Monday Charles ist verschwunden. Spurlos. Und Claudia scheint die Einzige zu sein, die sie vermisst. Als Monday tagelang nicht zur Schule kommt, weiß Claudia, dass ihr etwas zugestoßen sein muss. Monday würde sie niemals einfach allein lassen, denn die beiden sind unzertrennlich, mehr Schwestern als Freunde. Doch niemand will sich an das letzte Mal erinnern, als sie Monday gesehen haben. Auch Mondays Mutter weigert sich, Claudia eine klare Antwort zu geben. Wie kann ein junges Mädchen einfach verschwinden, ohne dass es jemand bemerkt? Der Roman wurde durch das Verschwinden zahlreicher schwarzer Mädchen in den Vereinigten Staaten inspiriert, der zur Schaffung des Hashtags #MissingDCGirls führte. Vom School Library Journal als bestes Buch des Jahres ausgezeichnet. Center for Children's Books: »Jackson verwebt mühelos Spannung mit Fragen über Rassismus, die Geschlechter und der sozialen Stellung in unserer Gesellschaft und wirft ein brutales Licht auf eine Welt, die sich tatsächlich oft weigert, dem Verschwinden dunkelhäutiger Kinder nachzugehen. Die Wendung am Ende ist herzzerreißend, lässt einem aber auch den Atem stocken.« Chicago Tribune: »Die entscheidendste Herausforderung in Tiffany D. Jacksons umwerfendem Roman betrifft eine Gesellschaft, die vorgibt, Kinder zu schätzen, während unzählige von ihnen, insbesondere arme Kinder und Kinder mit dunkler Hautfarbe, durch alle Raster fallen.« Booklist: »Das ist eine Geschichte, die gelesen werden muss.«
Tiffany D. Jackson ist Schriftstellerin, Filmproduzentin und Horror-Fan. Die gebürtige Brooklynerin studierte Filmkunst und Medienwissenschaften und lebt mit ihrem Hund in New York. Ihr Debütroman ALLEGEDLY (dt. DER BITTERE TROST DER LÜGE) über ein neunjähriges Mädchen, das beschuldigt wird, ein Baby ermordet zu haben, war ein großer Erfolg. Mit ihrem zweiten Roman MONDAY'S NOT COMING knüpfte sie an diesen Erfolg an. Inspiriert von zahlreichen Vermisstenfällen afroamerikanischer Kinder in den USA erzählt Jackson die Geschichte eines Mädchens, dessen beste Freundin auf mysteriöse Weise verschwindet.
Kundinnen und Kunden meinen
4.4/5.0
Tina_book_and_style
aus Asten
5/5
29.07.2021
Buch (Gebundene Ausgabe)
spannend
INHALT:
Claudia und Monday sind Beste Freundinnen, sie wissen alles übereinander. Sie sehen sogar zum verwechseln ähnlich.
Als Claudia von ihrem Sommerferien von ihrer Oma wieder kommt, vermisst sie Monday. Aber keiner nimmt sie ernst. Als Monday Tagelang nicht zur Schule kommt, weiss sie das da was nicht stimmt. Denn Monday würde sie niemals alleine lassen, sie sind fast wie Schwestern. Auch Monday Mutter kann ihnen nicht weiterhelfen. Keiner weiss was mit ihr ist. Wie kann ein Mädchen einfach verschwinden ohne das es jemand mitbekommt?
Wo ist Monday?
Kann Claudia das Rätsel lösen?
MEINUNG:
Dieses Buch ist so gut geschrieben. Ich war Seite an Seite mit Claudia und hab mit ihr nach Monday gesucht. Es ist wieder mal ein Meisterwerkt vom Vesta Verag.
Dieses Buch ist auch eine Omage an die ganzen schwarzen Mädchen die in den Vereinigten Staaten spurlos verschwinden. Schon unfassbar, dass es keinen Interessiert wenn ein kleines Mädchen verschwindet. Für mich ist es egal welche Hautfarbe der Mensch hat, alle gehören gleich behandelt. Ich würde dieses Buch jedem empfehlen.
Das Buch kann man nicht mehr aus den Händen legen, denn man muss wissen was jetzt wirklich mit Monday passiert ist.
mimitatis_buecherkiste
aus Krefeld
5/5
02.12.2020
Buch (Gebundene Ausgabe)
emotional.verstörend.wichtig
Claudia ist schüchtern, zurückhaltend und ihre einzige Freundin ist Monday, die mit ihrer Mutter und den Geschwistern im schlimmsten Viertel der Stadt lebt. Monday, die schlau und klug ist, ist Claudias beste Freundin, fast eine Schwester. Jede freie Minute verbringen die zwei zusammen und das nicht nur in der Schule. Ohne Monday ist die Schule kein schöner Ort für Claudia, da sie nur mit Mondays Hilfe ihr großes Geheimnis bewahren kann. Nur in den Sommerferien, wenn Claudia zwei Monate bei ihrer Oma ist, können die zwei sich nicht sehen, aber sie schreiben sich. Diesen Sommer aber kommen keine Briefe, kein Lebenszeichen gibt es von Monday. Als Claudia aus den Ferien zurückkommt, versucht sie sofort, ihre Freundin zu erreichen, aber das Telefon ist abgemeldet und zur Schule kommt weder Monday, noch ihre Geschwister. Claudia sucht, sie fragt und fragt, aber niemand weiß etwas.
