Richard David Prechts Beitrag zur BildungsdebatteUnsere Kinder, die heute eingeschult werden, gehen im Jahr 2070 in Rente. Doch wir überfrachten sie mit Wissensstoff, den sie für ihr Leben kaum brauchen werden. Statt ihnen dabei zu helfen, Neugier, Kreativität, Originalität, Orientierung und Teamgeist für eine immer komplexere Welt zu erwerben, dressieren wir sie zu langweiligen Anpassern.Demgegenüber stehen die Erkenntnisse der modernen Entwicklungspsychologie, der Lerntheorie und der Hirnforschung, die an unseren Schulen bis heute kaum berücksichtigt werden. Denn nur was mit Neugier gelernt wird, wird unseren Kindern wichtig und bedeutsam. Und nur was ihnen bedeutsam ist, weckt ihre Kreativität und spornt die Leistungsbereitschaft an.Der Philosoph und Bestsellerautor Richard David Precht fordert: Unsere Schulen müssen völlig anders werden als bisher. Wir brauchen andere Lehrer, andere Methoden und ein anderes Zusammenleben in der Schule. Mit einem Wort: Wir brauchen keine weitere Bildungsreform, wir brauchen eine Bildungsrevolution!(Laufzeit: 9h 34)
Kundinnen und Kunden meinen
4.0/5.0
Bewertung
aus Sargans
1/5
18.11.2020
Hörbuch-Download (MP3)
Unterkomplexe Schulkritik
Precht kritisiert das vorherrschende Schulsystem auf undifferenzierte Art und Weise und bedient sich dabei einem politisierten Überredungsvokabular. Dieses erzeugt zwar schnell ein «Kopfnicken», überzeugt bei genauem Hinschauen letztlich aber wenig.
Man fragt sich, wie sich Precht so sicher sein kann, wie man das Bildungssystem umzugestalten hat, damit es "zeitgemäss" und "kindgerecht" (was auch immer er unter diesem Begriff versteht) ist.
Seine Kritik wird dem komplexen System der Schule schlicht nicht gerecht. Wenn er den verschiedenen Funktionen und Aufgaben von Schule - die nicht nur pädagogischer Art sind - angemessen Beachtung zukommen lassen würde, wäre er vielleicht weniger besserwisserisch. Jemand, der meint bei komplexen Angelegenheiten (wie es die Schule ist) zu wissen, was zu tun ist, kann nur jemand sein, der die Komplexität der Sache gekonnt ignoriert und sehr einseitig argumentiert.
Bewertung
aus Stammbach
5/5
17.01.2021
eBook (ePUB)
Revolution in der Schulpolitik
Interessante Vorschläge zur Gestaltung eines modernen Unterrichts. Endlich jemand der alle Probleme anspricht und auch Lösungen vorschlägt.Je mehr das Buch lesen umso größer die Hoffnung, dass sich etwas ändert.
Bewertung
aus Potsdam
5/5
17.10.2017
Buch (Taschenbuch)
Anna, die Schule und der Liebe Gott
Liest sich gut, gibt ein umfassendes Bild, die Geschichte der Schule ist einbezogen. Ist z. T. witzig geschrieben, zeigt verschiedene Wege in die Zukunft. Sehr zu empfehlen. (Bin selbst Lehrerin)
Bewertung
aus Essen
5/5
25.08.2013
Buch (Gebundene Ausgabe)
Brisant, interessant, anregend
Die Motivation zum Kauf dieses Buches erwuchs aus verschiedenen Gründen - privater, wie beruflicher Natur. Als ehemalige Schulerin, Mutter eines schulpflichtigen Kindes und als Pädagogin, die oft mit Lehrern und der Schule in Berührung kommt, war es doch interessant zu erfahren, was andere von unserem Schulsystem denken und welche Lösungsansätze es geben kann, um die Schule für alle Beteiligten erträglicher, lernfreundlicher und entlastender zu machen. Wer in diesem Buch ein Patenrezept, einen fertigen Lehrplan, ein ausgereiftes Konzept mit einer fertigen Lösung für das Bildungsproblem sucht, ist mit diesem Buch falsch beraten. Vielmehr ist es eine Anregung, in der Gesellschaft über die Schule und die Bildung in unserem Land zu diskutieren, diese auf ihre Effizienz zu überprüfen und gegebenefalls nach neuen Wegen zu suchen. Precht hat das Buch in zwei Bereiche unterteilt. Der erste beschäftigt sich mit der Geschichte der Bildung im Kontext der wirtschaftlichen Entwicklung des Landes und der Weltwirtschaft, mit einem spekulativen Ausblick in die Zukunft. Verschiedene Epochen und die damit verbundenen Bildungskonzepte werden angesprochen und erläutert. Die Ausbildung und der Lehrerberuf, die damit verbundenen Aufgaben und Herausforderungen sowie der derzeitige Ist- Stand an unseren Schulen wird unter die Lupe genommen. Die Bildung wird als wirtschaftlicher Faktor des Landes, nicht nur als Privatanngelegenehit herausgestellt. Der zweite Teil konzentriert sich vorwiegend auf die physiologische und neurologische Hirnentwicklung, sowie die psychologische Entwicklung des Menschen und seines Lernverhaltens. Verschiedene Bildungsmodelle und pädagogische Konzepte werden kurz vorgestellt. Studien, Versuchsreihen und ihre Aussagen werden auf ihren Inhalt und Nutzlichkeit hin überprüft. Vergleiche zwischen der Bildungspolitik der skadinavischer Länder, USA, Englands und Deutschlands werden angestrebt. Aus den gesammelten Informationen aus Gesprächen mit Lehrern, Schülern, Eltern und Politikern, Studien und Eigenerfahrungen,
entwickelt der Autor ein grobes Gerüst, eine Vision einer effizienten, lernfreudlichen und individualisierten Schule. Die Forderugen sind klar und deutlich ausgesprochen, mit Beispielen veranschaulicht und mit einigen Ideen animieren sie dazu, über das Bildungssystem nachzudenken und neue Konzepte zu entwickeln. Der Verfasser bezieht den Leser und seine Erfahrungen mit ein, lädt zu Reflektion des Erlebten ein, um offen für Neues zu werden. Der Leser kann seine momentane Haltung der Bildung gegenüber überprüfen, diese reflektieren und gegebenenfalls ändern. Vieles, was im Buch angesprochen wird ist nicht neu, es wird aber bewusster. Das Buch richtet sich an Eltern, Pädagogen, Wissenschaftler und nicht zuletzt an Politiker. Es setzt jedoch einiges an Wissen zum Thema voraus, oder zumindest den Willen, sich dieses Wissen anzueignen, um das beschriebene kritisch überprüfen zu können. Alles in einem ein interessantes, die vielfälltige Bedeutung der Bildung aufzeigendes, nicht einschläferndes Buch zu einem brisanten Thema.
tosumapa
aus Saarbrücken
5/5
28.04.2013
Buch (Gebundene Ausgabe)
Ein hochinteressantes Buch…
Ein hochinteressantes Buch und sehr verständlich geschrieben. Es ist nachvollziehbar und auch schon bewiesen, dass seine Theorien richtig sind. Bei unserem föderalen Bildungssystem ist jedoch eine Umsetzung in weiter Ferne. Jede Partei glaubt, sie hätte den Stein der Weisen gefunden. Nach jeder Wahl rein in die Kartoffeln, raus aus den Kartoffeln. Und das Hüh und Hott auf dem Rücken der Kinder. Privatschulen folgen zum Teil schon mit großem Erfolg seinem Muster. Aber die kann sich leider nicht jeder leisten. Armes Deutschland!!!
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