Produktbild: Palast der Miserablen

Palast der Miserablen Roman

53

13,00 €

inkl. gesetzl. MwSt., Versandkostenfrei


Beschreibung

Produktdetails

Einband

Taschenbuch

Erscheinungsdatum

10.01.2022

Verlag

btb

Seitenzahl

320

Maße (L/B/H)

18/11,7/2,7 cm

Gewicht

297 g

Farbe

Tabak

Auflage

1. Auflage

Sprache

Deutsch

ISBN

978-3-442-77117-2

Beschreibung

Produktdetails

Einband

Taschenbuch

Erscheinungsdatum

10.01.2022

Verlag

btb

Seitenzahl

320

Maße (L/B/H)

18/11,7/2,7 cm

Gewicht

297 g

Farbe

Tabak

Auflage

1. Auflage

Sprache

Deutsch

ISBN

978-3-442-77117-2

Herstelleradresse

btb Taschenbuch
Neumarkter Straße 28
81673 München
DE

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  • Bewertung

    5/5

    04.04.2022

    Buch (Taschenbuch)

    Reise zu fremden Orten, zu ungewohnten Lebensläufen und unvertrauten Zeiten

    Shams liebt Bücher, liebt die Flucht an andere Orte. Genauso eine andersartige Welt erschließt sich beim Lesen des Romans von Abbas Khider: Fremde Orte, ungewohnte Lebensläufe, unvertraute Zeiten, in der jede Zeitspanne nach einem Krieg benannt ist. In Bagdad, im Schatten des Präsidentenpalastes Husseins hoffen Shams, seine Schwester Qamer und ihre Eltern auf ein besseres Leben. In der Realität ist es ein Leben im Blechviertel, auf einem Müllberg, in existentieller Not. Shams Begeisterung für Literatur führt dazu, dass er Buchhändler wird, studiert, umgeben ist von Gleichgesinnten. Doch eben jene Begeisterung wird ihm zum Verhängnis ...

  • Bewertung

    aus Berlin

    4/5

    10.01.2022

    Buch (Taschenbuch)

    Plötzlich ändert sich alles

    Saddam Hussein regiert das Land. Das Wirtschaftsembargo gegen den Irak ist in Kraft. Hier lebt Shams Hussein mit seinen Eltern und seiner Schwester im Süden des Landes. Als die Lebenssituation dort immer schwieriger wird, siedelt die Familie nach Bagdad um. Dort bauen sie sich, wie viele andere, in den Müllbergen rund um die Großstadt eine Unterkunft aus allem, was sie finden können. Die Familie lässt sich von den widrigen Umständen nicht unterkriegen. Shams und seine Schwester besuchen weiter die Schule und halten an ihren Träumen einer besseren Zukunft fest. Für Shams Vater ist nur eine Sache besonders wichtig: er soll seinen Schulabschluss machen und so auf jedem Fall dem Militär entgehen. Shams schlägt sich durch, arbeitet als Plastiktütenverkäufer, Lastenträger und auf dem Bau. Durch sein Interesse für Literatur lernt er den Fotografen und Buchverkäufer Hisham kennen und trifft sich fortan regelmäßig mit ihm und weiteren Bekannten. Sie sprechen über Literatur, Gesellschaft und Politik. Ein gefährliches Unterfangen in einer Zeit, wo sich überall Spitzel aufhalten könnten und jedes Wort gefährlich werden kann. Eines Tages entschließt sich Hisham das Land zu verlassen und bietet Shams seinen Platz auf dem Buchmarkt an. Da sich mit den wenigen erlaubten Büchern im Land kaum genug Geld verdienen lässt, willigt Shams in ein Geschäft mit einem seiner ehemaligen Schulkameraden ein, dessen Tragweite er sich nicht bewusst ist. Abbas Khider wurde Anfang der 70er in Bagdad geboren. Mit 19 Jahren wurde er das erste Mal festgenommen aufgrund seiner politischen Aktivitäten gegen Saddam Husseins Regime. 1996 wurde er entlassen und lebte bis zum Jahr 2000 auf der Flucht, die ihn letztendlich nach Deutschland führte. Er machte sein Abitur in Potsdam und studierte anschließend Literatur und Philosophie. Er gibt seiner Generation eine Stimme. Die Generation, die in genau diesem Irak aufgewachsen ist. Ob „Palast der Miserablen“ nun teilweise autobiografisch ist oder nicht, das kann nur Abbas Khider selbst beantworten. Dass er und Shams Hussein zumindest die Jugend im Irak und die Leidenschaft für Literatur vereint, ist gewiss. Khiders Schreibstil liest sich gut. Er ist einfach und besticht durch Kürze, in der mehr gesagt wird als man anfangs vermuten mag. So einiges steht ungeschrieben zwischen den Zeilen. Es werden viele Dinge angerissen, manche detaillierter, andere weniger. Erst hatte ich das Gefühl, dass mich das Buch weniger gepackt hat. Je länger ich aber darüber nachdenke, desto mehr ist das Gegenteil der Fall. Dass viele Dinge unausgesprochen bleiben und das Ende einen ratlos zurücklässt, mag wie eine Schwäche erscheinen, ist aber eine Stärke vom Palast der Miserablen.

