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Mickey 7 – Der letzte Klon

Roman

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Mickey 7 – Der letzte Klon

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ab 11,99 €

Beschreibung

Details

Verkaufsrang

48001

Einband

Taschenbuch

Erscheinungsdatum

10.08.2022

Verlag

Heyne

Seitenzahl

368

Maße (L/B/H)

20,5/13,3/3,3 cm

Beschreibung

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Verkaufsrang

48001

Einband

Taschenbuch

Erscheinungsdatum

10.08.2022

Verlag

Heyne

Seitenzahl

368

Maße (L/B/H)

20,5/13,3/3,3 cm

Gewicht

472 g

Originaltitel

Mickey 7

Übersetzer

Felix Mayer

Sprache

Deutsch

ISBN

978-3-453-32172-4

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Tolle Geschichte, mal was anderes

Andersleser am 18.09.2022

Bewertet: Buch (Taschenbuch)

Mal ganz anders und irgendwie witzig, gleichzeitig aber auch mit ernsteren Themen. Mickey 7 ist ein Buch, dass nicht nur mit Humor kann, sondern auch (mal mehr und mal subtiler) ernstere Gedanken anstößt. So wird sich irgendwo auch mit ethischen Fragen beschäftigt, mit Kolonialisierung - gleichzeitig aber auch mit Unsterblichkeit, oder Rechten von Menschen und anderen empfindungsfähigen Lebewesen. Ich kann es kaum wirklich zusammenfassen, weil man vieles sicher sehr unterschiedlich interpretieren kann, aber ich empfinde es deutlich so, dass man viele wichtige, aber auch spannende Themen zu lesen bekommt und auch tiefere Gedankengänge zu bestimmten Themen angestoßen werden. Der Protagonist macht sich Gedanken, seine Sichtweise ist aber auch durchaus veränderbar. Etwas was mir wirklich gefällt, weil er dazu bereit ist zu hinterfragen und anders zu handeln, als er eigentlich gezwungen ist. Generell mag ich es aber auch gern, wenn in einem Buch auch tiefergehend etwas angestoßen wird, wenn Dinge hinterfragt oder aufgezeigt werden zum Beispiel Objektifizierung. Insgesamt bekommt man hier eine witzige, spannende und vielleicht auch ein bisschen verrückte Story, die auf jeden Fall lesenswert ist. Denn was macht das Leben eigentlich kostbar - und ist ein Mensch, den man quasi klonen kann nun wirklich weniger wert und eher zu entbehren als ein anderer? Man kann sich sicher schon einige Gedanken machen, kann das Buch aber auch genießen, ohne eben solche Gedankengänge haben zu müssen. Das finde ich überhaupt sehr gelungen. Niemand ist beim Lesen des Buches gezwungen, sich mit irgendwelchen ethischen oder philosophischen Fragen auseinanderzusetzen, aber der Anstoß wird gegeben, man muss nur danach greifen. Und wenn nicht, liest man einfach trotzdem ein gutes Buch. Andere Menschen lernt man hier zwar grundsätzlich weniger intensiv kennen - und das Potential auf Hasscharaktere ist sicher gegeben. Trotzdem überwiegt das für mich jetzt nicht so drastisch. Das Meiste zentriert sich hier eindeutig auf Mickey und sein Leben, sein Innenleben, seinen Job und seine spärlichen Kontakte, von denen ich einen echt nicht ausstehen kann. Aber auch das passt sehr gut, es ist für das Buch wirklich brauchbar. Worum geht es nun also genau? Eigentlich bloß um Mickey (mehr oder weniger unsterblich und absolut entbehrlich) und die Geschichte von seinem Leben auf einer Kolonialisierungsmission auf einem etwas widerspenstigen Planeten. Mickey gibt aber auch gern mal einen Crashkurs der Menschheitsgeschichte generell, oder Einblicke in seine Vergangenheit, die ganz erleuchtend sein können. Eine tolle Idee und ein Buch, das mich gut unterhalten konnte!

