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Produktbild: Orient-Express

Orient-Express

1

9,99 €

inkl. gesetzl. MwSt.

Beschreibung

Produktdetails

Format

ePUB

Kopierschutz

Nein

Family Sharing

Ja

Text-to-Speech

Ja

Erscheinungsdatum

25.02.2013

Verlag

Nagel & Kimche

Seitenzahl

208 (Printausgabe)

Dateigröße

1997 KB

Auflage

1. Auflage

Originaltitel

Orient Express

Übersetzt von

Matthias Fienbork

Sprache

Deutsch

EAN

9783312005628

Beschreibung

Produktdetails

Format

ePUB

eBooks im ePUB-Format erlauben eine dynamische Anpassung des Inhalts an die jeweilige Display-Größe des Lesegeräts. Das Format eignet sich daher besonders für das Lesen auf mobilen Geräten, wie z.B. Ihrem tolino, Tablets oder Smartphones.

Kopierschutz

Nein

Dieses eBook können Sie uneingeschränkt auf allen Geräten der tolino Familie, allen sonstigen eReadern und am PC lesen. Das eBook ist nicht kopiergeschützt und kann ein personalisiertes Wasserzeichen enthalten. Weitere Hinweise zum Lesen von eBooks mit einem personalisierten Wasserzeichen finden Sie unter Hilfe/Downloads.

Family Sharing

Ja

Mit Family Sharing können Sie eBooks innerhalb Ihrer Familie (max. sechs Mitglieder im gleichen Haushalt) teilen. Sie entscheiden selbst, welches Buch Sie mit welchem Familienmitglied teilen möchten. Auch das parallele Lesen durch verschiedene Familienmitglieder ist durch Family Sharing möglich. Um eBooks zu teilen oder geteilt zu bekommen, muss jedes Familienmitglied ein Konto bei Thalia oder einem anderen tolino-Buchhändler haben. Weitere Informationen finden Sie unter Hilfe/Family-Sharing.

Text-to-Speech

Ja

Bedeutet Ihnen Stimme mehr als Text? Mit der Funktion Text-to-Speech können Sie sich im tolino webReader und in der aktuellen Thalia – Lesen & Hören App das eBook vorlesen lassen. Weitere Informationen finden Sie unter Hilfe/Text-to-Speech.

Barrierefreiheit

  • keine Information zur Barrierefreiheit bekannt

Erscheinungsdatum

25.02.2013

Verlag

Nagel & Kimche

Seitenzahl

208 (Printausgabe)

Dateigröße

1997 KB

Auflage

1. Auflage

Originaltitel

Orient Express

Übersetzt von

Matthias Fienbork

Sprache

Deutsch

EAN

9783312005628

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  • Bewertung

    4/5

    06.03.2016

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Der Nahe Osten im Umbruch

    John Dos Passos ist ein amerikanischer Autor, der neben Ernest Hemingway, William Faulkner und F. Scott Fitzgerald als einer der Hauptvertreter der Moderne gilt. Politisch verstand er sich als Sozialrevolutionär. Er kämpfte als Freiwilliger bei den Republikanern im spanischen Bürgerkrieg, doch dort ging er auf Distanz zu den stalinistischen Linken, obwohl er die Sowjetunion als wichtigste antifaschistische Macht ansah. Seine Nähe zum Kommunismus wurde ihm immer negativ angekreidet, so dass er fast in Vergessenheit geraten ist. Ich habe als junge Frau von ihm die Romane „Manhattan Transfer“ und „U.S.A.“, ein in drei Bänden angelegtes Sittengemälde der amerikanischen Gesellschaft von 1890 bis 1930, mit absoluter Begeisterung gelesen. Leider sind diese beiden Bücher nur noch antiquarisch erhältlich. Für mich ist er einer der großen US-amerikanischen Autoren, die sich intensiv mit der amerikanischen Gesellschaft Anfang des 20. Jahrhunderts auseinandergesetzt hat. Jetzt hat der Nagel & Kimche Verlag sehr zu meiner Freude sein Reisetagebuch von 1921, welches ursprünglich 1927 veröffentlicht wurde, wieder aufgelegt. 1921 war John Dos Passos 25 Jahre alt. Er besucht den Nahen Osten. Durch ein Erbe von seinem Vater hat er etwas Geld, so dass er sich diese Reise leisten konnte. Die erste Station ist Istanbul. Danach geht es zum Teil mit dem Zug und zum Teil per Kamel weiter bis nach Damaskus. Es ist die Zeit nach dem 1. Weltkrieg und es ist die Zeit des Zerfalls des osmanischen Reichs. Das Massaker der griechischen Truppen an türkischen und muslimischen Bewohnern von Smyrna im Jahr 1919 hat bereits stattgefunden. Der Gegenschlag der Türken gegen die Griechen und Armenier 1922 stand noch bevor. Es gab russische Flüchtlinge, die vor den Sowjets geflohen sind. Die Stadt war noch ein hochexplosiver Hexenkessel. Während seiner ganzen Reise ist er ein großartiger Beobachter. Zu Beginn beobachtet er noch mehr, was um ihn herum geschieht und beschreibt dies, wie es scheint, teilweise ohne große Emotionen. Trotzdem kommt das Leid, welchem er auf seiner Reise begegnet, gut rüber. Im Nahen Osten sind der 1. Weltkrieg und die russische Revolution noch nicht vollständig vorbei. Es entstehen neue Länder durch das Eingreifen der Westalliierten und der Sowjetunion, aber noch kann man ungehindert reisen. Und genau dies tut der Autor. Im zweiten Teil seiner Reise durch die Wüste beobachtet er eher sich selbst. Wie kann man ohne die Dinge leben, die im Westen etwas ganz gewöhnliches sind. Wie kann man leben, wenn man fast ganz auf sich selbst reduziert wird. Es ist ein sehr interessanter Bericht über eine Region, die es in dieser Weise heute nicht mehr gibt. Und es ist erstaunlich, dass dieser ganze Umbruch erst in den zwanziger Jahren des letzten Jahrhunderts stattgefunden hat. Wenn man sich mit der Geografie und der Geschichte dieser Region nicht so sehr auskennt, ist es teilweise etwas verwirrend zu lesen, aber am Ende des Buches gibt es einen hervorragenden Artikel, der die Hintergründe verständlich macht. Interessant für Leser, die sich für die jüngere Geschichte des Nahen Ostens interessieren. Denn dieses Buch zeigt auch einiges auf, warum diese Region noch heute ein Hexenkessel ist.

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