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Produktbild: Palast der Miserablen

Palast der Miserablen

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Beschreibung

Produktdetails

Family Sharing

Ja

Gesprochen von

Torsten Flassig

Spieldauer

8 Stunden und 58 Minuten

Abo-Fähigkeit

Ja

Erscheinungsdatum

17.02.2020

Hörtyp

Lesung

Fassung

ungekürzt

Medium

MP3

Anzahl Dateien

129

Verlag

Hörbuch Hamburg

Sprache

Deutsch

EAN

9783844923445

Beschreibung

Produktdetails

Family Sharing

Ja

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Gesprochen von

Torsten Flassig

Spieldauer

8 Stunden und 58 Minuten

Abo-Fähigkeit

Ja

Erscheinungsdatum

17.02.2020

Hörtyp

Lesung

Fassung

ungekürzt

Medium

MP3

Anzahl Dateien

129

Verlag

Hörbuch Hamburg

Sprache

Deutsch

EAN

9783844923445

Herstelleradresse

Hörbuch Hamburg HHV GmbH
Völckersstr. 18
22765 Hamburg
Deutschland
Email: info@hoerbuch-hamburg.de
Url: www.hoerbuch-hamburg.de
Telephone: +49 40 89720780
Fax: +49 40 897207810

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  • Lesetiger

    5/5

    30.04.2020

    Hörbuch-Download (MP3)

    Plot und Charaktere ausbaufähig

    Abbas Khider hat die Geschichte von Shams Hussein in seinem Roman „Palast der Miserablen“ erzählt. Eine Geschichte, die im Irak zu der Zeit spielt, als Saddam Hussein an der Macht ist. Der Leser bzw. Hörer begleitet den Jungen Shams Hussein, der mit seinen Eltern im Süden Iraks lebt, der von Kriegen und Aufständen gezeichnet ist. Seine Eltern erhoffen sich in Bagdad ein besseres Leben – das schaffen sie nur bedingt, denn die Familie baut sich ein Haus im Blechviertel neben dem Müllberg und muss tagtäglich ums Überleben kämpfen. Und so nimmt Shams viele Jobs an, um sich über Wasser zu halten. Doch mit einem Mal treten Bücher in sein Leben und er entdeckt seine Liebe zu ihnen. Er trifft sich regelmäßig mit Gleichgesinnten, um über Literatur zu diskutieren. Damit begibt sich Shams in eine Welt voller Gefahren, die er nicht kommen sieht. Denn Kritik am Regime Saddams zu äußern, ist selbst hinter vorgehaltener Hand brandgefährlich. Der Schreibstil des Autors ist recht einfach, sodass man das Buch gut lesen oder hören kann. Der Anfang hat mir ganz gut gefallen und die Erzählweise des Ich-Erzählers hat gut zu dem jungen Shams gepasst, dessen Vater in den Krieg zog. Leider schlichen sich dann Längen ein, mir fehlte schlichtweg die Spannung. Gegen Ende des Buchs ist Shams ein Student, aber die Erzählweise blieb die des kleinen Jungen, was mich schon etwas gestört hat. Und ja, ich weiß, dass die Muttersprache des Autors arabisch ist, dennoch hat mich die durchgehend einfache, schnörkellose Sprache nicht überzeugen können. Die Story selber ist interessant und gibt einen guten und faszinierenden Einblick in das Leben im Irak. Man kann sich als Europäer gar nicht vorstellen, welche Lebensbedingungen in der ärmeren Bevölkerungsschicht Bagdads herrschen. Aber der Autor kratzt nur an der der Oberfläche. Ich hätte mir sowohl die Charaktere als auch die Story tiefgründiger gewünscht. Neben dem Erzählstrang von Shams Leben werden jeweils in kurzen Einschüben das trostlose Leben eines Gefangenen und dessen Probleme geschildert und das jeweils kurz und knackig. Diese Einschübe haben die Spannung etwas erhöht und ich wollte wissen, wie es mit dem Gefangenen weitergeht. Je weiter der Autor über Shams Leben schrieb, desto mehr hatte ich das Gefühl, das er sich in Nebensächlichkeiten verliert. Die Charaktere, insbesondere Shams, waren sympathisch und authentisch dargestellt. Aber auch hier hat mir eine gewisse Tiefe der Figuren gefehlt. Das Ende hat kam für mich wie aus dem Nichts und hat mich enttäuscht zurückgelassen. Also, ich mag grundsätzlich ein Ende, das so nicht vorhersehbar ist, das ist es nicht. „Der Palast der Miserablen“ endete jedoch so abrupt und seltsam, dass ich mit dem Schluss der Story unzufrieden war.

