Die verwaiste Grete Minde wächst ohne Liebe und Wärme bei ihrem Halbbruder und dessen Frau auf. Eines Tages läuft sie mit ihrem Freund Valtin davon. Drei Jahre reisen sie mit einer Schauspieltruppe quer durchs Land. Dann wird Grete schwanger und Valtin stirbt an einer schweren Krankheit. So kehrt Grete zu ihren Pflegeeltern zurück und bittet um Obdach für sich und das Kind. Als sie kaltherzig abgewiesen wird, reagiert sie mit einem verheerenden Racheakt und setzt die ganze Stadt in Brand. Zahlreiche Menschen sterben mit ihr in den Flammen. Die 1879 erschienene Novelle des großen Menschenkenners Fontane basiert auf einer wahren Begebenheit.
Kundinnen und Kunden meinen
3.5/5.0
Bewertung
5/5
23.08.2026
eBook (ePUB 3)
Guter Klassiker
„Der Prozess“ ist ein verstörender und gleichzeitig faszinierender Klassiker. Die Geschichte vermittelt ein Gefühl von Hilflosigkeit und Orientierungslosigkeit, das auch heute noch erstaunlich nachvollziehbar ist. Kafka zeigt eine undurchsichtige Welt, in der Regeln existieren, die niemand wirklich versteht. Gerade diese Absurdität macht das Buch so interessant. Ein Klassiker, den man gelesen haben sollte.
Bewertung
aus Bamberg
5/5
23.04.2024
Buch (Gebundene Ausgabe)
Eine tolle, umfassende Ausgabe für eine intensive Kafka-Lektüre
»Jemand musste Josef K. verläumdet haben, denn ohne dass er etwas Böses getan hätte, wurde er eines Morgens verhaftet.«
Mit diesem weltberühmten ersten Satz, welcher den Leser gleich zu Beginn mitten ins Geschehen katapultiert, beginnt „Der Process“ von Franz Kafka. Josef K., Prokurist einer Bank, wird, ohne über die Hintergründe informiert zu werden, am Morgen seines 30. Geburtstages verhaftet. Doch diese Verhaftung ist keine im gewöhnlichen Sinn, denn „[d]as Verfahren ist nämlich im allgemeinen nicht nur vor der Öffentlichkeit geheim, sondern auch vor dem Angeklagten.“
K. sucht, da die Verhaftung seinem bisherigen Leben grundsätzlich nicht im Wege steht, Hilfe, um herauszufinden, weswegen er angeklagt wurde und gerät in die Fänge der Bürokratie. Mysteriöse Zwischenfälle streifen K. und sein Verfahren scheint ein Eigenleben entwickelt zu haben, welches allgegenwärtig über ihn schwebt.
Doch zu viel soll über den Inhalt gar nicht verraten werden; man muss den Roman selbst gelesen haben, um in dessen faszinierenden Kuriosum regelrecht zu versinken.
Diese tolle, vom bedeutendsten Kafka-Forscher Reiner Stach, kommentierte Ausgabe bietet neben dem ausführlichen Kommentar, welcher ein intensives close reading ermöglicht, zusätzlich noch Informationen zur Entstehung, Überlieferung und Rezeption. Mit dieser Ausgabe ist eine eingehende Beschäftigung mit einem immer noch aktuellen Klassiker gewährleistet!
Ganz egal, ob man Kafkas Roman zum ersten oder wiederholten Male liest, diese Ausgabe gewährt einen nützlichen Gesamtüberblick, um sich den Text verständlicher erschließen zu können.
