Endlich wird der aufstrebende wissenschaftliche Assistent Fitz auf eine der LSD-Partys seines Professors Leary in Harvard eingeladen. Er erhofft sich davon einen wichtigen Karriereschritt, merkt aber bald, dass Learys Ziele weniger medizinischer Natur sind; es geht dem Psychologen um eine Revolution des Bewusstseins und eine von sozialen Zwängen losgelöste Lebensform. Fitz wird mitgerissen von dieser Vision, mit Frau und Sohn schließt er sich der Leary-Truppe an: Sie leben in Mexiko, später in der berühmten Kommune in Millbrook, mit Drogen und sexuellen Ausschweifungen ohne Ende. Ein kreischend greller Trip an die Grenzen des Bewusstseins und darüber hinaus - T.C. Boyle at his best.
Kundinnen und Kunden meinen
4.0/5.0
Bewertung
aus Reinach BL
5/5
10.03.2019
eBook (ePUB)
das licht, t. c. boyle
beginnt spannend, gibt unterhaltsamen einblick in die welt psychoaktiver substanzen und den universitätsbetrieb. immer wieder habe ich passagen als hängend wahr genommen. alles in allem: sehr lesenswert.
Bewertung
aus Osthofen
3/5
02.10.2020
eBook (ePUB)
Nicht gerade seine beste Erzählung
Ich muss gestehen, dass ich ein Boyle-Fan bin und die meisten seiner Bücher gelesen habe. So war ich sehr gespannt, was er aus dem Thema LSD machen würde. Nach einem großartigen Start riss mich die Geschichte aber nie wirklich mit und an manchen Stellen fragte ich mich, warum ich mich durch dieses Buch quäle.
Wahrscheinlich war es eher die Art seines Schreibens als der Inhalt und die Hoffnung, die Erzählung würde doch noch eine überraschende, spannende Wendung nehmen.
Zweifellos ist Herr Boyle sehr wortgewaltig und beherrscht sonst, gute Geschichten zu erzählen.
Das aber ist nicht gerade sein bestes Buch.
Bewertung
5/5
19.08.2024
Buch (Taschenbuch)
Ein Lesevergnügen zwischen Faszination und Absurdität! Zwischen Leben und Schweben!
T.C. Boyle begeistert auch mit diesem Roman, der sich als ein äußerst eigenwilliges, ja geradezu außergewöhnlich abgedrehtes Werk erweist. In 'Das Licht' begleitet wir eine der ersten Studentengruppen, die in großem Stil mit LSD experimentierten. Der Roman entführt uns auf eine psychedelische Reise durch die Höhen und Tiefen des menschlichen Bewusstseins. In einer von gesellschaftlichen Umbrüchen geprägten Welt sucht der Protagonist nach Orientierung und Freiheit. Die Erzählung verwischt die Grenzen zwischen Realität und Halluzination und wirft grundlegende Fragen nach Identität und Zugehörigkeit auf. Dieser fesselnde Roman spiegelt die Zerrissenheit des modernen Menschen wider: den Wunsch nach Veränderung und die Angst vor dem Unbekannten.
Bewertung
5/5
11.11.2021
Buch (Gebundene Ausgabe)
Das Licht
Der junge Dorktorant Fitz gehört zu einer Gruppe Studenten, die sich um den charismatischen Professor Leary scharen. Er nimmt an Experimenten mit der neuen Wunderdroge LSD teil. Ziel ist es, den menschlichen Geist zu befreien. Ob das gelingen wird?
Bewertung
5/5
01.06.2019
Buch (Gebundene Ausgabe)
Gehen wir auf nen Trip!
"Das tut dieses Mittel, und zwar sofort: Es wischt all die Rollen und Spielchen weg, den ganzen Mist, den die Gesellschaft dir aufgedrückt hat, es macht Tabula rasa, und du kannst noch mal von vorn anfangen, du bist neu geboren, Fitz!"
Basel 1943.
Albert Hoffmann entdeckt bei einem Selbstversuch die psychoaktiven Eigenschaften von LSD - und liefert damit die Grundlage für Timothy Leary, der Jahre später seine Studenten um sich scharrt, mit dem Ziel, das menschliche Bewusstsein zu erweitern. Was als Experiment begann, verwandelt sich schnell in einen Rausch aus Drogen, Sex und freier Liebe, bei dem das eigentliche Ziel nach und nach in den Hintergrund rückt.
Es sind immer die harten Themen, denen sich Boyle in seinen Romanen widmet. In "Worlds End" schildert er über Jahrzehnte hinweg das Grauen der Leibeigenschaft und führt uns nebenbei mitten durch die Abgründe der amerikanischen Geschichte. In "Wenn das Schlachten vorbei ist" stellt er die Frage nach Gut und Böse und ob das Ausrotten der einen Art das Überleben der anderen legitimiert.
Und mehr als einmal widmete er sich den Biografien skurriler Persönlichkeiten. Frank Lloyd Wright und dessen zahlreichen Ehefrauen nimmt er sich in "Die Frauen" vor, in "Dr. Sex" erforscht Alfred Kinsey das sexuelle Verhalten von Menschen - rein wissenschaftlich natürlich.