  • Bewertung

    aus Wien

    3/5

    12.03.2020

    Hörbuch-Download (MP3)

    Toller Einstieg - jedoch weiterer Teil nicht überzeugend

    Das Buch wird aus Sicht des Jungen erzählt - der Anfang ist sehr interessant. Toller Einstieg, der den Leser gleich packt und mit dem Schicksal des Jungen vertraut macht. Man erfährt von einer Welt, die man sich selber nur schwer vorstellen kann - sehr interessant. Jedoch im weiteren Verlauf des Buches konnte mich der Autor nicht mehr überzeugen. Es wurden viel zu viele Nebensächlichkeiten in den Fokus gestellt - der rote Faden ging verloren. Mein Interesse hat immer weiter abgenommen. Schade.

  • Bewertung

    5/5

    04.04.2022

    Buch (Taschenbuch)

    Reise zu fremden Orten, zu ungewohnten Lebensläufen und unvertrauten Zeiten

    Shams liebt Bücher, liebt die Flucht an andere Orte. Genauso eine andersartige Welt erschließt sich beim Lesen des Romans von Abbas Khider: Fremde Orte, ungewohnte Lebensläufe, unvertraute Zeiten, in der jede Zeitspanne nach einem Krieg benannt ist. In Bagdad, im Schatten des Präsidentenpalastes Husseins hoffen Shams, seine Schwester Qamer und ihre Eltern auf ein besseres Leben. In der Realität ist es ein Leben im Blechviertel, auf einem Müllberg, in existentieller Not. Shams Begeisterung für Literatur führt dazu, dass er Buchhändler wird, studiert, umgeben ist von Gleichgesinnten. Doch eben jene Begeisterung wird ihm zum Verhängnis ...

  • Bewertung

    5/5

    11.11.2021

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Mein neuer Buchtipp für Sie!

    "Glaubst du ernsthaft, dass sich irgendwer da draußen für unsere Probleme interessiert? Wir sind doch nur eine [...] Kurzmeldung in den Nachrichten wert. Die Leute hören doch seit Jahren nur von Krieg und Problemen. [...] Wieso sollte unsere Geschichte irgendwen jucken, der gerade gemütlich [...] seine fette Torte mit Kaffee runterspült? Der schlägt die Zeitung zu und hat uns vergessen." Diese bittere Erkentnis, die der Iraker Hisham in Abbas Khiders großartigem Roman formuliert, hat mich sehr getroffen. Aus dem Einfachen Grund, weil er Recht hat. Ich musste mir eingestehen, dass ich selbst zum einen nicht viel über den Irak weiß, und das, was noch zusammenkommt, aus spärlichem Wissen aus den Nachrichten besteht, die zwar immer wieder zu sehen sind, aber längst nicht mehr schockieren. Diktatur, Krieg, Gefangenschaft, Hunger, Armut, Angst - mit all dem müssen nicht nur Abbas Khiders Figuren fertig werden, leider sind es Schicksale, die Menschen täglich ereilen und deren Bilder in den Medien, wie mir wieder einmal schmerzlich bewusst geworden ist, zur Normalität geworden sind. Abbas Khider ist ein großartiger Erzähler, der mich mit seiner Geschichte über Shams, seine Familie, den Irak und die Welt der Bücher vollkommen begeistert hat. Dabei erzählt er keinesfalls, wie es in Anbetracht der schlimmen Umständen zu erwarten wäre, in bedrückendem Ton, im Gegenteil - ein gewisser Humor scheint immer durch, der Ich-Erzähler Shams wächst einem direkt ans Herz und auch die übrigen Protagonisten wirken so lebendig, dass man nach ein paar Seiten das Gefühl hat, mittendrin im kleinen Dorf im Süden, auf dem Büchermarkt oder im Blechviertel vor Bagdad zu sein. Man freut sich mit, wenn die Familie endlich etwas Frieden findet, man leidet, wenn das Geld knapp wir und die Kinder arbeiten müssen und man ist schockiert im Angesicht der schrecklichen Gewalt. Unbedingt Lesen!

