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Produktbild: Campusmord in Bielefeld
Band 2

Campusmord in Bielefeld Ein Fall für Bröker

Aus der Reihe Ein Fall für Bröker
1

3,99 €

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Beschreibung

Produktdetails

Format

ePUB

Kopierschutz

Nein

Family Sharing

Ja

Text-to-Speech

Ja

Erscheinungsdatum

08.10.2012

Verlag

Pendragon Verlag

Seitenzahl

384 (Printausgabe)

Dateigröße

689 KB

Sprache

Deutsch

EAN

9783865323538

Beschreibung

Produktdetails

Format

ePUB

eBooks im ePUB-Format erlauben eine dynamische Anpassung des Inhalts an die jeweilige Display-Größe des Lesegeräts. Das Format eignet sich daher besonders für das Lesen auf mobilen Geräten, wie z.B. Ihrem tolino, Tablets oder Smartphones.

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Erscheinungsdatum

08.10.2012

Verlag

Pendragon Verlag

Seitenzahl

384 (Printausgabe)

Dateigröße

689 KB

Sprache

Deutsch

EAN

9783865323538

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  • Stefan Heidsiek

    aus Darmstadt

    3/5

    04.03.2013

    Buch (Taschenbuch)

    Bröker studiert den Tod

    Die Lektüre von „Campus-Mord in Bielefeld“ war für den Rezensenten auch fast so etwas wie ein persönlicher Blick in die Vergangenheit, kennt er doch die im Buch beschriebenen Örtlichkeiten als Kind der Stadt äußerst genau. Zudem hat er einige Semester am Tatort studiert. Das ist im Falle dieser Rezension Fluch und Segen zugleich, da man den zweiten Fall Brökers aus der Sicht des Zielpublikums, nämlich der Bielefelder und Ostwestfalen, wahrnimmt und somit die Objektivität, welche bei der Bewertung eines Romans ohnehin nie gewährleistet werden kann, unbewusst darunter leidet. So steht am Ende die Frage: War es wirklich die Handlung des Kriminalromans oder nur der „Ach-das-kenn-ich-doch-auch“-Effekt, der hier unterhalten hat? Fakt ist jedenfalls: Das Autorenduo Lisa Glauche und Matthias Löwe hat sich gegenüber dem doch arg zähen Vorgänger steigern können und endlich in den Rhythmus gefunden. „Campus-Mord in Bielefeld“ wirkt, trotz größeren Umfangs, wesentlich zielgerichteter, die Schreibweise ökonomischer. Wenngleich der Leser auch im zweiten Band einige Wiederholungen erdulden muss, so sind diese nun besser dosiert. Statt immer wieder auf dieselben Dinge hinzuweisen und damit die eigentlichen Ermittlungen zu bremsen, kommt man endlich öfters auf den Punkt. Diesmal schläft Bröker während eines Einbruchs nicht plötzlich ein oder lässt sich durch Fußballspiele von seinen Nachforschungen abhalten. So amüsant diese Verbindungen mit der heimischen Arminia waren – in „Tod an der Sparrenburg“ war das der Ballsport-Anekdoten ein bisschen zu viel. Das scheinen auch Glauche und Löwe erkannt und sich stattdessen besonders der Zeichnung der Figuren gewidmet zu haben. Hauptprotagonist Bröker, der im Erstling vor allem eins, nämlich ziemlich einschläfernd und langweilig war, kommt nun weit besser ausgearbeitet daher. Zwar immer noch behäbig und trottelig, zeigt er jetzt endlich Einsatz und Ideenreichtum. Wo zuvor Mitbewohner Gregor mittels Internetrecherche für Fortschritte im Mordfall sorgte, lässt sich diesmal Bröker höchstpersönlich vom Verdächtigen durch die Vorgärten Werthers jagen. Anschließende Flucht auf einem Kinderroller inklusive. Und das liest sich in „Campus-Mord in Bielefeld“ sogar richtig komisch, da Glauche und Löwe in Punkto Timing inzwischen ihre Hausaufgaben machen. Das wirkt sich letztlich dann auch auf die Authentizität der Figuren aus. Es „menschelt“ plötzlich, schmeckt „ostwestfälisch“ – und das tut der Reihe richtig gut. Auch in Bezug auf den Spannungsaufbau legen die Autoren einen Zahn zu. Die Nachforschungen Brökers sind wesentlich aktionsreicher geworden, die Auflösung gelingt diesmal schlüssig und plausibel. Richtige Sogkraft kann „Campus-Mord in Bielefeld“ dann aber trotzdem wieder nicht entwickeln, was schlichtweg daran liegt, dass es bis zum Ende bei einem einzigen Verdächtigen bleibt. Die „Wer-ist-es-gewesen“-Frage wird somit obsolet. Und das letztliche „Warum“ ist zwar wie erwähnt nachvollziehbar, bietet jedoch auch wenig Neues oder gar ein Überraschungsmoment. Hinzu kommt das weiterhin sehr „ostwestfälische“ Tempo der Geschichte, welches mögliche dramaturgische Höhepunkte immer wieder verschleppt. Am Ende muss man konstatieren: Wer einen richtig spannenden, literarisch runden Kriminalroman sucht, sollte sich beim Verlag Pendragon lieber die Namen Mechtild Borrmann, Frank Göhre oder David Osborn näher anschauen. Freunde regionaler, kurzweiliger Unterhaltungsliteratur aus dem Raum Bielefeld und Umgebung dürfen sich jedoch diesen Blick auf ihre Heimat auf keinen Fall entgehen lassen.

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