Produktbild: Romeo und Julia auf dem Dorfe

Romeo und Julia auf dem Dorfe

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PDF

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Ja

Family Sharing

Ja

Text-to-Speech

Nein

Erscheinungsdatum

01.01.2010

Verlag

Yanusverlag

Seitenzahl

95 (Printausgabe)

Dateigröße

1077 KB

Auflage

1. Auflage

Sprache

Deutsch

EAN

9783840639227

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PDF

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Erscheinungsdatum

01.01.2010

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Yanusverlag

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Deutsch

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9783840639227

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  • Sam

    5/5

    25.06.2026

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Top.

    Shakespeare ist wie immer großartig. Kennt man ohne es gelesen zu haben nur bestimmte Stellen, lohnt sich das Buch. Shakespeare ist in der deutschen Übersetzung übrigens leichter Verständnis als Goethe. Perfektes Drama, perfektes Dreieck. Einfach Klasse.

  • J.M.L.

    5/5

    23.06.2026

    Buch (Taschenbuch)

    Eine einfache Einführung in eine unerwartete Sicht auf das Schachspiel sowie die menschliche Psyche.

    Stefan Zweigˋs Novelle hat mich auf zwei Sichten überrascht. Das herausstechendste dabei war die erstaunlich einfache Schriftweise. Zweig versucht nicht, krampfhaft hochgestochene Worte zu verwenden, wie manch andere Autoren es tun. Dies ist jedoch keines Falles zum Nachteil des Wertes der Geschichte. Einzelne Passagen, besonders in der Mitte, zeugen von seiner Fähigkeit als Schriftsteller sowie seiner Einsicht in die menschliche Psyche. Mit einfachen Worten schafft er es, komplexe psychologische Inhalte verständlich und passend zur Handlung wiederzugeben. Des weiteren empfand ich die Schilderung der Hintergrundgeschichte eines Hauptcharakters als erfrischend anders. Sie war (keine Spoiler) eine ganz andere Art, als man gewöhnt ist, was es interessant machte zu lesen. Auch das Ende, wenn man es in einer übertragenen Sicht sehen möchte, als Kampf zweier „Gedanken-/Vorangehensweisen“, war in vollem Umfang passend zu dem Rest der Geschichte, ein würdiger Abschluss dieser Novelle. Das Ende erhält mehr Gewicht, wenn man auch den traurigen Suizid Zweigˋs wenige Monate nach Veröffentlichung der Novelle im Jahre 1942 bedenkt. All dies wurde auf gerade mal an die hundert Seiten gebracht, verschiedene Perspektiven und Themenschwerpunkte auf typischer Novellenlänge. Alles in allem ein absolut lesenswertes Buch, welches ich gerne weiterempfehle. Ich habe es in keinster Weise bereut haben. Es freute mich auch zu hören, dass die Novelle ab und an als Schullektüre gelesen wurde/wird. Das halte ich für eine sehr vorteilhafte Entscheidung.

  • the2bookaholics

    5/5

    22.04.2026

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Ein echtes Highlight im Bücherregal

    "Romeo und Julia" ist wohl eine der bekanntesten und zugleich tragischsten Liebesgeschichten der Weltliteratur - ein Klassiker, der seit Generationen berührt und bis heute nichts von seiner Wirkung verloren hat. Die beiden Liebenden werden bis heute als Symbol für die große Liebe genannt - und dabei gerät fast in den Hintergrund, dass ihre Geschichte eigentlich eine Tragödie ist. Es handelt sich hierbei um ein Theaterstück, was bedeutet, dass die Geschichte vor allem durch Dialoge getragen wird. Genau das macht den besonderen Reiz aus, da man die Emotionen und Konflikte der Figuren sehr unmittelbar miterlebt und sich ganz anders auf die Geschichte einlässt als bei einem klassischen Roman. Diese Form der Erzählung war für mich zunächst gewöhnungsbedürftig, jedoch hatte ich bereits häufiger Berührungspunkte mit in Akten und Szenen strukturierten Dramen, was es nicht völlig ungewohnt erscheinen ließ. Was diese Ausgabe jedoch wirklich zu etwas Besonderem macht, ist ihre Gestaltung. Die Schmuckausgabe aus dem Coppenrath Verlag ist nicht nur angenehm handlich, sondern vor allem unglaublich hochwertig und detailverliebt umgesetzt. Schon beim ersten Durchblättern merkt man, wie viel Sorgfalt in jede einzelne Seite geflossen ist. Die Illustrationen sind wunderschön gestaltet und fangen die Stimmung der Geschichte perfekt ein. Sie unterstreichen die tragische, aber auch romantische Atmosphäre. In dieser Hinsicht ist es nicht nur eine Geschichte, die man liest, sondern ein kleines Gesamtkunstwerk, das man immer wieder gerne zur Hand nimmt, durchblättert und im Regal bewundert. Für mich ist diese Ausgabe definitiv ein echtes Highlight im Bücherregal und ein wunderbares Beispiel dafür, wie man einem bekannten Klassiker noch einmal eine ganz neue, besondere Form verleihen kann.

