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Intimitäten Roman

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Beschreibung

Produktdetails

Zustand

Gut

Einband

Gebundene Ausgabe

Erscheinungsdatum

22.08.2022

Verlag

Carl Hanser

Seitenzahl

224

Maße (L/B/H)

20,8/13,5/2,6 cm

Gewicht

345 g

Auflage

1

Originaltitel

Intimacies

Übersetzt von

Kathrin Razum

Sprache

Deutsch

EAN

2710000856429

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Zustand

Gut

Einband

Gebundene Ausgabe

Erscheinungsdatum

22.08.2022

Verlag

Carl Hanser

Seitenzahl

224

Maße (L/B/H)

20,8/13,5/2,6 cm

Gewicht

345 g

Auflage

1

Originaltitel

Intimacies

Übersetzt von

Kathrin Razum

Sprache

Deutsch

EAN

2710000856429

Herstelleradresse

Carl Hanser Verlag
Vilshofener Straße 10
81679 München
DE

Email: info@hanser.de

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  • MarieOn

    5/5

    16.04.2024

    Buch (Taschenbuch)

    Großartige Geschichte

    Nachdem der Vater der namenlosen Ich-Erzählerin von seinen Leiden der Altersschwäche erlöst wurde, geht ihre Mutter, in die Heimat Singapur zurück. Sie selbst, fühlt sich jetzt frei genug, eine weitreichende Entscheidung zu treffen und geht an den Gerichtshof in die Niederlande. Sie mag die Mentalität der Menschen dort, die sich um ihre eigenen Angelegenheiten kümmern. Allerdings ist die Athmosphäre gegenüber New York, ihrem vorherigen Wohnort, eher familiär. Die einzige Freundin Jana, Kuratorin, bezeichnet sich als Haushälterin einer Nationalgalerie, ist wesentlich aufgeschlossener als sie. Die Aufgabe der Dolmetscher*innen am Gerichtshof ist deffiziel und erfordert großes Einfühlungsvermögen. Ein Gerichtsverfahren war eine wohlkalkulierte komplexe Darbietung, an der wir alle beteiligt waren und aus der sich niemand vollkommen heraushalten konnte. Aufgabe der Dolmetschenden war es nicht nur, etwas mitzuteilen oder darzubieten, sondern auch das unaussprechliche zu wiederholen. S. 20 Der Gerichtshof befasst sich ausschließlich mit Genoziden, Verbrechen gegen die Menschlichkeit und verhandelt Kriegsverbrecher. Während einer Demonsrtration vor dem Gerichtshof, drückt ihr einer der Teilnehmenden ein Flugblatt in die Hand, das sie nachdenklich stimmt. Die Demonstranten sind Anhänger eines afrikanischen Präsidenten, der in den nächsten Monaten verhandelt werden soll. Sie werfen dem Gerichtshof, die Konzentration einzig auf Anklageerhebung gegen afrikanische Machthaber vor. Es sei ein abgekartertes Spiel der Imperialisten Amerika und Frankreich. Fazit: Die Geschichte ist so glaubhaft, als handele es sich wirklich um den internationalen Gerichtshof. Der Schreibstil ist großartig, jedes Wort sitzt. Die Autorin hat sich in jeden ihrer Charaktere zutiefst eingefühlt. Sie baut langsam auf der Entwurzelung der Protagonistin auf. Ihre Einsamkeit färbt die Stimmung melancholisch. Ihre Moralvorstellungen konterkarieren ihre Arbeit als Übersetzerin. An den charismatischen Machthabern sieht sie ihre eigene Machtlosigkeit. Sie fühlt sich immer mehr als Werkzeug, verliert zunehmend ihre Konturen. Die Hoffnungen, durch den Mann, dem sie ihr Vertrauen schenkte, heimisch zu werden, schwinden. Ein wirklich gut durchdachtes Psychodrama, das ich sehr gerne gelesen habe. Ein Wunder, dass es noch nicht verfilmt wurde.

