Anthropologie des früheren Ostdeutschlands (vor 1945)

Inhaltsverzeichnis

Einleitung
Die anthropologische Erforschung Deutschlands
Die Bevölkerungsgeschichte des früheren Ostdeutschlands
Das Datenmaterial
Geographische Differenzierung nach Regionen
Die Verteilung der Familiennamen
Merkmalskorrelationen als Typennachweis
Geographische Differenzierung nach Kreisen
Beziehungen der anthropologischen Merkmale zu Konfession und Familiennamen
Unterschiede zwischen den sozialen Schichten
Beziehungen zwischen körperlichen Merkmalen und der Schulbegabung
Vergleich der sozialanthropologischen Befunde mit dem Ruhrgebiet und Westfalen
Ostelbischer Adel
Schluß
Literatur
Anhang (Tabellen)

Anthropologie des früheren Ostdeutschlands (vor 1945)

Ethnische Schichtung und Sozialbiologie

Buch (Taschenbuch)

18,00 € inkl. gesetzl. MwSt.

Beschreibung

Zu den Aufgaben einer biologischen Anthropologie gehört auch die Erforschung des eigenen Landes und Volkes unter landeskundlich-landesgeschichtlichen Gesichtspunkten. Menschen unterschiedlicher Herkunft unterscheiden sich nicht nur in ihrer DNS voneinander, sondern auch in sichtbaren Merkmalen der Gestalt, der Physiognomie und Pigmentierung. Besonders die ältere Anthropologie trug viele Daten über diese Merkmale zusammen. Der Anthropologe Andreas Vonderach wertet in diesem Buch ein anthropologisches Datenmaterial aus den 1950er Jahren von 2759 14jährigen Vertriebenen aus und holt mit diesem eine anthropologische Landeskunde des früheren Ostdeutschlands vor 1945 nach, die es bis jetzt noch nicht gegeben hat. Er wertet die anthropologischen Daten einschließlich der Familienamen in Hinblick auf ihre geographische Verteilung und ethnische Herkunft aus.
In dem anthropologischen Merkmalsbild eines Gebietes spiegelt sich seine Bevölkerungs- und Siedlungsgeschichte wider. So zeigen sich in den Karten der anthropologischen Merkmale und Typen die unterschiedlichen Anteile deutscher und slawischer Besiedlung, aber auch regionale Besonderheiten wie das biologische Erbe der alten Prussen oder Salzburger Siedler in Ostpreußen. Die Korrelationen zwischen den Merkmalen und die Ergebnisse einer Hauptkomponentenanalyse bestätigen zudem die traditionellen anthropologischen Typen, insbesondere den nordiden und den osteuropiden Typus.
Zugleich analysiert Vonderach die anthropologischen Merkmale auch in Hinblick auf ihre soziale Verteilung. Es gibt charakteristische Unterschiede zwischen den sozialen Schichten und sozialen Auf- und Absteigern, die sich auch in unserem Material finden, und die auf sozialer Siebung beruhen. Dabei wird auch der Zusammenhang von anthropologischen Merkmalen mit der Schulbegabung überprüft. Daneben spielt für die sozialen Unterschiede aber auch die ursprüngliche ethnische Überschichtung der slawischen Bevölkerung durch Deutsche während der deutschen Ostsiedlung eine Rolle. Ein gesondertes Kapitel ist den anthropologischen Merkmalen des ostelbischen Adels ist gewidmet.

Andreas Vonderach, Jg. 1964, studierte Geschichte und Geographie in Oldenburg und biologische Anthropologie in Mainz und Ulm. Er ist Schüler der Anthropologen Ilse Schwidetzky und Friedrich W. Rösing und hat zahlreiche Publikationen zu anthropologischen, historischen und volkskundlichen Themen veröffentlicht, darunter mehrere regionalanthropologische Untersuchungen innerhalb Deutschlands.

Details

Einband

Taschenbuch

Erscheinungsdatum

11.02.2019

Verlag

Lindenbaum Verlag

Seitenzahl

128

Beschreibung

Details

Einband

Taschenbuch

Erscheinungsdatum

11.02.2019

Verlag

Lindenbaum Verlag

Seitenzahl

128

Maße (L/B/H)

21,3/14,9/1,2 cm

Gewicht

156 g

Sprache

Deutsch

ISBN

978-3-938176-64-1

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    Merkmalskorrelationen als Typennachweis
    Geographische Differenzierung nach Kreisen
    Beziehungen der anthropologischen Merkmale zu Konfession und Familiennamen
    Unterschiede zwischen den sozialen Schichten
    Beziehungen zwischen körperlichen Merkmalen und der Schulbegabung
    Vergleich der sozialanthropologischen Befunde mit dem Ruhrgebiet und Westfalen
    Ostelbischer Adel
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