  • Very_bad_books

    5/5

    08.03.2026

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Zeitlos tragisch, zeitlos schön: Romeo und Julia

    Am Anfang musste ich mich erst ein wenig an den Schreibstil gewöhnen, was bei einem Klassiker natürlich völlig normal ist. Aber sobald ich in die Sprache hineingefunden habe, hat es wirklich unglaublich viel Spaß gemacht, die Geschichte zu lesen. Die poetische Art zu schreiben verleiht der ganzen Liebesgeschichte noch einmal eine ganz besondere Intensität. Romeo und Julia – zwei junge Menschen aus verfeindeten Familien, die sich auf den ersten Blick verlieben und für ihre Liebe alles riskieren. Auch wenn man die Geschichte irgendwie kennt, war es trotzdem sehr berührend, sie selbst zu lesen. Außerdem ist diese Schmuckausgabe einfach wunderschön gestaltet. ✨ Mit Goldfolie, Farbschnitt, Leseband und mehreren liebevoll gestalteten Beilagen ist das Buch wirklich etwas ganz Besonderes und ein absoluter Hingucker im Regal. Für mich war es eine richtig tolle erste Begegnung mit Shakespeare und ich kann das Buch wirklich jedem empfehlen, der Lust hat, einmal einen Klassiker zu lesen – besonders wenn man Geschichten über verbotene Liebe liebt. ❤️

  • bluetenzeilen

    5/5

    15.02.2026

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Der bekannte Klassiker in wunderschöner Optik!

    "Kann ich denn fortgehen und mein Herz bleibt hier?" Inhalt: Erleben Sie William Shakespeares weltberühmten Klassiker "Romeo und Julia" in einer liebevoll gestalteten Ausgabe, die Herz und Auge gleichermaßen berührt. Detailverliebt gestaltet, mit Leseband und vier besonderen Beilagen, die sich zwischen den Buchseiten verstecken, zieht diese Schmuckausgabe Leser in den Bann der berühmtesten Liebesgeschichte aller Zeiten – in einer besonderen Edition, die ein Hingucker in jeder Sammlung ist. Perfekt für alle, die Literatur nicht nur lesen, sondern fühlen möchten. Meinung: Der bekannte Klassiker in wunderschöner Optik! Die Gestaltung ist wie bei allen Büchern des Coppenrath Verlages wirklich wunderschön zu betrachten. Das Schwert in Verbindung mit dem Herz sieht einfach toll aus und auch die anderen Elemente runden das Cover in meinen Augen perfekt ab. Auch wenn es bei den Mini-Büchern nicht unbedingt einen Farbschnitt für mich gebraucht hätte, ist dieser dennoch sehr hübsch zu betrachten. Zudem leben die Schmuckausgaben einfach von den vielen tollen Seiten in der Innengestaltung. So wurde das Lesen zu einem absoluten Erlebnis. Insgesamt also wieder einmal ein wunderschönes Buch, dass ich mir aus diesem Grund alleine gekauft hätte. Der Schreibstil von Shakespeare ist dabei sehr typisch gestellt und dennoch sehr nah am Original, nicht immer leicht zu verstehen, durch die unterschiedlichen Akte in meinen Augen aber gut zu lesen und strukturiert aufgebaut. Denn man spürt auf jeden Fall, dass es auch Unterschiede gibt. Auch wenn ich mich ehrlicherweise erst einmal zurechtfinden musste, was bei Klassikern wahrscheinlich normal ist. Die charakteristische und bekannte Geschichte behandelt dabei das Drama rund um Romeo und Julia, eine tiefgreifende und facettenreiche Liebe, bei der der Tod dennoch mehr als einmal anklopft. Auch wenn die Handlung tragisch schön war, wurde sie gut adaptiert, da man all die Emotionen der Charaktere auf jeden Fall direkt selbst spürt. So fand ich die Geschichte aus wirklich sehr spannend, da sich tieftraurige Szenen mit zum Beispiel sehr liebevollen abgewechselt haben. Auch wenn ich nicht immer alle Handlungsweisen der Charaktere nachvollziehen konnte, gehört das wahrscheinlich zur Geschichte auch einfach dazu und bietet definitiv Interpretationsspielraum. Interessant fand ich jedoch auch, dass es eine Art Portrait rund um Shakespeare, die Hintergründe zum Werk und ihrer Entwicklung, aber auch verschiedene andere kleine Aspekte, wie zum Beispiel ein Glossar gibt, um bestimmte Namen noch einmal nachzuschlagen. Das hat das Lesen auf jeden Fall noch einmal aufgelockert und gefiel mir richtig gut. So kann ich das Buch jedem nur ans Herz legen, der Klassiker liebt und eine Art Neuauflage lesen möchte, ohne dass die Originalgeschichte verloren geht. Denn diese zieht einen einfach in seinen Bann und sorgt dafür, dass man das Buch nicht mehr aus der Hand legen möchte. Aus diesem Grund eine klare Empfehlung für alle Shakespeare-Fans und alle, die es noch werden wollen!  Ich freue mich derweil schon sehr auf alle weiteren Schmuckausgaben, die der Coppenrath Verlag noch herausbringen wird. Denn diese sehen einfach immer so wunderschön aus.

