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Intimitäten Roman

120

24,00 €

inkl. gesetzl. MwSt., Versandkostenfrei


Beschreibung

Produktdetails

Einband

Gebundene Ausgabe

Erscheinungsdatum

22.08.2022

Verlag

Carl Hanser

Seitenzahl

224

Maße (L/B/H)

20,8/13,5/2,6 cm

Gewicht

345 g

Farbe

Camel / Anthrazit

Auflage

1

Originaltitel

Intimacies

Übersetzt von

Kathrin Razum

Sprache

Deutsch

ISBN

978-3-446-27404-4

Beschreibung

Produktdetails

Einband

Gebundene Ausgabe

Erscheinungsdatum

22.08.2022

Verlag

Carl Hanser

Seitenzahl

224

Maße (L/B/H)

20,8/13,5/2,6 cm

Gewicht

345 g

Farbe

Camel / Anthrazit

Auflage

1

Originaltitel

Intimacies

Übersetzt von

Kathrin Razum

Sprache

Deutsch

ISBN

978-3-446-27404-4

Herstelleradresse

Carl Hanser Verlag
Vilshofener Straße 10
81679 München
DE

Email: info@hanser.de

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  • Bewertung

    5/5

    21.02.2023

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Intim auf nur mehr als einer Ebene

    Die gesamte Aufmachung der Geschichte sprach mich an. Ich liebe Romane, welche Sprache erforschen und ihre Grenzen testen. Da bietet es sich an eine Übersetzerin bei ihrer Arbeit zu begleiten. Die Sprache wie auch die Protagonistin tragen dieses Werk. Leider ließ es für meinen Geschmack am Ende etwas nach, da sie mir zu selbstbemitleidend erschien, aber nichtsdestotrotz hatte ich eine wunderbare Zeit diese Lektüre zu verschlingen.

  • Arizona

    5/5

    25.01.2023

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Die namenlose Ich-Erzählerin…

    Die namenlose Ich-Erzählerin arbeitet seit einem halben Jahr als Dolmetscherin am Gerichtshof in Den Haag. Seit einiger Zeit ist sie mit Adriaan zusammen, der von seiner Frau und den Kindern getrennt lebt. Die Erzählerin berichtet über die Herausforderungen Ihrer Arbeit, was ich recht interessant fand, da man ja zum einen sehr exakt übersetzen muss, damit die juristischen Details korrekt sind, aber zum anderen sollen auch die Gefühle mit ausgedrückt werden. Und auch die Verbrechen gegen die Menschlichkeit, die dort behandelt werden sind teilweise recht belastend. So lernt man dort im Zuge der Übersetzungen Schwerverbrecher teils recht nah kennen. Zum anderen gab es dann die Szenen aus ihrem Privatleben. Ihr neuer Freund „verschwindet“ für einige Zeit, um Themen bezüglich seiner Trennung zu regeln. So bleibt es auch spannend, wie es mit den beiden weitergeht. Einziger Kritikpunkt wäre, dass ich die Frau teilweise als recht passiv empfunden habe, und ihre Reaktionen nicht immer nachvollziehen konnte. Ingesamt fand ich die Sprache recht anspruchsvoll und auf einem hohen Niveau, aber trotzdem gut lesbar. Die Story hat mich gefesselt, da es sowohl im Job als auch im Privatleben recht spannend war. Ich habe daher die Lektüre genossen, fand es kurzweilig und kann es weiterempfehlen.