Warum kümmert sich niemand? Warum ist keinem aufgefallen, dass Monday fehlt? War ihre Freundschaft nichts wert? Kannte Claudia ihre Freundin doch nicht so gut wie sie dachte?
„Einen Moment lang stand sie nur da und starrte mich an, überlegte. Selbst nach jahrelanger Freundschaft musste sie abwägen, wie vertrauenswürdig ich war.“ (Seite 138)
Das Buch ist in verschiedene Abschnitte eingeteilt und springt zwischen den Zeiten; davor, danach, mal dieser, mal jener Monat, ein, zwei Jahre früher; erst nach und nach erfahren wir mehr über die Mädchen und insbesondere über Monday. Claudia erzählt ihre Eindrücke, ohne zu ahnen, was sie da beobachtet hat. Aus kindlicher Sicht ergibt sich nach und nach eine erschütternde Geschichte. Umso grausamer, da Claudia überhaupt nicht versteht, was passiert ist, und sich im Stich gelassen fühlt.
„Es spielte keine Rolle mehr, wo ich hingehen wollte. Es war immer Mondays Plan gewesen und nun war sie nicht mehr da, um mir zu helfen. Oder auf mich aufzupassen. Wie konnte sie mich bloß so im Stich lassen? Was hatte ich ihr denn getan?“ (Seite 151)
Aus jeder Zeile ist Claudias wachsende Verzweiflung herauszulesen, ihre Angst, ihre Ratlosigkeit. Ich habe förmlich ihre Not gespürt, habe mitgefühlt und mitgefiebert. Die unglaubliche Hilflosigkeit nahm mich mit und am liebsten hätte ich sie in den Arm genommen und gedrückt. Im Buch werden viele Themen behandelt; Freundschaft, Familie, Mobbing, Missbrauch, Vernachlässigung und auch Rassismus. Wieder einmal hat die Autorin es geschafft, mich auf eine sehr emotionale Achterbahnfahrt mitzunehmen. Von mir gibts 5 Sterne und eine Leseempfehlung!
Bewertung
aus Salzhemmendorf
5/5
27.11.2020
Buch (Gebundene Ausgabe)
Unsagbar emotionsvoll, traurig und wütend hat mich diese Geschichte gemacht
Dieses Buch hat eine emotionale Achterbahnfahrt bei mir ausgelöst. Fassungslos, traurig und auch unglaublich wütend hat mich diese auch gesellschaftskritische Geschichte gemacht
Dieses Buch von Tiffany D. Jackson hat mich emotional zu tiefst erschüttert.
Ein junges Mädchen, Monday, verschwindet spurlos und keinen kümmert es. Einzig ihre beste Freundin Claudia kann sich damit nicht abfinden, sucht Erklärung, will wissen, wo Monday aus welchen Gründen ist. Claudia steht vor einer Mauer, die sie scheinbar nie zum Einstürzen bringen kann und geht dabei durch alle Höhen und Tiefen bei ihrer verzweifelten Suche.
Tiffany D. Jackson erzählt die Geschichte auf verschiedenen Zeitebenen:
Unterteilt in Monaten von September bis Mai mit den Zeiten Vorher, danach, ein bzw. zwei Jahr/e vor dem Vorher.
Dadurch ist die Geschichte sehr angenehm zu lesen und nach und nach verknüpfen sich die Geschehnisse wie ein Netz miteinander und führen zuletzt zu der Auflösung dieses furchtbaren Dramas.
Ungemein spannend und leicht lesen sich die zeitlichen Kapitel, lassen die Neugierde auf die Auflösung ständig steigern, nur um dann wieder einen emotionalen Dämpfer zu bekommen, der einen innehalten lässt, um das gerade Gelesene erst einmal verarbeiten zu können .....
Die Geschichte zeigt deutlich die Verfehlungen der Allgemeinheit in all seinen unschönen Facetten:
Das Desinteresse der Nachbarn, die Gleichgültigkeit des Umfeldes, die verschlossenen Augen und Verfehlungen von Behörden, die "gutgemeinte" Verschwiegenheit und die offensichtlichen Lügen.
Dem gegenüber steht die Machtlosigkeit und die Handlungsunfähigkeit von couragierten Personen, die alles versuchen, dass Mysterium aufzuklären und doch immer wieder scheitern, scheitern an der Gleichgültigkeit, der Mitmenschen, der Behörden.
Mehr darf man von der Geschichte auch schon nicht erzählen. Jedes weitere Wort dazu wäre an dieser Stelle zu viel, würde zuviel preis geben, von dieser Geschichte, die jeder lesen sollte.
Unvoreingenommen und ohne große Kenntnisse sollte man sich dieser traumatisierenden, dieser so traurigen und realitätsnahen Geschichte hingeben können.
