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Produktbild: Tannhäuser und der Sängerkrieg auf Wartburg

Tannhäuser und der Sängerkrieg auf Wartburg Klavierauszug nach dem Text der Richard-Wagner-Gesamtausgabe herausgegeben von Wolfgang M. Wagner. WWV 70. Klavierauszug.

1

69,00 €

inkl. gesetzl. MwSt., Versandkostenfrei


Beschreibung

Produktdetails

Einband

Taschenbuch

Erscheinungsdatum

15.08.2012

Herausgeber

Wolfgang Michael Wagner

Verlag

Schott Music

Seitenzahl

592

Maße (B/H)

21/29,7 cm

Gewicht

1824 g

Sprache

Deutsch, Französisch

ISBN

978-3-7957-9879-6

Beschreibung

Portrait

Wilhelm Richard Wagner wurde 1813 in Leipzig als neuntes Kind des Polizeiaktuarius Carl Friedrich Wagner und der Bäckerstochter Johanna Rosine Wagner geboren und starb 1883 in Venedig, im Palazzo Vendramin-Calergi. Er war war Komponist, Dramatiker, Philosoph, Dichter, Schriftsteller, Theaterregisseur und Dirigent. Mit seinen Musikdramen gilt er als einer der bedeutendsten Erneuerer der europäischen Musik im 19. Jahrhundert. Er veränderte die Ausdrucksfähigkeit romantischer Musik und die theoretischen und praktischen Grundlagen der Oper, indem er dramatische Handlungen als Gesamtkunstwerk gestaltete und dazu Text, Musik und Regieanweisungen schrieb. Als erster Komponist gründete er Festspiele in dem von ihm geplanten Bayreuther Festspielhaus. Seine Neuerungen in der Harmonik beeinflussten die Entwicklung der Musik bis in die Moderne. Mit seiner Schrift "Das Judenthum" in der Musik gehört er geistesgeschichtlich zu den Verfechtern des Antisemitismus.

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Einband

Taschenbuch

Erscheinungsdatum

15.08.2012

Herausgeber

Wolfgang Michael Wagner

Verlag

Schott Music

Seitenzahl

592

Maße (B/H)

21/29,7 cm

Gewicht

1824 g

Sprache

Deutsch, Französisch

ISBN

978-3-7957-9879-6

Herstelleradresse

Schott Music GmbH & Co. KG
Weihergarten 5
55116 Mainz
DE
info@schott-music.com

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  • Zitronenblau

    5/5

    03.12.2012

    Buch (Taschenbuch)

    Tannhäuser und der Sängerkrieg auf Wartburg

    Der Tannhäuser zählt für mich zu den größten Opern Wagners. Die Geschichte hat nicht nur – wie ich denke – archetypischen Charakter und macht Tannhäuser zu einer großen Figur der Weltliteratur, sie ist auch musikalisch so ergreifend und bestürzend vertont, dass ich sie mir immer wieder gern anhöre/ansehe. Tannhäuser gab es wirklich und um den Minnesänger rankten schnell Legenden, die Wagner für seine romantische Oper ableitete. Heinrich Tannhäuser ist ein Mann, der sich nach dem ewig weiblichen Prinzip sehnt. Zur einen Seite ist er der Liebhaber der Venus – hierher stammt auch das Bild des Venushügels, der Lustgrotte und des Zauberbergs! Im erotisch-dionysischen Rausch der Lust wird ihm aber ein Gedanke offenbar: „[...] wenn stets ein Gott genießen kann, / bin ich dem Wechsel Untertan; [...]“ So sehnt er sich nach der irdisch-christlichen Liebe Elisabeths, Tochter des Landfürsten, auf dessen Wartburg die berühmten Sängerkriege gefeiert werden, zurück. Als er Venus – die Göttin der Liebe und der Schönheit – verlässt, wird er wieder in den Kreis der Sängerkrieger aufgenommen. Wagner reanimiert unter ihnen die berühmten deutschen Minnesänger wie Walther von der Vogelweide sowie den Dichter des Gralssuchers Parsifal (dessen Geschichte Wagner auch vertonen wird), Wolfram von Eschenbach. Er trifft auf Elisabeth, die Heilige und Gottesfürchtige und ihre Liebe zueinander erwächst von neuem. Es kommt dann zum Sängerkrieg, bei dem Tannhäuser gesteht und sogar stolziert, er sei bei im Venushügel gewesen, das bei den Beteiligten auf großen Unmut stößt, die ihn der Sünde und Frevelei bezichtigen. Elisabeth aber wirft sich dazwischen und verteidigt Tannhäuser. Der Landgraf aber schickt ihn nach Rom. Tannhäuser soll dorthin pilgern und sich von seinen Sünden zu befreien: „Am hohen Fest der Gnadenhuld / in Demut sühnet eure Schuld! / Gesegnet wer im Glauben treu: er wird erlöst durch Buߒ und Reu’.“ Während dieser Pilgerfahrt wartet Elisabeth auf Tannhäuser im Glauben an dessen Buße und Reue. Tannhäuser kehrt als Pilger zurück. Doch ist er nicht geläutert und hat keine Vergebung gefunden beim Papst: „Hast du so böse Lust geteilt, / dich an der Hölle Glut entflammt, / hast du im Venusberg geweilt: so bist nun ewig du verdammt!“ Solange des Papstens Stab sich nicht schmückt mit „Frischem Grün“ – das einem Wunder gleichkäme –, keine Erlösung. Er will zurück zur Venus, die deren Reich sich vor ihm und Wolfram auftut. Erst Wolframs Intervention (und somit dessen bewiesene Schlüsselrolle im Musikdrama) bekehrt den Tannhäuser: „Ein Engel bat für dich auf Erden – / bald schwebt er segnend über dir: Elisabeth!“ Diese ist für Tannhäuser gestorben. An ihrem Sarg kommen Rompilger mit dem belaubten Stab des Papstes herbei: das Wunder ist geschehen, Tannhäuser durch Gott erlöst; er fährt zu Elisabeth in den Himmel: „Der Gnade Heil ist dem Büßer beschieden, / er geht nun ein in der Seligen Frieden.“ Der Vorhang fällt. Was Wagner hier ausdrückt ist mehr als nur Religion, es ist tiefste Hoffnung auf Frieden mit sich und der Welt... Ein Meisterwerk!

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