C.S. Lewis war einer der einflussreichsten Schriftsteller des 20. Jahrhunderts. Doch er war nicht nur ein brillanter Autor, sondern auch ein großartiger Briefeschreiber, der tiefe Freundschaften zu den verschiedensten Menschen pflegte.Seine Briefe waren hinreißend, emotional, warmherzig, voller Weisheit, Humor und "alltagstauglicher" Theologie. Dieses Buch beinhaltet eine Auswahl seiner Korrespondenz mit Familienmitgliedern, Freunden und Fans - liebevoll kuratiert von Bestseller-Autor und Lewis-Verehrer Titus Müller, abgerundet durch eine Biografie von C.S. Lewis. Anhand seiner Briefe begleiten wir C.S. Lewis durch sein ganzes Leben, angefangen in seiner Jugendzeit bis wenige Wochen vor seinem Tod. Nicht nur ein tiefer, unzensierter Einblick in Gedanken, Herz und Seele des großen Autors, sondern auch ein spannendes Stück Zeitgeschichte durch zwei Weltkriege.
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Für anspruchsvolle Leser philosophisch-religiöser Literatur
Was für ein Buch! Aus mehr als 3000 Briefen hat Titus Müller eine Auswahl getroffen, die dem Leser das bemerkenswerte Leben und Wirken von C.S. Lewis näher bringt. Bekannt vor allem als Autor der „Chroniken von Narnia“ hatte der Hochschullehrer ein besonderes Talent, Briefe zu schreiben. Zwar sind die Antworten der Briefpartner nicht veröffentlicht, trotzdem entfaltet sich anhand der Schreiben ein tiefer Einblick in die Weltanschauung und die Religiosität von C.S. Lewis. Dabei ist über die Jahrzehnte eine starke Entwicklung vom Atheisten zum überzeugten Christen festzustellen. Die letzten Briefe aus dem Jahr seines Todes zeigen eine sehr reflektierte Persönlichkeit und außerordentlich große Empathie für die Empfänger der Briefe.
Den Briefen vorangestellt ist ein lesenswertes Vorwort von Titus Müller und ein Überblick über die Lebensdaten von C.S. Lewis. Diese Kurzbiographie ist unbedingt erforderlich, um die Schreiben einzuordnen. Den Hauptteil bilden natürlich die Briefe selbst, jeweils mit Ort, Datum und Empfänger eingeordnet. Im Anschluss an den Briefteil gibt es einige Informationen zu den Briefpartnern, die jedoch sehr unterschiedlich lang ausfallen. Nummerierte Anmerkungen, die zum Verständnis der Briefe erforderlich sind, bilden dann den letzten Teil des Buches. Hier finde ich allerdings, dass diese Anmerkungen als Fußnoten direkt im Briefe-Teil besser untergebracht wären, um ein ständiges Blättern zu vermeiden.
Die ansprechende Gestaltung des Covers mit einer Bleistiftzeichnung des schreibenden Autors macht das Buch zu einem attraktiven Geschenk.
Diese Sammlung ist ein wahrer Schatz für C.S. Lewis Fans und bietet allen Lesern tiefe Einblicke in das Leben des Autors. Es ist nicht erforderlich, aber durchaus hilfreich, das eine oder andere Buch aus der Feder des Autors zu kennen. Für die Lektüre sollte reichlich Zeit eingeplant werden, denn die Beschäftigung mit den philosophischen Inhalten ist tiefgründig und herausfordernd.
Eine klare Empfehlung für anspruchsvolle, erwachsene Leser.
Biancaneve
aus Salzburg
5/5
27.01.2022
Buch (Gebundene Ausgabe)
Briefe, die aufschlussreiche Einblicke geben
Der Schriftsteller C.S. Lewis ist nicht nur durch die Kinderbuchserie über das Land Narnia bekannt. Er hat auch zahlreiche Schriften zu theologischen Themen und literaturkritische Werke verfasst. Glücklicherweise hat er ebenso viele Briefe hinterlassen, die in drei Bänden unter dem Titel „The Collected Letters of C.S. Lewis“ veröffentlicht wurden. Aus dieser umfangreichen Sammlung hat der Herausgeber Titus Müller die nach seiner Meinung schönsten ausgewählt und im vorliegenden Buch veröffentlicht.
Die Schwarz-Weiß-Zeichnung am Cover zeigt Lewis an einem Schreibtisch sitzend, einen Stift in der Hand und mehrere Bögen Papier vor sich liegend. Genau in dieser Haltung könnte er seine zahlreichen Briefe verfasst haben, die er an seine Familie, Freunde oder andere Personen richtete. Die ausgewählten Briefe umfassen den größten Teil des Buches. Außerdem beinhaltet es das Vorwort des Herausgebers, die Lebensstationen des Schriftstellers in chronologischer Reihenfolge und am Ende interessante Biografien seiner Briefpartner sowie Anmerkungen zu den Briefen.
