Produktbild: GOTT

GOTT Ein Theaterstück

69

11,00 €

inkl. gesetzl. MwSt., Versandkostenfrei


Beschreibung

Produktdetails

Verkaufsrang

17919

Einband

Taschenbuch

Erscheinungsdatum

09.11.2021

Verlag

btb

Seitenzahl

160

Maße (L/B/H)

18,5/12,4/1,8 cm

Gewicht

190 g

Farbe

Weiß / Rost

Sprache

Deutsch

ISBN

978-3-442-77100-4

Beschreibung

Produktdetails

Verkaufsrang

17919

Einband

Taschenbuch

Erscheinungsdatum

09.11.2021

Verlag

btb

Seitenzahl

160

Maße (L/B/H)

18,5/12,4/1,8 cm

Gewicht

190 g

Farbe

Weiß / Rost

Sprache

Deutsch

ISBN

978-3-442-77100-4

Herstelleradresse

btb Taschenbuch
Neumarkter Straße 28
81673 München
DE

Email: GPSR Kontakt

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  • Bücherleser26

    5/5

    18.12.2024

    Buch (Taschenbuch)

    Wem gehört mein Leben?

    Richard Gärtner möchte sterben, obwohl er weder eine tödliche Krankheit noch eine physische Erkrankung hat. Vielmehr sieht er seit dem Tod seiner Frau keinen Lebenssinn mehr und entschließt sich, ein tödliches Mittel für seinen Suizid zu beantragen. Über diesen Fall berät die fiktive Ethikkommission im Theaterstück und beleuchtet dabei juristische, ethische, religiöse, politische und medizinische Aspekte. Am Ende der Sitzung müssen wir ein Urteil fällen, soll Gärtner das tödliche Mittel bekommen oder nicht? Schirachs Werk stellt die komplexe ethische Fragestellung authentisch dar, indem er die Protagonisten vielseitig und teils auch emotional über deren Standpunkte diskutieren lässt. Dadurch entsteht eine breite Argumentationskette, die jedoch eine leichte Meinungs-Tendenz erkennen lässt. Die Beratung der Kommission liest sich weitgehend kurzweilig, wobei der religiöse Aspekt stellenweise etwas zu dominant wirkt. Ferdinand von Schirach stellt in > Gott < zentrale gesellschaftliche Fragen: Wem gehört unser Leben? Wer entscheidet über unseren Tod? Und sollte Suizidhilfe strafbar sein? Ergänzend schließt der Autor sein Theaterstück mit wissenschaftlichen Beiträgen ab, die den Fokus auf theologische, medizinische und rechtliche Blickwinkel zur Suizidbegleitung legen.

  • lifefullofwords

    aus Hamburg

    5/5

    17.05.2022

    Buch (Taschenbuch)

