Produktbild: Leb wohl, Berlin

Leb wohl, Berlin

1

14,00 €

inkl. gesetzl. MwSt., Versandkostenfrei


Beschreibung

Produktdetails

Einband

Taschenbuch

Erscheinungsdatum

12.10.2015

Verlag

Atlantik Verlag

Seitenzahl

272

Maße (L/B/H)

12,3/18,7/2,4 cm

Gewicht

240 g

Farbe

Rost

Auflage

1

Originaltitel

Goodbye to Berlin

Übersetzt von

Kathrin Passig + weitere

Sprache

Deutsch

ISBN

978-3-455-65077-8

Beschreibung

Rezension

»75 Jahre nach Erscheinen der englischen Originalausgabe liest sich der Roman auch als Studie einer politischen Verfinsterung.« ("Die Furche")
»Hier in der gelungen lakonischen Neuübersetzung von Kathrin Passig und Gerhard Henschel, wird Isherwoods kühler und genauer Sprachduktus zum Instrument einer interessanten Erkundung der Vergangenheit.« ("rbb Kulturradio")
»Nun liegt die neue Übersetzung von Kathrin Passig und Gerhard Henschel vor, und man erkennt, was für ein tolle Buch das ist.« ("Rheinische Post")
»Ein hinreißendes, brillantes Buch.« ("WDR 5")
»Ein wunderbar heiteres Buch aus einer ernsten Zeit. Unbedingt hörenswert!« ("hr2 Kultur")
»Es ist ein großes Erlebnis seinen Roman in dieser Neuauflage zu lesen.« ("NDR")
»Die Romane des englischen Schriftstellers Christopher Isherwood über die letzten Jahre der Weimarer Republik gehören zu den eindringlichsten literarischen Zeugnissen jener Zeit.« ("Dresdner Morgenpost")

Produktdetails

Einband

Taschenbuch

Erscheinungsdatum

12.10.2015

Verlag

Atlantik Verlag

Seitenzahl

272

Maße (L/B/H)

12,3/18,7/2,4 cm

Gewicht

240 g

Farbe

Rost

Auflage

1

Originaltitel

Goodbye to Berlin

Übersetzt von

  • Kathrin Passig
  • Gerhard Henschel

Sprache

Deutsch

ISBN

978-3-455-65077-8

Herstelleradresse

Atlantik Verlag
Harvestehuder Weg 42
20149 Hamburg
Deutschland
Url: www.hoca.de
Telephone: +49 40 441880
Fax: +49 40 44188202

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  • Bewertung

    5/5

    22.08.2015

    eBook (ePUB)