  • Bewertung

    5/5

    11.11.2021

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Mein neuer Buchtipp für Sie!

    "Glaubst du ernsthaft, dass sich irgendwer da draußen für unsere Probleme interessiert? Wir sind doch nur eine [...] Kurzmeldung in den Nachrichten wert. Die Leute hören doch seit Jahren nur von Krieg und Problemen. [...] Wieso sollte unsere Geschichte irgendwen jucken, der gerade gemütlich [...] seine fette Torte mit Kaffee runterspült? Der schlägt die Zeitung zu und hat uns vergessen." Diese bittere Erkentnis, die der Iraker Hisham in Abbas Khiders großartigem Roman formuliert, hat mich sehr getroffen. Aus dem Einfachen Grund, weil er Recht hat. Ich musste mir eingestehen, dass ich selbst zum einen nicht viel über den Irak weiß, und das, was noch zusammenkommt, aus spärlichem Wissen aus den Nachrichten besteht, die zwar immer wieder zu sehen sind, aber längst nicht mehr schockieren. Diktatur, Krieg, Gefangenschaft, Hunger, Armut, Angst - mit all dem müssen nicht nur Abbas Khiders Figuren fertig werden, leider sind es Schicksale, die Menschen täglich ereilen und deren Bilder in den Medien, wie mir wieder einmal schmerzlich bewusst geworden ist, zur Normalität geworden sind. Abbas Khider ist ein großartiger Erzähler, der mich mit seiner Geschichte über Shams, seine Familie, den Irak und die Welt der Bücher vollkommen begeistert hat. Dabei erzählt er keinesfalls, wie es in Anbetracht der schlimmen Umständen zu erwarten wäre, in bedrückendem Ton, im Gegenteil - ein gewisser Humor scheint immer durch, der Ich-Erzähler Shams wächst einem direkt ans Herz und auch die übrigen Protagonisten wirken so lebendig, dass man nach ein paar Seiten das Gefühl hat, mittendrin im kleinen Dorf im Süden, auf dem Büchermarkt oder im Blechviertel vor Bagdad zu sein. Man freut sich mit, wenn die Familie endlich etwas Frieden findet, man leidet, wenn das Geld knapp wir und die Kinder arbeiten müssen und man ist schockiert im Angesicht der schrecklichen Gewalt. Unbedingt Lesen!

  • Bewertung

    5/5

    06.10.2021

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Bagdad unter der Herrschaft Saddam Husseins. Polizeigewalt, Überwachung, Verrat und Willkür bestimmen den Alltag der Iraker. Dies ist die Geschichte des Jungen Sham, der versucht in den Slums der Stadt zu überleben und sich nichts sehnsüchtiger wünscht als ein friedliches Leben. Eine Illusion. Ein Roman, der mir unter die Haut gegangen ist und mich sehr dankbar zurückgelassen hat, hier in Freiheit und Selbstbestimmung leben zu dürfen.

