Über Menschen

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Roman

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Beschreibung

Details

Verkaufsrang

264

Einband

Taschenbuch

Erscheinungsdatum

10.08.2022

Verlag

btb

Seitenzahl

416

Beschreibung

Details

Verkaufsrang

264

Einband

Taschenbuch

Erscheinungsdatum

10.08.2022

Verlag

btb

Seitenzahl

416

Maße (L/B/H)

18,5/12,4/3,1 cm

Gewicht

360 g

Sprache

Deutsch

ISBN

978-3-442-77219-3

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Über Menschen ist ein Stück unangenehmer Wirklichkeit. Unbequem. Unangenehm. Notwendig.

Bewertung am 13.11.2022

Bewertet: Buch (Taschenbuch)

Juli Zeh: Über Menschen Ein Stück unangenehmer Wirklichkeit. Unbequem. Unangenehm. Notwendig. Dora zieht aufs platte Land. Brandenburg. Ein renovierungsbedürftiges Haus und eine sehr naive Protagonistin. Wer zieht denn in ein sehr in die Jahre gekommenes Gebäude ohne Möbel, ohne finanzielles Rücklagen, ohne PKW, wissend, dass der nächste Einkaufsmarkt zu Fuß nicht zu erreichen ist ? Für Dora ist es eine Flucht aus dem turbulenten Berlin, raus aus der Hauptstadt und rein in die vermeintliche Stille, weg von Robert, der mit seinem Engagement zu anstrengend wurde. Das Buch ist wie ein Fleck auf dem Wohnzimmertisch, es klebt und eigentlich sollte man ihn einfach wegwischen und fertig, geht aber nicht; es klebt und man fragt sich: was um Himmels Willen ist das ? Man muss ihn immer wieder ansehen, berühren, immer wieder aufs Neue bemüht ihn durch Nichtbeachtung zu negieren, was aber nicht gelingt. Dora trifft statt auf Brandenburger Idylle auf den Dorf-Nazi und allerlei verschrobene Personen. Einfach nicht hinsehen und negieren gelingt ihr nicht, sie muss sie auseinandersetzen und kommt ins Grübeln. Übergriffige Hilfsbereitschaft, offene Ausländerfeindlichkeit, daneben aber auch anrührende Szenen. Mit Humor und Nüchternheit beschreibt die Autorin das Anderssein im eigenen Land, das mitunter wie eine Parallelwelt wirkt. Die Dorfbewohner wählen die blaue Partei, sei es aus Überzeugung oder Frust, machen kein Hehl aus der Ablehnung und Feindschaft gegenüber Nichtdeutschen, belächeln die Städter und scheuen sich auch nicht beim gemütlichen Grillabend das Horst Wessel Lied zu singen. Ich würde gerne diesen Fleck wegwischen und es als Teil der deutschen Geschichte ad acta legen, aber leider ist es auch ein Teil der deutschen Gegenwart, mit der wir uns auseinandersetzen müssen. Über Menschen ist ein Stück unangenehmer Wirklichkeit. Unbequem. Unangenehm. Notwendig.

Über Menschen ist ein Stück unangenehmer Wirklichkeit. Unbequem. Unangenehm. Notwendig.

Bewertung am 13.11.2022
Bewertet: Buch (Taschenbuch)