Kundinnen und Kunden meinen

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Bewertungen (121)

Unsere Meinungen

  • Zum Bewerterprofil von Angela Franke

    Angela Franke

    Thalia Magdeburg – Allee-Center

    Buchhändler*in

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    5/5

    11.04.2026

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Schmuckstück

    Julia: „Meine Großzügigkeit ist so grenzenlos wie das Meer, meine Liebe so tief; je mehr ich dir gebe, desto mehr habe ich, denn beides ist unendlich“ Diese wunderschöne Schmuckausgabe ist einfach etwas Besonderes. Mit viel Liebe zum Detail gestaltet und hochwertig verarbeitet, lädt sie dazu ein, das bekannte Werk noch einmal ganz neu zu entdecken. Ein Buch, das nicht nur gelesen, sondern auch bestaunt werden will, perfekt für alle, die Bücher lieben und Wert auf schöne Ausgaben legen. Ideal auch als Geschenk für jemanden, dem man etwas wirklich Edles schenken möchte.
  • Zum Bewerterprofil von Jérôme Wiedenhaupt

    Jérôme Wiedenhaupt

    Thalia Hildesheim

    Buchhändler*in

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    5/5

    11.03.2026

    Buch (Taschenbuch)

    Ritt in die Unendlichkeit – Hauke Haien und die Grenze der Aufklärung.

