Rezension
"Das Theresienstädter Tagebuch von Helga Pollak-Kinsky nimmt sich strahlend aus (…) wegen der überwältigenden Begabung dieses 12-13jährigen Mädchens, seinen scharfen und tiefen Gedanken. Wegen Helgas Willen zur Selbstkritik, ihrem Hunger nach Erfahrung, nach Freundschaft, nach Zuversicht Helgas Tagebuch ist ein einzigartiges Dokument des Widerstands: weil aus ihm eine Halbwüchsige spricht, die sich über die Verhältnisse erhebt.“ Erich Hackl | Die Presse Wien | 30.6.2014
Das Tagebuch gehört zu den wenigen Dokumenten, die sehr anschaulich und mit viel Details schildern, wie sich das Leben im Ghetto abgespielt hat. Die Fähigkeit der Autorin, sich an ganz kleinen Dingen zu freuen, und daraus Lebensmut zu ziehen, der liebevolle Umgang, den die Betreuerinnen mit den Kindern pflegen sind wunderbare Beispiele für Menschlichkeit in einerunmenschlichen Zeit.Elisabeth Binder | Tagesspiegel | 25.1.2015
Was dieses Buch so besonders macht, sind nicht nur die überdurchschnittlich reflektierten Tagebucheinträge des jungen Mädchens, sondern auch deren Gegenüberstellung mit den kurzen, aber nicht minder eindringlichen Notizen ihres Vaters, der zur selben Zeit in Theresienstadt lebte und sogar miterleben musste, wie seine einzige Tochter nach Auschwitz deportiert wurde.Sonja Harter | APA | 26.3.2014
„Das Tagebuch der Wienerin Helga Pollak darf zweifellos im gleichen Atemzug genannt werden wie das Tagebuch der Anne Frank”.Gottfried Wagner in Die Presse, Wien
Helga Pollak-Kinsky war zwölf, als sie im Konzentrationslager Theresienstadt aufzuzeichnen begann, was sie erlebte. Nun werden ihre Tagebücher erstmals veröffentlicht – ein einzigartiges zeithistorisches Dokument. Edith Meinhart, Profil, 8/2014 (Titelgeschichte)
Die Tagebucheinträge werden im Buch ergänzt um Kalenderbucheintragungen ihres Vaters Otto Pollak, von ihr und anderen Mitgefangenen gemalte Bilder, Dokumente sowie - das macht das Buch besonders bereichernd – zwei kurze Interviews, die in den letzen Jahren geführt wurden. Es ergibt sich das eindrucksvolle Porträt eines jungen Menschen zwischen der Erfahrung mit Hunger, Tod und Vernichtung, Kinderalltag, Hoffnung und Überleben. Johannes Spohr, „analyse und kritik“, 19.8.20104
„Die Geschichte von Helga Pollak ist ein Modellfall der Erinnerung und des Gedenkens an das Schicksal der europäischen jüdischen Kinder. Ihre autobiografischen Aufzeichnungen sind vergleichbar mit dem Tagebuch der Anne Frank. Peter Gstettner, Professor für Erziehungswissenschaft, Historiker, im Nachwort zum Buch.Ein beeindruckendes Dokument einer Heranwachsenden, das, eingebettet in den historischen Kontext einen guten Einblick gibt in die Gefühlswelt eines jüdischen Mädchens angesichts der es umgebenden Bedrohung. Larissa Dämmig, „ekz-Informationsdienst“ (ID), Empfehlung für öffentliche Bibliotheken