Titus Müller erwähnt im Vorwort, dass er die Briefe nicht am Stück gelesen, sondern in kleinen Portionen genossen hätte. Und genau auf diese Weise sollte man sich auch diesem Werk nähern. Zu schade um sie nebenbei zu lesen sind die Schreiben, die Lewis unter anderem an seinen Bruder, seinen langjährigen Freund Arthur Greeves und an J.R.R. Tolkien, mit dem er ebenfalls befreundet war, adressierte. Sie geben nicht nur einen Überblick über sein Leben, seine Gedankenwelt und persönliche Einstellung; sie vermitteln außerdem eine Einsicht auf einen interessanten Abschnitt der Zeitgeschichte, da sie innerhalb einer längeren Zeitspanne entstanden sind.
gst
aus Pirna
5/5
21.01.2022
Buch (Gebundene Ausgabe)
Sehr lesenswerte, aber anstrengende Lektüre
„Was ist das Besondere an C.S.Lewis? Die gründliche Art zu argumentieren? Der Humor? Die Leidenschaft, mit der er sich Themen widmet?“, fragt Titus Müller, der Herausgeber dieses Buches, in seinem Vorwort. Er verheimlicht nicht die Bewunderung für den Autor der Narnia-Chroniken, der sich vom Atheisten zum gläubigen Christen entwickelt hat. Als Müller auf drei dicke Bände mit Briefen von C.S.Lewis stieß, genoss er diese „wie ein Dessert in kleinen Portionen“ und suchte aus über dreitausend Briefen die schönsten heraus.
Genau so habe auch ich mich an das Buch heran gewagt und dabei viel über und von Lewis, der mit Jack unterschreibt, erfahren. Doch bevor ich mich an Zitate wage, möchte ich noch auf den Aufbau des Buches eingehen.
Nach dem Vorwort sind die Lebensstationen von C.S.Lewis (*29.11.1989 im nordirischen Belfast; + 22.11.1963 im englischen Oxford) zusammengefasst. Wir erfahren, dass der christlich erzogene Junge nach dem Tod seiner Mutter (er war damals 10 Jahre alt) nichts mehr mit Gott zu tun haben wollte, weil der seine Gebete nicht erhört hatte. Heute gilt er jedoch als einer der bedeutendsten christlichen Schriftsteller des 20. Jahrhunderts.
In seinen Briefen ist der Wandel zwar herauslesbar, jedoch nicht der Zeitpunkt, zu dem er sich wieder dem Glauben zuwendete. Schon in jungen Jahren entpuppte er sich als außerordentlich intelligent und warmherzig. Er dachte über so vieles nach, liebte Bücher über alles und führte einen regen Briefverkehr mit Vater, Bruder, Freunden und Schriftstellern (unter anderem Tolkien). Dabei ging es nicht immer hochintelligent zu, sondern es wurde auch das tägliche Befinden angesprochen:
„Die Wahrheit ist, ich bin viele Dinge leid: das Wetter, die Arbeit, Lesen, Schreiben, vor allem die Nachrichten. Mit anderen Worten – ich bin verschnupft“ (Seite 107)
„Die große Schönheit dicker Bücher ist die: Egal, wie oft man sie liest, es gibt immer große Teile, die man vergessen hatte“
schrieb er, nachdem er Krieg und Frieden zum zweiten Mal gelesen hatte. (Seite 163)
Die letzten 30 Seiten des Buches sind dem Anhang gewidmet. Der enthält neben vielen Anmerkungen auch Kurzbiografien zu seinen Briefpartnern.
Dies ist eines der Bücher, die man sich erarbeiten muss, in dem es sich lohnt, viel hin- und herzublättern. Mir hat es Freude bereitet, mich näher mit dem Innenleben von C.S.Lewis zu beschäftigen. Zudem bin ich neugierig geworden auf seine Bücher, von denen ich zwar schon einige, aber noch lange nicht alle kenne.
Fazit: Dies ist kein Buch zum schnellen Durchlesen. Man benötigt Zeit, um die Briefe auf sich wirken zu lassen. Auch wenn mir nicht jeder Gedanke nachvollziehbar war, so habe ich persönlich von dieser Lektüre durchaus profitiert. Danke, Titus Müller, für die Zusammenstellung dieser erbaulichen Lektüre, die ich voller Überzeugung weiterempfehle.
Bewertung
aus Birkenfeld
5/5
18.12.2021
Buch (Gebundene Ausgabe)
ungewöhnliche Biografie
"C.S. Lewis - Ein Leben in Briefen" ist eine ungewöhnliche Biografie über den einflussreichsten Schriftsteller des 20. Jahrhunderts, welcher mit vollem Namen Clive Staples Lewis heißt. Geschrieben ist das 280 Seiten umfassende Hardcover von Autor Titus Müller und beim adeo-Verlag im Juni diesen Jahres erschienen.
Bereits das wunderhübsch gestaltete Cover stimmt auf den Innenteil des Buchs ein. So zeigt es doch in einer Bleistiftskizze C.S. Lewis beim Verfassen eines Briefs.
Vielfach bekannt für sein Werk "Die Chroniken von Narnia" hatte C.S. Lewis ebenfalls ein großes Talent und eine Leidenschaft im Briefeschreiben. Seinerzeit pflegte er tiefe, emotionale, warmherzige Freundschaften, welche ihn auch gerne zu Gedankengängen rund um die Theologie und die Philosophie führten. So war sein Briefverkehr hinreißend, leidenschaftlich, voller Weisheit, Humor und 'alltagstauglicher' Theologie.