Und nun folgt also Timothy Leary - und mit ihm das LSD.
"Das Licht" folgt Boyles typischem Schema: ein zu anfangs "unschuldiger" junger Mann folgt seinem Idol, seiner Bestimmung, wahlweise auch den Anweisungen seiner Ehefrau und landet mit der Zeit innerhalb eines engen Kreises, wird vom Zuschauer zum Mitwirkenden und findet schließlich keinen Ausweg mehr aus seinem selbstverschuldeten Spinnennetz.
In Boyles neuem Roman "Das Licht" ist dieser eine Fitz, der sich mehr und mehr in den Drogen verliert, ein Kampf, den der Autor weder beschönigend noch verteufelnd schildert. Stattdessen schreibt er mit einem glasklaren Blick, sowohl auf die Drogenexzesse, als auch auf das Gefühlsleben der handelnden Personen. Boyle zeigt eindrucksvoll den Größenwahn der Leary-Anhänger und des Gurus persönlich und nimmt uns als Leser mit in eine Spirale, die sich immer weiter auf den Abgrund zu bewegt.
"Hier geht’s um nicht weniger als eine Revolution, Fitz. Ich habe in sechs, sieben Stunden mehr über den menschlichen Geist gelernt als in fünfzehn Jahren als Psychologe."
Boyle reist in seinem lakonischen Schreibstil durch die 60er Jahre, durch dieses schillernd, grelle Jahrzehnt und zeigt uns alles: die Triumphe und die Niederlagen. Mal wieder hat er es auf seine ganze eigene Art und Weise geschafft, einen Meilenstein der Geschichte wiederzubeleben - ganz in boyl'scher Manier.
"Ich habe Dinge gesehen, ganze Kaleidoskope von wirbelnden Farben und Mustern. Ich habe die Welt gesehen, wie sie wirklich ist. Die immaterielle Welt, die spirituelle Welt, Kants Ding an sich in jedem Objekt. "
Und was bleibt am Ende?
Nicht viel mehr als Schuld, Verlust und Schande.
„Ich will das Zweite Licht sehen, ich will Gott sehen - du hast das erlebt, das weiß ich.“
Tim öffnete das Fläschchen, und schüttelte sechs Tabletten auf die Handfläche. Er zwinkerte. Er grinste. Er beugte sich vor und streckte die Hand aus.
„Scheiß auf Gott“, sagte er. „Gehen wir auf Trip.“
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5/5
11.11.2021
Buch (Gebundene Ausgabe)
Das Licht
T.C. Boyle ist Pflichtlektüre für mich, er begleitet mich seit Jahrzehnten und ich folge ihm in seine visionären Geschichten und wie hier, in die 60iger Jahre des letzten Jahrhunderts. Wir begleiten den ehrgeizigen Wissenschaftler Fitz und seine spießige Familie in die nächste Umgebung des Psychologen und LSD Entdeckers Leary. Menschenversuche mit LSD und Fitz nimmt teil. Berauschend Euphorie und Träume von einer freien Gesellschaft beflügelt die Probanten. Am Ende fehlt die wahrhafte Größe und sie stehen vor dem Scheiterhaufen ihrer bürgerlichen Existenz. Ein toller Trip an die Grenzen des Bewußtseins.
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5/5
23.07.2021
Buch (Gebundene Ausgabe)
Als Albert Hoffman durch Zufall LSD erfand, ahnt er noch nicht, welche Folgen es für die Welt haben wird. Die neue "Wunderdroge" wird von Wissenschaftlern hoch beachtet. Timothy Leary ist einer dieser Wissenschaftler, welcher in Cambridge Forschungen zu LSD betreibt. Nach und nach scharrt er einen Kreis von Anhängern um sich. Seine "Sessions" sind legendär. Wer dazugehören will, muss Glück oder Kontakte haben. Fitz, ein angehender Professor, hat dieses Glück. Er schafft es in den inneren Kreis, macht seine eigenen Erfahrungen mit der Droge. Seine Frau folgt ihm. Die Abwärtsspirale hat begonnen.
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5/5
25.03.2019
Buch (Gebundene Ausgabe)
Träume, Lebenslügen und Fehlentscheidungen
Fitz und Joan wollen ausbrechen aus ihrem beengten Leben, ihre Träume wahr werden lassen und landen am Ende auf einem fiesen Ego-Trip, bei dem sie alles, selbst ihre Würde, verlieren.
Boyle erzählt gewohnt leicht und vergnüglich und leuchtet dabei die Seelen seiner Figuren genau aus. Großartig!
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5/5
10.03.2019
Buch (Gebundene Ausgabe)
Trippiger muss es nicht sein!
Boyle versteht es hervorragend, eine kontroverse historische Persönlichkeit aus der Sicht und dem Erleben einer fiktiven Figur darzustellen. In diesem Fall ist es der berühmt-berüchtige Timothy Leary, dessen Doktorand Fitz Loney samt Ehefrau Joanie und ihrem Sohn in den inneren Zirkel Learys geraten und an dessen frühen Psilocybin- und LSD-Experimenten teilnehmen. Was das mit ihnen macht, beschreibt Boyle wie gewohnt lakonisch, aber empathisch und mit sehr trockenen Humor.
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