Die postmoderne Subversion eines Genres. Warum der Märchenfilm heute nur noch mit den Elementen der Parodie funktionieren kann
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Sprache:Deutsch
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inkl. gesetzl. MwSt.Beschreibung
Produktdetails
Format
Kopierschutz
Nein
Family Sharing
Nein
Text-to-Speech
Nein
Erscheinungsdatum
02.11.2016
Verlag
GRINSeitenzahl
17 (Printausgabe)
Dateigröße
548 KB
Auflage
1. Auflage
Sprache
Deutsch
EAN
9783668332409
Zuerst wird festgestellt, dass sich das Märchen historisch schon immer gewandelt hat, nicht nur auf einer semantischen Ebene, sondern auch in seinem Medium. Während die orale Tradition durch Menschen wie die Gebrüder Grimm und Perrault verschriftlich wurde, so vollzog das Märchen eine weitere Entwicklung mit dem Aufkommen des Films vor allem durch Walt Disney, der mit seinen Adaptionen so populär wurde, dass sie der neue Archetyp wurden.
Aus diesem Grund betrachtet diese Arbeit auch Filme, da die wesentlichen Genreveränderungen an diesen am besten abzulesen sind. Im Folgenden wird versucht, nachzuweisen, dass sich die moderne Märchenverfilmung der Parodie, Satire und Selbstironie bedienen muss, um überhaupt noch zu funktionieren. Zur Analyse werden die Filme "Shrek - der tollkühne Held" von Dreamworks und "Enchanted" von den Disney Studios herangezogen.
Wer heutzutage das Wort "Märchen" verwendet, verbindet damit eine von zwei Ideen: Einmal meint man damit eine Geschichte, die der Unwahrheit entspricht, sogar absichtlich zur Täuschung fabriziert worden ist. Die andere Bedeutung ist die "überlieferte Volkserzählung, in der übernatürliche Kräfte und Gestalten in das Leben der Menschen eingreifen und meist am Ende die Guten belohnt und die Bösen bestraft werden."
Mit einem "märchenhaften" Erlebnis oder einer "Märchenhochzeit" verknüpft man Vorstellungen einer perfekten, idyllischen und romantischen Situation, in einem durchaus positiven, nicht ironischen und erstrebenswerten Sinn. In unserem Kulturkreis existieren also gleichzeitig und parallel zwei unterschiedliche Konzepte hinter der Bedeutung des Wortes "Märchen". Unterzieht sich dieses Wort gerade einem Bedeutungswandel? Sind einfach gestrickte, utopische Konzeptionen der klassischen Märchen heutzutage überholt?
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