    Sterbehilfe - ein abstraktes Thema gut aufgegriffen

    "Wem gehört unser Leben? Gehört es einem Gott? Gehört es dem Staat, der Gesellschaft, der Familie, den Freunden? Oder gehört es nur uns selbst?" In „Gott“ geht es um das freibestimmte Sterben. Es war mein erstes Buch von Ferdinand von Schirach und ich bin positiv überrascht. Es war wirklich interessant und ich hätte nicht gedacht, dass mir der Theaterstil so gut gefallen würde. Freiwillig (nach der Schulzeit) hatte ich bisher noch kein Theaterstück gelesen. Aber es hat mir gefallen und hat hier gut gepasst. Die Frage um Beihilfe zum Suizid wurde hier in eine fiktive Runde in Form eines Ethikrats geworfen und die ärztliche Beihilfe zum Suizid aus den verschiedenen Blickwinkeln diskutiert. Hier waren die Sicht von Arzt, Theologe, Jurist, Staat und einem Betroffenen selbst geschildert worden. Als Betroffener wurde Herr Gärtner hinzugezogen. Ein 78-jähriger Mann, der seine Frau verlor und sein Leben gelebt hat. Er ist zwar körperlich und geistlich gesund, möchte jedoch sterben und hat dafür eine tödliche Dosis Natrium-Pentobarbital beim Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte beantragt. Wer darf nun darüber entscheiden, ob er sterben darf? Sollte man die Menschen in einer solchen Situation dem gewaltsamen Suizid überlassen, sie versuchen zu heilen oder ihnen Beihilfe zum Suizid geben? Die vorgetragenen Argumente und die Diskussion fand ich interessant zu lesen. Klar hätte man an dem ein oder anderen Punkt gern mehr erfahren oder sich einen standhafteren Vertreter gewünscht - dennoch war es gut geschrieben und insbesondere bei einem Theaterstück wäre eine ewige Länge je Standpunkt auch nicht angemessen gewesen. Nach zwei Akten durfte der Zuschauer des Theaterstücks entscheiden. Ein gutes und interessantes Stilmuster. Im Anhang gibt es anschließend drei geschilderte Fachexperten Meinungen, die dem Theaterstück insgesamt eine gute Ergänzung bieten. Eine sensible und hochemotionale Thematik, die ich in diesem Buch als gut umgesetzt finde. Das Buch lässt mich etwas offen zurück, aber genau das ist das gute - das Stück bietet Denkanstöße und bringt einen dazu, über diese Thematik nachzudenken. Auch wenn man selbst nicht betroffen ist, definitiv spannend und wichtig. Eine Empfehlung und es wird sicher nicht mein letztes Buch von Ferdinand von Schirach bleiben!

  • _meetmybooks_

    5/5

    03.03.2022

    Buch (Taschenbuch)

    Sterbehilfe- gut und vielperspektivisch argumentiert

    Ferdinand von Schirach ist meiner Meinung nach einer der stärksten Autoren dieser Zeit. Sein nüchterner, sachlicher Stil zeichnet ihn aus. Er beleuchtet ernste Thematiken, ohne dem Leser dabei eine Meinung aufdrücken zu wollen. Auch das Buch "Gott", welches als Theaterstück geschrieben ist, legt ganz nüchtern Fakten über das Thema Sterbehilfe offen. Ich als Leserin habe ganz viele Eindrücke und neue Denkimpulse bekommen. Es gab eine Vielzahl von Argumenten, alle wahnsinnig schlüssig und verständlich argumentiert, gut recherchiert und ausgezeichnet präsentiert. Vor dem Buch hatte ich natürlich schon ein paar Gedanken zu dem Thema. Nach dem Buch wurde mein Horizont aber nochmal enorm erweitert. Es wurden Aspekte angesprochen, an die man gar nicht sofort denkt. 2020 hat das Bundesverfassungsgericht einen neuen Gesetzesentwurf bezüglich Sterbehilfe verfasst. Unabhängig davon wird der Leser durch das Thema mit der Frage konfrontiert, ob man ärztlich begleiteten Suizid verantworten kann, auch wenn der Mensch kerngesund ist. Darüber hinaus wurde die Thematik auch in Anbetracht des Glaubens diskutiert. Im Anhang des Buches findet man noch 3 Essays, die das Thema aus den unterschiedlichsten Perspektiven beleuchten. Die Vielperspektivität der Argumente in diesem Buch habe ich sehr geschätzt. Es regt zum Nachdenken und Philosophieren über ein moralisch und ethisch vielfältig diskutiertes Thema an. Ein empfehlenswertes Buch für alle, die sich mit Sterbehilfe in Deutschland beschäftigen wollen und offen für verschiedenste Positionen sind.