MaWiOr
aus Halle
5/5
07.12.2023
Buch (Taschenbuch)
„Jemand musste Josef K.…
„Jemand musste Josef K. verleumdet haben, denn ohne dass er etwas Böses getan hätte, wurde er eines Morgens verhaftet.“ Ausgerechnet an seinem 30. Geburtstag. Mit dieser Ausgangssituation beginnt Franz Kafkas berühmter Roman „Der Prozess“. Josef K. arbeitet als angesehener Prokurist einer Bank. Die Stellung. Durch sein äußerst zurückgezogenes Privatleben sind seine menschlichen Kontakte stark reduziert. Die Umstände seiner Verhaftung sind grotesk, niemand kennt das Gesetz, und das mysteriöse Gericht bleibt stets anonym. Josef K. erfährt nicht, worin die Anklage besteht und welche Schuld ihm vorgeworfen wird. Je mehr er seine Unschuld beweisen will, umso tiefer sinkt er ins Gestrüpp undurchschaubarer Gesetze und menschlicher Verwirrungen. Josef K. und mit ihm die Leser*innen werden immer tiefer in ein rätselhaftes Geschehen hineingezogen. Da er mit seinem Verteidiger unzufrieden ist, übernimmt er schließlich seine Verteidigung selbst. Im letzten Kapitel des Romans wird Josef K. abends um neun Uhr von zwei Männern zu einem alten Steinbruch abgeführt und hingerichtet. Seine letzten Worte sind: „Wie ein Hund!“. Der Roman, der 1914/15 entstand, blieb jedoch ein Fragment und wurde 1925 posthum veröffentlicht. Er ist eine Kritik an einer verselbstständigten und unmenschlichen Bürokratie und am Fehlen bürgerlicher Freiheitsrechte. Bis heute wandeln sich immer wieder die Deutungen des Romans. Neben einer Zeittafel wird die Reclam-Ausgabe mit einer Nachbemerkung von Michael Müller ergänzt. Der Literaturwissenschaftler widmet sich darin der Entstehung des Manuskriptes und der posthumen Veröffentlichung durch Kafkas Freund, dem Schriftsteller Max Brod. Die Neuerscheinung, die anlässlich des bevorstehenden 100. Todestages von Franz Kafka (3. Juni 2024) erscheint, ist eine willkommene Gelegenheit, ein rätselhaftes Werk der Weltliteratur kennenzulernen.
Bewertung
5/5
13.06.2022
Buch (Taschenbuch)
Sehr schön!
Mir wurde die Reclam relativ zufällig empfohlen und ich war begeistert. Es ist eine wunderschöne Geschichte, vielleicht nicht für jeden etwas, die mich zum tränen brachte. Kann ich nur empfehlen!
MC Solaar
5/5
18.11.2021
Buch (Taschenbuch)
„Die Gangster“ vom Friedrich
Der Schiller hat mit seiner neuen Story mal wieder massiv abgeliefert.
Sein Schreibstyle erquickt wie gewohnt des Lesers Herz, auch wenn er als etwas zu stürmisch
erscheinen mag.
Obwohl sein erstes Drama, hat er es doch geschafft damit die Literaturszene zu
busten.
Abschliesen möchte ich mit einer rhetorischen Frage:
„Warum nicht?“
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5/5
11.03.2026
Buch (Taschenbuch)
Ritt in die Unendlichkeit – Hauke Haien und die Grenze der Aufklärung.
„Vielleicht ist der Wind nur die Stimme der Welt, wenn sie leise spricht.“ Ja dieser Roman ist vom Wind durchzogen, vom Sturm geformt. Man könnte meinen, die Geschichte beginne mit Wind. Nicht mit einem Menschen, nicht mit einem Dorf, nicht einmal mit dem Deich, der doch ihr eigentliches Rückgrat bildet. Sondern mit Wind – diesem ruhelosen Atem der Nordsee, der über Marschland streicht, Gras biegt, Wolken jagt und Gedanken in Bewegung setzt. In dieser Atmosphäre hebt die Novelle Der Schimmelreiter von Theodor Storm an: wie ein Gerücht, das über das Land weht und langsam Gestalt annimmt. Ein Reiter soll dort draußen zu sehen sein, sagen die Leute. Ein Mann auf einem weißen Pferd. Oder vielleicht ein Gespenst. Schon dieser Beginn verrät das Eigenartige des Werks: Es erzählt nicht einfach eine Geschichte, es lässt sie entstehen – aus Stimmen, Erinnerungen, Landschaft. Man hört sie beinahe, wie sie sich über Generationen hinweg formt, weitergegeben an langen Winterabenden, während draußen das Wasser gegen den Deich schlägt.
Storm gelingt hier etwas Seltenes: Die Novelle wirkt zugleich präzise und geheimnisvoll. Sie besitzt die klare Struktur einer klassischen Erzählung und zugleich die Unschärfe einer Sage. Mehrere Erzählebenen lagern sich übereinander wie Sedimente im Marschboden. Ein Reisender hört die Geschichte, ein Schulmeister erzählt sie, und dahinter liegt die eigentliche Lebensgeschichte Hauke Haiens – des Deichgrafen, des Visionärs, des Außenseiters. Diese raffinierte Rahmung erzeugt eine Atmosphäre, in der sich Realität und Legende unmerklich vermischen. Man liest und fragt sich unwillkürlich: Ist dies ein historischer Bericht oder eine Dorfphantasie, die im Sturm gewachsen ist? Genau darin liegt ein Kernreiz der Novelle. Storm lässt das Rationalistische und das Mythische unaufhörlich gegeneinander antreten.