Juli Zeh: Über Menschen Ein Stück unangenehmer Wirklichkeit. Unbequem. Unangenehm. Notwendig. Dora zieht aufs platte Land. Brandenburg. Ein renovierungsbedürftiges Haus und eine sehr naive Protagonistin. Wer zieht denn in ein sehr in die Jahre gekommenes Gebäude ohne Möbel, ohne finanzielles Rücklagen, ohne PKW, wissend, dass der nächste Einkaufsmarkt zu Fuß nicht zu erreichen ist ? Für Dora ist es eine Flucht aus dem turbulenten Berlin, raus aus der Hauptstadt und rein in die vermeintliche Stille, weg von Robert, der mit seinem Engagement zu anstrengend wurde. Das Buch ist wie ein Fleck auf dem Wohnzimmertisch, es klebt und eigentlich sollte man ihn einfach wegwischen und fertig, geht aber nicht; es klebt und man fragt sich: was um Himmels Willen ist das ? Man muss ihn immer wieder ansehen, berühren, immer wieder aufs Neue bemüht ihn durch Nichtbeachtung zu negieren, was aber nicht gelingt. Dora trifft statt auf Brandenburger Idylle auf den Dorf-Nazi und allerlei verschrobene Personen. Einfach nicht hinsehen und negieren gelingt ihr nicht, sie muss sie auseinandersetzen und kommt ins Grübeln. Übergriffige Hilfsbereitschaft, offene Ausländerfeindlichkeit, daneben aber auch anrührende Szenen. Mit Humor und Nüchternheit beschreibt die Autorin das Anderssein im eigenen Land, das mitunter wie eine Parallelwelt wirkt. Die Dorfbewohner wählen die blaue Partei, sei es aus Überzeugung oder Frust, machen kein Hehl aus der Ablehnung und Feindschaft gegenüber Nichtdeutschen, belächeln die Städter und scheuen sich auch nicht beim gemütlichen Grillabend das Horst Wessel Lied zu singen. Ich würde gerne diesen Fleck wegwischen und es als Teil der deutschen Geschichte ad acta legen, aber leider ist es auch ein Teil der deutschen Gegenwart, mit der wir uns auseinandersetzen müssen. Über Menschen ist ein Stück unangenehmer Wirklichkeit. Unbequem. Unangenehm. Notwendig.

Gar nicht belanglos

Matthias Sahlmann aus Hagen am 11.08.2022

Bewertet: Buch (Taschenbuch)

Ich wollte endlich mal Etwas von dieser Juli Zeh lesen… das neu erschienene Taschenbuch über Menschen kam mir dabei gerade Recht. Meistverkauftes Hardcover 2021. Das will nicht viel heißen, allzu langweilig dürfte es aber nicht werden. Zu Beginn tat ich mich etwas schwer, Berlinerin zieht in die ostdeutsche Provinz, der Nachbar ist der Dorfnazi, der Lebensgefährte hat mit der Berichterstattung über Corona offenbar den Lebensinhalt für sich entdeckt… Dora (die Heldin) arbeitet in der Werbung… nicht gerade der Stoff, aus dem fesselnde Lektüre gestrickt wird. Weit gefehlt. Wir lernen in der Provinz neue Leute kennen, entwirren Beziehungen, arbeiten mit Dora im riesigen Garten, erkennen, dass der Nazi offenbar nicht nur ein Nazi ist und über ein recht großes Herz verfügt. Lernen, dass die Welt vielleicht häufig nicht so einfach funktioniert, wie wir es gerne hätten. Obwohl es auch humorvoll zugeht, ist der Grundton des Buches melancholisch. Kurz und gut: Dies ist ein gutes Buch in dem von einer Autorin, die ihr Handwerk versteht, eine schöne und anrührende Geschichte erzählt wird. Und darum geht es doch bei der Literatur: Eine Geschichte erzählen, die den Leser/die Leserin unterhält und vielleicht sogar berührt. Dora, Gote, Franzi und Jochen der Rochen werden mich noch ein Stück begleiten, nachdem das Buch bereits wieder im Regal steht. Dies war weit mehr, als ich erwartet habe.

