Das Elterngeld als Instrument der Familienpolitik Maßnahme zur Lösung des Geburtenrückgangsproblems und zur besseren Vereinbarkeit von Beruf und Familie
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Sprache:Deutsch
15,99 €
inkl. gesetzl. MwSt.Beschreibung
Produktdetails
Format
ePUB
Kopierschutz
Nein
Family Sharing
Nein
Text-to-Speech
Ja
Erscheinungsdatum
12.01.2016
Verlag
GRINSeitenzahl
24 (Printausgabe)
Dateigröße
393 KB
Auflage
1. Auflage
Sprache
Deutsch
EAN
9783668122703
Doch seit damals hat sich an der "erschreckenden Bilanz" wenig verändert: Deutschlands Geburtenrate hat im Vergleich zu den 1950er Jahren sogar abgenommen. Dementsprechend finden solche negativen Szenarien im öffentlichen Diskurs immer wieder Anklang und sie werden nicht selten durch theatralische Phrasen wie: "Stirbt Deutschland aus?" oder "Deutschland schafft sich ab" (vgl. Karner 2013) zum Ausdruck gebracht. Auch viele wissenschaftliche Autoren teilen die Sorge um die Zukunft Deutschlands. Die Diagnose von Kauder, "in Deutschland aber werden zu wenige Kinder geboren" (2005:105), fällt relativ mild aus; andere Autoren sprechen von einer "desaströsen" Situation (vgl. Wingen 2003; Kahlweit 2006).
Diese Feststellung steht allerdings im Gegensatz zu dem "todernsten Problem" der Überbevölkerung (Löbsack 1963:16) und der daraus folgenden "Überfüllung" der Städte (Ortega y Gasset 1947:5), das schon 1960 in der UNO diskutiert wurde, aus Angst vor "einem dunklen Zeitalter des Elends, des Hungers, ungenügender Erziehung und gefährlicher Unruhe" (vgl. Bolte & Kappe 1967:73). Welche Maßnahmen hier zu ergreifen sind, steht für den Biologen Paul Ehrlich außer Frage: "Wir müssen unnachgiebig auf die globale Einführung der Bevölkerungskontrolle drängen" (Ehrlich 1973:109), vor allem dann, wenn die Bevölkerungsexplosion analog wie Krebsgeschwülste mit aller Härte bekämpft werden muss (vgl. ebd.). Wie ist also zu erklären, dass einerseits in Deutschland an einem Mangel an Bevölkerung bzw. Kindern festgehalten wird, andererseits überall sonst auf der Welt "zu viele" Menschen leben?
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