  • Bewertung

    aus Vaihingen

    5/5

    26.02.2021

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Wir Verwöhnten und Unzufriedenen

    Zwar liegt der Irak-Krieg schon ein paar Jahre zurück, aber das Buch handelt beispielhaft von den Ungerechtigkeiten und Menschenrechtsverletzungen, die es bis heute auf unserer Welt gibt. Von einem Krieg, der auf einer Lüge beruhte und von Hunderttausenden Opfern unter den Zivilisten. Und da erlauben sich die verwöhnten Generationen in unserer demokratischen Gesellschaft immer mehr Unzufriedenheit und Ansprüche! Statt trotz aller menschlichen Schwächen die Demokratie zu stärken und dankbar zu sein!

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Bewertungen (53)

Unsere Meinungen

  • Zum Bewerterprofil von P. Kurbach

    P. Kurbach

    Thalia Osnabrück

    Buchhändler*in

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    5/5

    10.01.2022

    Buch (Taschenbuch)

    Jetzt als Taschenbuch!

    Hier wird wahr, was oft beschworen: Eintauchen in eine andere Welt. Abbas Khider schreibt über eine Jugend im Irak in den 90er Jahre. Eine schwere Zeit, doch Shams und seine Familie versuchen das Beste daraus zu machen. Bis er mit dem Regime aneinander gerät und die Kraft der Literatur kennenlernt, die ihm das Leben rettet.
  • Zum Bewerterprofil von Simone Büchner

    Simone Büchner

    Thalia Coburg

    Buchhändler*in

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    5/5

    24.06.2020

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    'Alle haben Angst in diesem Land der unterirdischen Kerker'

    Anfang der 1980er Jahre. Shams Familie lebt in einem kleinen schiitisches Dorf im Süden des Irak. Die Familie fühlt sich dort eines Tages nicht mehr sicher, flieht nach Bagdad, muss Nachbarn und Freunde zurücklassen. Vorübergehend finden sie Unterschlupf bei Stammesverwandten. Die Suche nach einer dauerhaften Bleibe gestaltet sich schwierig, bezahlbarer Wohnraum ist in Bagdad quasi nicht vorhanden. Einzig das sogenannte 'Blechviertel' an einer Müllkippe bietet genügend Platz. Die Menschen, die sich hier ansiedeln, bauen aus allem, was sie auf den Müllbergen finden, eine Unterkunft. Dauerhaft sind die Zustände im Blechviertel wenig verlockend, trotzdem arrangieren sich alle Familienmitglieder mit dem neuen Leben. Um einigermaßen über die Runden zu kommen, arbeiten sie hart. Shams und seine Schwester besuchen die Schule, beide finden Freunde. Shams entdeckt seine Liebe zur Literatur, trifft Gleichgesinnte. Dies und die Tatsache, dass die finanzielle Lage der Familie prekär ist, wird ihm Jahre später zum Verhängnis. Der in Bagdad geborene Autor Abbas Khider führt in seinem Roman tief in gesellschaftliche und politische Verhältnisse ein. Er erzählt von Krieg, Flucht, Verfolgung, Gewalt, Armut, Kinderarbeit, Feindseligkeit und gesellschaftlicher Spaltung, lässt uns diese Welt aus Shams Perspektive betrachten. Gleich der Anfang der Geschichte offenbart, dass es kein gutes Ende nimmt, nehmen kann. Packende Thematik, hervorragend erzählt.
  • Zum Bewerterprofil von Anja Söllner

    Anja Söllner

    Thalia Hof

    Buchhändler*in

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    5/5

    09.05.2020

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Lesen ist Zuflucht vor der Welt da Draußen.