  • Bewertung

    5/5

    21.02.2023

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Intim auf nur mehr als einer Ebene

    Die gesamte Aufmachung der Geschichte sprach mich an. Ich liebe Romane, welche Sprache erforschen und ihre Grenzen testen. Da bietet es sich an eine Übersetzerin bei ihrer Arbeit zu begleiten. Die Sprache wie auch die Protagonistin tragen dieses Werk. Leider ließ es für meinen Geschmack am Ende etwas nach, da sie mir zu selbstbemitleidend erschien, aber nichtsdestotrotz hatte ich eine wunderbare Zeit diese Lektüre zu verschlingen.

  • Arizona

    5/5

    25.01.2023

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Die namenlose Ich-Erzählerin…

    Die namenlose Ich-Erzählerin arbeitet seit einem halben Jahr als Dolmetscherin am Gerichtshof in Den Haag. Seit einiger Zeit ist sie mit Adriaan zusammen, der von seiner Frau und den Kindern getrennt lebt. Die Erzählerin berichtet über die Herausforderungen Ihrer Arbeit, was ich recht interessant fand, da man ja zum einen sehr exakt übersetzen muss, damit die juristischen Details korrekt sind, aber zum anderen sollen auch die Gefühle mit ausgedrückt werden. Und auch die Verbrechen gegen die Menschlichkeit, die dort behandelt werden sind teilweise recht belastend. So lernt man dort im Zuge der Übersetzungen Schwerverbrecher teils recht nah kennen. Zum anderen gab es dann die Szenen aus ihrem Privatleben. Ihr neuer Freund „verschwindet“ für einige Zeit, um Themen bezüglich seiner Trennung zu regeln. So bleibt es auch spannend, wie es mit den beiden weitergeht. Einziger Kritikpunkt wäre, dass ich die Frau teilweise als recht passiv empfunden habe, und ihre Reaktionen nicht immer nachvollziehen konnte. Ingesamt fand ich die Sprache recht anspruchsvoll und auf einem hohen Niveau, aber trotzdem gut lesbar. Die Story hat mich gefesselt, da es sowohl im Job als auch im Privatleben recht spannend war. Ich habe daher die Lektüre genossen, fand es kurzweilig und kann es weiterempfehlen.

  • nil_liest

    aus RheinMain Gebiet

    5/5

    24.11.2022

    Hörbuch (Audio)

    Interpretation der Sprache

    Ein Hörgenuss! Ich lauschte dem Text nicht nur gerne, weil er unfassbar gut ist, sondern auch, weil Katja Danowski ihn fabelhaft gelesen hat! Sie modelliert den Text mit der Stimme und macht das ganze plastischer mit der Art und Weise wie sie es liest. Im Roman geht um eine kosmopolitische Frau, die durch einen neuen Job am internationalen Gerichtshof als Dolmetscherin nach Den Haag kommt. Sie kennt die Welt, ist viel mit ihren Eltern gereist und oft umgezogen. Sie spricht mehrere Sprachen fließend -eine Weltbürgerin. Der Roman erzählt aus Sicht der Protagonistin ihre Erlebnisse in Den Haag nach ihrer Ankunft und die folgenden Monate, ist aber zugleich auch so viel mehr. Wir lernen eine kluge und reflektiere Frau kennen, die ihren Einsätzen am Gerichtshof und ihre rTätigkeit als Dolmetscherin viel Raum gibt und deren Wichtigkeit reflektiert. Spannend fand ich besonders zu hören wie das Übersetzen auseinandergenommen wird und wie Übersetzungen in solchen Gerichtsverhandlungen einen Einfluss haben. Neben diesem, aus meiner Sicht leitenden Erzählstrang, gibt es auch einen neuen Mann in ihrem Leben. Der allerdings in ungeordneten Verhältnissen auf sie trifft, da er in einer kaputten Ehe lebt und Kinder hat. Auch hier eher nüchtern erzählt, aber auf ehrliche reflektierte Art. Das Leben zweier Menschen mit Bodenhaftung wird uns präsentiert, die pragmatisch die Umstände und ihre Gegenseitige Zuneigung unter einen Hut bringen wollen. Überhaupt schafft es Katie Kitamura in ihrer ruhigen Erzählart viel aus den Figuren herauszuholen ohne viel Handlung zu nutzen. Ein wirklich gelungener Text und hier in knapp 6 Stunden toll gelesen! Ich kann es sehr empfehlen!