Tolle Geschichte, mal was anderes

Andersleser am 18.09.2022
Bewertet: Buch (Taschenbuch)

Mal ganz anders und irgendwie witzig, gleichzeitig aber auch mit ernsteren Themen. Mickey 7 ist ein Buch, dass nicht nur mit Humor kann, sondern auch (mal mehr und mal subtiler) ernstere Gedanken anstößt. So wird sich irgendwo auch mit ethischen Fragen beschäftigt, mit Kolonialisierung - gleichzeitig aber auch mit Unsterblichkeit, oder Rechten von Menschen und anderen empfindungsfähigen Lebewesen. Ich kann es kaum wirklich zusammenfassen, weil man vieles sicher sehr unterschiedlich interpretieren kann, aber ich empfinde es deutlich so, dass man viele wichtige, aber auch spannende Themen zu lesen bekommt und auch tiefere Gedankengänge zu bestimmten Themen angestoßen werden. Der Protagonist macht sich Gedanken, seine Sichtweise ist aber auch durchaus veränderbar. Etwas was mir wirklich gefällt, weil er dazu bereit ist zu hinterfragen und anders zu handeln, als er eigentlich gezwungen ist. Generell mag ich es aber auch gern, wenn in einem Buch auch tiefergehend etwas angestoßen wird, wenn Dinge hinterfragt oder aufgezeigt werden zum Beispiel Objektifizierung. Insgesamt bekommt man hier eine witzige, spannende und vielleicht auch ein bisschen verrückte Story, die auf jeden Fall lesenswert ist. Denn was macht das Leben eigentlich kostbar - und ist ein Mensch, den man quasi klonen kann nun wirklich weniger wert und eher zu entbehren als ein anderer? Man kann sich sicher schon einige Gedanken machen, kann das Buch aber auch genießen, ohne eben solche Gedankengänge haben zu müssen. Das finde ich überhaupt sehr gelungen. Niemand ist beim Lesen des Buches gezwungen, sich mit irgendwelchen ethischen oder philosophischen Fragen auseinanderzusetzen, aber der Anstoß wird gegeben, man muss nur danach greifen. Und wenn nicht, liest man einfach trotzdem ein gutes Buch. Andere Menschen lernt man hier zwar grundsätzlich weniger intensiv kennen - und das Potential auf Hasscharaktere ist sicher gegeben. Trotzdem überwiegt das für mich jetzt nicht so drastisch. Das Meiste zentriert sich hier eindeutig auf Mickey und sein Leben, sein Innenleben, seinen Job und seine spärlichen Kontakte, von denen ich einen echt nicht ausstehen kann. Aber auch das passt sehr gut, es ist für das Buch wirklich brauchbar. Worum geht es nun also genau? Eigentlich bloß um Mickey (mehr oder weniger unsterblich und absolut entbehrlich) und die Geschichte von seinem Leben auf einer Kolonialisierungsmission auf einem etwas widerspenstigen Planeten. Mickey gibt aber auch gern mal einen Crashkurs der Menschheitsgeschichte generell, oder Einblicke in seine Vergangenheit, die ganz erleuchtend sein können. Eine tolle Idee und ein Buch, das mich gut unterhalten konnte!

Unterhaltsamer Roman, der viel Potential liegen lässt

Buecherbriefe am 08.09.2022

Bewertet: Buch (Taschenbuch)

