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Produktbild: Das Mädchen auf der Himmelsbrücke

Das Mädchen auf der Himmelsbrücke

10

22,00 €

inkl. gesetzl. MwSt., Versandkostenfrei


Beschreibung

Produktdetails

Einband

Gebundene Ausgabe

Erscheinungsdatum

18.08.2022

Herausgeber

Maximilian Murmann

Verlag

Guggolz Verlag

Seitenzahl

154

Maße (L/B/H)

19,5/12,3/1,7 cm

Gewicht

280 g

Farbe

Silbergrau

Auflage

1. Auflage

Originaltitel

Tyttö taivaan laiturilla

Übersetzt von

Maximilian Murmann

Sprache

Deutsch

ISBN

978-3-945370-36-0

Beschreibung

Produktdetails

Einband

Gebundene Ausgabe

Erscheinungsdatum

18.08.2022

Herausgeber

Maximilian Murmann

Verlag

Guggolz Verlag

Seitenzahl

154

Maße (L/B/H)

19,5/12,3/1,7 cm

Gewicht

280 g

Farbe

Silbergrau

Auflage

1. Auflage

Originaltitel

Tyttö taivaan laiturilla

Übersetzt von

Maximilian Murmann

Sprache

Deutsch

ISBN

978-3-945370-36-0

Herstelleradresse

Guggolz Verlag
Gustav-Müller-Straße 46
10829 Berlin
DE

Email: verlag@guggolz-verlag.de

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  • Eva

    5/5

    11.05.2026

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Wenn die Musik der Zufluchtsort wird

    Wenn ich den Heldentenor im Lohengrin höre, dann gehen die Sterne auf, die Welt steht still und die Götter halten den Atem an und lauschen. Als Leena Bach hört, glaubt sie, in den Himmel gekommen zu sein. 1951 schrieb Eeva-Liisa Manner Das Mädchen auf der Himmelsbrücke, 2022 bei Guggolz erschienen. Leena ist 9 Jahre alt und eine Außenseiterin. Sie wird verlacht, gemieden, allein gelassen, fühlt sich unverstanden und scheint fast der Welt abhanden gekommen zu sein. Zielstrebig streift sie durch ihre Welt, erkundet die Grenzen der Realität und findet Trost in einem poetischen Raum jenseits der Logik. Denn die Musik ist es, die die Welt zum Klingen bringt. Sie ist feinfühlig, hochsensibel, nimmt die Welt über Töne wahr und verliert sich in dem kleinen Großen. Sie lässt ihre Gedanken fliegen, lässt sie kreisen um die Fragen nach Wirklichkeit und Traum, nach Wahrheit und Tod. Der Traum ist für sie wirklicher als der Alltag. Aus dem kann man sich wegdenken, aus dem Traum nicht. Träume sind bedingungslos. Was für eine Sprache, was für ein Roman! Atmosphärisch, sinnlich, kindgerecht und transzendent. In wunderschönen Sätzen lässt die Autorin ihre junge Protagonistin reflektieren und entdecken, spielen und die Welt erfahren. Im Nachwort zitiert Antje Rávik Strubel ein Gedicht der Autorin: Die Welt ist eine Dichtung meiner Sinne und erlischt, wenn ich sterbe. Eeva-Liisa Manner war eine Wegbereiterin der Moderne in Finnland, schrieb Dramen, Gedichte, Romane und übersetzte aus verschiedenen Sprachen. Spielerisch, leicht und komisch absurd erkundete sie literarisch das, was außerhalb des Wahrnehmbaren liegt und schafft tausend Bilder der Sehnsucht und der Freude, trotz tiefer Traurigkeit. In diesem Spannungsfeld entsteht die poetische Prosa einer finnischen Pionierin. Einmal mehr stellt der Guggolz Verlag eine Autorin ins Rampenlicht, die zwar ihrerseits die Öffentlichkeit scheute aber die die literarische Kultur Europas ein großes Stück bunter und lebendiger macht.

