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Produktbild: Die Suche nach Heimat

Die Suche nach Heimat Mascha Kalékos leuchtende Jahre | Die Dichterin Mascha Kaléko erstmals als Romanfigur

21

18,00 €

inkl. gesetzl. MwSt., Versandkostenfrei


Beschreibung

Produktdetails

Verkaufsrang

48910

Einband

Taschenbuch

Erscheinungsdatum

16.11.2022

Verlag

dtv

Seitenzahl

368

Maße (L/B/H)

20,8/13,1/3,3 cm

Gewicht

445 g

Farbe

Lichtgrau / Grau

Auflage

3. Auflage

Sprache

Deutsch

ISBN

978-3-423-26341-2

Warnhinweis

nicht erforderlich.

Beschreibung

Produktdetails

Verkaufsrang

48910

Einband

Taschenbuch

Erscheinungsdatum

16.11.2022

Verlag

dtv

Seitenzahl

368

Maße (L/B/H)

20,8/13,1/3,3 cm

Gewicht

445 g

Farbe

Lichtgrau / Grau

Auflage

3. Auflage

Sprache

Deutsch

ISBN

978-3-423-26341-2

Herstelleradresse

dtv Verlagsgesellschaft
Tumblingerstraße 21
80337 München
DE

Email: produktsicherheit@dtv.de

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  • Trixi

    aus Kissing

    5/5

    10.02.2023

    Buch (Taschenbuch)

    Berlin, eine Frau und ihre Träume

    Mascha kommt in die "heutige" Zeit nach Berlin zurück. Sie sucht an allen Ecken, Plätzen und Straßen nach ihrem geliebten Berlin, ihrer vergangenen Heimat. Erinnerungen, Schmerz, Trauer und Wut werden in ihr geweckt. Wo ist all das Vertraute, Geliebte, ihre Wohlfühlheimat geblieben? Die junge Frau mit jüdischen Wurzeln, eine begabte, noch unbekannte Dichterin hat einen Traum: ihre Gedichte, ihre Worte allen zugänglich zu machen. Sie heiratet ihre erste Liebe Saul, der sie abgöttisch liebt und sie unterstützt ihren Traum zu verwirklichen, den Rücken stärkt und ihr alle Freiheiten lässt. Auf ihrem Weg zu großem Erfolg und Berühmtheit, begleitet von der Machtergreifung des Naziregimes, entfernt sie sich innerlich immer mehr von Saul. Hin und her gerissen von großen Gefühlen, Ruhm und Erfolg, innerer Zerrissenheit und Zweifel aber auch Rückhalt und Sicherheit in ihrer Ehe muss sie sich schließlich zwischen Saul und ihrer großen Liebe Chemjo entscheiden. Als die Bedrohung durch die Machtübernahme der Nazis zu nimmt, fühlt sie sich nicht mehr sicher in ihrer Herzensheimat und muss schließlich fliehen. Die historisch belegten Ereignisse sind geschickt mit den fiktiven Handlungen verwoben und unterstreichen das authentische Bild. Sehr gefühlsbetont und mit viel Herzblut der Autorin werden die Geschehnisse und die Protagonisten dargestellt. Bereits auf den ersten Seiten wird der Leser von der Geschichte gefesselt, die Kapitel und Seiten fliegen nur so dahin. Durch die eingefügten Gedichte und Zitate der Dichterin, die einen direkten Bezug zu den jeweiligen Abschnitten haben, bekommen diese eine besondere Tiefe und Bedeutung. Die einzelnen Kapiteln sind mit den Jahreszahlen versehen, die den Wechsel zwischen Vergangenheit und Gegenwart deutlich machen und den Lesefluss nicht unterbrechen. Mir hat diese hervorragend umgesetzte Romanbiographie sehr berührt und noch lange nach dem Schluss zum Nachdenken angeregt.

