Dieses Buch erzählt beinahe vergessene Geschichten von Gnomen, Bolden und Zwergen, wie sie seit ewigen Zeiten in den Wäldern und Bergen am Rande unserer Wirklichkeit leben. Märchen und Legenden von Koboldfürsten, kleinwüchsigen Zauberern und unvorstellbaren Schätzen, von uralten Gesetzen und der schmalen Grenze zwischen unserer Welt und der des kleinen Volkes.
Niedergeschrieben von einem Träger der großkoboltischen Ehrenplakette und illustriert von einem Mann, der die Hälfte seines Lebens in einem Feenkreis verschollen war, eröffnet dieses Buch einen kleinen Einblick in die Wunder der Anderwelt.
Willkommen im Koboltikum.
Ein neues Kapitel für Ihre Bücher
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Ein Zufallsfund leuchtet golden! Balladen und Geschichten über die Vermessenheit der Menschen. Dazu grandios gelesen.
Mensch, mess’ dich nicht mit den Kobolden!
„Das Koboltikum“ ist eher zufällig in der Bibliothek in meine Hände geraten. Mir hat das quadratische Format und das Cover gefallen. Als ich gesehen habe, dass die meisten Geschichten in Reimform verfasst sind, hätte ich es fast wieder hingestellt. Zum Glück habe ich das nicht getan!
Und richtig das Herz ging mir bei der wundervollen Lesung auf, den der Autor liest seine Texte auf der beigelegten CD so absolut wundervoll, dass ich mich richtig verliebt habe. Bei der Lesung sitzt jede Pointe absolut perfekt. Die tollen Illustrationen von Holger Munch tun ihr übriges.
Fünf Balladen, zwei Prosatexte, ein Gedicht als Fenis, hach, wie viel Weisheit steckt darin. Die Moral ist zwar schlicht, aber umso eindringlicher. Warum kann sich Mensch nicht mit weniger begnügen? Warum ist Mensch so überheblich und vermessen?
Autor Christian von Aster spielt mit der Ironie, anders als die überheblichen Menschen seiner Geschichten, wissen wir beim Lesen sehr schnell, dass sie sich besser mal zurück gehalten hätte.
„Als die Uhr den zwölften Schlag dann tat, ein Fremder energisch den Gasthof betrat. Dieser Mann war seltsam klein, schein ein Männchen nur zu sein. Und während die Zwerge draußen wachten, waren’s die Zecher, die laut lachten, weil man über einen Zwergenmann man wohl straflos lachen kann. Der klene Mann sah, wie sie lachten, er wußt’ genau, was sie jetzt dachten, doch hier und jetzt, in dieser Nacht, hatte er genügend Macht.“
Besonders gefallen hat mir, dass von Aster die Geschichte „Sturmtänzer“ im Orient ansiedelt und Sandkobolde vorkommen, die darauf acht geben, dass der Sand in der Wüste bleibt. Auf der Metaebene schimmert daher in den Geschichten immer der Respekt vor der Natur durch, deren Vertreter die Kobolde sind.
Es gibt bei diesem Buch nur ein Manko: Es gibt wirklich überhaupt keine einzige Frauenfigur. Das fühlt sich merkwürdig an. Ich kann es mir nur so erklären, dass die dargestellten Menschen einfach so vermessen und überheblich sind, dass der Autor sich vielleicht keine Frauen darin vorstellen können. So wie der Regisseur von „Einfach Ich, unverbesserlich“ einmal meinte, dass er sich keine weiblichen Minions habe vorstellen können, weil sie einfach zu simple gestrickt wären. Darum ziehe ich auch nur einen halben Punkt ab.
Fazit
Wundervolle Fantasy-Balladen und Geschichten. Nur, dass gar keine Frauenfiguren vorkommen, ist merkwürdig. 4,5 von 5 Sternen und eine absolute Leseempfehlung.
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