Gar nicht belanglos

Matthias Sahlmann aus Hagen am 11.08.2022
Bewertet: Buch (Taschenbuch)

Ich wollte endlich mal Etwas von dieser Juli Zeh lesen… das neu erschienene Taschenbuch über Menschen kam mir dabei gerade Recht. Meistverkauftes Hardcover 2021. Das will nicht viel heißen, allzu langweilig dürfte es aber nicht werden. Zu Beginn tat ich mich etwas schwer, Berlinerin zieht in die ostdeutsche Provinz, der Nachbar ist der Dorfnazi, der Lebensgefährte hat mit der Berichterstattung über Corona offenbar den Lebensinhalt für sich entdeckt… Dora (die Heldin) arbeitet in der Werbung… nicht gerade der Stoff, aus dem fesselnde Lektüre gestrickt wird. Weit gefehlt. Wir lernen in der Provinz neue Leute kennen, entwirren Beziehungen, arbeiten mit Dora im riesigen Garten, erkennen, dass der Nazi offenbar nicht nur ein Nazi ist und über ein recht großes Herz verfügt. Lernen, dass die Welt vielleicht häufig nicht so einfach funktioniert, wie wir es gerne hätten. Obwohl es auch humorvoll zugeht, ist der Grundton des Buches melancholisch. Kurz und gut: Dies ist ein gutes Buch in dem von einer Autorin, die ihr Handwerk versteht, eine schöne und anrührende Geschichte erzählt wird. Und darum geht es doch bei der Literatur: Eine Geschichte erzählen, die den Leser/die Leserin unterhält und vielleicht sogar berührt. Dora, Gote, Franzi und Jochen der Rochen werden mich noch ein Stück begleiten, nachdem das Buch bereits wieder im Regal steht. Dies war weit mehr, als ich erwartet habe.

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Annegrit Fehringer

Thalia Kassel

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5/5

Große Lese-Empfehlung!

Bewertet: Buch (Taschenbuch)

Juli Zeh trifft den Nagel der gesamtgesellschaftlichen und politischen Lage mal wieder haargenau auf den Kopf! Manchmal möchte man losprusten, manchmal bleibt einem das Lachen im Halse stecken. "Unter Leuten" und "Über Menschen" sind zwei ganz großartige Romane! Unbedingt entdecken!
5/5

Große Lese-Empfehlung!

Bewertet: Buch (Taschenbuch)

Juli Zeh trifft den Nagel der gesamtgesellschaftlichen und politischen Lage mal wieder haargenau auf den Kopf! Manchmal möchte man losprusten, manchmal bleibt einem das Lachen im Halse stecken. "Unter Leuten" und "Über Menschen" sind zwei ganz großartige Romane! Unbedingt entdecken!

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Jessica Helmbold

Thalia Posthausen - Dodenhof

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5/5

Leicht provokanter politischer Gesellschaftsroman in lockerer Sprache

Bewertet: Buch (Taschenbuch)

Leise und melancholisch, dann wieder sinnlich und gleichzeitig in der harten Realität verankert lässt dieser Roman den Leser nachdenklich zurück. Der Autorin ist ein wundervoller Roman gelungen, welcher sich mit dem menschlichen Wirken auseinandersetzt. Es stellt sich zwangsläufig die Frage: Sind wir alle die Menschen, welche wir glauben zu sein oder sind wir Lebewesen, welche von außen dazu gemacht werden, diese zu sein? Das Cover ist sehr schlicht gehalten. Hinter einem weißen Hintergrund erkennt man eine Straße auf derer ein Hund in bequemer Haltung liegt. Mir viel Fantasie könnte es sich um die Hündin, Jochen der Rochen, handeln. Der Klappentext ist sehr ausführlich formuliert und gibt den Handlungsrahmen vor. In der wesentlichen Handlung geht es um die Marketingangestellte Dora, welche in Berlin lebt und nach ihrer Trennung von ihrem Lebensgefährten Robert in Bracken ein altes Haus gekauft hat. Dabei merkt sie schnell, dass gerade der „Sprung“ von der Stadt in das Landleben hinein eine Herausforderung ist. Schnell merkt sie, dass die Menschen hier ganz anders ticken, und erfährt eine Reise, welche sie verändern wird. Die Hauptprotagonistin Dora ist eine selbstbewusste moderne Frau, welche jedoch von Selbstzweifeln gepeinigt wird. Sie hinterfragt oft ihr handeln und hadert mir ihrer Vergangenheit. Gleichzeitig übernimmt sie Verantwortung und stellt sich neuen Herausforderungen. Sie durchlebt eine Charakteränderung, welche sie auf eine besondere Weise verändert. Die wesentlichen Nebendarsteller der Geschichte sind Gote, ein sonderbarer Nachbar von Dora, seine Tochter Franzi, Steffen und Tom, die „Dorfgärtner“ von Bracken, Jochen der Rochen, der Hund von Dora sowie Jojo, Doras Vater. Am vielfältigsten überrascht hat mich Gote, der oft betitelte, „Dorfnazi“. Er stellt das Sinnbild eines alkoholtrinkenden „Rechtsradikalen dar“, welcher als typisches Feindbild taugt. Doch tief in seinem innersten versprüht Gote „Gefühle“, welche man ihm gar nicht so zugetraut hätte. Der Aufbau der Geschichte ist stringent und es sind nur ein paar Zeitsprünge erkennbar. Die Geschichte spielt im Deutschland der 2020-iger Jahre zur Corona Zeit und ist damit für die Leser sehr gut einordbar. Die Spannung der Geschichte speist sich aus den Begegnungen und ihren Entwicklungen und Konflikten.
5/5