  • Daniela Weigel

    5/5

    24.01.2023

    Buch (Taschenbuch)

    Diese Romanbiografie hat mich berührt

    Mir war Mascha Kaléko bisher kein Begriff. Das liegt daran, dass ich nicht unbedingt Lyrik lese. Ich war mir nicht sicher, ob das Buch etwas für mich ist, da ich bisher aber alle Bücher der Autorin gelesen und geliebt habe, musste ich diese Romanbiografie einfach auch lesen und ich habe es nicht bereut. Maschas Geschichte hat mich fasziniert. Die Autorin hat sie und Ihr Leben so lebendig geschildert. Gemeinsam mit ihr bin ich im Romanischen Café gesessen, habe die verschiedensten Künstler kennengelernt. Mascha musste als junges Mädchen mit ihren Eltern ihre Heimat Galizien verlassen. Sie landen in Berlin, hier fühlt sie sich heimisch. Das Verhältnis zu ihren Eltern ist nicht gut. Als sie den neun Jahre älteren Saul kennenlernt, erlebt sie das erste Mal in Ihrem Leben Liebe und Unterstützung. Viel zu früh heiraten die beiden. Saul war ihr ein guter Mann der ihr jede Freiheit gelassen hat, nur so konnte sie sich künstlerisch ausleben und sich einen Namen in der Szene machen. Die beiden entwickeln sich in unterschiedliche Richtungen weiter und Mascha merkt, dass diese Ehe sie nicht mehr erfüllt. Als sie Chemio trifft, steht sie zwischen zwei Männern. 1933 ist nichts mehr, wie es war. Es herrscht Angst und Schrecken. Juden sind nicht mehr sicher, obwohl viele ihrer Freunde Berlin mittlerweile verlassen haben, hält Mascha an ihrer neuen Heimat fest. Doch irgendwann kann sie einfach nicht mehr bleiben. Wie wird das Leben für sie weitergehen? Die Autorin hat es hier geschafft, Mascha Kaléko lebendig werden zu lassen. Ich habe beim Lesen ihre Leidenschaft für diese Künstlerin gespürt. Das Romanische Café ist so toll beschrieben, dass ich Bilder davon im Kopf habe. Die Angst als sich die politische Lage verschärft hat, war greifbar. Mich hat Maschas Geschichte sehr berührt und ich kann nur empfehlen sie zu lesen. Hier merkt man die gute Recherche. Von mir gibt es 5 Sterne.

  • Gabriela

    aus Leopoldshöhe

    5/5

    05.01.2023

    Buch (Taschenbuch)

    Ein Freigeist in einer schweren Zeit

    Das Buch die such nach Heimat beginnt mit im Prolog mit Maschas Rückkehr nach Berlin im Jahr 1956. Doch die Biografie von Mascha Kaléko fängt 1928 in Berlin an. Sie findet in ihrem Elternhaus nur Kälte und Nichtachtung vor. So flieht sie aus dem selben mit 19 Jahren in eine Ehe mit einem 9 Jahre älteren Hebräischlehrer Saul Kaléko. Er akzeptiert ihre Ambitionen, sich als Dichterin verwirklichen zu wollen. In einem Berliner Kaffeehaus lernt sie viele berühmte, zeitgenössische Künstler kennen. Mit diesen Kontakten fasst sie Fuß in der Künstlerscene und wird selbst eine kleine Berühmtheit. Doch mit der Machtergreifung von Adolf Hitler 1933 wird ihr Leben als Jüdin immer schwieriger. Ihre Gedichte dürfen nicht mehr veröffentlicht werden. Sie und ihr Mann wollen nach Palästina emigrieren, bekommen aber keine Papiere! Das Leben wird immer gefährlicher und angsterfüllter. Als eines Tages der Chorleiter Chemjo, den sie schon vor einigen Jahren kennengelernt hatte, wieder in Maschas leben tritt, werden die Karten neu gemischt. Bevor ich dieses Buch gelesen hatte, kannte ich Mascha Kaléko nicht. Doch ihre Gedichte, die die Autorin Indra Maria Janos zwischen jeden Kapitel setzte, haben mich begeistert. Man muß zwischen den Zeilen lesen, um die Brillanz dieser Worte zu begreifen. Alles in allem bin ich von diesem Buch restlos begeistert und kann es nur empfehlen, es zu lesen

  • Tanjas Bücherstübchen

    aus Velbert

    5/5

    15.12.2022

    Buch (Taschenbuch)