  • Inga

    5/5

    25.09.2022

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Intimität durch Sprache

    Die namenlose Ich-Erzählerin in Katie Kitamuras Roman „Intimitäten“ zieht nach Den Haag um dort als Dolmetscherin am Internationalen Gerichtshof zu arbeiten. Sie erzählt von ihrem Job, dem Ankommen in einer unbekannten Stadt, der Entstehung von neuen Freundschaften und einer frischen Beziehung mit einem noch verheirateten Mann namens Adriaan. Betrachtet man diese Aufzählung, könnte man vieles davon als banal oder alltäglich abstempeln. Aber die Autorin versteht es, eine interessante Erzählung daraus zu machen, die ich in kürzester Zeit verschlungen habe. Am bemerkenswertesten waren für mich dabei die Abschnitte über die Arbeit als Dolmetscherin und die Bedeutung und Macht von Sprache im sensiblen Umfeld des Gerichts. Die Erzählerin sagt beispielsweise: „Meine Aufgabe besteht darin, den Abstand zwischen den Sprachen so klein wie möglich zu halten.“ Die Reflektionen über Sprache, das Dolmetschen und ihre Rolle in den Verhandlungen haben mir ganz neue, unverhoffte Perspektiven eröffnet. Nebenbei macht sich die Erzählerin auch Gedanken über Fragen der Schuld, der Glaubwürdigkeit, der Gerechtigkeit und wie sie in einem solchen Apparat (mit all seinen zweifelhaften Nebeneffekten) gefunden werden kann. Auf dieser Schiene sollten Leser allerdings keine zu tiefgreifenden Analysen erwarten, die Schilderungen dienen eher unterschwellig als Anregung zum eigenen Nachdenken. Was allerdings erwartet werden kann, sind feinfühlige Beschreibungen von Menschen und Begegnungen. Außerdem gelingt es der Autorin, beiläufig und doch wirkungsvoll von Situationen zu berichten, die viele (wenn nicht alle) Frauen kennen. Die Bewertung der Rocklänge durch fremde Männer, übergriffiges Machtgebaren und anzügliche Flirtversuche seien nur exemplarisch genannt. Trotz ihrer Verwundbarkeit strahlt die Erzählerin Selbstbewusstsein aus. Katie Kitamura gelingt es, in aller sprachlichen Zartheit, eine starke feministische Stimme zu sein. Beim vorliegenden Roman haben der Klappentext (und die Leseprobe) gehalten, was versprochen wurde und meine Erwartungen wurden nicht enttäuscht! Sprachlich hält der Text viele Highlights bereit, bewegt sich dabei aber auf gehobenem Niveau. Die direkte Rede wird ohne Anführungszeichen wiedergegeben und die Autorin hat es geschafft, dass mich dies nicht gestört hat, wie es sonst oft der Fall ist. Der Lesefluss war für mich konstant, eine sehr stimmige und gleichbleibend starke Geschichte. Es gab lediglich eine ganz kurze Phase, wo die Erzählung für mich etwas „drüber“ war, aber das fällt bei der Bewertung nicht ins Gewicht. Das halboffene Ende des Romans fand ich sehr passend und rund. In einigen Rezensionen habe ich gelesen, dass der Titel Irritationen ausgelöst hat. Dem kann ich mich teilweise anschließen. Zwar kann ich gar nicht genau benennen, welche Erwartungen ich durch den Titel hatte und finde ihn auch nicht gänzlich unpassend. Es wird aber auch nicht eindeutig klar, warum genau diese Formulierung gewählt wurde. Am ehesten erklärt er sich mir durch die Intimität, die während des Dolmetschens unwillkürlich zwischen den Beteiligten entsteht und über die die Erzählerin mehrmals philosophiert bzw. mit der dadurch entstehenden Nähe zu manchen Personen hadert. Darauf lässt auch das wunderschön gestaltete Cover schließen. Es geht also weniger um sexuelle Intimität, genau wie die Liebesbeziehung für mich nur einer der Nebenstränge in der Geschichte darstellt. Abschließend kann ich eine deutliche Leseempfehlung aussprechen.

  • Bewertung

    5/5

    24.09.2022

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Wer sagt die Wahrheit?

