Heureka!

Philosophische Streifzüge im Licht von Anekdoten

Beck'sche Reihe Band 6093

Wolfgang Röd

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Beschreibung


Nachdem Archimedes in der Badewanne das nach ihm benannte Archimedische Prinzip entdeckt hatte, soll er unbekleidet durch die Straßen gelaufen sein und dabei laut "Heureka!" gerufen haben, was so viel heißt wie: "Ich hab’s gefunden!"

Seitdem steht der Ausruf als Synonym für plötzliche Erkenntnis. Der renommierte Philosophiehistoriker Wolfgang Röd stellt hier die besten philosophischen Anekdoten vor und klopft sie darauf ab, was sie über die einprägsame Geschichte hinaus an erhellender Erkenntnis und philosophischem Selbstverständnis beinhalten.

Eine gute Anekdote braucht nicht historisch wahr zu sein; sie muss aber insofern "wahr" sein, als sie etwas für eine Person, eine Denkweise oder eine Tradition Charakteristisches zum Ausdruck bringt. Das gilt für alle der von Röd ausgewählten Anekdoten – von der respektlosen Zurechtweisung "Geh mir aus der Sonne!", mit der Diogenes den mächtigsten Herrscher seiner Zeit, Alexander den Großen, abgefertigt haben soll, über Galileis trotziges Gemurmel "Sie bewegt sich doch!", als die Inquisition ihn mit Folter bedrohte, bis hin zu dem Schürhaken, mit dem Ludwig Wittgenstein auf Karl Popper bei ihrem einzigen Aufeinandertreffen zugegangen sein soll. Das Anekdotische ist keineswegs belanglos, jedenfalls nicht, wenn man davon so geistreich und kenntnisreich berichtet wie Wolfgang Röd.

Wolfgang Röd war bis zu seiner Emeritierung Ordinarius für Philosophie am Philosophischen Institut der Universität Innsbruck und ist Herausgeber und Autor der bei C.H.Beck erscheinenden Reihe "Geschichte der Philosophie". Von ihm sind darüber hinaus lieferbar: "Dialektische Philosophie der Neuzeit" (21986), "Erfahrung und Reflexion" (1991), "Der Weg der Philosophie" (2 Bände, 22008/9), "Der Gott der reinen Vernunft" (2009).

Produktdetails

Einband Taschenbuch
Erscheinungsdatum 13.03.2013
Verlag C.H.Beck
Seitenzahl 260
Maße 20,8/12,3/2,5 cm
Gewicht 332 g
Auflage 1
Sprache Deutsch
ISBN 978-3-406-64529-7

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  • 1. Einleitung


    Die Wahrheit von Anekdoten

    2. Staunen als Motiv des Philosophierens


    Wissenschaftliche und philosophische Verwunderung

    3. "Welchen Weg soll ich einschlagen?"


    Die Suche nach philosophischer Orientierung

    4. Gottheiten als Bürgen der Wahrheit


    Das Ideal vollkommener Erkenntnis

    5. Trügerische Erzählungen der Musen


    Meinen im Gegensatz zum Wissen

    6. Der Geist der Geometrie


    Das rationalistische Wissenschaftsideal

    7. "Kein Einlaß ohne Kenntnis der Geometrie!"


    Geometrie und Kosmologie

    8. "Dr. Schopenhauer hat recht!"


    Philosophie und Naturwissenschaft

    9. "Das Sein spricht"


    Denken als Manifestation des Seins

    10. "Heureka!"


    Erkenntnis als Fund oder als Leistung

    11. "Was vor deinen Füßen liegt, weißt du nicht!"


    Inwiefern Philosophen weltfremd sind

    12. "Es kommt, wie ich sage, oder der Himmel stürzt ein"


    Die Rolle von Weltbildern

    13. "Und sie bewegt sich doch!"


    Das Ringen um Denkfreiheit

    14. Ein Fußstoß als Argument


    Philosophie und Common Sense

    15. Alles voll von Göttern?


    Mythische Naturauffassung und Entzauberung der Natur

    16. Glaube, der Wissen werden soll


    Die Problematik der Gottesbeweise

    17. Frevelnde Philosophen


    Philosophie und Religion

    18. "Der große Pan ist tot"


    Die Krise des Gottesglaubens

    19. Argumentieren mit dem Schürhaken


    Der Umgang mit philosophischer Kritik

    20. Mit dem kategorischen Imperativ gut gefahren?


    Sittliche Pflicht und Neigung

    21. In Fesseln frei


    Facetten des Freiheitsproblems

    22. Der Philosoph als Wegweiser?


    Moral und Ethik

    23. Die großen Tiere fressen die kleinen


    Recht und Natur

    24. Philosophen als Herrscher?


    Die Anziehungskraft der Macht

    25. Ein Jude am Rosenthaler Tor


    Toleranz als Aufgabe

    26. Utopische Hoffnungen


    Phantastische gesellschaftliche Reformpläne

    27. Literarische Totgeburten


    Scheinbare Mißerfolge philosophischer Werke

    28. Philosophie und Sprache


    Gefährdung der Sprache und Gefährdung durch die Sprache

    29. Philosophen in der Kritik


    Philosophische Einwände und Erwiderungen

    30. "Vergiß die Peitsche nicht!"


    Philosophen und Frauen

    31. Philosophen und Ärzte


    Motive des Mißtrauens gegen die Medizin

    32. "Wir schulden dem Asklepios einen Hahn"


    Philosophische Deutungen des Todes

    Schlußbemerkung

    Personenregister