  • nil_liest

    aus Frankfurt

    5/5

    24.11.2022

    Hörbuch (Audio)

    Interpretation der Sprache…

    Interpretation der Sprache Ein Hörgenuss! Ich lauschte dem Text nicht nur gerne, weil er unfassbar gut ist, sondern auch, weil Katja Danowski ihn fabelhaft gelesen hat! Sie modelliert den Text mit der Stimme und macht das ganze plastischer mit der Art und Weise wie sie es liest. Im Roman geht um eine kosmopolitische Frau, die durch einen neuen Job am internationalen Gerichtshof als Dolmetscherin nach Den Haag kommt. Sie kennt die Welt, ist viel mit ihren Eltern gereist und oft umgezogen. Sie spricht mehrere Sprachen fließend -eine Weltbürgerin. Der Roman erzählt aus Sicht der Protagonistin ihre Erlebnisse in Den Haag nach ihrer Ankunft und die folgenden Monate, ist aber zugleich auch so viel mehr. Wir lernen eine kluge und reflektiere Frau kennen, die ihren Einsätzen am Gerichtshof und ihre rTätigkeit als Dolmetscherin viel Raum gibt und deren Wichtigkeit reflektiert. Spannend fand ich besonders zu hören wie das Übersetzen auseinandergenommen wird und wie Übersetzungen in solchen Gerichtsverhandlungen einen Einfluss haben. Neben diesem, aus meiner Sicht leitenden Erzählstrang, gibt es auch einen neuen Mann in ihrem Leben. Der allerdings in ungeordneten Verhältnissen auf sie trifft, da er in einer kaputten Ehe lebt und Kinder hat. Auch hier eher nüchtern erzählt, aber auf ehrliche reflektierte Art. Das Leben zweier Menschen mit Bodenhaftung wird uns präsentiert, die pragmatisch die Umstände und ihre Gegenseitige Zuneigung unter einen Hut bringen wollen. Überhaupt schafft es Katie Kitamura in ihrer ruhigen Erzählart viel aus den Figuren herauszuholen ohne viel Handlung zu nutzen. Ein wirklich gelungener Text und hier in knapp 6 Stunden toll gelesen! Ich kann es sehr empfehlen!

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  • Zum Bewerterprofil von Claudia Engelmann

    Claudia Engelmann

    Thalia Korbach

    Buchhändler*in

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    5/5

    12.01.2023

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Die Macht der Worte oder Wo beginnt Nähe?

    Ein großartiger, vielschichtiger und faszinierender Roman über Wahrheit und Gerechtigkeit, den die Autorin hier vorlegt, nachdem ich ihren Roman „Trennung“ schon mit maßloser stiller Begeisterung gelesen habe. Hier geht es um eine junge Frau, die auf der Suche nach sich und ihrem Platz im Leben ist. Sie hat sich gerade beruflich verändert, ist nach Den Haag gezogen, um dort am Internationalen Gerichtshof als Dolmetscherin zu arbeiten. Hier lernt sie den etwas undurchsichtigen Adriaan kennen und lässt sich auf eine intime Beziehung mit ihm ein. Zugleich wird sie bei ihrer Arbeit mit einem Kriegsverbrecher konfrontiert, für den sie übersetzen muss, und auch da beginnen die Intimitäten, die in jedem Wort, in jeder Geste, in jedem Ton liegen. Katie Kitamuras Schreibstil ist zurückgenommen, sachlich und nüchtern, doch auch mitreißend und eindringlich, so dass sich fast eine intime Situation zwischen Leser und Autor entwickelt.
  • Zum Bewerterprofil von Maren Oberwelland