    Dies ist mein erster Roman, den ich von der Schriftstellerin Katie Kitamura gelesen habe und ich bin total begeistert. Das Buchcover mit den Bildern und Farben finde ich passend gewählt, der Titel des Buches macht mich neugierig. Die Geschichte handelt von einer jungen Frau, die nach dem Tod ihres Vaters und Wegzug ihrer Mutter New York verlässt und ein neues Leben in Den Haag beginnt. Sie arbeitet als Dolmetscherin am Internationalen Gerichtshof. Sie baut sich nach und nach ein neues Leben mit neuen Freuden auf. Eine neue Liebe gibt es auch in ihrem "neuen" Leben, die ebenfalls mit vielen Kompliktationen einhergeht. Beruflich muss sie einen Kriegsverbrecher dolmetschen und hier kommt auch sie an ihre Grenzen. Die gesagten Worte so zu übersetzten wie sie auch wirklich gesagt worden sind mit der gleichen Stimmlage, dem Ausdruck, der Klangmelodie, um die Übersetzungsarbeit so gut wie möglich leisten zu können. Ich habe das Buch gut lesen können und kann es jedem nur empfehlen.

  • Bewertung

    aus Villach

    5/5

    24.09.2022

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Berührende Geschichte

    Die amerikanische Autorin Katie Kitamura hat es in diesem Buch geschafft mich von Anbeginn des Lesens zu fesseln. Schon das Cover als auch der Titel Intimitäten ist gut gewählt und sehr ansprechend. Eine junge Frau kommt als Dolmetscherin in Den Haag an den internationalen Gerichtshof. Keine Bindung mehr zu ihrer alten Heimat durch den Tod ihres Vaters und der Rückkehr ihrer Mutter nach Singapur. Die Hauptakteurin in diesem Buch wird mit der Übersetzung eines angeklagten Kriegsverbrechers betraut und erfährt dadurch unterschiedliche Facetten ihrer Persönlichkeit. Zusätzlich verliebt sie sich in Adriaan, der noch in einer ungeklärten Beziehung ist und plötzlich verschwindet… Man durchlebt beim Lesen eine elektrisierende Stimmung aufgrund der vielen Wahrheiten über Macht, Verbrechen, Manipulation und Liebe. Auf jeden Fall ein empfehlenswertes Lesevergnügen.

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Unsere Meinungen

  • Zum Bewerterprofil von Claudia Engelmann

    Claudia Engelmann

    Thalia Korbach

    Buchhändler*in

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    5/5

    12.01.2023

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Die Macht der Worte oder Wo beginnt Nähe?

    Ein großartiger, vielschichtiger und faszinierender Roman über Wahrheit und Gerechtigkeit, den die Autorin hier vorlegt, nachdem ich ihren Roman „Trennung“ schon mit maßloser stiller Begeisterung gelesen habe. Hier geht es um eine junge Frau, die auf der Suche nach sich und ihrem Platz im Leben ist. Sie hat sich gerade beruflich verändert, ist nach Den Haag gezogen, um dort am Internationalen Gerichtshof als Dolmetscherin zu arbeiten. Hier lernt sie den etwas undurchsichtigen Adriaan kennen und lässt sich auf eine intime Beziehung mit ihm ein. Zugleich wird sie bei ihrer Arbeit mit einem Kriegsverbrecher konfrontiert, für den sie übersetzen muss, und auch da beginnen die Intimitäten, die in jedem Wort, in jeder Geste, in jedem Ton liegen. Katie Kitamuras Schreibstil ist zurückgenommen, sachlich und nüchtern, doch auch mitreißend und eindringlich, so dass sich fast eine intime Situation zwischen Leser und Autor entwickelt.
  • Zum Bewerterprofil von Maren Oberwelland