Der Autor Titus Müller hat nun in diesem Buch eine kleine Auswahl der Korrespondenz C.S. Lewis' mit Familienmitgliedern, Freunden und Fans zusammengestellt. Dadurch wird dem Leser ein tiefer, unzensierter Einblick in die Gedanken, das Herz und die Seele des großen Schriftstellers C.S. Lewis gegeben. Dies alles verknüpft mit einem spannenden Stück Zeitgeschichte mit zwei Weltkriegen.
Diese ungewöhnliche Art der Biografie mit einem sehr persönlichen Vorwort Titus Müller' hervorragend eingeleitet. Hier spricht der Autor selbst von seiner Faszination über C.S. Lewis und wie er auf die Idee dieses Buches kam.
Definitiv eine sehr persönliche, tiefgründige Biografie, welche mit fünf Sternen einfach weiterempfohlen werden muss!!
Bewertung
aus Bargteheide
5/5
10.12.2021
Buch (Gebundene Ausgabe)
Lehrreiche und doch persönliche Briefe von C.S. Lewis, ein fantastischer Einblick in sein Leben und Wirken. Sehr empfehlenswert!
In dem Buch „C. S. Lewis – Ein Leben in Briefen“ tritt Titus Müller nicht als Autor auf, sondern als Herausgeber und lässt den tatsächlichen Autor C. S. Lewis selbst durch seine Briefe zu Wort kommen.
Titus Müller äußert sich nur im Vorwort, in dem er von seiner Faszination spricht und wie er auf die Idee zu diesem Buch gekommen ist. Aus über 3000 Briefen hat er die schönsten für dieses Buch ausgewählt. Wer nicht ein so großer C. S. Lewis Kenner wie Titus Müller ist, wird vermutlich über den Überblick zu den Lebensstationen von C. S. Lewis dankbar sein. Mir war es jedenfalls eine große Hilfe die verschiedenen Briefe zeitlich, aber auch gedanklich einordnen zu können. Hiernach folgen die Briefe auf 260 Seiten. Jedem Brief vorangestellt wird der Empfänger des Briefes, eine weitere Hilfe, da C. S. Lewis seinen Bruder auch mal nur mit W. anspricht. Wer trotzdem noch Schwierigkeiten hat, die Empfänger einzuordnen bzw. mehr über sie zu erfahren wünscht, findet am Ende des Buches eine Zusammenstellung aller Briefpartner mit einer Kurzbiografie, falls eine solche möglich war. Den Abschluss des Buches bilden verschiedenste Anmerkungen, die sich aus den Briefen ergeben und entsprechend beziffert sind.
„Die Briefe von C. S. Lewis“ sind eine andere Form der Autobiografie und die Auswahl hier reicht von persönlichen, familiären Briefen, über den Austausch mit Freunden und Kollegen, zu Antworten auf Fragen, die dem Autor C. S. Lewis gestellt werden, als auch Antworten auf Fragen hinsichtlich des christlichen Glaubens. Sie spiegeln ein umfassendes Bild seines Lebens wider. So manches Mal wünschte ich mir mehr zu erfahren, den vollständigen Briefwechsel zu lesen oder zumindest den Antwortbrief. Da die Briefe chronologisch im Buch abgedruckt sind, zeigt sich auch wie sich die Persönlichkeit und der Glaube des Autors entwickelt. Ich weiß gar nicht, was mich am meisten beeindruckt hat. Der Schreibstil, das Vermögen sich auf den Empfängerhorizont einzulassen, seine Gedanken zum Glauben, es gibt so unendlich viel, was mich für C. S. Lewis begeistert. Was für mich am schwierigsten war, ist das Aushalten all der Informationen über weitere Bücher, die er seinen Briefpartner empfiehlt oder zu denen er sich äußert, so manches Buch hat mich spontan angesprochen, es nach dieser Empfehlung ebenfalls zu lesen. Und C. S. Lewis war ein sehr belesener Mann. Am meisten begeistert haben mich die Briefe, in denen er sich zum christlichen Glauben äußert, sie sind so durchdacht und sprechen von vielen Gebeten. Betroffen machten mich die Briefe, in denen er sich zu der Krankheit seiner Frau und deren späteren Tod äußert. Es ist so persönlich geschildert und doch vermitteln diese Briefe ein so positives Bild im Licht des Glaubens. Ja, dieses Buch bietet vieles Freude, Trauer, Freundschaft, tiefsinnige Gedanken und mehr, nur eines nicht: Langeweile! Voller Spannung kann man hier einem großartigen Leben folgen. Es ist aber auch ein Buch, das sich nicht schnell liest, ein oder zwei Briefe am Tag geben genug Inhalt, um darüber nachzudenken. Ich kann Titus Müller nur danken, dass er uns an der Faszination für das Leben von C. S. Lewis durch dieses Buch teilhaben lässt und empfehle es von ganzen Herzen gerne weiter.
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