    Kurz vor Ausbruch des ersten Golfkrieges, im Süden des Iraks liegt ein kleines Dorf im Kriegsgebeutelten Land, in dem vorwiegend Schiiten leben. Shams lebt dort zusammen mit seiner Schwester Quamer und seinen Eltern. Trotz Armut ist das Leben Geborgenheit in der Gemeinschaft. Als die sunnitischen Schergen Saddam Husseins Revolutionäre im Süden wittern, beschließt Shams Vater ins Auge der Macht zu ziehen, nach Bagdad... Am Rande der der Stadt liegt das sogenannte Blechviertel, wo es noch Grundstücke gibt, die Keinem gehören. So wird Blechdose auf Blechdose ein Haus am Rand der Müllhalden gezimmert. Quamer, Shams selbstbewußte Schwester, sein großes Idol, beschützt ihn, den sensiblen Kleinen, vor Übergriffen. Ansonsten ist die Zeit des Heranwachsen geprägt vom Suchen nach Arbeit, aber auch das Streben nach Bildung. Bis er auf eine Gruppe von Gleichgesinnten trifft, den Palast der Miserablen, der Studenten und Literaten Plattform zum gemeinsamen Gespräch bietet. Auf dem Büchermarkt wird ihm ein Stand angeboten, der unter Anderem regimekritische Literatur verbreiten soll... Shams ist sich nicht bewußt, wie ernst seine Lage werden kann... Abbas Khider studierte Literatur und Philosophie in Deutschland, nach seiner Flucht aus dem Irak. Er veröffentlichte einige wertvolle bereichernde Romane und Texte, sein poetischer Stil und teils widersinniger Humor ist schlicht großartig.
  • Zum Bewerterprofil von Christina Dumke

    Christina Dumke

    Thalia Brühl Markt

    Buchhändler*in

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    5/5

    03.04.2020

    eBook (ePUB)

    Wenn Bildung Dich in Gefahr beingt

    Shams Geschichte ist unglaublich beeindruckend erzählt. Wir begleiten ihn durch ein vom Krieg zerrissenes Land indem Gewalt und Armut auf der Tagesordnung stehen. Ein Land indem Meinungsfreiheit und Bildung leere Worthülsen sind. Ein Land indem Bücher als gefährlich eingestuft und verboten werden. Khiders Roman geht unter die Haut und macht betroffen. Die Figuren seiner Geschichte sind vielschichtig und spannend gezeichnet. Ein Buch mit großen Sog das ich nur schwer aus der Hand legen konnte
  • Zum Bewerterprofil von Maren Oberwelland

    Maren Oberwelland

    Thalia Varel

    Buchhändler*in

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    5/5

    28.03.2020

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Achterbahn der Gefühle

    'Palast der Miserablen' beginnt kurz vor dem Ausbruch des ersten Golfkrieg in einem schiitischen Dorf im Südirak. Von dort ausgehend erzählt Abbas Khider die Geschichte des Irak. Den Einmarsch in Kuweit, "die Bomben des Bush", dem Regime Saddam Husseins. Er erzählt aber vor allem die Geschichte des kleinen Shams, der mit seiner Familie aus dem Süden nach Bagdad flieht, in der Hoffnung, dort eine friedlichere Zukunft zu finden. Doch auch in der Hauptstadt ist ihr Leben ein Kampf ums Überleben in einer politisch unübersichtlichen Zeit in einer Blechsiedlung außerhalb der Stadt. Auch Shams kämpft, um sich und seiner Familie ein besseres Auskommen zu ermöglichen. Mehr oder weniger durch Zufall eröffnet sich ihm dabei die Welt der Bücher und er wird in einen Literaturzirkel aufgenommen, dessen Gefährlichkeit er jedoch zu spät begreift. Ich habe beim Lesen dieses Romans eine emotionale Achterbahnfahrt erlebt. Ich habe gehofft und geweint, war entsetzt, wütend und fassungslos und ich war beschämt, weil ich mir nicht ansatzweise vorstellen kann, was es wirklich bedeutet, so leben zu müssen, in einer Welt, in der jeder Tag ein Kampf ums Überleben ist. Bitte lest dieses Buch!

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