    Ein wenig Cabaret und ganz viel anderes

    Wahrscheinlich kennen Sie alle das Musical „Cabaret“, welches besonders durch die Verfilmung von 1972 mit Liza Minnelli, Michael York, Helmut Griem, Joel Grey und Fritz Wepper der Beginn eines Kults war. Ich habe dieses Musical als ca. 14 jähriges Mädchen zum ersten Mal gesehen und war begeistert. Schon damals war ich eine absolute Leseratte und musste dementsprechend auch unbedingt das dazugehörige Buch von Christopher Isherwood lesen. Was war ich damals enttäuscht! Ich fand es so langweilig und fand kaum etwas von deer Lebenslust des Musicals wieder. Und nachdem ich jetzt gerade in Berlin war, überkam mich das Bedürfnis, dieses Buch noch einmal zu lesen. Immerhin sind seitdem knapp 40 Jahre vergangen. Die damalige Ausgabe aus dem Ullstein Taschenbuch Verlag hatte ich nicht mehr, also habe ich mir die Neuübersetzung aus dem Hoffmann & Campe Verlag gegönnt. Und dieses Mal hat mir das Buch ausgesprochen gut gefallen! Christopher Isherwood, ein Engländer, der seine beiden Studienfächer Geisteswissenschaften und Medizin abgebrochen hat, ist als 25jähriger zusammen mit W. H. Auden nach Berlin gegangen, dem Eldorado der Schwulen und Lesben. Dort wollte er einen großen Roman namens „Die Verlorenen“ schreiben. Doch die Machtergreifung Hitlers hat ihm einen Strich durch die Rechnung gemacht, so dass er nur einen Episoden-Roman über die Zeit von 1930 bis 1933 veröffentlicht hat. Er hat einzelne Episoden über seine Berliner Zeit zusammengefasst und 1939 unter dem Titel „Leb wohl, Berlin“ herausgebracht. Einige Episoden hat er bereits in etwas geänderter Form als Roman „Mr. Norris steigt um“ veröffentlicht, aber dieser Roman ist z.Zt. in Deutschland nicht erhältlich. Christopher Isherwood hat seine Hauptperson ebenfalls Christopher Isherwood genannt. Und genau wie er verdient seine Hauptperson ihren Lebensunterhalt als privater Deutschlehrer für einzelne Schüler und lebt in möblierten Zimmern. Zuerst lebt seine Hauptperson bei Fräulein Schroeder, doch als das Geld auch bei ihm knapp wird, lebt er zwischenzeitlich in einem Speicher unter dem Dach zusammen mit einer fünfköpfigen Familie in einer wirklich armen Gegend. Er lernt die unterschiedlichsten Menschen kennen, Menschen aus der Halbwelt wie Prostituierte, Barkeeper, Schauspielerinnen und Sängerinnen, reiche Jüdinnen und Vertreter. Und die für die Musical-Kenner bekannteste Person Sally Bowles bekommt in einem Kapitel ihren großen Auftritt. Aber außer ihrer exaltierten Sprache erinnert sehr wenig an die Handlung des Musicals. Der Autor und sein Alter Ego erhalten einen guten Einblick in die unterschiedlichsten Gesellschaftsschichten. Abends vergnügt er sich gerne in Clubs und Bars, wobei in diesem Buch seine Sexualität nicht wirklich zutage tritt. Er ist als Beobachter überaus hellsichtig und erkennt durchaus früh die Gefahren, die auf die Juden zukommen. Das Buch ist kein eigentlich spannender Roman, sondern eine sehr genaue Beobachtung der Weimarer Republik. Der Autor sieht Menschen, die auf die unterschiedlichste Weise versuchen zu überleben. Er sieht arme, verzweifelte und kranke Menschen ebenso wie extrem reiche Menschen, die in ihren eigenen Ghettos leben. Als Hitler die Macht ergriffen hat, verlassen sowohl er als auch sein Held Deutschland. E war kein Wunder, dass mir das Buch als junges Mädchen nicht gefallen hat, denn es hat nichts von dem Schwung, den das Musical hat. Aber es ist einfach eine brillante Beschreibung der damaligen Zustände. Und wenn man heute einige Viertel Berlins besucht, kann man auf den Spuren der Menschen von damals wandeln, auch wenn sich äußerlich vieles verändert hat. Die Neuausgabe wurde übrigens von den beiden erfolgreichen Autoren Kathrin Passig und Gerhard Henschel übersetzt.

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    Sebastian Schuy

    Thalia Mülheim – Rhein-Ruhr-Zentrum

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    5/5

    15.01.2021

    Buch (Taschenbuch)

    Der leicht morbide Charme einer...

    Der leicht morbide Charme einer Großstadt, die ihre beste Zeit hinter sich hat, kauzige Figuren und politische Ereignisse, die dunkle Schatten vorauswerfen: die beeindruckenden Lebenserinnerungen eines jungen Mannes, der Berlin liebt und gleichzeitig hasst- geniale Lektüre!

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  • CoverTitelseiteFür John und Beatrix [...]Die sechs in diesem [...]Ein Berliner Tagebuch (Herbst 1930)Sally BowlesAuf Rügen (Sommer 1931)Die NowaksDie LandauersEin Berliner Tagebuch (Winter 1932/33)NachwortÜber Christopher IsherwoodImpressum