Das Erfolgsduo: Eva Mattes und Elena Ferrante»Ich bin tot, aber es geht mir gut.«Die 47jährige Anglistikprofessorin Leda, eine moderne, selbstbewusste Frau, fährt allein an die süditalienische Küste in den Urlaub. Doch als Leda dort der jungen Nina und ihrer dreijährigen Tochter Elena begegnet, verdüstert sich die Ferienidylle: Das fremde Familienglück weckt in Leda verdrängte Erinnerungen und die sonst so vernünftige Frau lässt sich zu einer unbegreiflichen Tat hinreißen.Gelesen von Eva Mattes.(Laufzeit: 4h 29)
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4.3/5.0
Bewertung
5/5
18.08.2022
Buch (Gebundene Ausgabe)
Ein Ferrante der Extraklasse!
Leda, 47, verbringt allein ihren Urlaub an der italienischen Küste. Lange Tage am Strand einfach mal die Seele baumeln lassen. Doch von irgendwo beschleicht Leda ein komisches Gefühl, was sich langsam in eine Art Obsession verwandelt. Sehr sehr spannend!
Bewertung
5/5
06.10.2021
Buch (Gebundene Ausgabe)
Leda verbringt den Sommer allein an der süditalienischen Küste. Ihre Zeit verbringt sie am Strand, wo ihr eine hübsche junge Frau und deren kleine Tochter auffällt. Fasziniert kreisen fortan alle Gedanken um diese, aber auch um ihre eigene Rolle als Mutter und ihr Verhältnis zu ihren bereits erwachsenen Töchtern. Einer Kurzschlusshandlung geschuldet kreuzen sich die Wege von Leda und Nina und es kommt zur Eskalation. Sehr emotional und spannend.
Bewertung
5/5
06.10.2021
Buch (Gebundene Ausgabe)
Zwischen Familie und Universitätskarriere hin und her gerissen, trifft Leda eine folgenschwere Entscheidung. Lange unbearbeitet, drängen sich ihr viele Jahre später in einem Urlaub unter der Sonne Neapels zuerst düstere Ahnungen und dann die ganze Ambivalenz ihrer Muttergefühle wieder auf. Hin und her gerissen zwischen Selbstverwirklichung und den Bedürfnissen ihrer Töchter durchlebt sie eine Art Katharsis. Unverblümt und klar zieht Ferrante diese Lebensfrage ans Licht.
Bewertung
5/5
30.12.2020
Buch (Gebundene Ausgabe)
"Frau im Dunkeln", eine hervorragende...
"Frau im Dunkeln", eine hervorragende psychologische Studie, wurde geschrieben, bevor Elena Ferrante mit der vierteiligen Neapolitanischen Saga international bekannt wurde. Dieses kleine, feine Buch geht unter die Haut und regt zum Nachdenken an.
Bewertung
5/5
16.10.2020
Buch (Gebundene Ausgabe)
Eine so faszinierende, böse und...
Eine so faszinierende, böse und doch banale Geschichte las ich noch nie. Ferrante fesselt von der ersten Seite an, ohne eine bestimmte Thematik zu treffen. Unbedingt lesen!
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5/5
18.03.2019
Buch (Gebundene Ausgabe)
Die Dinge, die wir selbst nicht verstehen, sind am schwierigsten zu erzählen...
Leda ist eine Frau im besten Alter, beruflich erfolgreich. Die sich im Sommer einen Badeurlaub an der italienischen Küste gönnt. Unbeschwerte Wochen am Strand, versorgt mit Lektüre und Arbeit, genießt sie das sonnige Dasein. Bis eines Tages eine junge Frau mit ihrer Tochter in dieses Urlaubsleben tritt, und alles ändert sich. Leda tut etwas ganz und gar Unbegreifliches, und ab diesem Zeitpunkt durchlebt sie ihre eigene Vergangenheit, ihr Leben mit und ohne ihre beiden Töchter, wird von ihren Schuldgefühlen eingeholt und den Gedanken an die Entscheidungen, die sie treffen musste, um nicht unterzugehen. Ein großartiges und eindringliches Buch über eine Frau in einer Männerwelt, die sich traut, eine „Rabenmutter“ zu sein, um sich selbst nicht zu verlieren. Aktueller denn je...
