'Ja, Almanzo war ein entzückendes Kind. Da war sich die Welt einig. Das Problem war die Mutter.'
Rosie erfährt erst spät von der Behinderung ihres Sohnes. Dabei hat sie schon lange geahnt, dass etwas mit Almanzo nicht stimmt. Die Diagnose wird ihr Leben von da an bestimmen. Und auch die Herausforderungen mit einem autistischen Kind werden von Jahr zu Jahr mächtiger, bis Rosie schließlich zu einer Entscheidung kommt, die das Leben ihrer Familie von Grund auf verändern wird.
Die Geschichte beruht auf wahren Begebenheiten und enthält Originaltexte des Autisten Amanzio.
Mit Rosie schafft Lydia Wünsch in ihrem Debut eine beeindruckende Heldin, die bis zur letzten Seite in ihrer Einfachheit Größe und Würde ausstrahlt.
Kundinnen und Kunden meinen
5.0/5.0
su-sun
aus Bad Endbach
5/5
19.04.2022
eBook (ePUB)
Es ist ein Schock für Tony…
Es ist ein Schock für Tony und Rosie als sie die Diagnose bekommen: Ihr Sohn Almanzo leidet an der Autismus – Spektrum – Störung. Jahre der Zweifel, voller Schwierigkeiten, Tränen und zermürbenden Auseinandersetzungen liegen hinter der kleinen Familie. Nun ist Almanzo 6 Jahre alt und Rosie erkennt, dass seine Beeinträchtigung immer gravierender ins Leben der kleinen Familie eingreift. Da fällt Rosie eine verhängnisvolle Entscheidung, die ihr ganzes Leben beeinflusst. Ich lese gern Bücher, in denen Menschen mit einer Beeinträchtigung eine zentrale Rolle innehaben. Sehr oft wird diese Beeinträchtigung verniedlicht und / oder Heilungen, Verhalten oder große Verbesserungen, die rein fiktiv anmuten, dargestellt. „Rosies Wunderkind“ hebt sich ab von diesem Schema, denn die Geschichte ist durch und durch authentisch. Die Autorin beschreibt das Leben als Eltern mit einem Kind mit Autismus so, wie es ist. Hart, schmerzhaft und sehr oft am Rande der Erschöpfung. Das Getuschel der anderen Eltern vor dem Kindergarten, die Anmassung der Erzieher Ratschläge zu erteilen bis zu Aerzten und Heimpersonal, die oft wenig Sensibilität im Umgang mit Eltern haben, deren Welt in Flammen steht. Man erfährt genaustens, wie bei der Mutter zuerst der Verdacht entsteht, dass etwas mit ihrem Sohn nicht stimmt. Dann wird aus diesem Verdacht nach einem langen Irrweg durch verschiedene Anlaufstellen Gewissheit und die Welt zerfällt in lauter kleine Scherben. Dabei kommt einem Rosie sehr, sehr nahe und ich musste mehrere Male schlucken, so gross war mein Mitleid mit ihr. Dies wohl auch, da das ganze Buch über die Handlung und Beschreibungen aus der Sicht von Rosie geschrieben ist. Zu all den aufwühlenden Passagen kommt noch ein Punkt, der mich schon in Kapitel eins überrascht und auch schockiert hat. Da wird nämlich der momentane Aufenthaltsort von Rosie angesprochen. Sofort habe ich mich gefragt, was um Himmelswillen, denn nur geschehen ist? Diesen Aufenthaltsort kann ich leider hier nicht verraten, um potenziellen Lesern nicht die Überraschung zu nehmen. Nur so viel: Er hat mich durch das Buch getragen und ich konnte das Buch nicht eher zur Seite legen, bevor ich wusste, weshalb Rosie genau dort ist. Lydia Wünsch schreibt mit einem klaren, schnörkellosen Schreibstil und schafft es trotzdem die Emotionen ihrer Figuren zum Leser zu transportieren. "Rosies Wunderkind" ist das Debüt der Autorin und sehr gelungen! Dieses Buch wird in mir nachklingen und öffnet mir ganz sicher die Sicht der Eltern von Kindern mit besonderen Bedürfnissen. Denn hinter jedem dieser Kinder steht eine Mutter, ein Vater und ihre Beziehung, die von der Beeinträchtigung ihres Kindes beeinflusst und gesteuert wird. Nicht nur das, auch die Beziehungen zu der Verwandtschaft, Bekannten, Nachbarn, Lehrern, Therapeuten und Ärzten werden neu gemischt, wenn ein Kind mit besonderen Bedürfnissen im Mittelpunkt steht.
