staat und Dynastie gleichermaßen einen evidenten Bedeutungszuwachs. Der moderne Staat bedurfte einer neuen Bildung und der Kultur. Ihm wuchs der Kulturauftrag zu wie er ihn gleichermaßen auch zunehmend für sich erkannte und beanspruchte. Aber auch die Kultur konnte auf den Staat nicht verzichten, sondern wusste seine Investitionskraft für Wissenschaft und Kunst und eine allgemeine Bildung zu nutzen. So griffen, phasenversetzt für die einzelnen Bereiche, kulturstaatliches Handeln und kulturelles Gestalten gesellschaftlicher Gruppen oft ineinander und ließen in Preußen schließlich jene Potentiale heranwachsen, die seit der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts zu den auch international anerkannten Spitzenleistungen in den Wissenschaften, der schulischen Bildung sowie im Kunst- und Museumsbereich führten.
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