    Geliebte Heimat, geliebtes Berlin

    Ich muss gestehen, dass mir der Name Mascha Kaléko bis vor Kurzem noch nichts sagte. Da ich jedoch sämtliche Romane der Autorin, erschienen unter einem anderen Pseudonym, liebe und verschlungen habe, war es für mich selbstverständlich auch dieses Herzensprojekt von ihr zu lesen. Mit Begeisterung habe ich vor der Lektüre des Buches an einer Lesung mit Indra Maria Janos teilgenommen. Neben Ausschnitten aus dem Buch erfuhr ich viele wesentliche Dinge aus dem Leben von Mascha Kaléko und merkte wieviel Herzblut der Autorin hier zugrunde liegt. Mascha floh seinerzeit im Kindesalter mit ihren jüdischen Eltern von Galazien nach Berlin. Sie rang immer wieder vergeblich um Anerkennung durch ihre Eltern, die Mascha immer wieder mit ihrer Vorzeigeschwester Lea verglichen. Viel zu jung heiratet sie im Jahr 1928 mit gerade 20 Jahren den 9 Jahre älteren Hebräischlehrer Saul Kaléko. Dreh- und Angelpunkt Ihres Lebens ist das Romanische Café am Auguste-Viktoria-Platz, der Treffpunkt für Künstler, Journalisten, Verleger und die es werden möchten. Ihr größter Traum ist es, sich als Dichterin einen Namen zu machen und einen der begehrten Plätze im Schwimmerbassin des Cafés zu ergattern, wo bereits bekannte Größen verkehren. Mit Hilfe der richtigen Kontakte und Sauls Unterstützung gelingt es Mascha ihre ersten Verse in einer bekannten Zeitung zu veröffentlichen. Die nachfolgenden Jahre werden sehr erfolgreich für sie, sogar zwei Gedichtbände erscheinen im Rowohlt-Verlag, bis das jüdische Volk immer mehr durch den Nationalsozialismus in Gefahr gerät. Während der Unruhen verliebt sie sich in den Musiker Chemjo Vinaver, der ihr all das gibt, was sie bei ihrem Mann Saul vermisst. Mascha ist hin- und hergerissen und verschließt sich lange vor einer Entscheidung für einen der beiden Männer. Bis zuletzt hat sie sich gewehrt, ihr geliebtes Berlin, ihre Heimat zu verlassen, doch im Jahr 1938 ließ es sich nicht vermeiden. Mascha emigriert nach Amerika. Indra Maria Janos hat mit jeder Zeile ihres Buches ihre Verehrung für Mascha Kaléko zum Ausdruck gebracht. Ihr bewegtes Leben, ihre Gefühle, ihre Ängste, ihre Hoffnung, ich habe alles mit Mascha geteilt. Saß im Romanischen, trank meinen Kaffee und stellte mit Schrecken fest, dass nach und nach viele mir lieb gewonnene Personen von den Braunen vertrieben wurden. Zwei Mal kehrt Mascha im Verlauf ihres Lebens nach Berlin zurück auf der Suche nach ihrer Heimat, doch Berlin hat ihr den Rücken gekehrt. Diese Schilderungen empfand ich als absolut berührend und ich hatte mehr als einmal Tränen in den Augen. Nicht zuletzt durch die umfangreiche Recherche ist mit diesem Buch ein Stück deutsche Zeitgeschichte lebendig geworden. Sämtliche genannten Personen sind historisch belegbar und machen diese Roman-Biographie zu etwas Besonderem. Auch wer kein Lyrik-Fan ist, erhält hier wahren Lesegenuss vom Feinsten. Deshalb von mir eine klare Leseempfehlung und volle 5 Sterne für diese wunderbare Roman-Biographie. Es war mir eine Ehre mit Mascha Kaléko Bekanntschaft zu machen. Mein Fazit: Ein kleines Stück deutsche Zeitgeschichte über ein Ausnahmetalent, dem meiner Meinung nach viel zu wenig Bekanntheit zuerkannt wird. Zusammengetragen und erzählt von einer ehrlichen und aufrichtigen Bewunderin der lyrischen Werke von Mascha Kaléko.