  • Bewertung

    5/5

    06.10.2021

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Bagdad unter der Herrschaft Saddam Husseins. Polizeigewalt, Überwachung, Verrat und Willkür bestimmen den Alltag der Iraker. Dies ist die Geschichte des Jungen Sham, der versucht in den Slums der Stadt zu überleben und sich nichts sehnsüchtiger wünscht als ein friedliches Leben. Eine Illusion. Ein Roman, der mir unter die Haut gegangen ist und mich sehr dankbar zurückgelassen hat, hier in Freiheit und Selbstbestimmung leben zu dürfen.

Kundinnen und Kunden meinen

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Bewertungen (53)

Unsere Meinungen

  • Zum Bewerterprofil von P. Kurbach

    P. Kurbach

    Thalia Osnabrück

    Buchhändler*in

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    5/5

    10.01.2022

    Buch (Taschenbuch)

    Jetzt als Taschenbuch!

    Hier wird wahr, was oft beschworen: Eintauchen in eine andere Welt. Abbas Khider schreibt über eine Jugend im Irak in den 90er Jahre. Eine schwere Zeit, doch Shams und seine Familie versuchen das Beste daraus zu machen. Bis er mit dem Regime aneinander gerät und die Kraft der Literatur kennenlernt, die ihm das Leben rettet.
  • Zum Bewerterprofil von Jasmin Waidmann

    Jasmin Waidmann

    OSIANDER Bühl

    Buchhändler*in

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    5/5

    06.10.2021

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Nach seinem Roman Ohrfeige ist auch Abbas Khiders neuester Roman wieder sehr persönlich. Bildhaft und sehr lebendig erzählt er uns von Sham Husseins unbeschwerter Kindheit im Süden Iraks, die mit Beginn des Zweiten Golfkriegs abrupt endet. In der Hoffnung auf ein besseres Leben zieht die Familie nach Bagdad. Doch es kommt anders. Sham muss nach der Schule mithelfen Geld zu verdienen. Er entdeckt seine Liebe zu Büchern und tauscht sich mit Gleichgesinnten aus. Als er dann mit dem Verkauf von Büchern sein Geld verdient, ahnt er nicht, wie ihm das alles zum Verhängnis werden wird.
  • Zum Bewerterprofil von Ursula Birkhold

    Ursula Birkhold

    OSIANDER Göppingen

    Buchhändler*in

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    5/5

    23.07.2021

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Der Protagonist Shams erzählt hier die Geschichte seiner Familie und gleichzeitig die des Irak - geprägt durch Religions- und Stammeszugehörigkeit und den daraus resultierenden Konflikten. Die unseligen Auswirkungen der ständigen Kriege auf das Leben der einfachen, armen Menschen sowie die weitreichenden Folgen des Kolonialismus werden hier anschaulich erzählt. Ein sehr beeindruckendes Buch, das einen nicht so schnell loslässt.
  • Zum Bewerterprofil von Simone Büchner

