Mann im Zoo

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Beschreibung

John Cromartie besucht mit seiner Freundin Josephine Lackett den Zoologischen Garten, dabei kommt es zu einem Streit. Josephine hält John seine »atavistischen Ansichten« vor und meint, er gehöre selber in den Londoner Zoo.
Gesagt, getan: Kurzerhand schreibt Cromartie einen Brief an die Zoo-Direktion, seiner Bitte wird entsprochen und er zieht bald darauf in einen geräumigen Käfig im Affenhaus. Seine beiden Nachbarn, ein Schimpanse und ein Orang- Utan, sind alles andere als begeistert und würden den neuen Mitbewohner, vor dessen Käfig die Leute in langen Schlangen stehen, vor lauter Eifersucht am liebsten in der Luft zerreißen ...

Details

  • Verkaufsrang

    75970

  • Format

    ePUB

  • Kopierschutz

    Nein

  • Family Sharing

    Ja

  • Text-to-Speech

    Ja

  • Erscheinungsdatum

    23.01.2017

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ePUB

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  • Verkaufsrang

    75970

  • Erscheinungsdatum

    23.01.2017

  • Verlag Dörlemann eBook
  • Seitenzahl

    160 (Printausgabe)

  • Dateigröße

    846 KB

  • Übersetzer

    Maria Hummitzsch

  • Sprache

    Deutsch

  • EAN

    9783038209409

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Eine Novelle über die Liebe und die Bindung zwischen Mann und Frau, die nach wie vor aktuell ist

Bewertung aus Köln am 14.10.2019

Bewertet: Buch (Taschenbuch)

John Cromartie ist mit seiner Freundin Josephine Lackett gemeinsam im Zoo und erklärt ihr, dass er sie gern heiraten würde. Für Josephine kommt dies nicht in Frage. Sie möchte sich nicht nur an ihn binden und hat Angst um ihre Freiheit. Es kommt zum Streit, in dem sie ihm ein barbarisches Verhalten vorwirft und meint, er gehöre zu den Tieren im Zoo. John ist enttäuscht, dass seine Liebe so abgeschmettert wurde und beschließt, ihrer Idee Folge zu leisten. Er schreibt einen Brief an den Zoo und zieht anschließend in das Affenhaus. Das Buch ist bereits 1924 erschienen hat aber nichts von seiner Aktualität verloren. Es ist eine Novelle über die Liebe und über das Infragestellen der Konzeption Ehe. Dabei enthält die kurze Erzählung aber noch viel mehr Anspielungen auf das widersinnige Verhalten der Menschen. So werden die Besucherzahlen des Zoos enorm gesteigert, da die Menschen in Scharen einfallen, um den "Homo Sapiens" zu sehen. Die Affen um John reagieren eifersüchtig, da er die ganze Aufmerksamkeit auf sich zieht. Dieser erlangt bald einen Käfigkoller, erhält einen Karakal als "Schmusekatze" und Freund, während er sich von dem nebenan einziehenden "Neger" - der Zoo möchte ein ganzes "Menschenhaus" - errichten, belästigt fühlt. Josephine besucht ihn mehrfach, als sie merkt, wie sehr sie John liebt, fühlt sich durch seine freiwillige Inhaftierung in den Zoo jedoch gedemütigt. Das durch den Käfig getrennte Paar streitet sich und niemand möchte nachgeben. Man selbst erkennt sich in Beziehungsfragen in der Unnachgiebigkeit und Sturheit der beiden wieder, was die skurrile Geschichte so lebensnah und unterhaltsam macht. Sie regt zum Nachdenken an über lebenslange Bindungen und wie man in einer Trennung die Chance für eine Gemeinsamkeit finden kann und ist überhaupt nicht altbacken, sondern mit einem Augenzwinkern geschrieben.