Leicht provokanter politischer Gesellschaftsroman in lockerer Sprache

Bewertet: Buch (Taschenbuch)

Leise und melancholisch, dann wieder sinnlich und gleichzeitig in der harten Realität verankert lässt dieser Roman den Leser nachdenklich zurück. Der Autorin ist ein wundervoller Roman gelungen, welcher sich mit dem menschlichen Wirken auseinandersetzt. Es stellt sich zwangsläufig die Frage: Sind wir alle die Menschen, welche wir glauben zu sein oder sind wir Lebewesen, welche von außen dazu gemacht werden, diese zu sein? Das Cover ist sehr schlicht gehalten. Hinter einem weißen Hintergrund erkennt man eine Straße auf derer ein Hund in bequemer Haltung liegt. Mir viel Fantasie könnte es sich um die Hündin, Jochen der Rochen, handeln. Der Klappentext ist sehr ausführlich formuliert und gibt den Handlungsrahmen vor. In der wesentlichen Handlung geht es um die Marketingangestellte Dora, welche in Berlin lebt und nach ihrer Trennung von ihrem Lebensgefährten Robert in Bracken ein altes Haus gekauft hat. Dabei merkt sie schnell, dass gerade der „Sprung“ von der Stadt in das Landleben hinein eine Herausforderung ist. Schnell merkt sie, dass die Menschen hier ganz anders ticken, und erfährt eine Reise, welche sie verändern wird. Die Hauptprotagonistin Dora ist eine selbstbewusste moderne Frau, welche jedoch von Selbstzweifeln gepeinigt wird. Sie hinterfragt oft ihr handeln und hadert mir ihrer Vergangenheit. Gleichzeitig übernimmt sie Verantwortung und stellt sich neuen Herausforderungen. Sie durchlebt eine Charakteränderung, welche sie auf eine besondere Weise verändert. Die wesentlichen Nebendarsteller der Geschichte sind Gote, ein sonderbarer Nachbar von Dora, seine Tochter Franzi, Steffen und Tom, die „Dorfgärtner“ von Bracken, Jochen der Rochen, der Hund von Dora sowie Jojo, Doras Vater. Am vielfältigsten überrascht hat mich Gote, der oft betitelte, „Dorfnazi“. Er stellt das Sinnbild eines alkoholtrinkenden „Rechtsradikalen dar“, welcher als typisches Feindbild taugt. Doch tief in seinem innersten versprüht Gote „Gefühle“, welche man ihm gar nicht so zugetraut hätte. Der Aufbau der Geschichte ist stringent und es sind nur ein paar Zeitsprünge erkennbar. Die Geschichte spielt im Deutschland der 2020-iger Jahre zur Corona Zeit und ist damit für die Leser sehr gut einordbar. Die Spannung der Geschichte speist sich aus den Begegnungen und ihren Entwicklungen und Konflikten.

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