Mich hat die Geschichte noch lange sehr beschäftigt und so habe ich mal ein bißchen recherchiert:
Wer unter dem #MissingDCGirls einmal googelt, findet dort viele Beiträge, die jedoch in Englisch verfasst sind.
#MissingDCGirls nennen sie die vielen, meist schwarzen Mädchen, die in Washington DC und vielerorts mehr vermisst werden. Meistens sind es Teenager mit afro- oder lateinamerikanischer Herkunft. Der Hashtag dient dazu, Menschen auf verschwundene Teenager aufmerksam zu machen, zu deren Suche angeblich niemand etwas unternimmt, das Verschwinden scheinbar keinen interessiert.
Viele Bürger in Washington DC und im ganzen Land sind besorgt, dass diese vermissten Kinder nicht genügend Aufmerksamkeit erhalten, weil sie unverhältnismäßig viele Afroamerikaner und Latina sind.
Gerade auch diese Gruppen sind es, die befürchten, dass die Untersuchungen in den Vermisstenfällen nicht so gehandhabt werden, wie Meldungen über das Verschwinden von "Weißen".
Mit #MissingDCGirls in den sozialen Medien, soll sicher gestellt werden, dass jeder Vermisstenfall, unabhängig von der Rasse, des Wohnortes oder des Einwanderungsstatus, auf gleiche Weise zu untersuchen ist.
Hier ist eine verkürzte Zeitleiste für das, was passiert ist:
Im ersten Quartal des Jahres 2020 wurden 501 Jugendliche in Washington, DC, vermisst.
Cedric Richmond (Vorsitzender des Congressional Black Caucus) und Eleanor Holmes Norton (Delegierter) baten in einem Brief an das Justizministerium um Unterstützung bei der Untersuchung dieser Vermisstenfälle.
Hierzu nahm die Polizeibehörde von DC in einem Live-Blog bei Facebook Stellung, um diese erschreckende Zahl zu erklären und bezeichnete diese Anzahl der verschwundenen Teenager abschließend als "normal" . Ausreißer sollen es sein, keine Gewalttaten sondern ein freiwilliges Verschwinden.
Aus der Bevölkerung gibt es es Bedenken, dass Mädchen Opfer von Menschenhandel geworden sind, entführt wurden und dass es zu einer stetigen Zunahme der Fälle kommt, wenn hier nicht rigoros etwas unternommen würde.
Warum die jüngsten Teenager keine Amber-Warnmeldungen erhalten haben, als sie verschwanden, wurde auf ihre scheinbar freiwillige Entscheidung hin, wegzulaufen, begründet. DC-Kommandant Chanel Dickerson, Leiter der Abteilung für Jugend- und Familiendienste des FBI-Services erklärte dazu:
"Eine Bernsteinwarnung ist ein nationales System. Es ist ein frühes Benachrichtigungssystem, das von Strafverfolgungsbehörden verwendet wird, wenn ein Jugendlicher entführt oder entführt wurde und in unmittelbarer Gefahr ist.
Keiner dieser Fälle erfüllt diese Kriterien. Wir haben keine Beweise dafür, dass diese Teenager Opfer von Entführung oder Sexualhandel geworden sind."
In den USA werden werden pro Jahr etwa 460.000 Kinder als vermisst gemeldet. In Großbritannien sind es 113.000 und in Deutschland rund 100.000.
Diese Zahlen hat das International Centre for Missing and Exploited Children gesammelt und veröffentlicht. "In vielen Ländern gibt es nicht mal Statistiken über die Zahl verschwundener Kinder", so das Zentrum.
Wieviele tatsächlich freiwillig gegangen sind, wieviele bereits tot sind oder einen schrecklichen Leidensweg haben, weiß niemand.
"Was niemand sucht, wird selten gefunden"
Eine absolute Leseempfehlung für dieses Lesehighlight 2020 von mir
Bewertung
4/5
08.01.2022
Buch (Gebundene Ausgabe)
Ein Buch, das unter die Haut geht....
Ein Buch, das unter die Haut geht. Nicht nur für "jüngere" Leser, die sich mehr in gesellschaftliche Untiefen einlesen wollen. Einige Page-turner griffen förmlich nach der Leserschaft um diese zu Boden zu zwingen...
Die Hauptfigur ist mehr als vorbildlich in ihrem Willen.
Bewertung
4/5
22.03.2021
Buch (Gebundene Ausgabe)
Monday, wo bist du?
Claudia hat eine einzige Freundin, mit der sie alles teilt. Bis diese Freundin verschwindet. Als Monday im neuen Schuljahr nicht mehr auftaucht, macht Claudia sich Sorgen und beginnt, Fragen zu stellen. Doch alle weichen ihr aus - ihre Eltern, Mondays Mutter und große Schwester, der Junge, den sie seit Kindertagen kennt. Je mehr Claudia herausfindet, desto mehr erfährt sie über Monday, Geheimnisse, von denen sie vorher nichts wusste. Warum hat Monday ihr nie etwas von ihrem Leben erzählt? Und was ist mit ihr passiert? Super spannend, total fesselnd und ein Ende, das einen schockiert und alles hinterfragend zurücklässt!
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