In dem Science-Fiction Roman Mickey 7: Der letzte Klon von Edward Ashton möchte sich ein Wegwerf-Klon nicht mehr mit seinem Schicksal abfinden. Schafft er es, sich von seinen Fesseln zu lösen? Ein Wegwerfklon will nicht mehr Das Ausgangsszenario ist altbekannt: Mehrere Tausend Jahre in der Zukunft haben Kriege die Erde nahezu unbewohnbar gemacht und die Menschheit dazu gezwungen, den Weltraum zu kolonisieren. Zumindest versuchen sie es, denn was auf der Erde schon schwierig genug war, erweist sich im Weltraum als nahezu unmöglich: Der Treibstoff eines Schiffes reicht gerade mal für den Anlauf zu einem Planeten und wenn man die zermürbende Fahrt überstanden hat, dann muss man hoffen, bei der Ankunft einen halbwegs bewohnbaren Planeten vorzufinden. Doch damit fangen die Schwierigkeiten gerade erst an. Neben umfangreichen Terraforming Maßnahmen und grundlegenden Problemen wie die Nahrungsmittelversorgung birgt ein neuer Planet weitere Gefahren, etwa in Gestalt von einheimischen Lebensformen. Was für eine Erleichterung stellt es dann dar, wenn man einen sogenannten Expendable bei sich hat, eine Person, deren Daten (Erinnerungen, Körperinformationen) gespeichert werden und die im Bedarfsfall (Tod) als Klon mittels eines Biodruckers wiederhergestellt werden kann. Ein solcher eignet sich also hervorragend dazu, so gleichsam unangenehme und gefährliche Aufgaben wie den erstmaligen Test der Atmosphäre oder die Reinigung des radioaktiven Antriebs auf sich zu nehmen. Was tust du, wenn es dich zweimal gibt? Unser Protagonist Mickey Barnes ist ein solcher Expendable und das erste Mal begegnen wir ihm auf einer Erkundungsmission auf dem Eisplaneten Niflheim. Mickey, mehr oder weniger liebevoll Mickey7 genannt (den Grund könnt ihr euch denken …), wird von einer einheimischen Rasse von Schneewürmern, den Creepern, attackiert und frühzeitig von seiner Crew aufgegeben – klar, dann druckt man halt einen neuen Mickey aus. Wie durch ein Wunder überlebt er den Angriff, doch als er in seine Koje zurückkehrt, findet er dort bereits Mickey8 vor. Das soll jedoch noch sein geringstes Problem sein, denn neben gefährlichen Versteckspielen – es darf nur ein Klon gleichzeitig existieren – und geteilten Essensrationen entwickeln sich die Creeper zu einer immer größeren Bedrohung für die kleine Kolonie … Wenn die Rückblenden nicht wären … Die Handlung beginnt auch recht rasant und lässt die ersten zwanzig Seiten wie im Flug vergehen. Leider handelt es sich bei diesen zwanzig Seiten auch um den längsten durchweg spannenden Abschnitt des gesamten Romans. Das liegt nicht etwa daran, dass Ashton nicht die Fähigkeit besitzt, eben solche Passagen zu. Problematisch ist, dass Ashton auf jedes Kapitel der gegenwärtigen Handlung eine mindestens genau so lange Rückblende folgen lässt, die allenfalls einen mittelbaren Bezug zu der vorherigen Passage hat. Natürlich sind Rückblenden wichtig und im konkreten Fall auch unterhaltsam und interessant gestaltet. Eine so umfangreiche Hintergrundgeschichte macht sie sogar unumgänglich – wo sollen wir sonst Hintergrundinformationen zu Mickey oder zur Expedition an sich hernehmen? Wenn diese Rückblenden jedoch mindestens die Hälfte des Romans einnehmen, dann muss man sich die Frage stellen, ob der Autor seinen Roman richtig geplant hat. Was als zeitliche Verzögerung in ausgewählten Momenten dabei geholfen hätte, die Spannung zu erhöhen, erweist sich bei so exzessivem Gebrauch leider als sicherer Tod jeglichen Erzähltempos und lässt die gegenwärtige Handlung beinahe schon nebensächlich wirken. Daneben versucht Ashton auch immer wieder, philosophische Fragestellungen aufzuwerfen und verbindet dazu beispielsweise das Schiff des Theseus mit der Frage, inwieweit ein Klon noch als Mensch gelten kann. Hier stellt sich wiederum das Problem, dass der Roman auf knapp vierhundert Seiten einfach nicht den nötigen Raum bieten kann, diese Thematik im angemessenen Umfang zu behandeln. Die Folge ist, dass diese “philosophischen” Einschübe mehr oder weniger unbeantwortet im Raum schweben bleiben und darüber hinaus auch recht plump in die Handlung integriert wurden. In den meisten Fällen finden sie in kurzen Diskussionen mit den Crew-Mitgliedern ihren Niederschlag, deren Gehalt sich in Aussagen wie “Klone sind unnatürlich” und “Klone sind doch ganz in Ordnung” zusammenfassen lässt. Nur ein Protagonist kann begeistern Das liegt vermutlich auch daran, dass der Leser keine wirkliche Verbindung zu den meisten Figuren eingeht und die Gedanken der Figuren demzufolge nicht nachvollziehbar/gewichtig genug sind. Das ist schade, da es nicht daran liegt, dass wir es hier mit Stereotypen zu tun hätten. Es ist vielmehr so, dass unser Protagonist die meiste Zeit nur mit sich selbst beschäftigt ist und wir alleine aufgrund dieser eingeschränkten Perspektive viel zu wenig über die an sich interessanten Figuren erfahren. Das hat auch direkte Auswirkungen auf die Handlung, denn dadurch ist uns das Schicksal der meisten Figuren und damit auch der Kolonie völlig egal. Eine Ausnahme möchte ich dabei für Mickey Barnes machen. Als einzigen Profiteur der ständigen Rückblenden wächst er uns tatsächlich ans Herz und auch wenn so manche Äußerung von ihm zu sehr in Richtung Mark Watney getrimmt wurde, so können wir seine Handlungen wenigstens nachvollziehen und fühlen als Leser mit ihm. Slapstick statt Spannung Über Mickey8 lässt sich dasselbe leider nicht sagen. Abgesehen davon, dass sein Charakter erstaunlich weit weg von Mickey7 ist, obwohl eigentlich nur wenige Wochen Lebenserfahrung zwischen den beiden liegen, erhält er erstaunlich wenig Aufmerksamkeit und erinnert mehr an eine unbedeutende Nebenfigur, als an den wichtigen Bestandteil der Handlung, den er eigentlich darstellt. Der fehlende Fokus auf die gegenwärtige Handlung führt auch dazu, dass der Konflikt zwischen den beiden Mickeys stark in den Hintergrund gerückt wird und sich letzten Endes auf einige Slapstick Einlagen beschränkt. Das ist bedauerlich, da gerade die Beziehung der beiden Klone jede Menge Potential auf mehreren Ebenen bereitgehalten hätte. Was bleibt? Mickey 7: Der letzte Klon lässt mich zwiegespalten zurück. Ohne Frage ist hier jede Menge Potential liegen geblieben. Ashton hat einen klaren Schreibstil und mit Mickey einen sympathischen Protagonisten entworfen. Auch das Szenario ist gleichsam vielversprechend wie verlockend. Andererseits möchte er ohne den notwendigen Raum zu viele Motive gleichzeitig zur Geltung bringen, sodass am Ende kein Aspekt wirklich hervorstechen kann. Herausgekommen ist ein trotz allem unterhaltsamer Roman, der so viel mehr hätte sein können. Wer also einen leichten Science-Fiction Roman für zwischendurch sucht, wird hier durchaus auf seine Kosten kommen – mehr darf man allerdings nicht erwarten. Fazit: Mickey 7 ist ein solider Science-Fiction Roman, der einfach zu viel auf einmal will. Leichte Kost für zwischendurch, aber um einen neuen Mark Watney handelt es sich (noch) nicht.