Hauke Haien selbst erscheint zunächst unscheinbar: ein stiller, scharf beobachtender Junge, der lieber rechnet als spielt. Doch in dieser nüchternen Begabung glimmt bereits etwas Radikales. Hauke glaubt an Ordnung, an Maß, an die Möglichkeit, Naturkräfte durch kluges Denken zu bändigen. Für ihn ist der Deich kein bloßer Wall aus Erde, sondern ein geometrisches Problem, eine Aufgabe, die sich verbessern lässt. Seine Vorstellung eines neuen, flacheren Deichprofils entspringt einer fast modernen Ingenieurslogik. In einer Welt, die noch stark von Tradition, Aberglauben und sozialer Rangordnung geprägt ist, wirkt dieser Gedanke beinahe revolutionär. Storm zeichnet hier eine Figur, die zugleich Kind ihrer Zeit und ihr Vorausläufer ist. Hauke besitzt die Härte des Rationalisten und die Einsamkeit des Visionärs. Er denkt schneller als seine Umgebung – und bezahlt dafür mit Misstrauen.
Das Marschdorf, das ihn umgibt, ist kein idyllischer Ort, sondern ein soziales Gefüge voller latenter Spannungen. Neid, Furcht, Gerüchte – all das arbeitet unter der Oberfläche wie Wasser im Deichkörper. Storm schildert diese Gemeinschaft mit einer Genauigkeit, die beinahe ethnografisch wirkt. Die Bauern fürchten Veränderungen, nicht aus bloßer Dummheit, sondern weil ihr Leben ohnehin am Rand der Katastrophe balanciert. Ein einziger Sturm kann Jahre harter Arbeit zerstören. In dieser fragilen Welt erscheint Haukes Fortschrittsglaube zugleich notwendig und bedrohlich. Er fordert die alte Ordnung heraus. Und genau hier entfaltet sich die tragische Dynamik der Novelle.
Das vielleicht Charakteristischste an Storms Erzählweise ist die enge Verschränkung von Landschaft und Psyche. Das nordfriesische Land ist kein Hintergrund, sondern ein handelnder Raum. Wind, Wasser, Nebel – sie wirken wie stille Kommentatoren der Handlung. Wenn Hauke nachts über den Deich reitet, wenn Sturmwolken über die Marsch ziehen, dann spiegeln diese Bilder seine innere Lage. Storm, selbst Jurist und lebenslang mit der norddeutschen Küste verbunden, kannte diese Landschaft nicht nur geografisch, sondern existenziell. Die Küste war für ihn ein Ort, an dem menschliche Vernunft und Naturgewalt in ständiger Auseinandersetzung stehen. Gerade diese Spannung bildet den poetischen Kern der Novelle.
Der Anlass für Storm, diese Geschichte zu schreiben, lag nicht zuletzt in seiner späten Lebensphase. Als er die Novelle vollendete, blickte er bereits auf ein langes Leben zurück. Viele seiner Werke kreisen um Erinnerung, Verlust und die Frage, was von einem Menschen bleibt. Eine alte nordfriesische Volkssage über einen geisterhaften Reiter auf dem Deich gab ihm den erzählerischen Ausgangspunkt. Doch Storm verwandelt diese Sage in etwas weit Komplexeres: eine Meditation über Fortschritt, Isolation und die Grenzen menschlicher Kontrolle. Hauke Haien wird so zu einer Figur, die zwischen Aufklärung und Mythos steht – halb Ingenieur, halb Gespenst.
Gerade deshalb endet sein Schicksal so, wie es endet. Der finale Sturm, die brechenden Deiche, das Chaos aus Wasser, Wind und Panik wirken zunächst wie eine klassische Naturkatastrophe. Doch literarisch betrachtet ist dieses Ende weit mehr als ein dramatischer Höhepunkt. Es ist die logische Konsequenz eines Lebens, das ganz auf Beherrschung der Natur ausgerichtet war. Hauke hat versucht, Ordnung in eine Welt zu bringen, die sich letztlich nicht vollständig berechnen lässt. Sein tragischer Ritt in die Flut wirkt fast wie eine letzte, verzweifelte Gleichung: Wenn der Deich versagt, muss er selbst Teil des Deiches werden. In dieser Szene verschmelzen Rationalität und Mythos endgültig. Der Mensch, der gegen Aberglauben kämpfte, wird selbst zur Legende.
