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Produktbild: Der Gehülfe
Artikelbild von Der Gehülfe
Robert Walser

1. Der Gehülfe

Der Gehülfe

Gesprochen von
3
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Beschreibung

Produktdetails

Family Sharing

Ja

Gesprochen von

Martin Hofer + weitere

Spieldauer

2 Stunden und 31 Minuten

Abo-Fähigkeit

Ja

Erscheinungsdatum

22.12.2015

Hörtyp

Lesung

Fassung

gekürzt

Medium

MP3

Anzahl Dateien

25

Verlag

LOhrBär-Verlag

Sprache

Deutsch

EAN

9783939529149

Beschreibung

Produktdetails

Family Sharing

Ja

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Gesprochen von

Spieldauer

2 Stunden und 31 Minuten

Abo-Fähigkeit

Ja

Erscheinungsdatum

22.12.2015

Hörtyp

Lesung

Fassung

gekürzt

Medium

MP3

Anzahl Dateien

25

Verlag

LOhrBär-Verlag

Sprache

Deutsch

EAN

9783939529149

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  • Bewertung

    4/5

    01.09.2022

    Buch (Taschenbuch)

    Eine kugelrunde Null

    Jakob von Gunten, das Tagebuch des gleichnamigen Dienerschülers, ist sowohl ästhetisch als auch inhaltich ein Pamphlet für den Masochismus als gesellschaftliches und kulturhistorisches Phänomen. Nicht zuletzt überzeugt die Lektüre aber auch durch ihren bestechend düsteren Humor.

  • Bewertung

    aus Oberglatt/ZH

    4/5

    16.06.2021

    Buch (Taschenbuch)

    Der Gehülfe

    Inhalt: Der Inhalt dieses Romans, den Robert Walser 1908 geschrieben hat, ist relativ schnell erzählt: Joseph Marti erhält eine Stelle im technischen Bureau des Erfinders Tobler. Er geniesst das Leben in dessen Villa "Abendstern". Aber die Erfindungen finden keine Geldgeber und binnen eines halben Jahres muss Marti mitansehen, wie Tobler immer weiter in Geldschwierigkeiten gerät. Schliesslich muss er die Villa wieder verlassen, weil Tobler Bankrott geht. Angedeutet werden eine Schwärmerei für die Dame des Hauses, Kindsvernachlässigung, Ausflüge in die Kantonshauptstadt und die Bekanntschaft mit den Wichtigen des Dorfes sowie Martis Vorgänger, der wegen Trunksucht entlassen worden war. Meine Meinung: Beschrieben wird der Alltag in einem Schweizer Dorf zu Beginn des letzten Jahrhunderts. Das ist im Grunde genommen nichts Aussergewöhnliches. Was diese Geschichte auszeichnet und besonders macht, ist der Schreibstil. Der Roman ist ein sprachliches Kunstwerk und wiederspiegelt auf scharfsinnige Weise die damalige Gesellschaft. Alltagsgeschehnisse, wie zum Beispiel ein sommerliches Bad im See werden literarisiert und so zu filigranen und doch gewaltigen sprachlichen Kunstwerken. Wenn man bedenkt, dass der Roman autobiografisch ist, erhalten auch kleine Szenen, wie zum Beispiel jene, als sich Marti während einer Rast in einem sommerlichen Wald an einen Ausflug aus Kindertagen erinnert, einen sehr persönlichen Zauber. Wenn sich der Leser auf die Schönheit der Sprache (mit starker schweizerischer Färbung) einlässt und sich von der Genauigkeit der Beobachtungen einfangen lässt, wird er an diesem Roman grosse Freude haben, wenn nicht, wenn er auf der nackten Handlungsebene bleibt, wird er wahrscheinlich enttäuscht sein.

  • Zitronenblau

    3/5

    06.11.2011

    Buch (Taschenbuch)

    Walsers Romandebüt

    Zweifelsohne gehört Robert Walser zu den großen deutschsprachigen Literaten. Sein Roman "Geschwister Tanner" ist sehr komplex und doch sehr verdichtet. Er handel von Simon Tanner, der ein Sehnender ist, der schwankend zwischen den gesellschaftlichen Zwängen und seiner poetischen Freigeistigkeit, umherwandert. Und seine Reise nimmt kein Ende. Er zieht durch die Landen, nimmt hier und dort Stellungen an, kündigt diese ebenso schnell wieder (manchmal verwendet Walser nur ein Satz für einen solchen Zeitraum eines Bleibens, das freilich auf die Bedeutungslosgkeit dieser Beschäftigungen hinweisen soll). An dieser Stelle ist nicht genug Platz um all die Stationen zu nennen. Wichtiger ist Tanners Reflexionsvermögen, seine Sehnsucht nach Freiheit, Poesie und Dichterdasein. Eine besondere Rolle nehmen nicht nur die Begegnungen mit den kurzweiligen Arbeitgebern und anderen Personen ein, sondern insbesondere die mit seinen Geschwistern (z.B. der Gelehrtenbruder, der Malerbruder, die tugendhafte Schwester, der Irre). Sie sind die Möglichkeiten, die Modalitäten der Existenz. Aber auch Abbilder autobiographischer Implikationen. Sie sind seine Reflexion. Sie sind Tanners Erziehungsfaktoren, die eine Entwicklung des Taugenichts beschwören wollen, und doch geht Simon auf der Stelle. Ein Wandern ohne Ziel... Wenn mich jemand fragen würde, in welcher Reihenfolge man den Walser lesen sollte, würde ich "Geschwister Tanner" als Einstieg empfehlen. Der Simon-Charakter wird fast 1:1 in "Der Gehülfe" übernommen: auch hier keine Entwicklung. Doch arbeitet Walser eine stärkere Dialektik zwischen Herr & Knecht aus, die fast bis ins Masochistische ausstrahlt. Wir erkennen diese Ansätzen bereits im vorliegenden Roman, z.B. bei der Hausdame, die seine Frechheiten, die er freudig intendiert, aushalten muss. Das dialektische Moment nimmt in "Jakob von Gunten" seinen Höhepunkt. Zugleich müssen wir Walser auch mehr und mehr eine stilistische Vollendung anerkennen. Ist "Geschwister Tanner" geprägt von einem postromantischen Realismus, ist "Jakob von Gunten" ein Potpourri aus Bericht, Fiktion und Imagination. Walsers Höhepunkt ist "Der Räuber" - ein Epos nur noch für Literaturkenner, in dem Walser der erzählerischen Form und seinem idiomatischen Stil den Primat gegenüber inhaltlicher Tiefe zuweist. Wie wirkt "Geschwister Tanner"? Der Leser erwartet eine Entwicklung, die Simon nicht erreicht, doch weniger durch den indifferenten Charakter als vielmehr durch seine poetische Rebellion. Darin aber bleibt wenig Raum für Struktur. Das Buch ist inkonsistent. Die Reflexionen in den inneren Monologen und den Dialogen sind nichts anderes als die neurotische Repetitio, evoziert durch diesen "A-Helden", der sich gewissermaßen - bewusst oder unbewusst - in diesen Zirkel begibt, um sich sein Poetenleben immer wieder vor der Übermacht der sozialen Realitätstruktur zu rechtfertigen. Er wird nicht siegen, weil er im Zirkel selbst weiß, dass er nur rebellieren kann. Er ist gespalten, weil er nicht so sein kann, wie er sein will... Ein Buch zum Kennenlernen, aber auch noch etwas unsicher...

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