Unterhaltsamer Roman, der viel Potential liegen lässt

Buecherbriefe am 08.09.2022
Bewertet: Buch (Taschenbuch)

In dem Science-Fiction Roman Mickey 7: Der letzte Klon von Edward Ashton möchte sich ein Wegwerf-Klon nicht mehr mit seinem Schicksal abfinden. Schafft er es, sich von seinen Fesseln zu lösen? Ein Wegwerfklon will nicht mehr Das Ausgangsszenario ist altbekannt: Mehrere Tausend Jahre in der Zukunft haben Kriege die Erde nahezu unbewohnbar gemacht und die Menschheit dazu gezwungen, den Weltraum zu kolonisieren. Zumindest versuchen sie es, denn was auf der Erde schon schwierig genug war, erweist sich im Weltraum als nahezu unmöglich: Der Treibstoff eines Schiffes reicht gerade mal für den Anlauf zu einem Planeten und wenn man die zermürbende Fahrt überstanden hat, dann muss man hoffen, bei der Ankunft einen halbwegs bewohnbaren Planeten vorzufinden. Doch damit fangen die Schwierigkeiten gerade erst an. Neben umfangreichen Terraforming Maßnahmen und grundlegenden Problemen wie die Nahrungsmittelversorgung birgt ein neuer Planet weitere Gefahren, etwa in Gestalt von einheimischen Lebensformen. Was für eine Erleichterung stellt es dann dar, wenn man einen sogenannten Expendable bei sich hat, eine Person, deren Daten (Erinnerungen, Körperinformationen) gespeichert werden und die im Bedarfsfall (Tod) als Klon mittels eines Biodruckers wiederhergestellt werden kann. Ein solcher eignet sich also hervorragend dazu, so gleichsam unangenehme und gefährliche Aufgaben wie den erstmaligen Test der Atmosphäre oder die Reinigung des radioaktiven Antriebs auf sich zu nehmen. Was tust du, wenn es dich zweimal gibt? Unser Protagonist Mickey Barnes ist ein solcher Expendable und das erste Mal begegnen wir ihm auf einer Erkundungsmission auf dem Eisplaneten Niflheim. Mickey, mehr oder weniger liebevoll Mickey7 genannt (den Grund könnt ihr euch denken …), wird von einer einheimischen Rasse von Schneewürmern, den Creepern, attackiert und frühzeitig von seiner Crew aufgegeben – klar, dann druckt man halt einen neuen Mickey aus. Wie durch ein Wunder überlebt er den Angriff, doch als er in seine Koje zurückkehrt, findet er dort bereits Mickey8 vor. Das soll jedoch noch sein geringstes Problem sein, denn neben gefährlichen Versteckspielen – es darf nur ein Klon gleichzeitig existieren – und geteilten Essensrationen entwickeln sich die Creeper zu einer immer größeren Bedrohung für die kleine Kolonie … Wenn die Rückblenden nicht wären … Die Handlung beginnt auch recht rasant und lässt die ersten zwanzig Seiten wie im Flug vergehen. Leider handelt es sich bei diesen zwanzig Seiten auch um den längsten durchweg spannenden Abschnitt des gesamten Romans. Das liegt nicht etwa daran, dass Ashton nicht die Fähigkeit besitzt, eben solche Passagen zu. Problematisch ist, dass Ashton auf jedes Kapitel der gegenwärtigen Handlung eine mindestens genau so lange Rückblende folgen lässt, die allenfalls einen mittelbaren Bezug zu der vorherigen Passage hat. Natürlich sind Rückblenden wichtig und im konkreten Fall auch unterhaltsam und interessant gestaltet. Eine so umfangreiche Hintergrundgeschichte macht sie sogar unumgänglich – wo sollen wir sonst Hintergrundinformationen zu Mickey oder zur Expedition an sich hernehmen? Wenn diese Rückblenden jedoch mindestens die Hälfte des Romans einnehmen, dann muss man sich die Frage stellen, ob der Autor seinen Roman richtig geplant hat. Was als zeitliche Verzögerung in ausgewählten Momenten dabei geholfen hätte, die Spannung zu erhöhen, erweist sich bei so exzessivem