  • Giselas Lesehimmel

    aus Landshut

    5/5

    12.04.2021

    Buch (Taschenbuch)

    Unbedingt lesen

    Meine Meinung Sterbehilfe ist ein sehr schwieriges Thema. Ich persönlich bin ausschließlich dann dafür, wenn ein schwerkranker Mensch zu sehr leiden muss. Auch palliative Maßnahmen keine Linderung mehr bringen, und der schwerkranke Mensch einen qualvollen Tod zu erwarten hat. Das Beispiel in diesem Buch zeigt, wie schmal der Grad zwischen Hilfe und Verantwortungslosigkeit ist. Richard Gärtner ist 78 Jahre alt. Kerngesund und geistig fit. Seit dem Tod seiner Frau, ist das Leben für ihn sinnlos. Er möchte ein Medikament bekommen, um seinem Leben ein Ende zu setzen. Darf man selbst über sein Leben bestimmen? Darf man seinem Leben selbst ein Ende setzen? Bei diesen Fragen kommen viele verschiedene Ansichten zum Vorschein. Von Seiten der Kirche wird Beihilfe zum Suizid rigoros abgelehnt. Ein Stück weit bin ich da mit der Kirche einer Meinung. Alte gebrechliche Menschen könnten dann sehr schnell das Gefühl haben, die Welt verlassen zu müssen. Ihre Angehörigen nicht mehr mit den hohen Kosten eines Pflegeheims belasten zu wollen. Ich habe mir Gedanken darüber gemacht, was passieren könnte, wenn Ärzte gesunden Menschen zum Tode verhelfen. Sollte ein Arzt nicht leben retten, wo es wirklich noch sinnvoll ist? Sollte man einem Menschen, der körperlich und geistig fit ist, beim Sterben helfen? Ich bin der Meinung, dass die Sterbesehnsucht von Richard Gärtner ein gesellschaftliches Problem ist. Er keinen Weg aus seiner Trauer findet. Trauer ist nicht nach dem Trauerjahr zu Ende. Trauer um einen geliebten Menschen kann jahrelang andauern. Vielleicht niemals vollständig vergehen. Ich würde keinem Arzt mehr über den Weg trauen, der einem gesunden Menschen zum Sterben verhilft! Auch wenn es dessen Wunsch war! Palliative Behandlungen sind ein wahrer Segen. Leider sind es immer noch zu viele Menschen, denen diese Behandlung auf ihrem letzten Lebensweg verwehrt bleibt. Bevor man diskutiert ob Beihilfe zum Suizid ein ganz normaler gesellschaftlicher Akt werden sollte, wäre es viel angebrachter um mehr Hospize und Palliativstationen zu kämpfen. Vor allen Dingen allen Ärzte die nötige Ausbildung zukommen zu lassen, um sterbenden und depressiven Menschen eine Stütze zu sein. Ein Hausarzt sollte auch fachkundig bei Trauerhilfe sein. Nicht alles lässt sich mit Tabletten heilen. Nicht jeder mag in seiner Trauer zum Psychiater oder in eine Trauergruppe. Hat vielleicht mehr zu seinem Hausarzt Vertrauen, den er schon seit vielen Jahren kennt. Medizinische, ethische, religiöse und politische Ansichten werden in diesem Theaterstück erörtert. Es gibt nicht nur Schwarz oder Weiß, wenn es um Sterbehilfe geht. Besonders die Zwischentöne müssen beachtet werden. Dieses Büchlein hat mich beim Lesen total mitgerissen und zum Nachdenken angeregt. Die verschieden Ansichten sind sehr interessant. Fazit Einem gesunden Menschen Tabletten verschreiben, damit er gemütlich und ohne Qualen sterben kann, hat nichts mehr mit Ethik zu tun. Vielmehr kommt hier ein gesellschaftliches Problem zu Tage. Mehr Pflegekräfte in Altenheimen und bessere Bezahlung, Palliativstationen, Hospize und gut ausgebildete Hausärzte können viel mehr Abhilfe schaffen, als die Legalisierung zur ärztlichen Suizidbegleitung! Ausgenommen davon sollten schwerkranke Menschen sein, bei denen auch palliative Maßnahmen nicht mehr greifen. Eine Patientenverfügung kann verhindern, dass sinnlose Behandlungen weiter geführt werden. Leider ist sie oftmals im entscheidenden Moment nicht greifbar. Erwähnenswert sind auch die Essays im Anschluss. Jeder Mensch sollte über sein Leben und Lebensende bestimmen dürfen. Ein gesunder Mensch jedoch sollte nicht die Hilfe von einem Arzt in Anspruch nehmen wollen. Danke Ferdinand von Schirach für dieses wertvolle Buch. Jeder Mensch sollte es lesen. Es betrifft uns ALLE!