Pippilotta
aus Kassel
5/5
29.03.2022
eBook (ePUB)
Gänsehautfeeling
In dem Roman von Lydia Wünsch geht es hauptsächlich um Mutterliebe, um ein autistischtes Kind und um den Alltag mit diesem besonderen Kind, mit allen Höhen, Tiefen und Herausforderungen . Auch kommt das Kind selbst zu Wort. Das Buch hat autobiographische Züge und ist sehr lebendig geschrieben. Man ist von Anfang mitten im Geschehen und fühlt mit der Protagonistin mit.
Mich hat das Buch besonders angesprochen , da ich von der Thematik des Buches, Autismus selbst betroffen bin, da auch ich ein autistischtes Kind habe.
Ich finde sehr gut, dass das Buch wirklich realistisch geschrieben ist und nichts beschönigt wird. Es zeigt den Alltag mit einem Autisten wie er wirklich ist und zeigt auch auf, wie wenig Autismus von der Gesellschaft und zum Teil auch von Fachleuten anerkannt wird. Ich bin der Meinung, dieses Buch sollte zur Pflichtlektüre für alle deklariert werden.
Ich habe noch nie ein so gutes Buch zum Thema Autismus gelesen, es ist mir unter die Haut gegangen.
Minzeminze
aus Dresden
5/5
15.08.2022
Buch (Gebundene Ausgabe)
Die Liebe einer Mutter zu ihrem Kind
Die Autorin Lydia Wünsch erzählt uns in ihrem Buch von der Liebe einer Mutter zu ihrem Kind. Zu einem besonderen Jungen . Almanzo ist so ganz anders wie andere Kinder . Seine Mutter liebt ihn , beschützt ihn und gibt sich fast selbst dabei auf.
Autismus kannte man damals nicht und so erhielt sie keine Hilfe. Rosie und Almanzo hatten nur wenige an ihrer Seite , welche damit umgehen konnten.
Eine Geschichte tiefbewegend und zeitlos . Es rührte mich sehr . Beim lesen hatte ich immer wieder das Gefühl Rosie helfen zu wollen. Klasse geschrieben und zum lesen empfohlen,
Bewertung
5/5
20.06.2022
Buch (Gebundene Ausgabe)
Ein Buch das unter die Haut geht
Rosies Wunderkind, ist eine Geschichte über Rosie und ihren autistischen Sohn Almanzo, der auf wahren Begebenheiten beruht.
Lydia Wünsch ist es mit ihrem schlichten, schörkellosen, direkten Schreibstil gelungen mich in ihre Geschichte zu saugen und in Rosies Welt eintauchen zu lassen. Rosies Liebe zu ihrem Kind, ihre scheins grenzenlose Stärke, aber auch ihre Zweifel und Überforderung spürt man förmlich auf jeder Seite. Der Autorin ist es gelungen ein emotional packendes Buch zu schreiben, dass mich zu Tränen gerührt hat.
Zeitgleich fragt man sich immer wieder: WIe kann das sein? Schauen wir wirklich alle weg? Wieso werden Familien wie diese nicht mehr unterstützt? Wie hätte ich gehandelt?
Fazit: Dieses Buch ist in diesem Jahr eins meiner Highlights und wird definitiv weiterempfohlen!
Bewertung
5/5
07.06.2022
Buch (Gebundene Ausgabe)
Die Liebe einer Mutter
Besser kann man den Inhalt dieses sehr emotionalen Buches gar nicht nennen.
Wir begleiten Rosie und ihrem Sohn Almanzo, bei dem erst sehr spät festgestellt wird, daß er Autist ist. Nun beginnt eine beschwerliche Reise für Toni und Rosie, Almanzos Eltern. Toni geht eher "still" mit der Diagnose um, während Rosie wie eine Löwin kämpft. Sie stößt oft an ihre Grenzen, opfert sich bis aufs äußerste auf, um Verständnis für ihren Sohn aufzubringen. Gerne möchte sie ihm helfen. Sie beliest sich über die Krankheit, besucht einen Kurs, redet mit gefühlt 1000 Ärzten und erntet oft Mißgunst, Unverständnis, Naserümpfen und Ablehnung.
Das Buch ist unwahrscheinlich spannend geschrieben. Man fühlt mit Rosie, hat Einblicke in ihren oft allzu schwierigen Alltag. Man weiß nie, wie geht es Almanzo heute und wie benimmt er sich. Aber auch an seinen Gedanken dürfen wir teilhaben, was erstaunt.
Mir hat es sehr deutlich gezeigt, daß wir alle viel mehr Verständnis Familien mit behinderten Kindern entgegen bringen sollten, da sie oft im Verborgenen unfassbares leisten.
Das Buch ist keine leichte Sommerlektüre, sondern ein wertvolles tiefgehendes Buch, was einen im Nachhinein noch lange beschäftigen wird.
Die Geschichte beruht auf wahren Begebenheiten.
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