  • Karin Braun

    aus Kiel

    5/5

    18.12.2022

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Musik als Erlösung

    Leena ist neun, fühlt sich alleine und missverstanden. Sie wächst bei ihrer Großmutter auf, die in der Trauer um ihre verlorenen Kinder versinkt. Sicher weiß Leena, dass die Oma sie liebt … irgendwie, aber auch, dass sie dieses träumerische Kind so gar nicht versteht. Die Schule mit ihrer strengen Disziplin ist für das Mädchen die reinste Folter und oft genug geht sie nicht hin oder freut sich über Krankheiten, die ihr eine entsprechende Entschuldigung liefern. Sie streift durch eine Art Traumstadt, die kaum bevölkert ist und fragt sich, ob das Leben nicht nur ein Traum ist, ob sie wirklich wirklich ist. Sie verzweifelt nahezu daran, dass niemand sie ernst genug nimmt, um sich mit ihren Fragen auseinander zusetzen, bis sie eines Tages in eine Kirche kommt und die Fuge von Bach hört. Die Musik wird für sie ein Erlösungserlebnis. Die Autorin Eeva-Liisa Manner (1921 – 1995) greift in diesem schmalen Büchlein auf die Erlebnisse ihrer karelischen Kindheit zurück, wo sie nach dem Tod der Mutter, bei ihren Großeltern aufwuchs. Es ist eine sehr berührende Geschichte und die Gedankenbilder der Protagonistin so eindringlich und dabei sprachlich so leicht und lyrisch. Ein besonderes Lob gilt hier dem Übersetzer Maximilian Murmann. Wenn man beim Lesen ist vergisst, dass es sich um eine Übersetzung handelt, wie es bei „Das Mädchen auf der Himmelsbrücke“ der Fall ist, ist das Werk wahrlich gelungen.

  • Bewertung

    5/5

    25.11.2022

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Literarische Perle

    Mit viel Sorgfalt endlich ins Deutsche übersetzt. Die Geschichte eines Mädchens, welches sich unverstanden seine eigene Welt schafft. Bildhaft, poetisch und empfindsam erzählt.

  • Bewertung

    aus Villach

    5/5

    16.10.2022

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    ...wie ein Märchen...

    Eine kleine Stadt in Finnland, in den 1940er Jahren. Die neunjährige Leena ist verwaist und wächst bei ihrer Großmutter auf. Ihre Mutter ist unmittelbar nach ihrer Geburt gestorben, der Vater ein Trinker, der sich davon gemacht hat. Die Großmutter hatte in ihrem Leben viele Tote zu beklagen, so dass sie wenig Einfühlungsvermögen für das kleine Mädchen übrig hat. Leena ist von einer großen Trauer erfüllt und fühlt sich von der Welt unverstanden. Besonders die Lehrerin setzt ihr immer wieder zu. Sie verliert sich in Träume und Gedanken und schützt sich so in ihrer tristen Realität. Bei einem Spaziergang kommt sie an einer katholische Kirche vorbei und hört Orgelmusik von Bach, von der sie ganz fasziniert ist. Die Nonne und der blinde Pfarrer lassen sich auf ein tiefes Gespräch mit der Kleinen ein. Ein melancholischer, trauriger Roman, in wunderschöner poetischer Sprache. Eine Erzälung, in die man sich so richtig reinfallen und davon tragen lassen kann. Uneingeschränkte Empfehlung.

  • Bewertung

    5/5

    14.10.2022

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Märchenhaft, lyrisch und traurig schön.

    Vielen Dank an dieser Stelle an den Guggolz-Verlag, der mit der Herausgabe von (fast) vergessener Literatur aus Nord- und Osteuropa der deutschen Literaturlandschaft eine besonders feine Note verleiht. In dieser Erzählung verliert man sich in märchenhaften Passagen, die sich zwischen der Realität, in der sich die Protagonistin Leena befindet, verstecken. Leena fühlt sich mit ihren 9 Jahren zutiefst unverstanden. Ihre Mutter starb unmittelbar nach ihrer Geburt, der Vater verschwand. Das sensible Kind wächst bei der Großmutter auf, „die ihre Zärtlichkeit längst aufgebraucht hat“. Diese wunderbar lyrische-musikalische Erzählung sollte man öfter in die Hand nehmen und in den Klang der Wörter eintauchen. Eine angenehme Hilfestellung bietet das Nachwort von Antje Rávik Strube.

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    Helge Binder

    OSIANDER Reutlingen

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    5/5

    18.10.2022

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Ganz große Kunst

    Welch wunderbare Entdeckung! 1951 geschrieben, jetzt erstmals aus dem Finnischen ins Deutsche übersetzt: In Eeva-Liisa Manners Erzählung über ein Mädchen, das sich allein, unverstanden und fremd fühlt in der Welt, verschwinden die Grenzen zwischen Traum und Wirklichkeit. Ich war regelrecht verzaubert während der Lektüre und bin überzeugt, dass sich jeder empfindsame Mensch in der Figur der neunjährigen Leena wiederfinden wird. Trotz aller Melancholie und tiefen Traurigkeit verströmt diese poetische Prosa ein Fluidum, das beglückt und dem man sich nicht entziehen kann. Das “Mädchen auf der Himmelsbrücke” feiert die rettende Kraft der Musik, der leuchtenden Farben, der Schönheit. Ganz große Kunst!

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