    „Vielleicht ist der Wind nur die Stimme der Welt, wenn sie leise spricht.“ Ja dieser Roman ist vom Wind durchzogen, vom Sturm geformt. Man könnte meinen, die Geschichte beginne mit Wind. Nicht mit einem Menschen, nicht mit einem Dorf, nicht einmal mit dem Deich, der doch ihr eigentliches Rückgrat bildet. Sondern mit Wind – diesem ruhelosen Atem der Nordsee, der über Marschland streicht, Gras biegt, Wolken jagt und Gedanken in Bewegung setzt. In dieser Atmosphäre hebt die Novelle Der Schimmelreiter von Theodor Storm an: wie ein Gerücht, das über das Land weht und langsam Gestalt annimmt. Ein Reiter soll dort draußen zu sehen sein, sagen die Leute. Ein Mann auf einem weißen Pferd. Oder vielleicht ein Gespenst. Schon dieser Beginn verrät das Eigenartige des Werks: Es erzählt nicht einfach eine Geschichte, es lässt sie entstehen – aus Stimmen, Erinnerungen, Landschaft. Man hört sie beinahe, wie sie sich über Generationen hinweg formt, weitergegeben an langen Winterabenden, während draußen das Wasser gegen den Deich schlägt. Storm gelingt hier etwas Seltenes: Die Novelle wirkt zugleich präzise und geheimnisvoll. Sie besitzt die klare Struktur einer klassischen Erzählung und zugleich die Unschärfe einer Sage. Mehrere Erzählebenen lagern sich übereinander wie Sedimente im Marschboden. Ein Reisender hört die Geschichte, ein Schulmeister erzählt sie, und dahinter liegt die eigentliche Lebensgeschichte Hauke Haiens – des Deichgrafen, des Visionärs, des Außenseiters. Diese raffinierte Rahmung erzeugt eine Atmosphäre, in der sich Realität und Legende unmerklich vermischen. Man liest und fragt sich unwillkürlich: Ist dies ein historischer Bericht oder eine Dorfphantasie, die im Sturm gewachsen ist? Genau darin liegt ein Kernreiz der Novelle. Storm lässt das Rationalistische und das Mythische unaufhörlich gegeneinander antreten. Hauke Haien selbst erscheint zunächst unscheinbar: ein stiller, scharf beobachtender Junge, der lieber rechnet als spielt. Doch in dieser nüchternen Begabung glimmt bereits etwas Radikales. Hauke glaubt an Ordnung, an Maß, an die Möglichkeit, Naturkräfte durch kluges Denken zu bändigen. Für ihn ist der Deich kein bloßer Wall aus Erde, sondern ein geometrisches Problem, eine Aufgabe, die sich verbessern lässt. Seine Vorstellung eines neuen, flacheren Deichprofils entspringt einer fast modernen Ingenieurslogik. In einer Welt, die noch stark von Tradition, Aberglauben und sozialer Rangordnung geprägt ist, wirkt dieser Gedanke beinahe revolutionär. Storm zeichnet hier eine Figur, die zugleich Kind ihrer Zeit und ihr Vorausläufer ist. Hauke besitzt die Härte des Rationalisten und die Einsamkeit des Visionärs. Er denkt schneller als seine Umgebung – und bezahlt dafür mit Misstrauen. Das Marschdorf, das ihn umgibt, ist kein idyllischer Ort, sondern ein soziales Gefüge voller latenter Spannungen. Neid, Furcht, Gerüchte – all das arbeitet unter der Oberfläche wie Wasser im Deichkörper. Storm schildert diese Gemeinschaft mit einer Genauigkeit, die beinahe ethnografisch wirkt. Die Bauern fürchten Veränderungen, nicht aus bloßer Dummheit, sondern weil ihr Leben ohnehin am Rand der Katastrophe balanciert. Ein einziger Sturm kann Jahre harter Arbeit zerstören. In dieser fragilen Welt erscheint Haukes Fortschrittsglaube zugleich notwendig und bedrohlich. Er fordert die alte Ordnung heraus. Und genau hier entfaltet sich die tragische Dynamik der Novelle. Das vielleicht Charakteristischste an Storms Erzählweise ist die enge Verschränkung von Landschaft und Psyche. Das nordfriesische Land ist kein Hintergrund, sondern ein handelnder Raum. Wind, Wasser, Nebel – sie wirken wie stille Kommentatoren der Handlung. Wenn Hauke nachts über den Deich reitet, wenn Sturmwolken über die Marsch ziehen, dann spiegeln diese Bilder seine innere Lage. Storm, selbst Jurist und lebenslang mit der norddeutschen Küste verbunden, kannte diese Landschaft nicht nur geografisch, sondern existenziell. Die Küste war für ihn ein Ort, an dem menschliche Vernunft und Naturgewalt in ständiger Auseinandersetzung stehen. Gerade diese Spannung bildet den poetischen Kern der Novelle. Der Anlass für Storm, diese Geschichte zu schreiben, lag nicht zuletzt in seiner späten Lebensphase. Als er die Novelle vollendete, blickte er bereits auf ein langes Leben zurück. Viele seiner Werke kreisen um Erinnerung, Verlust und die Frage, was von einem Menschen bleibt. Eine alte nordfriesische Volkssage über einen geisterhaften Reiter auf dem Deich gab ihm den erzählerischen Ausgangspunkt. Doch Storm verwandelt diese Sage in etwas weit Komplexeres: eine Meditation über Fortschritt, Isolation und die Grenzen menschlicher Kontrolle. Hauke Haien wird so zu einer Figur, die zwischen Aufklärung und Mythos steht – halb Ingenieur, halb Gespenst. Gerade deshalb endet sein Schicksal so, wie es endet. Der finale Sturm, die brechenden Deiche, das Chaos aus Wasser, Wind und Panik wirken zunächst wie eine klassische Naturkatastrophe. Doch literarisch betrachtet ist dieses Ende weit mehr als ein dramatischer Höhepunkt. Es ist die logische Konsequenz eines Lebens, das ganz auf Beherrschung der Natur ausgerichtet war. Hauke hat versucht, Ordnung in eine Welt zu bringen, die sich letztlich nicht vollständig berechnen lässt. Sein tragischer Ritt in die Flut wirkt fast wie eine letzte, verzweifelte Gleichung: Wenn der Deich versagt, muss er selbst Teil des Deiches werden. In dieser Szene verschmelzen Rationalität und Mythos endgültig. Der Mensch, der gegen Aberglauben kämpfte, wird selbst zur Legende. Vielleicht liegt darin auch die nachhaltige Wirkung der Novelle. Sie erzählt nicht nur von einem individuellen Schicksal, sondern von einem Grundkonflikt der Moderne. Wie weit kann menschliche Planung gehen? Wo beginnt das Unberechenbare? Storm formuliert diese Fragen nicht theoretisch, sondern in Bildern: im Schimmel, der im Nebel auftaucht; im grauen Wasser, das über den Deich steigt; im Schweigen der Dorfbewohner, die zugleich bewundern und fürchten. Sollte man dieses Buch heute noch lesen? Gerade heute vielleicht mehr denn je. In einer Zeit, in der Deiche höher gebaut, Küsten vermessen und Klimamodelle berechnet werden, wirkt Storms Geschichte erstaunlich gegenwärtig. Sie erinnert daran, dass technische Lösungen immer auch soziale und psychologische Dimensionen besitzen. Hauke scheitert nicht nur an der Natur, sondern auch an den Menschen um ihn herum. Fortschritt braucht Vertrauen – und genau dieses Vertrauen bleibt ihm versagt. Und so bleibt am Ende das Bild des Reiters im Sturm. Ob man es als Spukgeschichte liest oder als poetische Metapher, spielt kaum noch eine Rolle. Entscheidend ist, dass Storm eine Figur geschaffen hat, die über ihre Zeit hinausreicht. Hauke Haien steht auf seinem Deich wie eine Silhouette zwischen zwei Welten: der alten, die im Aberglauben Schutz sucht, und der neuen, die an Berechnung und Planung glaubt. Dass er schließlich im Meer verschwindet, macht die Geschichte nicht nur tragisch, sondern auch seltsam schön. Denn im Verschwinden beginnt die Legende – und mit ihr das leise, unaufhörliche Weitererzählen, das diese Novelle bis heute lebendig hält.
  • Zum Bewerterprofil von Pauline Witt