Vielleicht liegt darin auch die nachhaltige Wirkung der Novelle. Sie erzählt nicht nur von einem individuellen Schicksal, sondern von einem Grundkonflikt der Moderne. Wie weit kann menschliche Planung gehen? Wo beginnt das Unberechenbare? Storm formuliert diese Fragen nicht theoretisch, sondern in Bildern: im Schimmel, der im Nebel auftaucht; im grauen Wasser, das über den Deich steigt; im Schweigen der Dorfbewohner, die zugleich bewundern und fürchten.
Sollte man dieses Buch heute noch lesen? Gerade heute vielleicht mehr denn je. In einer Zeit, in der Deiche höher gebaut, Küsten vermessen und Klimamodelle berechnet werden, wirkt Storms Geschichte erstaunlich gegenwärtig. Sie erinnert daran, dass technische Lösungen immer auch soziale und psychologische Dimensionen besitzen. Hauke scheitert nicht nur an der Natur, sondern auch an den Menschen um ihn herum. Fortschritt braucht Vertrauen – und genau dieses Vertrauen bleibt ihm versagt.
Und so bleibt am Ende das Bild des Reiters im Sturm. Ob man es als Spukgeschichte liest oder als poetische Metapher, spielt kaum noch eine Rolle. Entscheidend ist, dass Storm eine Figur geschaffen hat, die über ihre Zeit hinausreicht. Hauke Haien steht auf seinem Deich wie eine Silhouette zwischen zwei Welten: der alten, die im Aberglauben Schutz sucht, und der neuen, die an Berechnung und Planung glaubt. Dass er schließlich im Meer verschwindet, macht die Geschichte nicht nur tragisch, sondern auch seltsam schön. Denn im Verschwinden beginnt die Legende – und mit ihr das leise, unaufhörliche Weitererzählen, das diese Novelle bis heute lebendig hält.
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5/5
19.03.2023
Buch (Gebundene Ausgabe)
Theater kann Ehen stiften!
Ich bin ein großer Fan von Wilhelm Tell! Nicht, weil ich in der siebten Klasse den kompletten Hohle-Gasse-Monolog auswendig lernen und vortragen musste (schlauer Zug vom Lehrer, der so mehrere Schulstunden nichts weiter zu tun hatte als Zuhören!), sondern weil ich dem Stück meinen Mann verdanke: zwei Sommer lang wurden wir nämlich bei den Freilichtaufführungen unserer Stadt als Statisten besetzt- lustigerweise als Brautpaar, das direkt nach obigem Monolog aufzutreten hatte. Insgesamt haben wir so etwa dreißigmal auf der Bühne geheiratet... naja, und irgendwann dann eben noch einmal. Diesmal richtig! Theater kann also Ehen stiften! Danke, Willi!
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5/5
13.03.2018
Buch (Taschenbuch)
Romeo und Julia
Romeo und Julia ist wohl die berühmteste und zugleich tragischste Liebesgeschichte der Literaturgeschichte. Ein Klassiker, den man einfach gelesen haben muss!
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5/5
15.01.2017
Buch (Gebundene Ausgabe)
Gelungene Ausgabe
Für Bilderbuch-Sammler wieder ein Fest, aber auch für Shakespeare-Fans oder Leute, die einfach mal den genauen Inhalt eines der berühmtesten Theaterstücke der Welt kennen lernen möchten -
dieses neue Bilderbuch aus dem Neugebauer Verlag lohnt den Kauf auf jeden Fall.
Illustratorin Lisbeth Zwerger,zu Recht mit Kunst-Preisen überhäuft, zeigt uns in schön komponierten Bildern mit sanften Aqurellfarben und historischer Stimmigkeit ein Abbild des alten Verona und seiner Bewohner.Zwei gefüllte Rosen in weiß und rose stehen für die verfeindeten Häuser der Montagues und Capulets,deren Sprösslinge Julia und Romeo in Liebe zu einander entbrennen und dafür mit dem Leben bezahlen. Zwerger, die Shakespeares Text selbst behutsam in Prosa umgedichtet hat und nur einige Originalstellen zitiert,hat auch den Ton gut getroffen eine wunderbare Bilderbuch-Ausgabe,die Jung und Alt gleichermaßen ansprechen sollte !
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5/5
07.10.2016
Buch (Gebundene Ausgabe)
Tolle Graphic Novel des Klassikers...
Tolle Graphic Novel des Klassikers von Theodor Storm. Sehr spannend und hervorragend gezeichnet.
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