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5/5
09.03.2019
Buch (Gebundene Ausgabe)
Im Innern der Puppe
Leda ist eine kultivierte Frau, knapp fünfzig, alleinstehend, zwei erwachsene Töchter, Hochschuldozentin in Florenz, ein wenig gestresst vielleicht, aber jetzt hat sie sich Urlaub genommen und am Strand des Badeortes bereits einen bequemen Stammplatz eingerichtet. Voller Sympathie beobachtet sie hier eine junge Mutter, die ausgelassen und sehr liebevoll mit ihrer kleinen Tochter und deren Puppe, in die beide geradezu vernarrt zu sein scheinen, am Strand spielt. Sie strahlen Schönheit und Anmut aus und eine innige, fast schon symbiotische Zuneigung, und Leda sieht ihnen gerne zu bis - ja bis sie erkennt, dass die beiden zu der lärmenden, raumgreifenden und vulgären Großfamilie aus Neapel gehören, die, kaum angekommen, den Strand für sich vereinnahmt, ja geradezu beherrscht. Und in Leda macht das Gefühl der Freude, Entspannung und Erholung einem Gefühl der Bitterkeit und Beklemmung Platz, denn in dieser lauten, aufdringlichen und schamlosen Sippe sieht sie sich mit ihrer eigenen Herkunft konfrontiert, einer Herkunft, die sie längst glaubte überwunden und hinter sich gelassen zu haben. Die Begegnung, ja Verstrickung mit diesen Menschen, wird sich für sie als ebenso verstörend wie reinigend erweisen…
Elena Ferrante hat in ihrem vierten Roman aus dem Jahr 2006 die zentralen Motive ihrer berühmten „Freundin“-Tetralogie gewissermaßen komprimiert vorweggenommen. Was sie Jahre später in der umfassenden Familiensaga ausformulieren wird, ist hier kammerspielartig verdichtet, und gerade das macht dieses Buch außerordentlich fesselnd und – in mancher Hinsicht durchaus provokant.
Letztendlich geht es um die Verwirklichung von weiblichen Lebensentwürfen, um die Möglichkeit (oder Unmöglichkeit?) sich von Herkunft und vorbestimmter Rolle zu emanzipieren. Kann man sich je wirklich ganz von seinem Ursprung (dem familiären „Sumpf“, wie Leda es nennt) lösen, was vermag Erziehung und Selbsterziehung? Verkommt der ehrgeizig, ja geradezu verbissen verfolgte Lebensentwurf mit der Geburt der eigenen Kinder zu einer bloßen Idee, zu reiner Makulatur? Endet alles in Vergeblichkeit und einer Art Selbstaufopferung, Selbstbetrug? Es scheint, als sei man als Mutter fortan einzig auf genau diese Funktion reduziert, und weder in der Fremd- noch fatalerweise in der Selbstwahrnehmung als Person mit (einstmals) eigenen Wünschen und Zielen noch erkennbar. Kann eine radikale Trennung von der eigenen Familie, den eigenen Kindern, eine echte (Er)Lösung sein? „Ich bin Eure Geschichte, bei mir fangt ihr an!“ will Leda ihren, durch die mütterliche Flucht tief verletzten Töchtern zurufen, die allerdings für ihre späten Rechtfertigungsversuche und Motive offensichtlich kaum Interesse aufbringen. Leda fühlt sich wie eine Puppe, die den kindlichen Bedürfnissen und Übergriffen jederzeit und durchaus willentlich zur Verfügung stand, wie ein Spielzeug, allerdings mit der besonderen Fähigkeit, Leben hervorzubringen, unter Aufgabe ihres eigenen. So ist das zentrale Symbol dieses an Symbolen reichen Romans, eine Puppe, verkörpert in eben jener Puppe des kleinen Mädchens vom Strand, das Leda ihr eines Tages aus einem unerklärlichen Impuls heraus kurzerhand stiehlt. Ein hässliches, abgenutztes, abgeliebtes Ding, aus dessen Mund eine schmutzige braune Brühe läuft und in deren Körper sich etwas undefinierbares, fast unheimliches verbirgt. Leda wird es gelingen, dieses Etwas aus dem Bauch der Puppe ans Licht zu bringen - und schließlich auch ihre eigenen Dämonen.
Gerade in dieser fast novellenhaften Form zeigt sich die große Begabung Elena Ferrantes als Erzählerin, gerade in der Verknappung und Fokussierung vermag sie eine Spannung zu erzeugen, der man sich bis zum Schluss nur schwer entziehen kann. Unbedingt lesenswert.
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5/5
11.02.2019
Buch (Gebundene Ausgabe)
Geniale Ferrante!
Ja, die menschlichen Abgründe. Da sind sie wieder. Eigentlich eine kleine harmlose Sommergeschichte in Italien. Aber sie "entpuppt" sich alles andere als harmlos. Unbedingt lesen!
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4/5
16.10.2020
Buch (Gebundene Ausgabe)
Wahrnehmung
Eine wahrlich meisterhafte Erzählung, die Ferrante hier entstehen lässt. Man ist gebannt von der Atmosphäre, der diskursiven Betrachtung einer Geschichte und der Protagonistin, die all das verkörpert. Sprachlich war ich, wie gewohnt, wirklich begeistert. Lesenswert!
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4/5
15.02.2019
Buch (Gebundene Ausgabe)
Wenn die Seele nicht mehr schweigen will...
Nachdem die Kinder aus dem Haus sind, genießt Leda den Sommer und den Strand in Süditalien. Dort beginnt sie, regelmäßig fasziniert eine neapolitanische Großfamilie mit Mutter und kleiner Tochter zu beobachten.
Es beginnt alles ganz harmlos...
...und Ferrante hat mich einfach mitgenommen!
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