    Simone Büchner

    Thalia Coburg

    Buchhändler*in

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    5/5

    24.06.2020

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    'Alle haben Angst in diesem Land der unterirdischen Kerker'

    Anfang der 1980er Jahre. Shams Familie lebt in einem kleinen schiitisches Dorf im Süden des Irak. Die Familie fühlt sich dort eines Tages nicht mehr sicher, flieht nach Bagdad, muss Nachbarn und Freunde zurücklassen. Vorübergehend finden sie Unterschlupf bei Stammesverwandten. Die Suche nach einer dauerhaften Bleibe gestaltet sich schwierig, bezahlbarer Wohnraum ist in Bagdad quasi nicht vorhanden. Einzig das sogenannte 'Blechviertel' an einer Müllkippe bietet genügend Platz. Die Menschen, die sich hier ansiedeln, bauen aus allem, was sie auf den Müllbergen finden, eine Unterkunft. Dauerhaft sind die Zustände im Blechviertel wenig verlockend, trotzdem arrangieren sich alle Familienmitglieder mit dem neuen Leben. Um einigermaßen über die Runden zu kommen, arbeiten sie hart. Shams und seine Schwester besuchen die Schule, beide finden Freunde. Shams entdeckt seine Liebe zur Literatur, trifft Gleichgesinnte. Dies und die Tatsache, dass die finanzielle Lage der Familie prekär ist, wird ihm Jahre später zum Verhängnis. Der in Bagdad geborene Autor Abbas Khider führt in seinem Roman tief in gesellschaftliche und politische Verhältnisse ein. Er erzählt von Krieg, Flucht, Verfolgung, Gewalt, Armut, Kinderarbeit, Feindseligkeit und gesellschaftlicher Spaltung, lässt uns diese Welt aus Shams Perspektive betrachten. Gleich der Anfang der Geschichte offenbart, dass es kein gutes Ende nimmt, nehmen kann. Packende Thematik, hervorragend erzählt.
  • Zum Bewerterprofil von Anja Söllner

    Anja Söllner

    Thalia Hof

    Buchhändler*in

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    5/5

    09.05.2020

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Lesen ist Zuflucht vor der Welt da Draußen.

    Kurz vor Ausbruch des ersten Golfkrieges, im Süden des Iraks liegt ein kleines Dorf im Kriegsgebeutelten Land, in dem vorwiegend Schiiten leben. Shams lebt dort zusammen mit seiner Schwester Quamer und seinen Eltern. Trotz Armut ist das Leben Geborgenheit in der Gemeinschaft. Als die sunnitischen Schergen Saddam Husseins Revolutionäre im Süden wittern, beschließt Shams Vater ins Auge der Macht zu ziehen, nach Bagdad... Am Rande der der Stadt liegt das sogenannte Blechviertel, wo es noch Grundstücke gibt, die Keinem gehören. So wird Blechdose auf Blechdose ein Haus am Rand der Müllhalden gezimmert. Quamer, Shams selbstbewußte Schwester, sein großes Idol, beschützt ihn, den sensiblen Kleinen, vor Übergriffen. Ansonsten ist die Zeit des Heranwachsen geprägt vom Suchen nach Arbeit, aber auch das Streben nach Bildung. Bis er auf eine Gruppe von Gleichgesinnten trifft, den Palast der Miserablen, der Studenten und Literaten Plattform zum gemeinsamen Gespräch bietet. Auf dem Büchermarkt wird ihm ein Stand angeboten, der unter Anderem regimekritische Literatur verbreiten soll... Shams ist sich nicht bewußt, wie ernst seine Lage werden kann... Abbas Khider studierte Literatur und Philosophie in Deutschland, nach seiner Flucht aus dem Irak. Er veröffentlichte einige wertvolle bereichernde Romane und Texte, sein poetischer Stil und teils widersinniger Humor ist schlicht großartig.

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