Eine Novelle über die Liebe und die Bindung zwischen Mann und Frau, die nach wie vor aktuell ist

Bewertung aus Köln am 14.10.2019
Bewertet: Buch (Taschenbuch)

John Cromartie ist mit seiner Freundin Josephine Lackett gemeinsam im Zoo und erklärt ihr, dass er sie gern heiraten würde. Für Josephine kommt dies nicht in Frage. Sie möchte sich nicht nur an ihn binden und hat Angst um ihre Freiheit. Es kommt zum Streit, in dem sie ihm ein barbarisches Verhalten vorwirft und meint, er gehöre zu den Tieren im Zoo. John ist enttäuscht, dass seine Liebe so abgeschmettert wurde und beschließt, ihrer Idee Folge zu leisten. Er schreibt einen Brief an den Zoo und zieht anschließend in das Affenhaus. Das Buch ist bereits 1924 erschienen hat aber nichts von seiner Aktualität verloren. Es ist eine Novelle über die Liebe und über das Infragestellen der Konzeption Ehe. Dabei enthält die kurze Erzählung aber noch viel mehr Anspielungen auf das widersinnige Verhalten der Menschen. So werden die Besucherzahlen des Zoos enorm gesteigert, da die Menschen in Scharen einfallen, um den "Homo Sapiens" zu sehen. Die Affen um John reagieren eifersüchtig, da er die ganze Aufmerksamkeit auf sich zieht. Dieser erlangt bald einen Käfigkoller, erhält einen Karakal als "Schmusekatze" und Freund, während er sich von dem nebenan einziehenden "Neger" - der Zoo möchte ein ganzes "Menschenhaus" - errichten, belästigt fühlt. Josephine besucht ihn mehrfach, als sie merkt, wie sehr sie John liebt, fühlt sich durch seine freiwillige Inhaftierung in den Zoo jedoch gedemütigt. Das durch den Käfig getrennte Paar streitet sich und niemand möchte nachgeben. Man selbst erkennt sich in Beziehungsfragen in der Unnachgiebigkeit und Sturheit der beiden wieder, was die skurrile Geschichte so lebensnah und unterhaltsam macht. Sie regt zum Nachdenken an über lebenslange Bindungen und wie man in einer Trennung die Chance für eine Gemeinsamkeit finden kann und ist überhaupt nicht altbacken, sondern mit einem Augenzwinkern geschrieben.

"Vielleicht bin ich wirklich das fehlende Glied..." (17f)

Miri am 06.02.2019

Bewertet: Buch (Taschenbuch)

Wohin nur die Liebe führt? Hinter Gitter. Nach einem Streit mit seiner Freundin entschließt sich Mr. Cromartie sich als das "fehlende" Glied der Fauna-Sammlung des Londoner Zoos ausstellen zu lassen. Ist er verrückt geworden oder hat er einfach nur scharfen Sinn für Selbstironie? Garnett zeigt (mit seinem Faible für Tierwelt) dem Leserpublikum, dass die Grenze zwischen Menschen-Welt und Tier-Welt sehr schmal bzw. kaum existent ist. Ausgestellt hinter Gitter. Mich hat dieses schmales Büchlein wirklich gepackt. Man muss sich vor Augen führen, dass es 1924 entstanden ist. Britischer Humor ist für einige ein unlustiges Rätsel und wenn man kein Wörterzähler ist und auch zwischen den Zeilen ließt, wird man sehr gut unterhaltet. Eine wirklich seltsame Geschichte.

"Vielleicht bin ich wirklich das fehlende Glied..." (17f)

Miri am 06.02.2019
Bewertet: Buch (Taschenbuch)

Wohin nur die Liebe führt? Hinter Gitter. Nach einem Streit mit seiner Freundin entschließt sich Mr. Cromartie sich als das "fehlende" Glied der Fauna-Sammlung des Londoner Zoos ausstellen zu lassen. Ist er verrückt geworden oder hat er einfach nur scharfen Sinn für Selbstironie? Garnett zeigt (mit seinem Faible für Tierwelt) dem Leserpublikum, dass die Grenze zwischen Menschen-Welt und Tier-Welt sehr schmal bzw. kaum existent ist. Ausgestellt hinter Gitter. Mich hat dieses schmales Büchlein wirklich gepackt. Man muss sich vor Augen führen, dass es 1924 entstanden ist. Britischer Humor ist für einige ein unlustiges Rätsel und wenn man kein Wörterzähler ist und auch zwischen den Zeilen ließt, wird man sehr gut unterhaltet. Eine wirklich seltsame Geschichte.

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Mann im Zoo

von David Garnett

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