  • hasirasi2

    aus Dresden

    5/5

    12.12.2022

    Buch (Taschenbuch)

    Heimat oder Freiheit

    „Aber die meisten, die das Café besuchten, wollten sich mit Verlegern, Kritiken oder Künstlerkollegen treffen. Mascha konnte sich nicht Schöneres vorstellen, als eines Tages dazuzugehören und ihren eigenen Namen in der Zeitung zu lesen, über einem ihrer Texte.“ (S. 17/18) Im Sommer 1928 glaubt die 21jährige Mascha im Romanischen Café in Berlin und bei Saul Kaléko endlich eine Heimat gefunden zu haben. Darum willigt sie auch in den Antrag des knapp 10 Jahre älteren Hebräischlehrers ein, obwohl sie sich eine Familie und Kinder noch gar nicht vorstellen kann. Sie will berühmt werden und ihr Leben genießen. Aber Saul verspricht, ihr alle Freiheiten zu lassen. Bald veröffentlicht sie regelmäßig Gedichte in Zeitungen und trägt sie auf der Bühne vor, 1931 erscheint ihr erster Lyrikband. Während all der Zeit hält Saul ihr den Rücken frei und hat nichts dagegen, dass sie fast jeden Abend ausgeht und mit anderen Männern flirtet. Und nach zwei Ehejahren wird ihr klar, dass er ihr zu alt, langweilig, gesetzt und vorhersehbar ist. Aber sie bleibt bei ihm, denn er liebt sie über alles und gibt ihr Halt. Außerdem überrollen sie die politischen Entwicklungen. Hitler kommt an die Macht und das Leben der jüdischen Bevölkerung ändert sich eklatant. Es kommt zu Übergriffen und Boykotten, sie werden in ihrer Freiheit immer mehr eingeschränkt. Viele Schriftsteller und Künstler verlassen deshalb Deutschland und auch Saul will nach Palästina emigrieren, aber Mascha kann sich ein Leben außerhalb Berlins nicht vorstellen. Sie hofft, dass der braune Spuk bald vorbei ist. Und dann lernt sie den Dirigenten Chemjo Vinaver näher kennen und verliebt sich in ihn … Indra Maria Janos erzählt in „Die Suche nach Heimat“ von Mascha Kalékos Aufstieg und ihrem Leben in Berlin bis zur Emigration nach Amerika. Das Buch liest sich zum Teil wie das Who's Who der Literaturszene, denn im Romanischen Café traf sich alles, was Rang und Namen hatte (wie z.B. Erich Kästner, Kurt Tucholsky, Claire Waldoff, Joachim Ringelnatz und Berthold Brecht) und Mascha gehörte dazu. Sie lässt diese aufregende Zeit im Leben der Dichterin lebendig werden, ihren Schaffensprozess und Durchbruch als Schriftstellerin, den Austausch mit anderen Künstlern, die gegenseitige Förderung, aber auch die immer stärker werdende Angst ab 1930 und die Überlegungen, was man gegen die Nazis tun kann. „Wir haben alle eine Stimme. Und wir sollten sie nutzen. Schreiben Sie darüber!“ (S. 111) Dazu kommen das schwierige Verhältnis zu ihren Eltern, die Eheprobleme mit Saul und der Zwiespalt, als sie sich in Chemjo verliebt. Diese Zerrissenheit schildert die Autorin besonders empathisch. Ergänzt wird die Handlung durch Maschas Gedichte. Zuerst sind sie heiter und leicht, werden aber immer ernster und schwerer. Sie zeigen ihre künstlerische Entwicklung und spiegeln ihre jeweilige Gefühlslage und die Weltpolitik wider. Geht es zu Beginn noch um amüsante Alltagssituationen oder die ersten Zweifel an ihrer Liebe zu Saul, werden sie schnell politischer und kritischer, düsterer und hoffnungsloser. Indra Maria Janos schreibt sehr fesselnd und hat mir das bewegte Leben einer außergewöhnlichen Künstlerin nähergebracht, über die ich sie gut wie nichts wusste, wie ich beim Lesen des Buches feststellen musste.

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