Gesellschaftliche Folgen der Säkularisation als Forschungsproblem am Beispiel Bayerns
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Sprache:Deutsch
15,99 €
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Produktdetails
Format
ePUB
Kopierschutz
Nein
Family Sharing
Nein
Text-to-Speech
Ja
Erscheinungsdatum
31.08.2012
Verlag
GRINSeitenzahl
22 (Printausgabe)
Dateigröße
306 KB
Auflage
1. Auflage
Sprache
Deutsch
EAN
9783656265368
Grundsätzlich war die politische Macht in geistlicher Hand durch die Emanzipation der Politik von der Religion fragwürdig geworden. Hierbei spielte die Aufklärung eine entscheidende Rolle, denn durch sie setzte ein Bewusstseinswandel ein. Hinzu kam die Last der Koalitionskriege, wodurch sich das Staatsdefizit erhöhte und man in erheblicher Finanznot steckte. Daraus ergibt sich, dass die Säkularisation in Bayern als fiskalpolitische Notwendigkeit betrachtet werden kann, die nicht zuletzt wie die politische und kirchliche Neuordnung Deutschlands unter dem Spannungsfeld napoleonischer Politik stand. Ein weiterer Grund für die Säkularisation war dementsprechend die Rolle Frankreichs. Durch die Expansion am Rhein und dem damit verbundenen Verlust ertragreicher Gebiete wurden die Reichsfürsten auf Kosten der Kirche entschädigt und berechtigt Enteignungen vorzunehmen.
Mit dem Wandel der Zeit kam es zunehmend auch auf lokalgeschichtlicher Ebene zur Beschäftigung mit der Säkularisation in Bayern. Dies ermöglichte differenziertere Betrachtungen der Folgen, als dies auf der Makroebene allein möglich gewesen wäre, wobei weiterhin zwei Sichtweisen von der "umstrittenen Umwälzung" bestehen. Zum einen kann man die Entmachtung und Enteignung der Römischen Kirche als legitimen Akt der Vernunft interpretieren, der den Auftakt zur geistigen Befreiung und wirtschaftlichen Verbesserung darstellte. Zum anderen aber auch als scheinlegalen Umsturz, der legitime Obrigkeiten beseitigte und das Ende für bewährte Sozialformen, gottgegebene Ordnung und blühende kirchliche Kultur ...
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