  • Nayezi

    4/5

    21.03.2024

    Buch (Taschenbuch)

    Ich empfand das Stück als…

    Ich empfand das Stück als sehr bereichernd: Es hat neue Perspektiven zum Thema der Sterbehilfe vorgestellt, die sehr aufschlussreich und bereichernd waren. Die Mehrdimensionalität des Themas wurde von Ferdinand von Schirach durch die Darstellung verschiedener Charaktere sehr gut porträtiert. Dabei gefiel mir auch, dass die Erzählstimmen dieser Figuren immer abwechslungsreich waren, und Argumenten aus unterschiedlichen Fachbereichen präsentierten. Zudem ist für das Werk sehr gut recherchiert worden und man erfährt - neben den Argumenten - auch noch, wie genau in anderen Ländern mit dem Diskurs umgegangen wird. Darüberhinaus befindet sich am Ende des Werkes noch ein Anhang, mit Kommentaren von Experten:innen, die das von Schirach angesprochene nochmals mithilfe ihrer fachlichen Expertise erweitern sowie vertiefen. An sich ist das Stück so geschrieben, dass die Leser:innen (im Theater Zuschauer:innen) selber zu einem endgültigem Urteil kommen können und das Ende demnach offen ist. Jedoch muss ich anmerken, dass man hier unterschwellig sehr stark die Meinung des Autoren herauslesen kann. So stellt er die PRO-Seite deutlich als überlegen dar und hat im Anhang auch nur Meinungen von Leuten, die FÜR die Sterbehilfe sind. Da hätte ich mir gewünscht, dass man das Stück nicht als „neutrale“ Perspektive auf die Sterbehilfe - mit offenem Ende - verkauft, wenn man die Leser:innen indirekt durchgängig in eine bestimmte Richtung lenkt. Für mich hat es da ein wenig an Transparenz gefehlt.

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Bewertungen (68)

Unsere Meinungen

  • Zum Bewerterprofil von Lars Andreas

    Lars Andreas

    Thalia Bremen – Waterfront

    Buchhändler*in

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    5/5

    11.09.2023

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Wem gehört mein Leben?

    Von Schirachs "Gott" diskutiert das Thema des selbstbestimmten Todes und geht dabei auf verschiedene gesellschaftliche Perspektiven ein. Das Buch ist in Form eines Theaterstücks geschrieben (was mir sehr gut gefiel und beim fließenden lesen half), wobei die verschiedenen Charaktere Vorsitzende oder Vertreter verschiedener Institutionen sind. Medizinischer Bereich so wie auch kirchlicher und juristischer. Fehlen darf dabei nicht Mann, der sich den Tod wünscht. Es gibt mehrere wirklich starke Momente die mir nahe gingen oder mich Stellung hinterfragen ließen über die ich vorher gar nicht nachgedacht habe. Das Buch liest sich sehr schnell und ich finde jeder sollte es ein Mal getan haben. Von Schirach wirft das Scheinwerferlicht immer wieder auf Themen über die man nicht gerne redet und zeigt Perspektiven auf mit denen man noch nicht konfrontiert wurde. Man nimmt immer wieder was wichtiges für sich mit.
  • Zum Bewerterprofil von I. Schulz

    I. Schulz

    Thalia Berlin – Das Schloss

    Buchhändler*in

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    5/5

    18.01.2022

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Ein Buch über Sterbehilfe, das...

    Ein Buch über Sterbehilfe, das man gelesen haben sollte. Indem der Leser am Ende eine eigene Position beziehen soll, regt es zum Nachdenken und Diskutieren an und bleibt einem noch lange im Gedächtnis. Ein schweres, aber wichtiges Thema, das sich schnell und spannend liest.
  • Zum Bewerterprofil von Annette W.