    Pauline Witt

    Thalia Bernburg

    Buchhändler*in

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    5/5

    23.02.2026

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Kein Leidensweg war schlimmer irgendwo Als der von Julia und von Romeo.

    In dieser zeitlosen Tragödie erkundet Shakespeare die Themen Liebe, Schicksal und die tragische Macht der Feindschaft. Seine Geschichte berührt die Menschen bis heute und bleibt auch in der modernen Welt relevant. Die Ausgabe aus dem Coppenrath Verlag zählt zu den schönsten Ausgaben des Shakespeare-Dramas. Die liebevoll ausgearbeiteten Extras bieten wertvolle Hintergrundinformationen. Die Illustrationen von Stephanie Bartsch sind wunderschön und fangen den Stil der Renaissance perfekt ein. „Romeo und Julia“ gilt als die wohl bekannteste und tragischste Liebesgeschichte der Literaturgeschichte. Ein absoluter Klassiker, den man einfach gelesen haben muss!
  • Zum Bewerterprofil von Peter Zielke

    Peter Zielke

    Thalia Leipzig – Grimmaische Straße

    Buchhändler*in

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    5/5

    19.07.2025

    Buch (Taschenbuch)

    Kurz, eindringlich, großartig!

    Etwa hundert Seiten benötigt Stefan Zweig um das aufzuschreiben, was sich über die menschlichsten Abgründe aufzuschreiben lohnt. Gefangenschaft, Wahnsinn, Durchhalten. Das Buch ist ein sprachliches Wunderwerk in Minimalform. Wer die "Schachnovelle" gelesen hat, weiß, warum sie ein Klassiker ist.
  • Zum Bewerterprofil von J. Wagner

    J. Wagner

    Thalia Bad Salzuflen

    Buchhändler*in

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    5/5

    04.02.2025

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Jemand musste Josef K. verleumdet haben..

    Ein unvollendetes Werk Franz Kafkas, das man trotzdem unbedingt gelesen haben sollte. Man kann das Buch auf verschiedene Arten interpretieren, und es regt den Leser zum Nachdenken an. Es wird dem Wort "kafkaesk" aufjedenfall gerecht.. Franz Kafka ist nicht für jeden was, das ist völlig in Ordnung. Aber wenn man sich darauf einlässt, ist er ein großer Gewinn.

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