Gebrauch leider als sicherer Tod jeglichen Erzähltempos und lässt die gegenwärtige Handlung beinahe schon nebensächlich wirken. Daneben versucht Ashton auch immer wieder, philosophische Fragestellungen aufzuwerfen und verbindet dazu beispielsweise das Schiff des Theseus mit der Frage, inwieweit ein Klon noch als Mensch gelten kann. Hier stellt sich wiederum das Problem, dass der Roman auf knapp vierhundert Seiten einfach nicht den nötigen Raum bieten kann, diese Thematik im angemessenen Umfang zu behandeln. Die Folge ist, dass diese “philosophischen” Einschübe mehr oder weniger unbeantwortet im Raum schweben bleiben und darüber hinaus auch recht plump in die Handlung integriert wurden. In den meisten Fällen finden sie in kurzen Diskussionen mit den Crew-Mitgliedern ihren Niederschlag, deren Gehalt sich in Aussagen wie “Klone sind unnatürlich” und “Klone sind doch ganz in Ordnung” zusammenfassen lässt. Nur ein Protagonist kann begeistern Das liegt vermutlich auch daran, dass der Leser keine wirkliche Verbindung zu den meisten Figuren eingeht und die Gedanken der Figuren demzufolge nicht nachvollziehbar/gewichtig genug sind. Das ist schade, da es nicht daran liegt, dass wir es hier mit Stereotypen zu tun hätten. Es ist vielmehr so, dass unser Protagonist die meiste Zeit nur mit sich selbst beschäftigt ist und wir alleine aufgrund dieser eingeschränkten Perspektive viel zu wenig über die an sich interessanten Figuren erfahren. Das hat auch direkte Auswirkungen auf die Handlung, denn dadurch ist uns das Schicksal der meisten Figuren und damit auch der Kolonie völlig egal. Eine Ausnahme möchte ich dabei für Mickey Barnes machen. Als einzigen Profiteur der ständigen Rückblenden wächst er uns tatsächlich ans Herz und auch wenn so manche Äußerung von ihm zu sehr in Richtung Mark Watney getrimmt wurde, so können wir seine Handlungen wenigstens nachvollziehen und fühlen als Leser mit ihm. Slapstick statt Spannung Über Mickey8 lässt sich dasselbe leider nicht sagen. Abgesehen davon, dass sein Charakter erstaunlich weit weg von Mickey7 ist, obwohl eigentlich nur wenige Wochen Lebenserfahrung zwischen den beiden liegen, erhält er erstaunlich wenig Aufmerksamkeit und erinnert mehr an eine unbedeutende Nebenfigur, als an den wichtigen Bestandteil der Handlung, den er eigentlich darstellt. Der fehlende Fokus auf die gegenwärtige Handlung führt auch dazu, dass der Konflikt zwischen den beiden Mickeys stark in den Hintergrund gerückt wird und sich letzten Endes auf einige Slapstick Einlagen beschränkt. Das ist bedauerlich, da gerade die Beziehung der beiden Klone jede Menge Potential auf mehreren Ebenen bereitgehalten hätte. Was bleibt? Mickey 7: Der letzte Klon lässt mich zwiegespalten zurück. Ohne Frage ist hier jede Menge Potential liegen geblieben. Ashton hat einen klaren Schreibstil und mit Mickey einen sympathischen Protagonisten entworfen. Auch das Szenario ist gleichsam vielversprechend wie verlockend. Andererseits möchte er ohne den notwendigen Raum zu viele Motive gleichzeitig zur Geltung bringen, sodass am Ende kein Aspekt wirklich hervorstechen kann. Herausgekommen ist ein trotz allem unterhaltsamer Roman, der so viel mehr hätte sein können. Wer also einen leichten Science-Fiction Roman für zwischendurch sucht, wird hier durchaus auf seine Kosten kommen – mehr darf man allerdings nicht erwarten. Fazit: Mickey 7 ist ein solider Science-Fiction Roman, der einfach zu viel auf einmal will. Leichte Kost für zwischendurch, aber um einen neuen Mark Watney handelt es sich (noch) nicht.