    Maren Oberwelland

    Thalia Varel

    Buchhändler*in

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    5/5

    21.11.2022

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Die Intimität von Sprache

    Die Arbeit am Internationalen Gerichtshof in Den Haag hatte für mich auf den ersten Blick wenig mit Intimität zu tun. Ganz im Gegenteil werden dort doch Verbrechen verhandelt, zu denen man in einer zu tiefst menschlichen Reaktion so viel Abstand wie möglich wahren möchte. Doch diesen Abstand kann sich die Protagonistin im neuen Roman von Katie Kitamura , die für uns Leser*innen überraschenderweise namenlos bleibt - uns wird hier keine Intimität zugestanden, wir werden auf Distanz gehalten, als Dolmetscherin nicht leisten: "Meine Aufgabe besteht darin, den Abstand zwischen den Sprachen so klein wie möglich zu halten." Ihre Aufgabe ist es, die Aussagen von Tätern, Opfern und Zeugen so genau wie möglich zu übersetzen, jede noch so kleine Nuance zu berücksichtigen, um die Wirkung der Aussage, vor allem aber jene der dahinterstehenden Person nicht zu verfälschen und damit den Verlauf der Verhandlung nicht zu beeinflussen. Welche Intimität dabei entsteht, wenn man die einzige Person im Saal ist, die die Sprache des Opfers spricht, "Als ich hinuntersah, durchschauerte es mich - wie seltsam es war, ihre Worte für sie zu sprechen, wie verkehrt, dieses ich zu benutzen, das ihr gehörte und nicht mir, dieses Wort, das nicht geräumig genug war.", darüber schreibt Katie Kitamura meisterhaft. Sie schreibt über Sprache, wie wichtig sie für uns ist, wie wichtig ihre Feinheiten für unsere zwischenmenschliche Interaktion sind und wie sie als Bindeglied oder auch als trennendes Element wirken kann. Ich kann mich nicht daran erinnern, einmal etwas ähnlich Intensives gelesen zu haben, aber ich möchte in Zukunft bitte ganz viel mehr davon liebe Katie Kitamura.
  • Zum Bewerterprofil von Bianca Werner

    Bianca Werner

    Thalia Göttingen – Kauf Park

    Buchhändler*in

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    5/5

    04.10.2022

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Wenn Sprach das Leben bestimmt,...

    Wenn Sprach das Leben bestimmt, dann verändert sich wohl automatisch der Blick auf die Welt. Die Macht der Worte zu verstehen und als Dolmetscherin stets die Richtigen zu finden um auch zu vermitteln was zwischen den Worten steht, ist sicher eine große Herausforderung.
  • Zum Bewerterprofil von Sabine Schmidt

    Sabine Schmidt

    Thalia Korbach

    Buchhändler*in

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    5/5

    23.08.2022

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Am Den Haager Gerichtshof kommt...

    Am Den Haager Gerichtshof kommt die Ich-Erzählerin dieses außergewöhnlichen Romans als Dolmetscherin Kriegsverbrechern näher, als ihr lieb ist.Katie Kitamuras Erzählstil und ihr scharfer Blick auf Sprache haben mich von den ersten Zeilen an gefangen genommen und sehr begeistert.
  • Zum Bewerterprofil von Simone Büchner

    Simone Büchner

    Thalia Coburg

    Buchhändler*in

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    5/5

    12.08.2022

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Zu nah…

    Sie sehnt sich nach einem zu Hause und nach Liebe. In Den Haag versucht sie Fuß zu fassen, trifft dort auf den in Trennung lebenden Adriaan. Als dieser sie wieder verlässt und ihre Arbeit am Internationalen Gerichtshof verlangt einen Kriegsverbrecher zu dolmetschen, beginnt das Zweifeln. Zweifel am gesprochenen Wort, am Wahrheitsgehalt desselben, an der Interpretation von Gesten und Geschehnissen, gibt es doch verschiedene Deutungsmöglichkeiten. Verunsicherung wird steter Begleiter. Ich bin begeistert von diesem intelligenten und wunderbar geschriebenen Roman, das ist wieder eines dieser Bücher; schmal, gehaltvoll, gut.

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