    Annette W.

    Thalia Berlin – Alexa

    Buchhändler*in

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    5/5

    23.11.2020

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Wem gehört unser Leben,wem unser...

    Wem gehört unser Leben,wem unser Tod? Soll Sterbehilfe das Recht jedes Bürgers sein und nicht die Vorgabe/Bestimmung des Staates? Diesem Thema widmet sich der Autor aus unterschiedlichen Blickwinkeln( Recht, Ärztekammer,Kirche...).Bitte lesen und einen eigenen Standpunkt finden.
  • Zum Bewerterprofil von Ulrike Ackermann

    Ulrike Ackermann

    Thalia Erlangen

    Buchhändler*in

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    5/5

    16.11.2020

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Bin ich wirklich nur alleine für mich verantwortlich?

    Richard Gärtner hat vor Jahren die Lebensfreude verlassen gänzlich, als seine Frau nach langjähriger Ehe gestorben ist. Aus seiner Trauer nicht mehr herauskommend, will er seinem Leben jetzt würdig ein Ende setzen... Aus verschiedenen Blickwinkeln wird die Frage der Sterbehilfe betrachtet. Aus religiöser, staatlicher, familiärer und persönlicher Sicht, bekommen wir die jeweiligen Argumente erläutert. Ein Thema, dass uns Leser sehr an Grenzen kommen lässt. Was uns zunächst klar erscheint, verschwimmt nach Darlegung der unterschiedlichen Reflektoren. Bin ich wirklich nur ich selbst für mich verantwortlich? Kann ich anderen die Verantwortung für mich abnehmen? Wie immer ein gelungener, zum Nachdenken herausfordernder Schirach. Sehr empfehlenswert!
  • Zum Bewerterprofil von Tobias Groß

    Tobias Groß

    Thalia Leipzig – Grimmaische Straße

    Buchhändler*in

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    5/5

    09.10.2020

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Darf der Mensch über seinen Tod entscheiden?

    Darf ein Mensch sterben, wenn es sein freier Wille ist? Muss er dazu den Freitod wählen? Oder ist er dazu verdammt auf natürlichem Wege zu sterben, obwohl das Leben für ihn eine Qual ist? Das sensible Thema medizinisch-professionelle Sterbehilfe polarisiert. Und spaltet. Die Einen sehen in ihr einen Akt der Selbstbestimmung, die Anderen den Tod auf Verlangen. Ein richtig oder falsch gibt es in der Debatte nicht, wie Ferdinand von Schirachs GOTT beweist. Deutschlands bekanntester Jurist und Autor ist auch mit diesem Theaterstück wieder ein großer Wurf gelungen, denn GOTT ist vor allem eins: unglaublich beeindruckend. Die Geschichte ist schnell erzählt: ein Mann, der weder körperlich, noch psychisch krank ist, möchte mit medizinischer Hilfe sterben. Selbstbestimmt. Juristisch ist es möglich, jedoch auch moralisch? Diese Frage stellt sich der Deutsche Ethikrat, dessen Sitzung die Rahmenhandlung des Stücks bildet. Mit GOTT ist es Ferdinand von Schirach gelungen, dieses unglaublich sensible Thema für alle zugänglich zu machen. Ohne Vorgaben, ohne eine aufgezwungene Meinung. Denn die vom Ethikrat gehörten Sachverständigen, stehen dabei stellvertretend für unterschiedliche gesellschaftliche Meinungen. Am Ende lässt Schirach ein Urteil offen - jedoch nicht ohne vorher mit der katholischen Kirche, ihrer Einstellungen und Dogmen abzurechnen und ihre Widersprüche aufzuzeigen. Gedruckt funktioniert GOTT ziemlich gut, als Hörspiel und Bühnenstück entfaltet es seine Absichten jedoch am allerbesten.

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