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Mickey ist schon 6 mal gestorben. Und damit meine ich richtig gestorben. Von Creepern zerfleischt, Strahlenvergiftung das komplette Programm. Deswegen ist Mickey7 auch nicht begeistert, dass jetzt wohl die Nummer 7 folgt. Allerdings geht dabei einiges schief und er stribt doch nicht, allerdings steht Mickey8 schon in den Startlöchern. Jetzt ist Mickey7 plötzlich zu einem Mulitple geworden und das führt zu einigen Problemen. Ich fand die Idee eines wiedererschaffbaren Menschens, der die Arbeit verrichtet, die keiner machen will, spannend. Ich hatte am Anfang etwas mit den Rückblenden zu kämpfen, aber daran gewöhnte man sich schnell. Wer einen actionreichen, ausgeklügelten und explosvies Si-Fi Roman erwartet ist hier falsch. Um ehrlich zu sein, passiert Storytechnisch sogar recht wenig, aber das macht das Buch zu etwas besondern. Ich fand die Art zu erzählen interssant und neu. Und das Ende hat mich trotzallem überrscht. Ein Roman, der mehr auf die Emotionen und alltäglichen Probleme wertlegt und nicht durch mitreißende Action punkten muss.
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Die Idee klang wirklich gut, aber leider konnte mich die Umsetzung nicht überzeugen und es hat sich für meinen Geschmack sehr gezogen.
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