    Maren Oberwelland

    Thalia Varel

    Buchhändler*in

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    5/5

    21.11.2022

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Die Intimität von Sprache

    Die Arbeit am Internationalen Gerichtshof in Den Haag hatte für mich auf den ersten Blick wenig mit Intimität zu tun. Ganz im Gegenteil werden dort doch Verbrechen verhandelt, zu denen man in einer zu tiefst menschlichen Reaktion so viel Abstand wie möglich wahren möchte. Doch diesen Abstand kann sich die Protagonistin im neuen Roman von Katie Kitamura , die für uns Leser*innen überraschenderweise namenlos bleibt - uns wird hier keine Intimität zugestanden, wir werden auf Distanz gehalten, als Dolmetscherin nicht leisten: "Meine Aufgabe besteht darin, den Abstand zwischen den Sprachen so klein wie möglich zu halten." Ihre Aufgabe ist es, die Aussagen von Tätern, Opfern und Zeugen so genau wie möglich zu übersetzen, jede noch so kleine Nuance zu berücksichtigen, um die Wirkung der Aussage, vor allem aber jene der dahinterstehenden Person nicht zu verfälschen und damit den Verlauf der Verhandlung nicht zu beeinflussen. Welche Intimität dabei entsteht, wenn man die einzige Person im Saal ist, die die Sprache des Opfers spricht, "Als ich hinuntersah, durchschauerte es mich - wie seltsam es war, ihre Worte für sie zu sprechen, wie verkehrt, dieses ich zu benutzen, das ihr gehörte und nicht mir, dieses Wort, das nicht geräumig genug war.", darüber schreibt Katie Kitamura meisterhaft. Sie schreibt über Sprache, wie wichtig sie für uns ist, wie wichtig ihre Feinheiten für unsere zwischenmenschliche Interaktion sind und wie sie als Bindeglied oder auch als trennendes Element wirken kann. Ich kann mich nicht daran erinnern, einmal etwas ähnlich Intensives gelesen zu haben, aber ich möchte in Zukunft bitte ganz viel mehr davon liebe Katie Kitamura.
  • Zum Bewerterprofil von Bianca Werner

    Bianca Werner

    Thalia Göttingen – Kauf Park

    Buchhändler*in

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    5/5

    04.10.2022

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Wenn Sprach das Leben bestimmt,...

    Wenn Sprach das Leben bestimmt, dann verändert sich wohl automatisch der Blick auf die Welt. Die Macht der Worte zu verstehen und als Dolmetscherin stets die Richtigen zu finden um auch zu vermitteln was zwischen den Worten steht, ist sicher eine große Herausforderung.
  • Zum Bewerterprofil von Sabine Schmidt

    Sabine Schmidt

    Thalia Korbach

    Buchhändler*in

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    5/5

    23.08.2022

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Am Den Haager Gerichtshof kommt...

    Am Den Haager Gerichtshof kommt die Ich-Erzählerin dieses außergewöhnlichen Romans als Dolmetscherin Kriegsverbrechern näher, als ihr lieb ist.Katie Kitamuras Erzählstil und ihr scharfer Blick auf Sprache haben mich von den ersten Zeilen an gefangen genommen und sehr begeistert.
  • Zum Bewerterprofil von Simone Büchner

    Simone Büchner

    Thalia Coburg

    Buchhändler*in

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    5/5

    12.08.2022

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Zu nah…

    Sie sehnt sich nach einem zu Hause und nach Liebe. In Den Haag versucht sie Fuß zu fassen, trifft dort auf den in Trennung lebenden Adriaan. Als dieser sie wieder verlässt und ihre Arbeit am Internationalen Gerichtshof verlangt einen Kriegsverbrecher zu dolmetschen, beginnt das Zweifeln. Zweifel am gesprochenen Wort, am Wahrheitsgehalt desselben, an der Interpretation von Gesten und Geschehnissen, gibt es doch verschiedene Deutungsmöglichkeiten. Verunsicherung wird steter Begleiter. Ich bin begeistert von diesem intelligenten und wunderbar geschriebenen Roman, das ist wieder eines dieser Bücher; schmal, gehaltvoll, gut.

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